Twitter gewinnt den Superbowl!

– und zwar mit weitem Abstand vor Facebook, Instagram & Co.130206 Football

Marketeers sollten sich diese Entwicklung genauer anschauen, denn gerade dieser aktuelle Superbowl veranschaulicht gut die Hintergründe – und Chancen.

Hier die Fakten:

In den 52 Werbespots, die über CNN zwischen Kick-off und Abschluß-Pfiff des großen Football-Finales vergangenen Sonntag liefen, wurde Twitter 26 mal und Facebook 4 mal erwähnt (youtube 1, Instagram 1, google+ 0). In 2012 war das Verhältnis zwischen Twitter und Facebook mit 8:8 noch ausgeglichen.

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Die erfolgreichsten Facebook-Seiten & Strategien (Teil 2)

Hier der zweite Teil der Analyse gelungener Facebook-Fanseiten und deren Strategie.

Coca-Cola

Coca-Cola hat seinen Platz in der Liste verdient, da der Getränkehersteller mit innovativen Kampagnen und lustigen interaktiven Features überzeugt. Die neueste Kampagne ist der Summer Snapshot Wettbewerb, in dem die Fans Fotos von sich mit der Sommer Edition der Cola-Dosen aufnehmen sollen. Die Fans werden involviert und Produktfotos entstehen. Nichts wird auf Facebook mehr angesehen als Fotos. Die Produktfotos werden zu einem viralen Gut, denn sobald der Fan ein Foto postet, wird es ebenfalls als News-Feed an alle Freunde versandt. So sehen Tausende potentieller neuer Fans die Bilder. Diese können von anderen auch bewertet werden.

Tipp: startet man einen Wettbewerb, sollte man in einfach und simpel gestalten. Je geringer die Mitmach-Hürden, desto eher werden die User mitmachen. Einfach, witzig und mit einer „Teilen“-Komponente ausgestattet, ergibt sich schnell eine virale Verbreitung.

Oreo

Oreo schafft einmalige Erlebnisse für die Fans. Der Kekshersteller weiß, dass die Kekse viele Kunden seit der Kindheit begleiten und setzt deshalb auf Nostalgie. Die neue Kampagne „Erinnerungen aus der Schulzeit“ ruft Fans auf, ihre Erinnerungen und Bilder aus der Schulzeit auf der Oreo-Seite zu posten. So wird eine enge emotionale Bindung der Fans an der Marke erreicht und loyale Kunden entstehen.

Tipp: Eine viel höhere Response-Rate wird erreicht, wenn die Fans etwas über sich selbst mitteilen können. Man sollte sie nach ihren Gedanken, Meinungen und Feedback fragen.

Jones Soda

Jones Soda bietet viele verschiedene Interaktionsmöglichkeiten. Nicht jeder Fan kommuniziert auf die gleiche Weise, weshalb verschiedene Angebote ein breiteres Teilnehmer-Sektrum abdecken. James Soda hat zum Beispiel eine wöchentliche Umfrage auf der Start-Seite. Solche Umfragen eignen sich sehr gut, um mehr über die Fans zu erfahren, aber auch um die Fans unterhaltsam zur Interaktion mit der Seite zu bewegen.

Tipp: Unternehmen sollten unterschiedliche Interaktionsmöglichkeiten bereitstellen. Umfragen, Wettbewerbe, Fragen, iPhone-Apps und Videos sind nur einige Möglichkeiten, um auf die unterschiedlichen Nutzer einzugehen.

The Twilight Saga

Von dieser Seite können sich Unternehmen 2 interessante Strategien abschauen: Die Aktion „Tweet Sweeps“ ruft Fans auf, über die Filme zu zwitschern um Kino-Gutscheine zu gewinnen. Am besten sagt man den Fans genau was sie tweeten sollen, sodass keine Unklarheiten entstehen, die Botschaft im Sinne der Marke weitergeleitet wird, und dass die Handlung schnell abläuft.

Als zweite Strategie nutzt Twilight Saga den Diskussions-Tab stark: Hier können Fans eigene Diskussionsthemen vorschlagen, und jeder Fan kann sich daran beteiligen. Der Diskussions-Tab schafft ein starkes und verbindendes Gemeinschaftsgefühl, das sich in hohem Engagement auf der Seite äußert.

Tipp: Um mehr Gespräche zwischen den Fans zu erhalten, sollte man zunächst einige Diskussions-Themen vorgeben, und nach einiger Zeit werden Fans auch selbst eigene Themen starten.

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Travel Channel

Travel Channel hat eine besondere Idee umgesetzt: Es gibt einen Bereich auf der Fanpage, wo Fans beschreiben können, wie Facebook auf ihren Reisen eine Rolle spielte. Man kann seine eigene Geschichte veröffentlichen und die der anderen Nutzer lesen. So werden auf kreative Weise Leute mit ähnlichen Interessen – die auch zur Marke passen – auf der Seite zusammengeführt.

Tipp: Die Anwendung Facebook-Stories kann gezielt auf der eigenen Fanseite eingesetzt werden. Hierbei kann man nach Ort und Thema filtern. 

Twittern für Gutscheine: Wie die Foodbranche das Social Net entdeckt

Lebensmittelhersteller entdecken Social Media für sich: Sie sammeln Millionen von Fans bei Facebook oder verteilen Produktproben an twitternde Anhänger. In Deutschland führt Pringles mit 3,5 Millionen Facebook-Fans vor Adidas (3,2 Mio.), Zara (3,1 Mio.) und Ferrero (2,8 Mio.) in einem aktuellen Ranking der Agentur VODa.

Der Lebensmittelkonzern Kraft Foods reagierte bei seiner Keks-Marke Oreo auf die vielen internationalen Kommentare auf seiner Facebook-Seite: Eigentlich war die Marke Oreo auf den amerikanischen Markt ausgelegt. Aufgrund des weltweiten Anklangs – mehr als die Hälfte der Fans stammt nicht aus den USA –  werden auf der Seite nun internationale Aktionen gestartet und beispielsweise der „Weltfan der Woche“ gesucht. „Es war ein Aha-Erlebnis für uns,“ sagt Mark Clouse, weltweiter CEO bei Kraft Foods. „Wir verstehen nun, dass Facebook mittlerweile ein globales Werkzeug ist und eine Plattform, auf der wir mit den Konsumenten in einen internationalen Dialog treten können.“

Die Marke Wheat Thin Crackers belohnt fleißige Twitter Anhänger. So tourt ein Team der Marke durch die USA und überrascht Konsumenten, die am besten über die Marke getwittert haben, zu Hause mit Gutscheinen. Ziel der Kampagne ist es, Kommentare über Wheat Thins auf Twitter zu mehren und damit mehr Follower und Bekanntheit zu erlangen.

Dass immer mehr Lebensmittelhersteller auf das Word Wide Web setzen, zeigt sich auch daran, dass Kunden jetzt bei Amazon und Otto Lebensmittel online bestellen können.