Maulkörbe werden bald knapp!

Corona rüttelt gerade am Stuhl so mancher Regierung. Täglich hört man in den Medien nur Horrormeldungen: Zu viele Infizierte, zu wenig Betten und Beatmungsgeräte, zu viele Tote. Klingt nach schlechter Führung, nach Regierungsversagen. Doch in der modernen Mediendemokratie ist die Lösung dafür ganz einfach: Die Meldungen sind das Problem! Es müssen schleunigst Maulkörbe her!

Vielen Regierenden wird in diesen Tagen klar, wie sehr ihr weiterer Erfolg von etwas abhängt, was sie derzeit nicht kontrollieren können: Der Entwicklung der Epidemie in ihrem Land. Unabhängige Institutionen, wie die WHO oder die Johns Hopkins Universität, berichten ungebremst laufend über eine Fülle epidemiologischer Kennziffern. Sie legen schonungslos die Schwächen nationaler Gesundheitssysteme sowie des jeweiligen nationalen Krisenmanagements bloß. Deutschland steht aktuell ganz gut da, USA, Italien, Spanien und UK gerade nicht so gut – das Bild ist sehr dynamisch.

Solche Vergleiche werfen Fragen auf. Ich dachte, bei uns ist alles super? Wieso können die einen etwas, was wir nicht können? Haben wir in der Vergangenheit etwa Fehler gemacht? Die Bevölkerung ist verunsichert, die Medien bohren nach.

Wie reagieren? Offensiv wirft man erstmal ein paar Nebelgranaten und gibt China und Euopa die Schuld (Trump). Oder der falschen deutschen Zählweise (der italienische Ansatz). Oder man raunt etwas von einer eigenen, intelligenteren Strategie (UK). Spin-Doktoren müssen jedenfalls reichlich Überstungen machen. Es wird auf dem Gebiet auch noch einiges mehr kommen.

Maulkörbe sind die wirkliche Lösung

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