Shitstorm bei Zalando

Am 15. April 2014 sendete RTL einen kritischen Beitrag über die Arbeitsbedingungen in Zalandos Logistik Center in Erfurt. Der Vorwurf: Unmenschliche Zustände. Angelastet wurden dem Unternehmen insbesondere die enge Überwachung bis Bespitzelung der Mitarbeiter sowie körperlich zu anstrengende Tätigkeiten (über 20km Laufpensum am Tag).

Berichtet und aufbereitet hatte dies eine junge Journalistin (Caro Lobig), die im Günter-Wallraff-Stil (und mit Wallraff-Unterstützung) drei Monate undercover und investigativ dort gearbeitet und auch verdeckt gefilmt hatte. Mittlerweile hat sich das Thema zu den Gerichten verschoben (einstweilige Verfügungen & Co)  – mit kleinen Punktsiegen für Zalando. Doch begonnen hatte es medial-viral:

Denn dieser RTL-Bericht löste einen kleinen Shitstorm im Social Web aus.

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Kundenzufriedenheit – Qualität der Könige

Bewertung, SterneVor kurzem haben wir hier eine Reihe zum Thema „Qualität in der Kundenbetreuung“, auch abgekürzt als „Q-CRM“, begonnen. Wir wollen die insgesamt sieben Methoden einer entsprechenden Qualitätsmessung vorstellen. Bisher sind zwei Beiträge erschienen.

Im ersten ging es um das Grundsätzliche: Was ist Qualität überhaupt und wofür nützt / wogegen schützt eine CRM-Qualitätsmessung?

Im zweiten Beitrag haben wir gleich 3 der insgesamt sieben Methoden vorgestellt, das Transaktions-Monitoring, das Kommunikations-Monitoring und das Handhabungs-Monitoring.

Im aktuellen Beitrag hier geht es nun um die Kundenzufriedenheitsbefragung. Wieder behandeln wir einige generelle Merkmale und auch die hinter der Qualitäts-Dimension „Kundenzufriedenheit“ stehende Geschichte und Philosophie.

In der Hauptsache geht es uns aber um Fehler, die beim Einsatz einer Kundenzufriedenheitsbefragung möglich sind und vermieden werden sollten. Der Beitrag hier wie auch die ganze Serie richtet sich also in erster Linie an die Praktiker.

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Kundenbetreuungs-Qualität. Drei Wege zum Ziel.

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Dies ist der zweite Beitrag einer Serie zum Thema:

Die 7 wichtigsten Methoden und Wege zur Messung der Kundenbetreuungs-Qualität.

Wir werden alle sieben in dieser Serie vorstellen und hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen bewerten.

Im ersten Beitrag vor einigen Tagen haben wir uns grundsätzlich mit dem Thema vertraut gemacht.

Zwei Hauptnutzen einer Qualitätssicherung sprangen sofort ins Auge: Wer sich darum systematisch kümmert, vermeidet Kundenverlust sowie unnötige interne Kosten.

„Qualität“ haben wir bei dabei sehr profan und wenig idealistisch definiert als Übereinstimmung eines zuvor definierten Solls mit dem tatsächlichen Ist.

Dieses Soll haben wir uns als „gegeben“ vorgestellt, so dass wir uns hier ganz auf die Ist-Messung konzentrieren können. (Das war schlau, denn mit dem Thema: „Wie definiere ich sinnvolle und überprüfbare Soll-Ziele für die Kundenbetreuung?“ kann man eine weitere Beitragsreihe füllen.)

Im aktuellen Beitrag werden wir nun konkret. Vorgestellt werden 3 Methoden dieser Ist-Messung, nämlich

  • das Transaktions-Monitoring
  • das Kommunikations-Monitoring und
  • das Handhabungs-Monitoring

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Wie gut ist Ihre Kundenbetreuung? Sieben Wege zu einer Antwort.

qualityDie Frage nach der Qualität der Kundenbetreuung und des CRM beschäftigt Marketingverantwortliche, solange es Kunden gibt – also schon immer. Doch die Antworten sind gar nicht so leicht zu finden, denn wie misst und prüft man eigentlich Betreuungsqualität?

Zum Glück gibt es hierfür sogar mehr als eine Methode. Wir haben in den letzten 15 Jahren intensiv an diesem Thema gearbeitet (interner Arbeitstitel: „Q-CRM“) und dabei insgesamt sieben solche Wege identifiziert. Sie alle  werden in dieser Beitragsreihe vorgestellt und bewertet.

Die Methoden reichen von sehr einfach über wohl etabliert bis hin zu modern und kaum praktiziert. Zu jeder wollen wir die Stärken und Schwächen beleuchten sowie ihre Möglichkeiten und Problembereiche, d.h. jeden dieser Wege wollen wir SWOT-mäßig behandeln. Wir werden sehen: keine der Methoden ist einfach „die  Richtige“. Jede hat ihren besonderen Leistungsbereich und ebenso ihren spezifischen „Bias„, jede von ihnen beleuchtet nur einen Winkel, einen Ausschnitt der Qualität.

