Facebook bietet Sonderangebote bei Check-ins an

Facebook will mit Rabattmarken Geld verdienen: Der Ortungsdienst Facebook Places bekommt in den USA die Erweiterung „Facebook Deals“, in dem es zum Start Sonderangebote von H&M, Starbucks und McDonalds gibt.

Das Benefit-Programm „Deals“ verwandelt Facebook Places in einen virtuellen Marktplatz und macht den Ortungsdienst damit sehr attraktiv. Places-Nutzer können damit in Zukunft via Smartphone „Angebote ihrer Lieblingsgeschäfte in der Nähe finden – von Restaurants um die Ecke bis zu großen Einzelhandelsgeschäften“. Unternehmen können Nutzer dann künftig dank offenem API auf Angebote aufmerksam machen.

Anwender sehen in der Übersicht der in der Nähe liegenden Locations, welche Lokalitäten entsprechende Deals für sie bereithalten. Neben dem jeweiligen Ort taucht dann ein entsprechendes Icon auf. Die Profilseite des Ortes informiert über die Details des Deals. Nach dem Check-In zeigen User die Profilseite mit dem erfolgten Check-In auf ihrem Smartphone an der Kasse vor, um das jeweilige Sonderangebot in Anspruch zu nehmen.

Wenn man bedenkt, dass 200 der 550 Millionen Facebook-Mitglieder, das Netzwerk via Smartphone ansteuern, ergibt sich eine enorme potentielle Reichweite der Sonderangebote. Und sie wird wohl weiter steigen, denn allein letztes Jahr verdreifachte sich die mobile Nutzerschaft von Facebook.

Zum Start konnte das weltgrößte Social Network gleich eine Reihe von Großkonzernen für sich gewinnen – darunter etwa McDonalds, Gap, H&M und Starbucks. Gap belohnt die ersten 10.000 eincheckenden Nutzer mit einer kostenlosen Jeans, und H&M gewährt bei einem Check-in 20 Prozent Rabatt auf erworbene Waren.

Was den Datenschutz betrifft, so sehen die Unternehmen beim Check-in der User keine persönlichen Daten, sondern lediglich wie viele Nutzer eincheckten und wie viele die Deals in Anspruch nahmen.

Ob das nun das Ende der ortsbasierten Services wie Foursquare oder Gowalla iat? Auch die Rabatt-Shopping-Dienste wie Groupon oder LivingSocial geraten extrem unter Druck. Der Siegeszug von Facebook schein derzeit unaufhaltsam..

Twitter startet Rabatt-Account

Twitter bietet seinen Usern einen neuen praktischen Dienst an: Wer dem Twitter-Account @earlybird folgt, erhält ausgewählte Sonderangebote von verschiedenen Unternehmen per Tweet. Die Unternehmen arbeiten mit Twitter zusammen und bewerben so ihre neuesten Produkte. Dabei werden Angebote veröffentlicht, die zeitlich und mengenmäßig nur begrenzt verfügbar sind, und exklusiv für die Follower erhältlich sind. Die Unternehmen bestimmen zuvor den Preis und die Menge des Angebots. Twitter selbst verdient natürlich auch an der Kooperation. Die Produkte stammen aus verschiedensten Bereichen: Von Mode über Technik bis hin zu Reisen und Unterhaltung hat jeder User die Chance ein paar gute Schnäppchen zu machen. Bald kann man die Produkte auch nach Kategorien filtern. Für die Kunden angenehm: Wenn sie keine Angebote mehr erhalten wollen, klicken sie einfach den unfollow-Button.

Zunächst gibt es nur US-weite Sonderangebote, Twitter kündigte jedoch bereits an, auch spezielle Angebote für einzelne Städt und Länder anzubieten.

Ein guter Schachzug von Twitter. Nutzer sind nämlich guten Deals nie abgeneigt – solange sie selbst bestimmen können, wann, wo und wer mit Werbung an sie herantritt. Durch diese Möglichkeit wird eine „Werbe-Aversion“ der Nutzer vermieden. Ausbau-Tipp: Wer fleißig Angebote weiterzwitschert – und damit die Produkte bewirbt – könnte nochmals Preisnachlässe erhalten.

Das Handy als Kundenkarte

Kundenkarten sollen die Leute immer wieder in bestimmte Geschäfte locken und Loyalität aufbauen. Als Lohn für 10 Besuche winken dem Konsument z.B. Rabatte oder andere Geschenke. Doch immer mehr Unternehmen ersetzen diese nervigen Papier- oder Plastikkarten durch etwas, das man immer dabei hat: das Handy. Und das geht so:

Stell dir vor, du läufst durch die Stadt, triffst dich mit Freunden, gehst in ein Café oder Restaurant und spielst währenddessen kurz ein Spiel auf deinem Handy. All diese Handlungen bringen dir auf einmal Belohnungen: kostenlose Getränke, Rabatte auf Kleider, Geld oder ein paar iTunes Musikstücke. Dank deines Handys wusstest du, wo du diese Belohnungen bekommst. Und auch die Geschäfte wussten, wie oft du schon da warst.

Immer mehr Shops und Unternehmen nutzen diese Möglichkeit, um die Kunden in ihre Geschäfte zu holen und die Kunden zu binden. Die technische Voraussetzung programmierten Start-ups wie das ortsbezogene Netzwerk namens Loopt : Loopt programmierte eine iPhone App (Loopt Star) mit der man Belohnungen erhält, wenn man sich oft an bestimmten Orten aufhält. Man loggt sich mit seinem Facebook-Account ein und die App zeigt an, wo sich Belohnungen und auch andere Facebook-Freunde in der Nähe befinden. Bringt man diese Freunde mit zu den teilnehmenden Geschäften, erhält man zusätzlich Rabatte. Gap, Burger King und Universal Music nutzen schon diesen Dienst.

Für die Unternehmen bedeuten diese Spiele und Apps eine neue Form des Mobile Marketing, das weit über ein Minibanner auf dem Handy hinausgeht: Kunden werden individuell für ihre Loyalität belohnt. Und anders als bei Papierkarten, können Shops durch die übermittelten Handydaten mehr über ihre Kunden erfahren.

Start-Ups wie CardStar und CardBank wandeln bestehende Kundenkarten um und speichern sie auf dem Handy mit scannbaren Barcodes. Unternehmen wie Motorola und ein Start-Up namens mFoundry statten Shops mit der nötigen Technik aus, um diese Handy-Kundenkarten selbst zu programmieren. Das Start-Up Shopkick baut gerade an einem Kundenbindungsprogramm auf Handys, das mit großen Handelsketten Verträge abgeschlossen hat und Bonuspunkte gegen echte Ware einlöst.

Hier ein Interview mit dem CEO von Loopt, Sam Altman, über die App Loopt Star, die Incentives großer Marken nutzt um Kunden in deren Geschäfte zu holen: