Studie: Wie Konsumenten ihre Kaufentscheidung online absichern

Produkt-Empfehlungen von Freunden reichen heutzutage nicht mehr aus, um Konsumenten zum Kauf zu bewegen. Mittlerweile suchen immer mehr Nutzer nach Online-Bewertungen um ihre Entscheidung abzusichern. Diese Bewertungen haben auch starken Einfluss darauf, ob wir ein Produkt kaufen oder nicht: 4 von 5 Konsumenten haben ihre Kaufentscheidung aufgrund negativer Onlinebewertungen revidiert. Dies belegt eine neue Studie von Cone, für die über 1.000 US-Konsumenten befragt wurden.

 

Einfluss negativer und positiver Bewertungen auf die Kaufentscheidung

 

Der Einfluss negativer Bewertungen hat im Vergleich zum Vorjahr sogar um 13% zugenommen. Denn das Vertrauen in Online-Informationen ist groß: 89% der Konsumenten sehen Online-Kanäle als vertrauenswürdige Quelle an, wenn es um Produkt- und Servicebewertungen geht.

Doch auch positive Produktbewertungen erzielen ihre Wirkung: 87% der Nutzer geben an, dass sie durch online gefundene Bewertungen in ihrer Kaufentscheidung bekräftigt wurden.

 

 

 

Empfehlungen von Freunden reichen nicht mehr aus

 

Dass immer mehr Konsumenten ihre Kaufentscheidung online absichern, hängt mit dem immer schnelleren und einfacheren Internetzugang zusammen, der auch durch die zunehmende Verbreitung von webfähigen Smartphones möglich ist.

  • 85% der Konsumenten suchen im Netz nach weiteren Produkt- oder Serviceinformationen, nachdem sie eine Empfehlung von Freunden oder Familie erhalten haben und sich für das Produkt interessieren.
  • 85% der Konsumenten kaufen ein Produkt eher, wenn sie darüber Online-Informationen finden.

 

Unternehmen sollten deshalb ihren Produkt- und Service-Katalog im Web so ausführlich wie möglich gestalten, sodass die Kunden die gewünschten Informationen finden können.

 

Wann ist eine Quelle im Web vertrauenswürdig?

 

Ausgewiesene Experten, die schon Erfahrungen mit dem Produkt oder Service sammeln konnten sind die vertrauenswürdigste Quelle im Internet. Eine große Followerschaft auf Twitter hingegen überzeugt die Konsumenten nicht. Folgende Kriterien sind für die Nutzer wichtig:

 

 

Teure Güter werden häufiger noch einmal online überprüft

 

Besonders bei teuren Gütern werden die Kauf-Empfehlungen vermehrt durch das Internet abgesichert. Bei Autos suchen z.B. 89% der Konsumenten online nach weiteren Informationen, im Vergleich zu 78% die bei low-cost Produkten oder Services – wie Filmen oder Restaurants – ihre Kaufentscheidung absichern.

 

 

Kontakt zu Meinungsführern und gute Qualität sind wichtig

 

Bill Fleishman, Geschäftsführer von Cone, über die Ergebnisse: “Der Einfluss von Online-Content auf die Kaufentscheidungen darf nicht übersehen werden.“ Die Konsumenten von heute wollen Sicherheit, bevor sie ein Produkt oder Service kaufen. Nur auf Empfehlungen von Freunden hören die wenigsten. Fleishman empfiehlt deshalb: „Marketing-Experten müssen wichtige Meinungsführer im Netz ausfindig machen und sie als Markenbotschafter gewinnen.“ Doch das allein reicht nicht aus: Entscheidend wird die Qualität der angebotenen Leistungen sein. Schlechte Produkte werden auf Dauer keine positiven Bewertungen im Netz erhalten, auch wenn einflussreiche Meinungsführer dies behaupten. Diese verlieren höchstens ihre Glaubwürdigkeit. Unternehmen müssen gute Qualität bieten und mit den Word-of-Mouth-Mechanismen des Web2.0 verbinden um die Kunden zu überzeugen.