Dieses Vorab-Ergebnis überrascht darum nicht: Eine realitätsnahe Übersicht zeigt sich erst dem, der mehrere (Faustregel: drei) dieser Mess- bzw. Prüfverfahren anwendet.

Das klingt nun ein wenig nach trockenem Stoff – wer sich damit näher beschäftigen will, wird sich fragen, was er eigentlich davon hat.

Beginnen wir also gleich mit dem Nutzen: Warum soll man die Qualität der Kundenbetreuung prüfen?

Hier sind die fünf wichtigsten Antworten:

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Mobiles Internet – Wachstumstrend ungebrochen

Trend2013 gibt es in Deutschland 6,4 Mio Tablet- und 24,2 Mio Smartphone-Besitzer unter den Privatpersonen zwischen 14 und 64 Jahren (Quelle siehe unten).

Damit haben die Smartphones ungefähr die gleiche Bevölkerungsdurchdringung erreicht wie die „dummen“ Nur-Telefonie-Handys.

Sicher ist es einerseits einfach modisch-schick ein Smartphone zu haben, aber jeder Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel etwa weiß, wie intensiv auf den kleinen bunten Teilen gesurft wird. Den zum Teil erheblichen Anschaffungskosten stehen in großem Umfang echte, in Anspruch genommene Nutzen gegenüber, oder anders gesagt: die Erfolgsstory „Mobiles Internet“ ist noch lange nicht zu Ende erzählt.

Dabei scheint es bald einen neuen Anführer in diesem Boom-Markt zu geben:

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Social Media Monitoring Tools – ein Benchmarking Pilot

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Was wird über mich, mein Unternehmen, meine Marke denn aktuell im Social Web so geschrieben?

Gute Frage – aber bei der Suche nach einer korrekten Antwort kann man sich verlaufen.

In letzter Zeit wird diese Frage immer häufiger gestellt, von immer mehr Managern und in Bezug auf immer mehr Themen (Personen, Firmen, Marken, Events, Schlagworte etc.). Kein Wunder, dass es auch immer mehr Wege zu einer Antwort gibt, Software-Lösungen, die in aller Regel als „SaaS„, Software as a Service angeboten werden.

Es geht dabei offensichtlich um Social Media, dessen Inhalt untersucht, ge-monitort werden soll, mit entsprechenden Werkzeugen. Alles zusammen ergibt dann das Wort-Monstrum im Titel: „Social Media Monitoring Tool“. Weil es so riesig ist, werden wir es hier auch zu „SMMT“ zusammenziehen.

Wir haben 5 dieser Tools mit einander verglichen und berichten hier von den Ergebnissen dieses Vergleichs. Einen ersten Teil des Berichts haben wir schon veröffentlicht. Hier wurde die Vorgehensweise bei unserem Projekt vorgestellt.

Teil 1 ist natürlich hervorragend und lesenswert – aber um das hier zu verstehen muss man ihn nicht unbedingt durchgearbeitet haben. Hier in Teil 2 (einen Teil 3 gibt es nicht) berichten wir von den eigentlichen Ergebnissen.

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Social Media Monitoring Tool Qualität

130417 VergleichWenn Sie auf der Suche nach den 3 wichtigsten Kriterien für das ideale Social Media Monitoring Tool sind – in diesem Beitrag finden Sie sie nicht!

Obwohl wir zugeben müssen, so in die Richtung wollten wir schon. Zum Glück hatten wir aber unser Projekt gleich als „Pilot“ aufgesetzt, als eine Art „Machbarkeits-Versuchsballon“. Das war gut, denn es kam ein wenig anders, als wir erwartet hatten.

Hier lesen Sie, wie der Plan war, wie wir ihn umsetzten, was dabei Erstaunliches herauskam und wie es nun weitergeht.

Weil es doch Allerhand zu berichten gibt, und niemand gern mehr als 2 Seiten lesen mag, haben wir es in Abschnitte aufgeteilt. Heute sind Abschnitt 1. und 2., Plan und Umsetzung dran. Die anderen Abschnitte folgen in wenigen Tagen.

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Social Media Monitoring Qualität – ein Projektstart

130210 QualitätStimmen eigentlich die Ergebnisse, die uns Social Media Monitoring Tools liefern?

Diese Frage hat 3 interessante Dimensionen:

  • Sie sollte das Auswahl-Kriterium No. 1 sein, wenn man ein solches Werkzeug sucht
  • Sie wird erstaunlich selten gestellt.
  • Sie ist schwer zu beantworten.

