11 Verbraucher-Trends für 2011

Welche Trends gilt es dieses Jahr im Auge zu behalten? Was erwarten Verbraucher weltweit von den Marken?

Kleine unerwartete Geschenke, Online Status-Symbole oder die Entwicklung neuer Produkte speziell für Schwellenländer sind nur 3 von insgesamt 11 Trends, die das Unternehmen Trendwatching.com für das Jahr 2011 als besonders wichtig einstuft. Wer sich frühzeitig auf die Trends einlässt, ist bereit für die neuen Konsumenten.

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1. Freundliche Gesten

Konsumenten wollen Echtheit und die menschliche Seite der Marke sehen. Eine sehr effektive Art mit den (potentiellen) Kunden in Kontakt zu treten, wird deshalb sein, ihnen wie zufällig Geschenke zu senden oder auf ihre im Netz geäußerten Gefühle mit einer unerwarteten freundlichen Geste zu reagieren. Denn dank Twitter, Facebook und Co. ist es für Unternehmen leichter denn je, Einsichten in die Gefühlswelt, Bedürfnisse und Aufenthaltsorte der Konsumenten zu erhalten. Die Social Plattformen sind auch ein neuer direkter Kanal um die freundlichen Gesten zu überbringen.

Die Kosmetik-Marke Biotherm sucht zum Beispiel via Twitter gezielt nach müden und gestressten Usern und bietet ihnen kostenlose Produktproben an. Das Blumenunternehmen Interflora durchkämmt den Microblogging-Dienst nach traurigen Tweets und schickt den Betrübten einen Blumenstrauß. Doch auch Offline kommen die Überraschungen gut an: Im Dezember 2010 verschenkte die Fluggesellschaft Spanair jedem ihrer Passagiere an der Gepäckausgabe ein personalisiertes Weihnachtgeschenk.

 

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2. Urbanisierung

Die Verstädterung bleibt ein absoluter Megatrend im kommenden Jahrzehnt. Konsumenten der Stadt sind wagemutiger, liberaler, toleranter, erfahrener und probieren gerne neue Produkte und Services aus.

3. Preis-Chaos

Dank Mobiltelefonen und Social Networks können Konsumenten jederzeit maßgeschneiderte Angebote und Rabatte empfangen – sogar am Point of Sale der Konkurrenz. Marken sollten Konsumenten mit Angeboten und Features ansprechen, wie etwa mobile Gutscheine und Rabatte, Online-Gruppen-Preisnachlässe, Flash-Sales und ein dynamischer Preismechanismus, der sich nach Angebot und Nachfrage in Echtzeit richtet.

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4. Hergestellt für China und Schwellenländer

Für 2011 kann man eine steigende Anzahl an westlichen Marken erwarten, die neue Produkte oder ganze Marken herausbringen, die für Konsumenten der Schwellenländer entwickelt wurden. Denn das Wachstum der Konsumenten-Ausgaben in diesen Ländern übersteigt bei Weitem das der Industrieländer. Hinzukommt, dass dort westliche Marken gegenüber den heimischen Marken bevorzugt werden. Levis, Apple und BMW beispielsweise haben diesen Trend erkannt und für sich genutzt.

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5. Online Status-Symbole

Marken sollten ihren Kunden Symbole zur Verfügung stellen (virtuell oder echt), mit denen die Kunden ihren Peer-Gruppen zeigen können, zu was sie in der Netzwelt beigetragen haben, wo ihre Interessen liegen, was sie kreiert haben oder wie beliebt sie sind. Das wären beispielsweise Erinnerungen aus Social Network Aktionen oder ortsbasierte Spiele und Wettbewerbe mit virtuellen oder echten Belohnungen.

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6. Gesundheit

Eine steigende Zahl an Konsumenten erwartet Produkte und Services, die ihre Lebensqualität im Bereich Gesundheit verbessern können – die also nicht mehr nur gegen Krankheiten und Wehwehchen helfen. Produkte wie mobile Geräte zur Gesundheitsüberwachung, Online Gesundheits-Apps und Soziale Netzwerke, die speziell darauf ausgelegt sind, kommen dem Mulitkanal-Wellness-Bedürfnis der Kunden entgegen.

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7. Twin-sumers und Social-lites

Diese beiden Typen der Online-Konsumenten sind laut Trendwatching entscheidend für positive Word-of-Wouth Empfehlungen. Twin-sumer sind Konsumenten mit ähnlichen Kaufmustern, Vorlieben und Abneigungen und stellen deshalb wertvolle Empfehlungshilfen bei Kaufentscheidungen dar. Social-lites sind Konsumenten, die permanent Informationen an ein großes Publikum online weiterleiten.

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8. Neue Großzügigkeit

Besonders in Schwellenländern entsteht der Trend, von Marken und wohlhabenden Personen zu erwarten, dass sie schenken, spenden, sich kümmern und Anteilnahme zeigen, im Gegensatz zu purem Verkaufen und Nehmen. Dies ist ein tiefgreifender kultureller Wandel, an den sich die Industrienationen länger gewöhnen konnten.

9. Geplante Spontaneität

Dieser Trend entsteht, da die Konsumenten mit ihren fragmentierten Lifestyles, den urbanen Umgebungen, die ihnen jederzeit alle Möglichkeiten bieten und mit ihren Smartphones, zu einer Generation wurden, die nicht daran gewöhnt ist, feste Pläne zu machen oder einzuhalten.

Marken werden Konsumenten erleben, die sich bei Diensten anmelden, die ihnen sofort und ohne Aufwand erlauben, sich mit ihren Freunden, Familienangehörigen, Kollegen oder Fremden spontan zu treffen. So melden sich viele Konsumenten bei mobilen Diensten an, die passiv und permanent ihren Aufenthaltsort bekannt geben.

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10. Super-Öko

In Bezug auf “grünen Konsum” können Marken eine erhöhte Nachfrage auf „super-ökologische“ Produkte erwarten. Also Produkte, die nicht einfach nur umweltfreundlich sind, sondern auf jede nur erdenkliche Art und in allen Bereichen besser sind. Die Produkte weisen somit eine Kombination aus Umweltverträglichkeit und tollem Design, extrem guter Funktionalität und/ oder höheren Einsparungen auf.

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11. Ohne Besitzer

Eigentum, das nur teilweise besteht und Lifestyle-Leasing-Modelle werden neu entdeckt, durch Services wie Car-Sharing und Fahrrad-Sharing. Für viele Konsumenten ist ein leichter Zugang wichtiger als der Besitz.