Studie: Wie Online-Bewertungen sich auf die Kaufabsicht auswirken

Konsumenten vertrauen in hohem Maße auf Online-Bewertungen anderer Nutzer und informieren sich auf Preisvergleichsseiten über Produkte bevor sie einen Kauf tätigen. Eine neue Studie von Lightspeed Research befragte über 1.500 Konsumenten zu ihrem Online-Suchverhalten vor einem Kauf.

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  • 73% der Befragten sammelten im letzten halben Jahr Informationen im Netz, wenn sie einen Kauf tätigen wollten.
  • Am beliebtesten ist dabei das Lesen von Online-Bewertungen, gefolgt von der Suche nach unterschiedlichen Service-Providern (also Konkurrenz-Suche, wie etwa Elektrizität- oder Telefonanbieter) und dem Vergleichen von Preisen auf Online-Preisvergleichsseiten.
  • Die Gruppe der 18 bis 24-Jährigen ist am aktivsten, wenn es um Online-Preisvergleiche, der Suche nach Konkurrenz-Marken oder –Modellen oder um das Lesen von Online-Bewertungen und Online-Shopping geht.

Wo suchen Kunden nach Produktbewertungen?

Suchmaschinen sind bei den meisten Konsumenten die erste Wahl um Produktbewertungen zu erhalten. Unternehmen sollten deshalb ihre Präsenz innerhalb der hochrangigen Bewertungsseiten im Auge behalten.

 

Wem vertrauen Konsumenten am meisten?

Fast drei Viertel der Befragten (73%) gab an, Testberichten zu vertrauen, gefolgt von persönlichen Meinungen und Erfahrungen anderer Konsumenten (62%). Empfehlungen von Familienmitgliedern, Freunden und Kollegen liegen mit 58% auf Platz drei.

Negative Online-Bewertungen haben großen Einfluss

Schon das Lesen von 2 negativen Bewertungen führt bei einem Viertel der Konsumenten (21%) dazu, dass sie das Produkt nicht mehr kaufen wollen, bzw. den Service nicht mehr in Anspruch nehmen wollen. Über ein Drittel der Konsumenten (37%) ändert die Meinung nach 3 negativen Bewertungen.

Konsumenten schreiben mittlerweile immer häufiger selbst Produkt-Bewertungen: 47% verfassten eigene Berichte über Produkte und Services. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit größer solche Berichte zu verfassen, wenn die Nutzer eine negative Erfahrung mit der Marke hatten.

 

Marken erhalten mehr Bewertungen, wenn sie Incentives anbieten

Incentives wie Rabatt-Gutscheine sind eine gute Möglichkeit für Marken Online-Bewertungen zu erhalten. Drei Viertel der Befragten gab an, dass Belohnungen sie dazu motivieren würden. Wer sich als Marke seiner Qualität sicher ist, sollte diese Möglichkeit nutzen, um das Vertrauen anderer Konsumenten zu gewinnen.

Welche Produkte werden online gesucht?

Die Online-Recherche ist breit gefächert: Nutzer suchen im Bereich Dienstleistungen am häufigsten nach Hotels und Reisen, gefolgt von Mobilfunkanbietern, Versicherungen und Banken.

 

Bei Produkten steht die Suche nach Technikgeräten (Kameras, MP3-Player, Mobiltelefone) an der Spitze.

 

Autokauf und Informationssuche

Bevor beim Autokauf die finale Entscheidung getroffen wird, suchen zwei Drittel der Konsumenten online noch nach anderen Modellen und nach weiteren Händlern.

  • Frauen fragen beim Autokauf eher Freunde, Familie oder Kollegen nach Empfehlungen.
  • Je jünger der Befragte, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass er Freunde, Familie und Bekannte um Empfehlungen bittet, bevor er ein Auto kauft.

Welche Schlüsse können Marken und Händler aus der Studie ziehen?

Der enorme Einfluss, den Online-Bewertungen und Informationen im Web auf unser Kaufverhalten haben, dürfen Unternehmen nicht unterschätzen. Sie sollten ihren Kunden stimmige und aktuelle Informationen im Web bieten, konkurrenzfähige Preise setzen und positive Bewertungen fördern (z.B. durch Inventives und gute Qualität), regelmäßiges Online-Monitoring betreiben sowie auf Online-Feedback der Kunden eingehen.

Soziale Medien bedeutsam für das Kaufverhalten

Derzeit wird der Einfluss sozialer Medien auf den Kaufprozess häufig und mitunter kontrovers diskutiert. Eine neue Studie zeigt, dass der gesamte Kaufprozess von der Information über den Erwerb bis zur Bewertung maßgeblich von sozialen Medien  beeinflusst wird. Im Selbstverständnis der Käufer ist die Bedeutung von Social Media für Kaufentscheidungen bereits fest verankert.

Knapp 1.300 Personen wurden für die Studie „Social Media Einfluss auf das Kaufverhalten im Internet“ nach ihren Kaufgewohnheiten sowie ihren Entscheidungsfindungsprozessen befragt. Aus Sicht von rund zwei Dritteln der Befragten ist der Kauf untrennbar mit einem Kommunikationsprozess verbunden, der vor allem über Social Media Plattformen wie Foren, Blogs und Netzwerke stattfindet.

Für die Konsumenten ist Online-Shopping mittlerweile selbstverständlich: 98 Prozent der Befragten kaufen zumindest gelegentlich online ein.

Produktbewertungen nehmen bei der Nutzung von Social Media generell eine herausragende Stellung ein – nur noch übertroffen von der Kontaktpflege. Insgesamt haben 70 Prozent der Befragten angegeben, im Laufe des Kaufprozesses Social Media zu nutzen.

Die Produktgruppen, über die sich die Nutzer am häufigsten online informieren sind elektronische Geräte, Reisen & Hotels gefolgt von Autos.

Gute Bewertungen von anderen Nutzern beeinflussen die eigene Kaufentscheidung etwa ebenso stark wie schlechte Bewertungen.

Kunden legen beim Online-Kauf besonderen Wert auf die Verfügbarkeit von Preis-, Qualitäts- und Sicherheit-Informationen. Händler sollten diese Informationen entsprechend bereitstellen.

Nahezu die Hälfte der Befragten bewertet ein gekauftes Produkt anschließend online – und das zu wiederum zwei Dritteln sogar mit einer Rezension oder einem Testbericht. Der Einfluss von Social Media auf Kaufentscheidungen wird also nicht nur hingenommen, sondern wird sogar mehrheitlich von Käufern gewollt und aktiv mitgestaltet.

Obwohl bei Online-Shops der Fokus auf dem Verkaufen liegt, muss auch hier das Internet als ganzheitliche Kommunikationsplattform verstanden werden. Aus Sicht der Händler ist die Kommunikation mit dem Käufer ein wichtiger Baustein im Verkaufsprozess – was im realen Leben als normal angesehen wird, ist dank Social Media und Interaktionsmöglichkeiten nun auch online selbstverständlich.

Eine transparente Online-Kommunikation ist förderlich, werblich zu kommunizieren ist mitunter riskant, aber manipulativ zu arbeiten ist extrem gefährlich. „Manipulative Einträge und Bewertungen müssen für Verkäufer tabu sein! Sie sind nicht nur schädlich, sondern können den Tod einer Marke bedeuten“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Ralf Schengber. Zu den vorrangigsten Empfehlungen an Hersteller und Handel zählt, den Kunden bei seinem gesamten Kaufprozess online zu begleiten. „Nach dem Kauf ist vor dem Kauf”, betont Marketingprofessor Schengber. Ungenutztes Entwicklungspotenzial sieht er vor allem im Bereich Location Based Services – speziell, wenn Online- und Filial-Einkauf durch die weitere Ausbreitung des mobilen Internets immer näher zusammenrücken.

Die Studie steht hier kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Customer Experience Management – Warum Emotionen beim Kauf so wichtig sind

Das Marketing von Morgen findet im Unbewussten statt. Nur wenn es Marken gelingt, beim Kunden positive Emotionen auszulösen, bleiben sie ihm im Gedächtnis. Eine emotionale Bindung wird am besten durch Erfahrungen und Erlebnisse ausgelöst, die der Kunde mit der Marke hat. Diese positiven Kundenerlebnisse zu schaffen und zu verbessern, ist das Ziel des Customer Experience Management (kurz: CEM).

Wir waren für euch letzte Woche auf der Adobe CEM Roadshow und hörten einige spannende Vorträge zum Thema CEM. Die Highlights haben wir hier zusammengefasst.

1. Kundenbeziehungen an allen Touchpoints erfolgreich gestalten:

Customer Experience Management ist das Trendthema. Durch die digitale Revolution ist eine Vielzahl an neuen Touchpoints entstanden. Über 30 verschiedene Kommunikationskanäle gibt es mittlerweile, mit denen man die Kunden erreichen kann. Der Kunde durchläuft die Touchpoints ohne festgelegte Reihenfolge. Er wählt sie selbständig aus und im Gegensatz zu Früher haben die Unternehmen keine Kontrolle mehr über den vom Kunden gewählten Weg. Der Kunde kann dank Smartphones jederzeit und überall ein Markenerlebnis haben: Laut einer Gartner-Studie wird der Absatz von mobilen Endgeräten den Desktop-Absatz 2012 erstmals übersteigen. Mobile Endgeräte werden immer „smarter“ und zum neuen Laptop. Ein Drittel aller genutzten Mobiltelefone in den USA sind bereits Smartphones.

Die Kunden sind jedoch äußerst unzufrieden mit ihrem Customer Experience. Laut einer Forrester-Studie zur Kundenzufriedenheit (2010) sind in den USA nur 16% der Konsumenten mit ihrer Erfahrung im B2B-Bereich zufrieden (9% im B2C), in Europa sind es 25% im B2B und 10% im B2C.

Die Kunden machen ihrem Ärger im Netz Luft und stellen ihre Bewertungen der Unternehmen für alle Welt sichtbar online. Auf der Seite http://www.gethuman.com/ kann man zum Beispiel Kundenbewertungen zu Call Centern abfragen. Infos über die Servicequalität und durchschnittliche Wartezeiten sind hier zu finden.

Warum tun sich viele Unternehmen so schwer, an allen Touchpoints gute und konsistente Erfahrungen zu liefern? Weil die Organisationsstruktur in vielen Unternehmen noch wie in den 50er Jahren ist. Marketing, Sales und Service sind nicht miteinander abgestimmt und liefern unabhängige Interaktionen zwischen Unternehmen und Kunde:

 

Der Kunde interagiert heutzutage mit vielen verschiedenen Mitarbeitern, die meist über andere Bereiche nicht Bescheid wissen. So gibt es oft keine Betreuung im Geschäft vor Ort für Kunden, die das Produkt im Internet gekauft haben, oder die Online-Daten des Kunden sind im Geschäft oder im Call Center nicht bekannt. Die Herausforderung besteht nun für die Unternehmen in der Organisation der Kunden-Erfahrungen. Es müssen konsistente Kundenerfahrungen sein, die die jeweiligen Stärken des einzelnen Kanals nutzen. Auch die Frage muss geklärt werden: Wer ist überhaupt in meinem Unternehmen verantwortlich für CEM?

 

Unternehmen müssen wissen, was jeder Toupoint liefert und auch was die Kunden über die Marke im Netz sprechen. 78% der Konsumenten vertrauen auf Bewertungen von anderen Nutzern, nur 14% vertrauen der Werbung. Gutes Social Media Marketing bringt laut Vortrag 15 bis 20% mehr ROI.

Für zufriedene Kunden bedarf es auch zufriedener Mitarbeiter. Audi hat beispielsweise für seine Mitarbeiter ein personalisiertes Intranet. Das Tool zeigt jedem Mitarbeiter sein persönliches Dashboard im Audi-Design an, mit allem woran der Mitarbeiter derzeit arbeitet und häufig braucht. Macht er häufig Übersetzungen mit LEO, erscheint dies auf seiner Startseite zum sofortigen Zugriff.

Warum sind positive Emotionen bei der Kaufentscheidung so wichtig? Weil zufriedene Kunden als loyale Kunden und als positive Multiplikatoren mehr Umsatz generieren, und weil sie mehr verzeihen: Sie verzeihen den schlechten Service in einer Luxusboutique und den extremen Preis von 4 Euro für einen Starbucks-Kaffee.

2. Neuromarketing –  Was im Kopf der Kunden wirklich vorgeht:

70 bis 80 % unserer Entscheidungen sind unbewusst, so Dr. Hans-Georg Häusel, einer der führenden Neurowissenschaftler Deutschlands. Der rationale Kunde ist somit ein Mythos. Jeder Außenreiz wird zunächst unbewusst durch unser lymbisches System bewertet und erst danach folgt eine bewusste Erklärung.

Das lymbische System ist für unsere innerste Motivation verantwortlich und spricht auf drei verschiedene Reiz-Sorten an: Spricht der von außen kommende Reiz unser Dominanz-Zentrum an, das nach Macht, Autonomie und Prestige strebt? Spricht er unser Stimulanz-Zentrum an, das Neues, Spielerisches und Spannendes erleben will? Oder verspricht der Reiz uns Wohlbefinden, Sicherheit und Balance

Welches Zentrum stärker reagiert ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

 

Balance-Menschen werden erreicht, indem Leistungsmerkmale wie Transparenz und Einfachheit, Flatrates, Sicherheitund Qualität eines Produktes, lange Haltbarkeit, Garantie-Versprechen, zuverlässiger Service, möglichst immer dieselben Verkäufer oder Servicekräfte als Kaufmotiv angesprochen werden.

Die Stimulanz-Instruktionen äußern sich als Kaufmotiv im Konsum von Unterhaltungselektronik, Videos, Musik, Funk und Fernsehtechnik, Büchern zur Unterhaltung, Genuss-Mitteln aller Art, Produkte, die uns helfen, anders zu sein als alle anderen und die Aufmerksamkeit auf uns ziehen, innovative Produkte, Produkte mit besonderem Design sowie Reisen oder Erlebnis-Gastronomie.

Das Dominanz-System macht sich bemerkbar als Kaufmotiv beim Erwerb von Status-Produkten aller Art (teure Uhren, Parfüm, Mode usw.), Autos, Maschinen und Werkzeugen, die die Selbstwirksamkeit erhöhen, Produkten, die überlegene Kennerschaft signalisieren (Weine, besonders aktuelle Produkte usw.), Produkten und Dienstleistungen, von denen wir uns Stärke und Schnelligkeit versprechen, Produkten sowie Systemen und Dienstleistungen, die die Effizienz und Leistungsfähigkeit erhöhen.

Auch Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind klar erkennbar. Frauen sprechen stärker auf Balance- und Stimulanz-Reize an, also alles was Spiel und Wohlbefinden verspricht. Da Frauen 70 bis 80 Prozent aller Kaufentscheidungen treffen, sollte man sie stärker berücksichtigen – z.B. in der Website-Gestaltung. Eine menschliche Gestaltung mit Videos statt Text spricht stärker Frauen an. Happyness und Easyness muss die Seite versprechen. Eine männliche Zielgruppe legt hingegen mehr Wert auf technische Hintergrundinfos, Power und Features.

Insgesamt gilt jedoch: Alles was keine Emotionen auslöst, ist für das Gehirn sinn-, wert- und bedeutungslos! Das Marketing von Morgen findet im Unbewussten statt. Unbewusste Vorgänge sind für den Kunden angenehmer, da bewusste Entscheidungen viel Energie verbrauchen. Es gilt: Je bekannter ein Reiz, desto entlastender für unser Gehirn. Starke Marken entlasten unser Gehirn, da bei ihrer Betrachtung das für bewusste Entscheidungen zuständige Großhirn „herunterfährt“ und die Emotionen uns leiten können.

Für Marken ist es deshalb wichtig, im Gedächtnis der Kunden zu bleiben. Das kann man am besten mit positiven Erfahrungen, die man dem Kunden bietet. Wir erinnern uns nämlich nur zu 15% an Tatsächliches, zu 15% an Gehörtes und zu 70% an subjektiv Erlebtes.