Wir haben hier bereits 88 Kriterien für die SMMT-Auswahl vorgestellt und einige Werkzeuge entlang der Kriterien bewertet. (SMMT = Social Media Monitoring Tool). Doch hier standen funktionale und ergonomische Kriterien im Vordergrund.

Mindestens ebenso wichtig wie der Funktionsumfang etc. ist aber, ob die produzierten Ergebnisse eigentlich auch so ungefähr abbilden, was „da draußen“ wirklich los ist.

Wir wollen diesen Aspekt die Social Media Monitoring Qualität nennen. Diese Qualität ist deutlich schwieriger bzw. aufwendiger zu beurteilen als vorhandene Funktionen, benutzerfreundliche Oberflächen und verfügbare Hilfe-Optionen.

Im Kern geht es dabei um 2 Ausprägungen von Qualität:

  • werden die definierten Search-Kriterien positiv wie negativ eingehalten, d.h. wird alles gefunden, was die Kriterien erfüllt und nichts versehentlich aufgesammelt, was sie nicht erfüllt?
  • Werden die Ergebnisse korrekt „Themen“ zugeordnet? Das berühmteste Thema ist die Tonalität oder das Sentiment: wird das korrekt erkannt?

Wir wollen diese beiden Fragen in den kommenden Wochen angehen und dann hier davon berichten. Das Projekt ist kooperativ aufgesetzt: wir werden einige Hersteller / Produkte bitten, uns für ein Qualitäts-Benchmarking zu unterstützen – in erster Linie mit einem Testaccount.

Etwas genauer ist unser Plan in dieser Vorstellung zum Download beschrieben. Hierin wird hoffentlich deutlich, dass die konkreten Ergebnisse des Benchmarkings nur ein Ergebnis sein werden. Ein vermutlich wichtigeres wird sein, ob das Vorgehen generell umsetzbar ist und ob die angelegten Kriterien taugen. Auch darüber, über die sinnvollen Kriterien wie praktikabeln Bewertungsmethoden wollen wir zu gegebener Zeit (vor dem Sommer) berichten.

Im Idealfall mündet das alles in einen offenen Set an Methoden und Prüfkriterien, die dann regelmäßig für solche Qualitäts-Benchmarkings eingesetzt werden können.

Noch ist nicht klar, welche Produkte teilnehmen werden, aber sollte unter den Lesern jemand sein, der selbst ein solches Produkt im Sortiment hat und es gerne teilnehmen lassen möchte: Schreiben Sie uns, wir sind offen, wenn der Rahmen passt.

Und sollte unter den Lesern jemand sein, der einen vergleichbaren Ansatz kennt – das wäre auch sehr interessant zu wissen.

6 Tips für Ihr Content Marketing

Gerade ist in Jeff Bullas‘ Blog ein Artikel von Rashed Khan zum Thema Content Marketing erschienen, der mir so gut gefiel, dass ich hier eine Kurzfassung vorstellen möchte. Die Kerngedanken sind von Rashed, ich habe sie nur deutsch ausformuliert und ergänzt. Das englische Original finden Sie hier: Blogbeitrag im Original.

Zielgruppe? Alle Blogger und Content Kuratoren, die ihre Leserschaft mit Qualität binden und vergrößern wollen.

Und da es kurz sein soll: hier sind ohne weitere Vorreden seine 6 Ratschläge:

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Value Protection: Werterhalt im Unternehmen

Ebit, Cash-Flow und Eigenkapitalquote sind wichtige unternehmerische Kennzahlen, die regelmäßig bewertet und reportet werden.

Vielfach unbewertet bleiben Werte wie Kompetenzen und Erfahrungskapital, die Mitarbeitern in Form von Wissen und Judgement in sich tragen. Hier wurden über die Jahre erhebliche Investitionen getätigt. Fortbildungen, Zusatzqualifikationen und ganz generell Personalentwicklung, Betriebszugehörigkeit und Motivation zahlen auf dieses Konto ein.

Die Erfahrung zeigt: Knowledge-Management Systeme können nur kleine Teile dieses Wissenschatzes sichern und dauerhaft erhalten.

Es sind die Menschen, in denen dieser Value, dieses Wissen schlummert. Wollen wir das Wissen erhalten und aktivieren, dann müssen wir uns um die Menschen bemühen.

Vianova-Company hat in Zusammenarbeit mit dem Partner Das ReifeNetzwerk das Programm „VALUE Protection“ entwickelt.

Kern von VALUE Protection ist die angemessene Wertschätzung der Menschen, die spezifisches Wissen, persönliche Erfahrungen und gereiftes Judgement im Unternehmen erworben haben.

Im Mittelpunkt des Programms stehen darum die älteren Mitarbeiter, denn sie sind die Träger essentieller Unternehmenswerte und –qualitäten, von Kompetenzen und Erfahrungskapital.

Zum Thema „VALUE Protection“ möchte ich gerne mehr erfahren.