Coupon-Kampagne: Nutzer teilen lieber per E-Mail, doch Facebook hat höhere Click-through-Rate

Welchen Kanal nutzen Kunden am liebsten, um Gutscheine an Freunde weiterzuleiten? Welcher Kanal hat anschließend die höchste Click-Through-Rate? Die amerikanische Lebensmittelmarke Jimmy Dean – spezialisiert auf Frühstück – startete eine einmonatige Coupon-Kampagne, um das herauszufinden.

Online-User hatten die Wahl zwischen 2 Couponarten: Sie konnten den Coupon entweder ausdrucken, dann erhielten sie 1 Dollar Rabatt. Oder sie konnten das Angebot an drei Freunde weiterleiten – via E-Mail, Facebook, Twitter oder MySpace –, dann erhielten sie sogar 2,50 Dollar Rabatt.

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Die Coupons gab es auf einer speziellen Microsite. Dort standen die beiden Optionen zur Auswahl. Um das Userverhalten zu tracken, nutzte Jimmy Dean die Plattform SocialTwist.

Das Ergebnis: 64% der User entschieden sich für das Weiterleiten an Freunde, um den höheren Rabatt zu bekommen. Welchen Kanal nutzten sie dafür? 70% teilten das Angebot via E-Mail, 27% entschieden sich für Facebook und nur 1% leitete es per Twitter und MySpace weiter.

Doch welcher Kanal produzierte dabei unter den Empfängern die höchste Click-Through-Rate? Facebook war der Gewinner. Fast 41% der Nutzer, die den Coupon erhielten, klickten auf das Angebot. Bei den E-Mail Empfängern waren es nur 30%. Obwohl Twitter zunächst weniger als Share-Kanal genutzt wurde, war er ebenso effektiv wie E-Mail: 29% der Follower, die den Tweet sahen, klickten darauf.

Social Couponing ist extrem erfolgreich. Das Weiterleiten unter Freunden birgt eine Art Qualitätsgarantie, da wir die Menschen kennen. Man weiß um die Vorlieben und Abneigungen der Freunde und verteilt automatisch die Botschaften viel passender als jedes sozio-psychographische Targeting der Marketing-Abteilung.

Die Kampagne von Jimmy Dean erreichte schon nach einer Woche das Monatsziel, wobei die Empfehlungen meist zwischen Leuten ausgesprochen wurden, die nahe beieinander wohnten. Dies war zwar zu erwarten, ist aber ein recht nützlicher Faktor, wenn man lokale Angebote vertreibt.