Wie wichtig jeder einzelne Interaktionspunkt für das Markenerlebnis ist, wird mit dem Design-Prozess der weltberühmten Coca-Cola-Flasche verglichen. Das Design der Flasche sollte einen starken Wiedererkennungswert haben. Und zwar so sehr, dass – wenn die Flasche auf den Boden fällt und zerspringt- man an jedem einzelnen Splitter erkennen kann, dass es eine Coca-Cola-Flasche war. Auf CEM übertragen bedeutuet das: Jeder einzelne Touchpoint muss ein Markenerlebnis schaffen, das die Marke konsistent und positiv widerspiegelt.

Kaufentscheidung: Kunden sichern ihre Suche mit Social Media ab

Welchen Einfluss auf unsere Kaufentscheidungen haben Suchmaschinen-Ergebnisse und Social Media? Wie nutzen wir beide Informationsquellen bevor wir einen Kauf tätigen? Eine neue Studie von GroupM und comScore untersuchte den Einfluss beider Kanäle.

Suchmaschinen spielen am Anfang des Kaufentscheidungs-Prozesses die dominante Rolle, um festzulegen, was der Konsument in Betracht zieht. Blogs und Bewertungsplattformen sind anschließend wichtig um die Kaufentscheidung abzusichern.
Hier die Ergebnisse:

  • 86% der Befragten sehen Suchmaschinen für sehr wichtig während des Kaufprozesses an – wichtiger als Social Media oder Unternehmenswebsites.
  • Fast die Hälfte aller Konsumenten nutzt eine Kombination von Suche und Social Media um eine Kaufentscheidung zu treffen. Nur 1% nutzen ausschließlich Social Media vor dem Kauf. Somit ist Social Media kein Kanal, der alleine eine Kaufentscheidung bedingt.

  • Suchmaschinen wie Google oder Bing sind für 58% der Befragten die erste Anlaufstelle. Nur 24% besuchen die Unternehmenswebsite zuerst und nur 18% fangen mit Social Media an.
  • Von denjenigen, die zuerst Suchmaschinen nutzten, wandten sich 40% im nächsten Schritt an Social Media Quellen, um eine Kaufentscheidung zu treffen. Von denjenigen, die mit Social Media anfingen, suchten anschließend 46% mit Suchmaschinen weiter.
  • Die Gründe um mit Suchmaschinen zu starten sind: Gewohnheit, einfache Benutzung und große Informationsfülle. Außerdem wird die Suche während des gesamten Kaufprozesses als Preisindikator verwendet sowie um herauszufinden, wo man das Produkt am besten kaufen kann.
  • 45% nutzen Suchmaschinen während des gesamten Kaufzyklus.
  • 18% nutzen Suchmaschinen lediglich am Ende des Kaufzyklus.
  • 30% nutzen Social Media um eine kurze Shopping-Liste zusammenzustellen.
  • 28% geben an, dass Social Media stark dazu beiträgt, Marken und Produkte wahrzunehmen.
  • Die beiden wichtigsten Social Media Quellen sind Blogs (30%) und Nutzer-Bewertungen. Weniger wichtig sind Facebook (17%), Twitter (9%) und YouTube (14%) als Einflussquelle.

Je nach Phase des Kaufentscheidungsprozesses werden unterschiedliche Quellen herangezogen. 2 Wochen vor dem Kauf sind die Kunden sich immer noch nicht sicher und suchen auch bei der Konkurrenz. Für Unternehmen werden die letzten 7 Tage vor dem Kauf entscheidend. Hier können sie Suchmaschinen-Taktiken beiseite lassen, denn in dieser Phase kommen die Kunden, um direkt mit dem Unternehmen zu interagieren:

Die Zukunft wird wohl in der Kombination beider Quellen liegen, was Google und Bing durch Integration von Social Media Ergebnissen derzeit auch vorantreiben. Empfehlungen von Personen aus dem Social Graph eines Nutzers werden sicherlich den größten Einfluss auf eine Kaufentscheidung haben.

Internet ist wichtigstes Medium bei Kaufentscheidungen

Das Internet ist mit Abstand das einflussreichste Medium bei der Entscheidungsfindung. Mit einem Indexwert von 47 Prozent spielt das Internet die entscheidende Rolle beim Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Digital Influence Index“ von Fleishman-Hillard und Harris Interactiv. Vom Internet weit abgeschlagen landet das Fernsehen mit 29 Prozent auf den zweiten Platz, und Zeitungen haben mit 5 Prozent einen sehr geringen Einfluss auf die Konsumenten.

