Strich-Code für die Ohren

Strich-Code und QR-Code kennen Sie? Natürlich.

Aber hat man gerade ein Lesegerät dabei? Sind die Lichtverhältnisse ausreichend? Ist die aktuelle Situation „scan-kompatibel“? Vielleicht nicht immer.

Hier ist ein neuer Ansatz, der diese Hürden umgeht und viele weitere Einsatzbereiche öffnet: der akustische QR-Code. Man fährt mit Fingernagel, Kamm oder iPhone über die leicht erhabenen Striche und das Geräusch, das dabei entsteht, ist das Steuersignal.

Hier ist ein sehr anschauliches Video dazu:
Und hier ist der Link zum vollständigen Engadget-Artikel.

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QR-Codes mit Google Analytics tracken

 

Immer häufiger werden QR-Codes bei Print-Kampagnen eingesetzt um potentielle Kunden schnell und einfach auf die eigene Website zu leiten oder um zusätzliche Infos über das Produkt zu vermitteln. Doch woher weiß man, wie viele Interessenten den QR-Code mit ihrem Smartphone gescannt haben? Liegt der Anstieg des Traffic auf der Website tatsächlich an der Print-Kampagne? Hat man ein Google Analytics Konto, kann man den Erfolg ganz einfach messen – und sich in Google Analytics anzeigen lassen. Das funktioniert folgendermaßen:

 

Tool zur URL-Erstellung von Google Analytics

 

Google stellt ein Tool zur Verfügung, mit dem man ganz einfach spezifische URLs kreieren kann. Google hängt dabei an die URL spezielle Parameter an. Das Verfahren nennt sich Urchin Tracking Monitor (UTM) und erlaubt später eine genaue Auswertung der Links. Der Aufbau sieht so aus:

 

 

 

Diese lange URL jetzt kürzen

 

Nachdem Google eine lange URL erstellt hat, gibt man diesen Link in seinen Lieblings-Kurz-URL-Dienst ein. Die beiden größten Services sind bit.ly und tinyurl.com. Warum man den Link kürzen sollte? Je mehr Zeichen eine URL beinhaltet, desto mehr Informationen muss der QR-Code aufnehmen und desto dichter wird der Code. Das macht ihn schwerer scannbar für die Smartphones. Oft hat man auch nicht viel Fläche auf dem Printmedium zur Verfügung, deshalb sollte auch ein kleiner QR-Code gut lesbar sein.

Lange URL, die schwer zu scannen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurze URL, die leichter zu scannen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die gekürzte URL in den QR-Code Generator eingeben

 

Ein guter Dienst, der QR-Codes generiert, ist QRStuff. Hier kann man Codes mit hoher Auflösung kostenlos herunterladen, die gut druckbar sind. Auch die Farben lassen sich im Corporate Design einstellen. Diese Datei einfach speichern und dem Publisher zuschicken. Jedes mal, wenn nun jemand den Kampagnen-Flyer scannt, kann man das in Google Analytics sehen.

 

Lebensmittel mit dem Smartphone in der U-Bahn kaufen

Um seinen Kunden ein angenehmeres Einkaufserlebnis zu liefern und auf den engen Zeitplan arbeitsgestresster Pendler einzugehen, hat sich die Supermarktkette Home plus in Südkorea eine interessante Verkaufsstrategie einfallen lassen. Hier können Verbraucher mit ihrem Smartphone an den U-Bahnsteigen an virtuellen Regalen Lebensmittel einkaufen, während sie auf den Zug warten.

Laut Home plus ist Südkorea eines der am härtesten arbeitenden Länder der Welt, freie Zeit ist knapp, und so brachte Home plus die Geschäfte zu den Kunden, mit dem Wissen, dass viele Pendler mittlerweile Smartphones besitzen.

Die virtuellen Stores zeigen Produktbilder, die auf hellerleuchteten Reklametafeln angebracht wurden. Neben jedem Produktbild ist ein QR-Code angebracht. Scannt ein Verbraucher den Code mit seinem Handy, wird die entsprechende Ware automatisch in einen virtuellen Online-Warenkorb gelegt. Die Gesamtbestellung wird dem Kunden nach Hause gebracht, wenn dieser von der Arbeit zurück kommt.

