6 Tipps um sich als Meinungsführer zu etablieren

Wer als Meinungsführer wahrgenommen wird, hat größeren Einfluss auf die Entscheidungen seiner Mitmenschen. Unternehmen, die Expertentum aufweisen, erhalten schneller und dauerhafter das Vertrauen ihrer Kunden. Das Web bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten um mit seinem Experten-Wissen die Konkurrenz hinter sich zu lassen und die Kunden zu überzeugen. Hier sind 6 Tipps, um sich in seiner Branche als Opinion-Leader auszuweisen.

 

1. Pflege einen aktiven Business-Blog

 

Der vielleicht beste Weg, sich als Experte zu etablieren ist, einen Blog zu starten, der wichtige Themen aus der eigenen Branche behandelt. Ein professionell geführter Blog schafft bei potenziellen und bestehenden Kunden Vertrauen in die angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Die Kunden erhalten das Gefühl, bei einem Experten zu kaufen (was neben  Freunden/Familie eine wichtige vertrauenswürdige Quelle ist). Nebenbei verbessert das Unternehmen seine Leadgenerierung und profitiert von einem verbesserten Suchmaschinen-Ranking (SEO).

 

2. Schreibe Gastbeiträge für andere Blogs

 

Man sollte nach Blogs von bereits etablierten Branchenexperten suchen und dort Gastbeiträge anbieten. Wer dort als vertrauenswürdige Quelle anerkannt wird, steigert seine Bekanntheit und kann sich als Experte beweisen.

 

3. Publiziere längere Inhalte

 

Die Aufmerksamkeit der Nutzer im Web ist zwar begrenzt und die Nutzer bevorzugen kürzere Beiträge im Netz, doch sollte man zusätzlich längeren Content zur Verfügung stellen. E-Books, Whitepaper oder Webinare zeigen den Interessenten und Kunden, dass man Wissen hat, das über eine typische Blogpost-Länge von 500-Wörtern hinausreicht.

 

4. Nutze Podcasts

 

Als Alternative oder Zusatz zu Blogs bieten sich regelmäßige Audio- (oder Video-) Podcasts an, um sein Expertenwissen unter Beweis zu stellen. Aktuelle Branchenthemen können diskutiert werden oder auch andere Branchenexperten zu Wort kommen (z.B. in Interviews auf Konferenzen). Laut einer Studie wünschen sich 52 Prozent der Podcasthörer Audio-Podcasts mit einer Länge von 20 Minuten und darüber hinaus. Bei Video-Podcasts steht den Unternehmen weniger Zeit zur Verfügung. Hier wünscht sich die Mehrzahl der Rezipienten eine Beitragslänge von weniger als 10 Minuten. Podcasts wird somit deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt als Online-Texten. Unternehmen, die diese Methode einsetzen werden als kreativ und fortschrittlich eingestuft. Weitere Tipps zum Podcasting gibt es hier.

 

5. Halte Vorträge auf Konferenzen und Events

 

Um sich als Meinungsführer auszuweisen, muss man sich nicht auf das Internet beschränken. Auch Live-Vorträge auf Konferenzen eignen sich sehr gut dafür. Zu Anfang sollte man sich bei kleineren Events bewerben und langsam hocharbeiten. Wichtig ist es jedoch immer, dem Publikum Mehrwert durch interessante Inhalte zu bieten, ihm etwas beizubringen und so wenig Eigenwerbung wie möglich zu machen, um die eigene Glaubwürdigkeit nicht zu schmälern.

 

6. Beantworte Fragen auf verschiedenen Social Media Sites

 

Auf Social Media Plattformen äußern die Nutzer permanent Fragen. Wer hier mit wertvollem Wissen weiterhelfen kann, kann sich einen guten Ruf erarbeiten. LinkedIn Answers eignet sich perfekt dafür: Man kann Nutzerfragen nach Thema und Branche filtern und findet auf diese Weise Fragen in seinem Fachgebiet. Auch bei Xing kann man z.B. Gruppen zu speziellen Themen suchen und dort Beiträge verfassen. Bei Twitter findet man ebenfalls durch die Suchfunktion passende Fragen. Quora ist eine weitere Plattform, auf der User gezielt nach Antworten suchen. Hier eine Liste mit beliebten Q&A Seiten, auf denen Unternehmen durch Fachkenntnis die Nutzer überzeugen kann.

 

Infografik: Fakten zur Wissenscommunity Quora

Den Nutzern Antworten auf jede nur mögliche Fragestellung zu geben, ist das Ziel von Quora. Das Portal sorgte in letzter Zeit für viel Aufmerksamkeit. Frage&Antwort-Seiten gibt es zwar mittlerweile viele im Netz, doch Quora will durch Qualität, Eleganz und Exklusivität bestechen. Zum elitären Nutzerkreis zählen einige Prominente, zum Beispiel Google-Produktmanager Nate Smith oder der ehemalige AOL-Gründer Steve Case und viele weitere Experten.

Quora funktioniert wie eine Art umgekehrte Wikipedia. Statt wie in dem Online-Lexikon, das von tausenden Freiwilligen geschrieben wird, ungefragt sein Wissen zu einem Thema zu posten, warten die Quora-Mitglieder erst einmal auf eine konkrete Frage, ehe sie loslegen.

Fragen werden in Themengruppen organisiert, in denen man browsen oder denen man folgen kann, nicht unähnlich einem Twitter-Strom. Folgen kann man auch anderen Quora-Mitgliedern, wenn sie sich als gute Frager oder Antworter herausstellen. Für Qualität soll auch die Bewertung sorgen, jede Antwort kann als gut oder schlecht eingestuft werden.

Quora ist zusätzlich mit anderen Netzwerken verknüpft. Wer ein Facebook oder Twitter-Profil hat, kann es mit Quora verbinden und dort seine Fragen weiterposten, um mehr potenzielle Anwortgeber zu erreichen.

Für Nutzer mit einer IP-Adresse aus Deutschland gibt es allerdings eine Zugangssperre. Sie benötigen eine Einladung von einem registrierten Mitglied für die Community. Über eine Anonymisierungwebseite kann man sich aber auch aus Deutschland problemlos anmelden.

Hier eine Infografik von KissMetrics, die zeigt, wie Quora funktioniert und aufgebaut ist: