Karriereplanung mit Facebook

Stellen Sie sich vor, Sie wären Mark Zuckerberg und natürlich durchdrungen von dem Ziel, Facebook auf immer höhere Mitglieder-, Profitabilitäts- und Aktienkurs-Höhen zu führen. Wo würden Sie ansetzen?

Sicherlich unter anderem beim Wettbewerb, bei den anderen Netzen. Eigentlich dürfte es ja ohnehin nur eines geben, nicht wahr? Aber was gibt es in Wirklichkeit?

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Wieviel Social Media geht am Arbeitsplatz?

Justitia mit Social Icons

Ich bin kein Jurist, darum habe ich sehr gerne eine Einladung der Societät AC-Tischendorf (“ACT”) zu einem “Knowledge Breakfast” mit dem Titel “‘Social Media am Arbeitsplatz’ – Die Umsetzung” angenommen.
Das Frühstück fand in der schönen Villa der Societät im Frankfurter Westend statt, alles fein. Den ca. 10 “Externen” standen die 2 Referenten von ACT, die Fachjuristen Dr. Block und Dr. Wäßle gegenüber.
Die beiden führten durch das Handout Social Media am Arbeitsplatz, das hier mit der Genehmigung von ACT anhängt.
Es ist lesenswert für den, der dieses Thema in seinem Unternehmen regeln muss, eher also für den Chef, als für den Mitarbeiter.

Es versteht sich von selbst, dass so eine Präsentation keine Beratung durch den Fachjuristen ersetzt. Aber sie gibt wertvolle Hinweise und Tips und weist auf Problemzonen hin, die die meisten Laien wie auch mancher fachfremde Jurist vermutlich übersehen hätten.
Deutlich wurde mir bei dem Event:

  • Es sind viele verschiedene Gesetze und Verordungsrahmen zu beachten, u.a. Datenschutzrecht, Wettbewerbsrecht, Fernmelderecht, Arbeitsrecht. Die haben unterschiedliche Ziele, aber auch unterschiedliche “Reife”, Ausgewogenheit, Angemessenheit, Klarheit. Widerspruchsfrei ist die Rechtslage also nicht.
  • Das Thema ist fachlich dynamisch, Vieles ist noch unklar oder ungenügend geregelt, Kreativität und technische Entwicklung überholen rechtliche Regelungen schneller, als diese verabschiedet werden. Auf hoher See ist man sicherer.

Aspekte, die ich als juristischer Laie vermutlich übersehen hätte, waren u.a.:

  1. Der Arbeitgeber kann anscheinend nicht einfach von seinem Mitarbeitern eine bestimmte Art der Selbstdarstellung im Netz (z.B. in XING) verlangen.Was er darf und was nicht sollte geregelt sein.
  2. Auch wenn der Mitarbeiter in seiner Freizeit einem Kunden z.B. in einem Forum fachlichen Rat gibt (z.B. als kompetenter Dachdecker der Firma “Ruhfkings”) und eine Pfanne fällt dann dem Nachbarn auf den Kopf, kann ggf. Ruhfkings haftbar sein.
  3. Da zunehmend mobile Endgeräte Social Media fähig sind und generell mit Servern und Cloud-Daten via UMTS, WLAN &Co interagieren, sollte jedes dieser Endgeräte auf angemessene Sicherheit im IT-Verbund überprüft werden. Welche Geräte auf welche Weise von wem genutzt werden dürfen, erfordert also entsprechende interne Regelungen.
  4. Interne Regelungen zur Nutzung von Social Media (und generell von IT) sollte in separaten Dokumenten definiert und vereinbart werden. Der Arbeitsvertrag scheint hierfür eher ungeeignet zu sein.
  5. Wie IT und insbesondere Social Media im Unternehmen eingesetzt werden dürfen und müssen, sollte möglichst klar und transparent formuliert sein. Voraussetzung dafür ist, dass die Unternehmensleitung in dieser Sache selbst einen klaren Plan hat. Das sollte der Startpunkt des Handelns sein.

Wie im Bereich Marketing und Sales gilt also auch hier: Social Media ist ein Thema für die Chefetage!

Fazit: der Event war sehr informativ, die Anlage hier ist es ebenfalls.

 

Infografik: Unternehmen setzen verstärkt auf Social Recruiting

Recruiting via Social Media ist Trend: 89 Prozent der US-Unternehmen setzen 2011 auf Social Media, um passende Mitarbeiter zu finden. 79 Prozent der Personalchefs sehen sich nach eingegangener Bewerbung die Online-Profile der Bewerber an, und jeder dritte Personalchef hat schon einmal einen Kandidaten abgelehnt, da ihm die gefundenen Online-Informationen negativ auffielen.

Diese und weitere interessante Fakten über Social Recruiting zeigt eine Infografik von CareerEnlightment, die bei Mashable veröffentlicht wurde. Die zugrundeliegenden Daten stammen aus 3 Untersuchungen von Jobvite.

Eine Erfolgsquote von 65 Prozent bei der Personalsuche via Social Media, veranlasst die Hälfte der Unternehmen dazu, zusätzlich in Social Recruiting investieren.

 

Soziale Netzwerke bei der Personalbeschaffung immer beliebter

8 von 10 Unternehmen suchen im Social Web nach neuen Mitarbeitern. Dies ergab eine US-Studie von Jobvite, bei der 800 HR-Mitarbeiter und Headhunter befragt wurden. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Bereitschaft auf Social Recruiting zu setzen sogar um 7 Prozent. Diese Methode ist durchaus erfolgversprechend: Zwei Drittel der Personaler gaben an, eine Stelle erfolgreich durch Social Recruiting besetzt zu haben.

Das beliebteste Netzwerk für die Personalsuche ist LinkedIn. 87 Prozent der suchenden Unternehmen sehen sich dort nach geeigneten Kandidaten um und posten offene Stellen. Letztes Jahr waren es noch 78 Prozent. Facebook wird von 55 Prozent der Unternehmen genutzt, Twitter von 47 Prozent.

64 Prozent der Unternehmen suchen mittlerweile auf zwei oder mehr Social Media Kanälen. 40 Prozent nutzen sogar alle 3 großen Netzwerke – LinkedIn, Facebook und Twitter.

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Nicht verwunderlich ist deshalb auch, dass die meisten Unternehmen auf LinkedIn fündig werden:

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Die besten Mitarbeiter finden Unternehmen durch Empfehlungen ihrer eigenen Mitarbeiter. Sie bleiben am längsten beim Unternehmen, erfüllen die Erwartungen am besten und wechseln am seltensten zu anderen Firmen. 7 von 10 Unternehmen belohnen deshalb ihre Mitarbeiter für Empfehlungen von geeigneten Kandidaten.

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Wer auf Jobsuche ist, sollte sich dieser Trends bewusst sein und aktive sowie vorzeigbare Profile auf LinkedIn, Xing, Facebook und Twitter pflegen. Wichtig dabei: Alles, was man auf diesen Plattformen sagt oder tut, kann sich auf die eigene Karriere auswirken. Denn 70% der Unternehmen sehen sich das Social Media Profil eines potentiellen Kandidaten an, nachdem er ihnen empfohlen wurde. Als Bewerber kontrolliert man also entweder genau seine Privatsphäre-Einstellungen oder verzichtet auf entsprechende Bilder und Posts, die einen Arbeitgeber abschrecken könnten.

MinuteBox: Experten verkaufen Ratschläge per Online-Chat

Ebay machte den Anfang: Konsumenten wurden selbst zu Verkäufern und Teilzeit-Unternehmern. Dieser sogenannte Sellsumer-Trend beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Verkauf von Produkten. Die Konsumenten verkaufen mittlerweile ihr Experten-Wissen an Unternehmen, versteigern kreative Ideen an andere Nutzer oder verleihen gerade nicht gebrauchten Besitz oder Kapital. Möglich wurde das Sellsumer-Phänomen durch die Online-Revolution, die zu einer Demokratisierung von Angebot und Nachfrage führte. Jeder, der möchte, kann im Web nebenher Geld verdienen und findet seinen Markt.

Mit dem neuen Service MinuteBox kann man nun sein Experten-Wissen innerhalb von Online-Chats verkaufen. Nutzer registrieren sich zunächst mit ihrem LinkedIn-Account und verbinden ihre bestehenden Experten-Beiträge aus Quora oder Stackoverflow mit ihrem neuen Profil. Anschließend legt man einen Preis für seine Zeit fest und kann ein MinuteBox Widget installieren, um seinen Service in sozialen Netzwerken anzubieten. Besuchen nun andere Nutzer, die ein entsprechendes Experten-Wissen suchen, die Seite, alarmiert MinuteBox den Experten sofort, und beide Nutzer können sich miteinander in Verbindung setzen. Die Experten werden dann nach Zeit bezahlt, die der Ratschlag in Anspruch genommen hat. Es stehen Video-, Audio- oder Text-Chat zur Verfügung. MinuteBox selbst behält eine Gebühr von bis zu 25 Prozent ein, wobei die Bezahlung sofort mit PayPal erledigt wird. Der Ratsuchende kann den Experten nach dem Chat bewerten und Feedback zur Qualität der Hilfe geben.

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Ein praktischer Service, mit dem man als Experte punkten kann. Doch auch wer über andere Ressourcen verfügt, kann sich überlegen an folgenden Sellsumer-Beispielen teilzunehmen:

  • Parkingspots.com: Wer in den USA oder Kanada seinen Parkplatz vermieten möchte, kann das über diese Plattform tun.
  • Single Spot Camping: Schwedische Grundstückbesitzer können auf der Seite ihr Land an Camper vermieten.
  • GiftCardRescue: Nutzer können ihre ungewollten Geschenkgutscheine austauschen und verkaufen.
  • Colis-Voiturage: Die französische Website bringt Menschen, die Pakete versenden wollen mit Autofahrern, die das passende Fahrtziel haben, zusammen.
  •  Crowdbeacon: Mit dieser Website- oder Mobile-App erhalten Nutzer ortsspezifische Tipps und Ratschläge in Echtzeit von ebenfalls dort wohnenden Menschen.

Weltbank-Report: Verkauf von virtuellen Gütern in Spielen ist profitabler als „echte Wirtschaft“

Ein neuer Report der Weltbank beleuchtet einen faszinierenden Aspekt unserer vernetzten Welt: die virtuelle Wirtschaft. Hier besteht ein enormes Potenzial, denn die Nachfrage nach sogenannten virtuellen Gütern ist groß. Das sind zum einen Gegenstände und Währungen in Online-Spielen oder sozialen Netzwerken, die von Nutzern weltweit nachgefragt werden. Aber auch Marken wollen Facebook Likes, Twitter Follower oder Digg-Stimmen. Schließlich benötigen E-Commerce-Seiten ebenfalls kleinere Arbeiten wie zum Beispiel das Taggen von Bildern, die Übertragung von gescannten Formularen oder Deduplizierungen (damit Daten nicht doppelt gespeichert werden).

Die Nachfrage nach diesen virtuellen Gütern ist riesig und das Angebot hinkt hinterher, doch immer mehr Branchen spezialisieren sich darauf, die Nachfrage zu befriedigen. Ein positives Ergebnis der Studie: Der Großteil des Ertrags, der durch den Verkauf erwirtschaftet wurde, bleibt in dem Land, in dem das virtuelle Gut produziert wurde.

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Online-Spiele

Im Bereich der Online-Spiele gibt es Drittanbieter, die den Spielern hilfreiche Güter verkaufen – und die können ziemlich teuer werden. So zahlte ein Kalifornier letztes Jahr für ein virtuelles Schloss im Rollen-Spiel Ultima Online 510 Dollar:

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In China existieren professionelle „Spiele-Büros“, in denen (häufig junge) Angestellte die Spiel-Charaktere auf hohe Level spielen und diese dann an interessierte Spieler weiterverkaufen. Die Branche der Drittanbieter erwirtschaftete auf diese Weise mithilfe von geschätzten 100.000 Arbeitskräften im Jahr 2009 einen Umsatz von 3 Milliarden Dollar.

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Gekaufter Social Media Status

Dann gibt es den zweiten großen Sektor, in dem Firmen „Social Media Status“ kaufen, als Teil ihrer Marketing Strategie. So möchte beispielsweise ein Unternehmen, das neu auf Twitter ist, keine lange Wachstumsphase durchmachen, während der es nur wenige Follower hat. Dies könnte sich negativ auf dessen Produkte und Ruf auswirken. Also hat sich eine Branche gebildet, die diesen Unternehmen Follower verkauft – und zwar tausende. Auch „Facebook Likes“ werden verkauft. Die Preise und Gewinnmargen der Anbieter sind allerdings sehr gering. So kann man 1000 Twitter-Follower schon für 20 Dollar kaufen.

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Micro-Arbeiten

Ein ebenfalls großer Teil der virtuellen Wirtschaft sind kleine Mini-Arbeiten, die über das Internet erledigt werden können. Sie dauern in der Regel nur zwischen 2 und 30 Sekunden. Viele Unternehmen lagern diese Arbeiten an Entwicklungsländer aus. In Kenia arbeitet zum Beispiel die Organisation Samasource mit großen Technologie-Firmen des Silicon Valley zusammen. Für die Firmen führen kenianische Mitarbeiter Aufgaben aus, die für Comuter unmöglich wären. Sie übertragen z.B. Daten aus handschriftlichen Scans in ein Online-Formular. Laut Schätzungen der Weltbank liegt die potenzielle Marktgröße dieser ausgelagerten IT- und Business-Prozesse bei 92 bis 96 Milliarden Dollar (2009).

Der nächste große Schritt im Bereich der ausgelagerten Mini-Arbeiten wird der Mobiltelefonie-Sektor sein. Um die Entwicklung voranzutreiben hat die Weltbank sogar einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem neue Konzepte für „mobile microworks“ gesucht werden.

39 Prozent der Personalchefs verlangen Bewerbung per Internet

Online-Bewerbungen werden inzwischen von 39 Prozent der Personalchefs verlangt, ergibt eine Bitkom-Umfrage. 43 Prozent bevorzugen aber weiterhin eine Bewerbung in Papierform. Besonders Technologiefirmen rekrutieren ihre Mitarbeiter immer häufiger über Social Networks wie Facebook.

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Bedeutung der klassischen Bewerbungsmappe sinkt

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Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 1.500 Firmen aller Branchen ergab, dass 39 Prozent der Unternehmen in Deutschland Bewerbungen per Internet verlangen. Im Vorjahr favorisierten erst 27 Prozent der befragten Personalchefs und Geschäftsführer elektronische Bewerbungen von potenziellen Mitarbeitern. Laut Umfrage fordern 28 Prozent der Unternehmen Unterlagen per E-Mail, und weitere 11 Prozent setzen auf ihren Webseiten Online-Formulare ein, die von den Job-Kandidaten ausgefüllt werden. „Bewerbungen per Internet setzen sich in der Wirtschaft immer mehr durch“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer.

Allerdings hat die traditionelle Bewerbungsmappe noch nicht ausgedient: Mit 43 Prozent der befragten Personalchefs bevorzugt immer noch eine kleine Mehrheit eine Bewerbung auf Papier. Allerdings sinkt deren Bedeutung rapide. Bei der BITKOM-Befragung im Vorjahr favorisierten noch 61 Prozent der Firmen den traditionellen Bewerbungsweg. 17 Prozent der Personalchefs haben keine Präferenz.

