Todesattentäter in Norwegen

Zwei Dinge werden mir in diesem Kontext deutlich:
1. das vermeintliche Info-Bedürfnis der Öffentlichkeit noch Tage nach der Tat ist doch nur virtueller Katastrophentourisms. Zu Tage wird nichts mehr gefördert als grenzenlose Gestörtheit, wenn dieser Kotzbrocken zu Wort kommt. Er darf keinen Raum für noch mehr Debilität erhalten!
2. Gesetze weisen in die Zukunft. Unvorhersehbares können sie nicht antizipieren, auch im Strafmaß nicht. Dieser Irre konnte sich darum gut auf das kleine Karo der demokratisch-korrekten Strafen einstellen, konnte seine Anhörung und was noch alles so kommt, mit in die Tat einplanen. In gewisser Weise machen sich Strafverfolgung und Justiz der Beihilfe schuldig, wenn sie ihm medialen Raum zubilligen – die Propaganda ist schließlich Teil der Tat. Was tun also? Beruhigend eigentlich, dass in einem Rechtsstaat die Würde des Menschen nicht angetastet wird – und bedauerlich in diesem Fall.