Studie: Social Media Strategen setzen auf ROI-Messung und Integration

2010 war für viele Unternehmen das Jahr, in dem sie den Social Media-Grundstein legten. Doch wie geht es nun weiter? Welche Social Media-Strategie ist erfolgversprechend? Eine neue Studie von Altimeter Group befragte 140 Unternehmens-Strategen nach ihren Social Media-Zielen für 2011. Ergebnis: Unternehmen konzentrieren sich dieses Jahr auf die Integration von Social Media, Personalbesetzung, Werbung und Erfolgsmessung.

Hier die Antworten auf die Frage, welche internen Ziele 2011 verfolgt werden:

 

Wie man sieht, wollen die meisten Unternehmen Indikatoren für die ROI-Messung aufstellen. Dahinter folgt das Trainieren und Schulen der eigenen Mitarbeiter.

Hier die Antworten auf die Frage, welche externen Ziele 2011 verfolgt werden:

 

Die Grafik oben lässt erkennen, dass die Integration der Website die höchste Priorität für die Befragten hat. Ein wichtiges Ziel, denn durch die Integration von Social Media Elementen auf der Seite, werden die Besucher zum Teilen der Inhalte animiert, es bildet sich dort eine Community, die man gezielter im Auge hat als auf externen Kanälen wie etwa Facebook oder Twitter.

Hier die Antworten auf die Frage, welche Kennzahlen am besten Aufschluss über den Erfolg der Social Media Programme geben:

Engagement Daten, wie Retweets, Kommentare, Likes usw. sind für 65,5 % der Befragten wichtig um ihren Social Media Erfolg zu messen. Interessanterweise werden die Produktumsätze als weniger wichtig eingestuft.

Man hört oft, dass Gewinn und Produktumsätze nicht das direkte Ziel von Social Media Aktivitäten sein sollten. Den Antworten zufolge, sehen das mittlerweile auch viele Unternehmen so.

Die Experten von Altimeter Group raten, in skalierbare Social Media Programme 2011 zu investieren. Folgende Bereiche sollten auf diese Weise aufgebaut werden:

1. Das richtige Personal einstellen und schulen

Altimeter empfiehlt, keine Social Media Gurus und ähnliche „Stars“ einzustellen. Auf solide Erfahrung kommt es an und Early Adopter der Technologien, denn sie haben meist ein besseres Gespür für Branchen-Trends und –Verhalten.

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2. Die Website muss Social Media fit gemacht werden

Nach und nach sollten mehr Elemente einfließen. Zunächst reichen Sharing-Buttons, anschließend können Social Log-ins folgen um das Engagement zu fördern. Auch die Verknüpfung mit weiteren Social Media-Kanälen kann erfolgen.

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3. Die Werbung sollte den Social Graph stärken

Keine Bannerwerbung schalten sondern auf messbare Werbeaktionen setzen, die den Social Graph stärken und für eine Erweiterung des Netzwerks und Verbesserung der Reputation sorgen.

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4. Unbezahlte Fürsprecher für sich arbeiten lassen

Zunächst sollte man die Fürsprecher im Netz identifizieren, dann Beziehungen zu ihnen aufbauen und gezielt pflegen um weitere Fürsprecher zu gewinnen.

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5. In skalierbare Systeme investieren

Ein eins-zu-eins Dialog lässt sich schwer messen. Ein Social CRM System, das das Social Web mit der Kundendatenbank verbindet ist hilfreich, wie auch Social Media Management Systeme (SMMS) wie z.B. Co-Tweet.

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6. Die gemessenen Daten den richtigen Leuten präsentieren

Um eine Informationsflut zu vermeiden, empfehlen die Altimeter-Experten die sogenannte ROI-Pyramide. Sie stellt sicher, dass innerhalb des Unternehmens, die richtigen Mitarbeiter die passenden Kennzahlen erhalten. So sollte man beispielsweise den Geschäftsführen eher nicht die Engagement Zahlen (Klicks, Fans, Check-ins, Retweets) vorlegen. Die Führungsetage benötigt Auskunft über Gewinn, Reputation oder die Kundenzufriedenheit. Wer welche Informationen benötigt, sieht man hier: