Social Media Monitoring Tool: UMT Delta von uberMetrics

mazeSocial Media Monitoring Tools gibt es viele, die Auswahl kommt einem Weg durch einen Irrgarten gleich.

Wir haben wieder so ein Werkzeug genauer angeschaut und stellen das Ergebnis hier vor.

Dieser Beitrag liefert also dem, der sucht (Werkzeug oder Orientierung) 2 Hilfen:

1: Unsere „generische“ Bewertungs-Matrix für solche Tools, wir haben sie schon vor einigen Wochen vorgestellt: 88 Kriterien… Die Matrix steht weiterhin zum Download bereit.

Diese Kriterien halten wir für wichtig bei Social Media Monitoring Tools. Verwenden Sie sie als komplette Liste oder lassen Sie sich von einigen Kriterien für eine eigene Liste anregen. Wir haben die Matrix nicht weiter verändert (das wird auch irgendwann kommen müssen), also wer sie schon kennt: nichts Neues!

2: Konkrete Produkt-Bewertung. Wir haben unsere Kriterien-Matrix operativ eingesetzt und ein weiteres konkretes Produkt mit ihr getestet, also entlang der Kriterien bewertet. Das ist auf jeden Fall neu!

Das aktuelle Produkt heißt UMT Delta von uberMetrics und präsentiert sich als das „Das Rundum-Sorglos-Paket der Medienbeobachtung“.

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Content Marketing: Deutsche Unternehmen haben Nachholbedarf

Im internationalen Kontext ist das Thema Content bzw. Content Marketing seit geraumer Zeit auf der Agenda vieler Unternehmen und Marketingabteilungen. Vor allem in den USA gilt Content-Marketing inzwischen bereits als anerkannter neuer Marketing-Mainstream.

Deutsche Unternehmen unterschätzen jedoch die Bedeutung von Content Marketing, wie die „Content Survey Germany 2010“ zeigt. So stufen bisher nur knapp 63% der deutschen Unternehmen Content Marketing als wichtig ein. Damit liegen die deutschen Unternehmen unter dem internationalen Durchschnitt, denn nach einer Studie der Meltwater Group (2010) stufen 78% der Unternehmen aus Europa, USA, Asien und Australien Content Marketing als wichtig ein.

Nachholbedarf besteht hierzulande sowohl im Verständnis als auch in der Anwendung von Content.

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Content ist mehr als nur suchmaschinen-optimierte Texte, Web-Texte und Blogposts

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Der Begriff Content Marketing bezeichnet alle Marketing-Formate, die auf das Erstellen oder Teilen von Inhalten abzielen, um bestehende oder neue Kundschaft zu involvieren. Dahinter steht die Überzeugung, dass die Bereitstellung von qualitativ hochwertigen, relevanten und wertvollen Informationen zu besseren Unternehmensergebnissen führt.

Das Content-Verständnis der deutschen Studien-Teilnehmer ist jedoch überwiegend von Content-Typen geprägt, die unmittelbaren Bezug zu Gestaltung und Inhalt von Webseiten bzw. der eigenen Webpräsenz haben. Vor allem die Content-Typen Video, Audio, Foto, Webdesign / Grafik sind stark im kommen.

Deutlich weniger Teilnehmer dagegen sehen auch Pressemitteilungen, Fachartikel, Fallstudien oder White Paper als Content an. Pressemitteilungen wurden zu Beispiel von nur 68,8% der Befragten als Content bezeichnet.

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Die Leadfunktion von Content Marketing wird unterschätzt

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Doch gerade Content-Typen wie Pressemitteilungen, Fachartikel und White Paper haben eine besonders hohe Leadfunktion. Das heißt, über diese Content-Formen können interessierte Leser leicht angelockt werden. Die Studie zeigt jedoch, dass deutsche Unternehmen diesen Content-Arten bisher nur wenig Bedeutung zusprechen. Online-Pressemitteilungen und andere PR-Texte sollten stärker als Teil des Content Marketings einbezogen werden, denn die regelmäßige Veröffentlichung von aktuellen Pressemitteilungen und Fachbeiträgen ist ein wichtiger Baustein einer erfolgreichen Unternehmenskommunikation.

Die Bedeutung von Content für Unternehmenserfolg

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Die Teilnehmer der Studie gaben nicht nur Auskunft über die aktuelle, sondern auch über die zukünftige Bedeutung von Content. 62,7% der Befragten beurteilen die Bedeutung von Content für Unternehmen als wichtig, 22,5% sogar als sehr wichtig. In Zukunft wird die Bedeutung von Content laut den Studienteilnehmern deutlich zunehmen. Fast 80% der Befragten sind sich sicher, dass der Stellenwert von Content weiter steigen wird. Unternehmen sollten in Zukunft Content Marketing als festen Bestandteil in ihre Marketing Strategien integrieren.

Für die Studie wurden 654 Teilnehmer aus Unternehmen der digitalen Wirtschaft zum Thema Content Marketing befragt.

5 Beispiele für Social Media als PR-Instrument

Hier sind 5 kreative Ideen, wie man Social Media als PR-Unterstützung einsetzt. Neben dem Folgen der wichtigsten Medien, der Pflege von Social Media Profilen, der Beobachtung der Konkurrenz und der Veröffentlichung von Pressemitteilungen, gibt es noch einige andere Möglichkeiten, wie Social Media der PR-Abteilung von Nutzen sein kann.

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1. Nutze Breaking News

Wer aktuelle Schlagzeilen einbauen möchte, der kann dies mit Social Media innerhalb von wenigen Minuten. Die New York Public Library, ist die beliebteste öffentliche Bibliothek auf Twitter und auf Facebook. Ihre Strategie: Sich in die Schlagzeilen einbringen. Als beispielsweise der US-amerikanische Schriftsteller J.D. Salinger starb, twitterte die Bibliothek den ganzen Tag Zitate des Schriftstellers und verlinkte auf passende Bücher ihres Bestands. Als die Schauspielerin Elizabeth Taylor starb, nutzte die Bibliothek den Dienst Tumblr, um Fotos der Schauspielerin aus dem Archiv zu posten. Newsweek und die Radio-Talkshow NPR Fresh Air übernahmen die Einträge, und auch andere bekannte News-Seiten wiesen darauf hin.

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2. Freie Mitarbeiter finden

Es ist oft nicht einfach, Freelancer für bestimmte Projekte zu finden. Social Media hat jedoch durch die große Reichweite das Potenzial, eine Vielzahl an Menschen anzusprechen.

Ruandas Tourismus-Abteilung suchte Redakteure, die während einer Reise über das Land berichten. Dafür wandte sich die Abteilung an die PR-Agentur Racepoint Group. Die Flugkosten wurden allerdings nicht bezahlt, weshalb Racepoint Schwierigkeiten hatte, Redakteure zu finden, die ihren Flug selbst bezahlten konnten. So startete die PR-Agentur via Twitter einen Contest: Wer Interesse an dem Job habe, solle einen Tweet an den Twitter Account @TravelRwanda senden. Der Aufruf zählte am Ende 82 Bewerber, von denen 3 nach Ruanda flogen und in Hunderten Tweets über ihre Reise berichteten. Die Aktion wurde ein großer Erfolg und eine breite Öffentlichkeit erreicht.

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3. Erschaffe Netzwerke, die zu deinen Kunden passen

Manche PR-Agenturen bauen auch unterstützende und einflussreiche Communitys in Social Media auf, die sie den Kunden „mitliefern“ können.

Die PR-Agentur Child´s Play Communications hilft Unternehmen, die mit ihren Produkten oder Dienstleistungen Mütter erreichen wollen. Dafür hat die Agentur extra spezielle „Social Influence Gruppen“ aufgebaut. Die Gruppen bestehen aus Frauen, die als Fürsprecher und Berater der Produkte fungieren. So baute die Agentur das Netzwerk Team Mom auf, das aus bloggenden und eigensinnigen Müttern besteht, die Produkte testen. Die Mütter des Parkbench Panel der Agentur testen ebenfalls Produkte, bevor diese auf den Markt kommen. Daneben veranstaltet die PR-Agentur noch sogenannte Co-Op Blogger Brunchs, bei denen 50 Blogger mit 10 Marken zum Networking zusammenkommen.

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4. Wichtige Leute auf Events treffen – koordiniert durch Social Media

Auf dem Medienfestival SXSW in Texas setzten PR-Fachleute nicht mehr auf E-Mail oder Telefonanrufe um mit Reportern in Kontakt zu treten, sondern konzentrierten sich vollständig auf Twitter und ortsbasierte Services um diese Leute zu erreichen.

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5. Bringe deinen Feed in die echte Welt

Der Facebook- und Twitter-Feed laufen als Stream auf deiner Website? Schön. Doch wie wäre es, wenn die News direkt neben einer wichtigen Straße zu lesen wären?

Das Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen Freed Maxick setzt seit 2009 auf eine digitale Twitter-Anzeigetafel neben einem Verkehrsknotenpunkt. Die Anzeigetafel zeigt Updates des Unternehmens-Twitter-Account in Echtzeit, bewirbt damit dessen Expertenwissen und Dienstleistungen. Seit 2010 betreibt das Unternehmen zusätzlich eine interaktive digitale Facebook Anzeigetafel. Hier wird ausgewählter Content der Facebook-Seite veröffentlicht und auf gemeinnützige Aktionen und Verbände aufmerksam gemacht.