Augmented Reality: Möglichkeiten und Beispiele aus dem Marketing

Die Realität ist nicht genug. Diesem Credo hat sich das spannende Feld der Augmented Reality („erweiterte Realität“) verschrieben. Dabei wird unsere Wahrnehmung mithilfe von computergenerierten Zusatzinformationen erweitert. Virtuelle Objekte werden beispielsweise auf Bildschirmen eingeblendet und überlagern oder ergänzen damit in Echtzeit die reale Umgebung.

Hier einige Beispiele für die kreative Nutzung von AR, Projection Mapping und der Kinect-Software.
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Augmented Reality:

 

Marken wie Lego und Ray Ban nutzen Augmented Reality um ihre Produkte in 3D an PC-Bildschirmen darzustellen. Mittlerweile ist die Technologie weiterentwickelt worden und unser Mobiltelefon das wichtigste Werkzeug: Dank verschiedenster Apps können wir mit unserer Smartphone-Kamera Häuser unserer Stadt ansehen und erhalten als Einblendung, ob dort Büro-Räume zu vermieten sind. Unsere Umwelt und Zeitschriften erwachen zum Leben, wir erhalten sofortige Übersetzungen oder können von einer Person, die gerade an uns vorbeiläuft, das Social Network-Profil checken.

Hier interessante Anwendungsbeispiele für AR:

 

Projection Mapping:

 

Projection Mapping gibt es seit ein paar Jahren: Die Software erkennt die Form eines Objekts –  am besten große Oberflächen und Strukturen – und überlagert sie mit bewegten Bildern, die aus Projektoren auf das Objekt ausgestrahlt werden.

Damit können Werbetreibende kreative Ideen einbringen, sie auf unbelebte Objekte übertragen und für den Kunden neue Erfahrungen schaffen. Ralph Lauren nutzte die Technologie um bei einem Event in London eine 3D Modenschau auf die Fassade eines neuen Stores zu projizieren.

Infinity und Toyota setzten die Technik ein um ihre Autos in Szene zu setzen. Toyota bestrahlte sein Fahrzeug mit 7 Projektoren um die Effekte so realistisch wie möglich erscheinen zu lassen. Jedes Objekt wird mit dieser Technologie zu Leinwand, auf die etwas projiziert werden kann.

Hier interessante Anwendungsbeispiele für Projection Mapping:

 

Kinect Anwendungen:

 

Microsoft liefert mit seiner Kinect-Technologie für das Xbox-System eine faszinierende Möglichkeit, verschiedene Technologien (wie etwa Mikrofon, Kamera und Infrarot Sensor) miteinander zu kombinieren. Das tolle daran: Die Technologie steht – nach zahlreichen Hacker-Versuchen – jedem zur Verfügung. Dass mithilfe der Crowd Innovationen noch schneller generiert und umgesetzt werden können, erkannte nun Microsoft und stellte ein Software Development Kit vor, das mit Begeisterung angenommen wurde. Innerhalb weniger Monate entwickelten ambitionierte Hobby-Tüftler mit Kinect verschiedenste Anwendungen, von optischer Täuschung bis zu körpergesteuerten Lichtshows.

Hier eine Auswahl an Anwendungen, die Nutzer mit Kinect kreierten:

 

Die Grenzen zwischen Realität und virtueller Welt verschwimmen durch diese Innovationen immer mehr. Medien, Marketing und die Kunden selbst nutzen die Technologien um intensivere Kundenerfahrungen zu schaffen und stärkere Interaktionen zwischen Marke und Kunde zu fördern. Die genannten Beispiele sind sicher erst der Anfang und wir sind gespannt auf die neuen Entwicklungen in diesem Bereich.

Chevrolet bietet Testfahrten auf der Xbox an

Als erster Werbekunde wird der US-Autobauer den neuen Chevy Volt per Bewegungssteuerung Kinect vom Sofa aus testfahren lassen.

Möglich wird das durch Microsofts neusten Streich Kinect: eine Spielekonsole, bei der man keinen Controller in der Hand mehr benötigt, sondern rein durch Körperbewegungen das Spiel steuern kann. Da die Konsole mit dem Internet verbunden ist, können Kunden das Testfahrt-Spiel herunterladen, nachdem sie einen Chevy Volt Werbefilm gesehen haben. Die Nutzer können noch vor dem Launch (Ende dieses Jahres) das Elektro-Auto von zu Hause aus testen, als wären sie in einem Showroom des Herstellers. Man kann an das Auto heran zoomen und sogar hinein, um die Inneneinrichtung zu sehen. Dies ist auch ein Vorteil gegenüber Webseiten, da man nicht mehr zwischen den Seiten hin und her klicken muss.

So eröffnen sich für den Konsumenten ganz neue Wege, den Wagen zu entdecken. „Durch Kinect können wir die Spannung des Showroom in die Wohnzimmer unserer Kunden bringen“, sagt Jim Campbell, Marketing-Chef von Chevrolet. „Es bietet uns eine Möglichkeit, die Erfahrung der echten Interaktion mit einem Produkt nachzubilden. Und genau diese Erfahrung ist ja essentiell bei der Kaufentscheidung.“ Über eine Micro-Seite im Spiel kann man den Wagen anschließend tatsächlich kaufen.

Chevrolet setzt auf Spaß bei der Entdeckung des Chevy Volt. Nicht nur auf Facebook kann man somit virtuell neue Modelle vorstellen, wie es VW und Ford getan haben. Dass die Kunden sich allerdings mit Gesten und Stimmen virtuell mit der Marke auseinander setzen, ist eine Weltneuheit.

Hier ein Video dazu:

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