Home plus steigerte durch diese Kampagne seine Online-Verkäufe um 130%. Über 10.000 Kunden testeten die U-Bahn-Stores, und Home plus gewann auch offline Marktanteile. Ein praktischer Service des Lebensmittelhändlers, der die Bedürfnisse der Kunden genau erkannt hat und eine kreative Verkaufsstrategie daraus entwickelte.

Hier das Video dazu:

 

Wie QR-Codes im Unternehmen eingesetzt werden

Wie setzt man QR-Codes im eigenen Unternehmen ein? Hier ein paar Tipps für die Anwendung der 2-dimensionalen Bilder, die den Kunden das geben, was sie wollen: sofortigen Zugang zu relevanten Informationen. Genau dafür sind QR-Codes perfekt. 

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Was sind QR-Codes?

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Quick Response Codes ähneln den Barcodes, die Verkäufer nutzen um ihr Inventar zu überprüfen und Produkte mit Preisinformationen am POS zu versehen. Der größte Unterschied zwischen den beiden Codes ist die Datenmenge, die sie speichern und übermitteln können. Während die linearen eindimensionalen Barcodes nur bis zu 20 numerische Einheiten fassen (nur Ziffern), haben die 2-dimensionalen QR-Codes eine quadratische Matrix, die Tausende von alphanumerischen Informationseinheiten speichern können.

Scannt man einen QR-Code mit seinem Smartphone, wird man auf digitalen Content im Web verlinkt, es werden verschiedene Telefonfunktionen wie E-Mail oder SMS aktiviert oder das Handy mit einem Webbrowser verbunden. QR-Codes können auf diese Weise verschiedene Nutzer miteinander vernetzen oder auch zu Multimedia-Informationen weiterführen.

Einen QR-Code für das eigene Unternehmen zu erstellen, der diese Funktionen hat, dauert nur ein paar Minuten. Wie das geht, erklären wir weiter unten.

Während in Amerika und Europa die QR-Codes langsam ihren Siegeszug antreten, sind sie in Japan schon seit über einem Jahrzehnt im Einsatz. Denso Wave, ein japanisches Tochterunternehmen von Toyota, erfand die Codes und verzichtete auf eine Patentierung.

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Wie man QR-Codes erstellt und liest

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Herstellen kann man seine eigenen QR-Codes mit sogenannten QR-Code Generatoren. Die Nutzung ist kostenlos und eine Google-Suche danach listet zahlreiche Seiten auf. Eine Seite ist beispielsweise Kaywa. Hier kann man Codes erstellen, die auf eine Website, Text, Telefonnummer oder SMS verlinken. Auf der Seite Kerem Erkan kann man auch die Farbe und Format selbst bestimmen. Qurify ist ein deutschsprachiger Dienst.

Für das Lesen von QR-Codes benötigt man einen sogenannten QR Reader. Der beliebteste ist i-nigma. Für das Android passt auch der Barcode Scanner. Die Preisvergleich-App Red Laser kann mittlerweile ebenfalls die „QR-Sprache“.

Was bringen QR-Codes?

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Teilen: Es existiert kein Limit, wie viel Informationen man mit einem QR-Code weiterleiten kann. Neben einem Video oder einer Landing Page kann man sogar ein komplettes eBook teilen.

Community: Durch Teilen von Informationen bilden sich Communitys. Die beliebteste ist derzeit Facebook. Mit Likify kann man QR-Codes erstellen, die ein Smartphone mit dem Like-Button der eigenen Facebook-Seite verbinden. 

Call to Action: Hat man erst einmal eine Community aufgebaut, so muss man sie zum Handeln bewegen. Unterschiedliche Angebote können hinsichtlich ihres Erfolgs untersucht werden, wenn die jeweiligen QR-Codes auf verschiedene Landing Pages führen. Dort kann man dann z.B. die Anzahl der neuen Nutzer-Registrierungen vergleichen. 

Traffic: Durch QR-Codes erzeugt man Traffic für die gewünschten Seiten.

Reputation verbessern: Man kann mit QR-Codes z.B. auf Blog-Posts verlinken, die große Beachtung bei der Community gefunden haben und sich somit als Influencer und Experte ausweisen.