Für 70 Prozent der befragten Deutschen sind vor allem Suchmaschinen wie Google & Co. die erste Anlaufstelle um zu recherchieren. Beim Kauf eines Autos oder beim Buchen von Freizeit- und Reiseangeboten informieren sich zwei Drittel bei Produktvergleichsseiten. Wenn es um Versicherungen geht verlassen sich sogar ganze 83 Prozent auf die Vergleichsseiten.

Soziale Netzwerke und Blogs stellen besonders bei Entscheidungen rund um das Kind, beim Kauf von Elektroprodukten und bei Gesundheitsfragen wichtige Informationsmedien dar. 55 Prozent der Onliner lassen sich von anderen Internetusern bei der Wahl von Freizeitangeboten für ihre Kinder beraten. 43 Prozent informieren sich auf diese Weise über Gesundheitsthemen und 42 Prozent beim Kauf eines Elektro-Geräts.

Die Studie als PDF gibt es hier.

Wie Marketing-Emails die Kunden zum Kauf anregen

Werbung in unserem elektronischen Postfach lässt uns keineswegs sofort den „Löschen-“ oder „Spam-Knopf“ drücken. Im Gegenteil, laut einer aktuellen Studie von e-Dialog sind Marketing-Emails der wichtigste Treiber für Multi-Channel-Kaufentscheidungen. So wurden bereits 45 Prozent der deutschen Verbraucher aufgrund einer Marketing-Email schon zu einem Kauf im Geschäft oder per Telefon angeregt. Weitere 26 Prozent geben an, sich auch in Zukunft durch Emails zu Offline-Käufen inspirieren zu lassen.

Doch die Werbemails wirken sich nicht nur verkaufsfördernd aus, sondern haben auch auf die Markentreue positive Effekte. 53 Prozent der befragten Deutschen geben an, dass auch wenn die Marketing-Mail nicht direkt zum Kauf geführt hat, sie sich näher mit der beworbenen Marke auseinander setzen. Weltweit tun dies sogar 63 Prozent der Verbraucher. Zusätzlich ergab die Studie, dass solche Emails zu Interaktionen in sozialen Netzwerken anregen: So haben sich 19 Prozent der Deutschen aufgrund einer Marketing-Mail bei einem Sozialen Netzwerk angemeldet. Ein wichtiger Effekt für die Marken, denn schließlich wird hier rege über die Erfahrungen mit den Produkten gesprochen: Zwei von drei Dialogen im Netz drehen sich um Produkte, Marken oder Services!

Für die Studie zur Verbraucherakzeptanz von Email-Marketing wurden 13.000 Personen aus 13 Ländern befragt.

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Neue Seite stellt automatisch Einkäufe online

Globales Feedback zu jeder Kaufentscheidung: Auf der Seite Swipley können Konsumenten nun ihre Käufe der ganzen Welt mitteilen und darüber diskutieren. In Echtzeit werden auf der Plattform die Shopping-Transaktionen, die Konsumenten via Kreditkarte getätigt haben, online gestellt. Dabei kann man bestimmen, welcher Kauf öffentlich gemacht werden soll, die Erfahrung anhand einer Skala bewerten, Kommentare oder Fotos hinzufügen. Oft wird das  jeweilige Geschäft automatisch in einer Geolocation-Karte festgehalten. Swipley fügt aus einer Datenbak von über 250.000 Geschäften und Restaurants die passenden Produktinfos, Kataloge oder Speisekarten hinzu. Die Nutzer können auf einen Artikel klicken, sich den Ort des Kaufs anzeigen lassen, den Artikel auf die persönliche Wunschliste setzen oder auch Filme dazu abspielen lassen.

Wir berichteten schon über eine ähnliche Idee, die Twitter-Seite Blippy, bei der ebenfalls in Echtzeit Einkäufe angezeigt werden und diskutiert werden können. Keine Frage: Social Shopping ist Trend. Aufmerksame Hersteller können daraus ein wichtiges und wertvolles Feedback ihrer Leistung oder Produkte erhalten.