Analysen: QR-Codes führen meist zu URLs. URL-Verkürzer-Dienste wie bit.ly und goo.gl erstellen deshalb mittlerweile automatisch QR-Codes, die verkürzte Links transportieren. Die Dienste MyQR.co und goog.gl liefern zusätzlich Analysen.

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QR-Codes in der Praxis:

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Wo man QR-Codes anbringen kann:

  • Visitenkarten (hier gibt es den Generator)
  • Prospekten und anderen Marketing-Materialien
  • An der Seite von LKWs
  • Produktverpackungen
  • Namens-Schildchen bei Konferenzen oder Events
  • Restaurant-Karten
  • Eintrittskarten für Veranstaltungen
  • Kassenbons am Point-of-Sale 

Worauf QR-Codes verlinken können:

  • Gebrauchsanweisungen
  • Anlaufstellen bei Ersatzteil-Suche
  • Kontaktinformationen des Unternehmens
  • Bestellformulare
  • Coupons und Sonderangebote
  • Empfehlungen für sich ergänzende Produkte und Services (Cross-Selling oder Up-Selling)
  • Kostenlose Musikdownloads
  • Feedback-Formular für Kundenbewertungen 

 Wie QR-Codes am effektivsten wirken: 

  • Erkläre den Kunden den Nutzen und die Vorteile
  • Fordere sie zu Handlungen auf, die den Marketing-Plan unterstützen
  • Mildere die Ängste von technisch weniger begabten Kunden
  • Liefere Gründe für einen erneuten Kauf
  • Experimentiere mit Größe, Ort und Farbe der QR-Codes
  • Checke die Analysen
  • Verwandle die Nutzung der QR-Codes in Spaß, z.B. mit einer Schnitzeljagd

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Beispiele:

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United Airlines: Viele der großen Fluggesellschaften nutzen mittlerweile 2D-Codes als digitale Bordkarte. Bis Ende 2011 soll dieser Service für alle internationalen Flüge gelten.

Google Places: Trägt man sein Unternehmen bei Google Places ein, erhält man sein digitales Brancheneintrags-Schildchen, das auch einen QR-Code enthält. Er führt auf die Unternehmens-Homepage.

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Die Zukunft der QR-Codes

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QR-Codes haben ein großes Potenzial. Die Eigenschaft von Social Media – Menschen durch Technologie miteinander zu verbinden – wird genutzt und die Erfahrung noch erweitert. Die zukünftigen Barcodes werden sicher mehr Speicherkapazität haben, sodass eine Internetverbindung vielleicht gar nicht mehr nötig ist. Alle Inhalte, die das Unternehmen dem Kunden zeigen möchte, sind darin enthalten.

Schnitzeljagd mit QR-Code vergibt Ford Fiesta

Neue Technologien ermöglichen immer kreativere Marketing-Ideen. So auch die „Schnitzeljagd 2.0“: Papierzettel waren gestern, heute scannt das Handy die Hinweise.

Die amerikanischen Zeitschriften „Neatorama“ und „mental_floss“ hatten die Idee, eine QR-Code basierte Schnitzeljagd in New York zu organisieren. Als Hauptpreis winkt ein Ford Fiesta.

Via Twitter werden die Startpunkte in New York bekannt gegeben. Teilnehmer müssen dort einen QR-Code mit ihrem Handy scannen, um sich den nächsten Ort anzeigen zu lassen. Die Codes sind so konzipiert, dass sie mit jedem QR-Code-Reader gelesen werden können – sprich, eine große Anzahl an Teilnehmer möglich ist. Jeder Zwischenpunkt der Schnitzeljagd wird von den Veranstaltern überwacht: einerseits um sicher zu gehen, dass die Codes nicht beschädigt werden, andererseits vergeben diese Aufpasser verschiedene kleinere Preise, sodass die Jagd für alle Teilnehmer zu einem positiven Erlebnis wird.

Eine kreative Marketing-Idee der Zeitschriften, die auf den „Spaß-Faktor“ setzt, um die Menschen zu motivieren. Davon profitiert natürlich auch Ford, denn es wird auch gleich die passende Zielgruppe des Fiesta mobilisiert. Die Aktion zeigt, dass mit neuer Technik die Verknüpfung von Online- und Offline-Welt sehr spannend gestaltet werden kann.