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Vor allem große Unternehmen favorisieren digitale Bewerbungen

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Für Bewerber heißt das: Persönliche Unterlagen wie Zeugnisse, Arbeitsproben oder Fotos sollten sowohl auf Papier als auch in elektronischer Form vorliegen. „Gerade bei großen Unternehmen laufen die Bewerbungsprozesse in der Regel digital“, sagte Scheer. Unter den befragten Großunternehmen mit einem Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro verlangen 61 Prozent eine elektronische Bewerbung. Bei kleinen Unternehmen bis 1 Millionen Euro Umsatz, die den Großteil der Betriebe ausmachen, sind es dagegen erst 37 Prozent. Eine starke Präferenz für Online-Bewerbungen hat das verarbeitende Gewerbe mit einem Anteil von 47 Prozent der befragten Firmen und die ITK-Branche mit 46 Prozent. Eher zurückhaltend sind der Handel mit 35 Prozent und die Bauwirtschaft mit 30 Prozent.

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Unternehmen setzen bei Personalsuche auf das Web 2.0

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Bei der Personalsuche etablieren sich soziale Netzwerke neben den Internet-Jobbörsen und der eigenen Homepage als drittes Online-Medium. Fast 30 Prozent aller Firmen bieten Jobs in sozialen Netzwerken an. Vor allem Technologiefirmen rekrutieren ihre Mitarbeiter immer häufiger über Social Networks wie Facebook. Bereits fast 40 Prozent der Technologie-Unternehmen finden ihre künftigen Mitarbeiter auf den sozialen Plattformen, wie das PR-Netzwerk Eurocom Worldwide aufzeigt. „Das Web 2.0 ist der Stellenmarkt der Zukunft“, so Scheer.

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Das wichtigste Medium für die Veröffentlichung von Jobangeboten sind allgemeine Online-Jobbörsen wie Stepstone oder Monster: Hier veröffentlichen 71 Prozent der Unternehmen offene Stellen. Es folgt die eigene Website, die von zwei Drittel aller Firmen genutzt wird.

18 Grundregeln des Community Management

Eine Community zu managen ist nicht immer einfach. Doch die Moderation ist ein wichtiger Bestandteil der Social Media Strategie eines Unternehmens. Letztendlich geht es darum, Mehrwert zu generieren, indem man sein Unternehmen mit den Kunden in Kontakt bringt und Informationen zur Verfügung stellt.

Entweder kommen die Informationen vom Unternehmen selbst, oder Mehrwert entsteht durch Gespräche zwischen den Kunden, Gespräche zwischen Unternehmen und Kunde oder mit externen Experten. Als Gegenleistung erhält man wertvolle Daten, baut die Marke und Reputation des Unternehmens auf und erhält wichtige Fürsprecher.

Ein Community Manager muss für ein dauerhaftes Engagement der Kunden sorgen. Man muss den Kunden einen Grund geben, immer wiederzukehren, ohne dass sie darüber nachdenken. Wie erreicht man das?

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Community Management Grundregeln:

 

1. Es muss ein klarer Zweck für die Community bestehen und ein gemeinsames Interesse. So hat zum Beispiel Sage Software seine ACT! Community: Ein soziales Netzwerk, das ACT! Nutzer (ACT! ist eine Software für Kundenservice) weltweit hilft und in kürzester Zeit sehr beliebt wurde. Innerhalb von nur 12 Monaten verzeichnete es 8,9 Millionen Page Views und 266.000 Suchanfragen. Dank der Community stieg die Net Promoter Score von ACT! (Index für die Weiterempfehlungs-Wahrscheinlichkeit) um 15 Prozent.

2. Der Community Manager und dessen Team müssen der Aufgabe gewachsen sein. Community Management ist ein Vollzeit-Job oder verlangt zumindest ein fest eingeplantes Zeitfenster. Keine Angst davor, freiwillige Moderatoren zu engagieren, die einen dabei unterstützen. Man kann auch einflussreiche Community-Mitglieder fragen. Gute Community Manager können den Erfolg des Netzwerks maßgeblich beeinflussen. So erkannte zum Beispiel Lawrence Liu, Blogger bei Telligent Systems, dass man 90 Prozent an Kosten einsparen kann, wenn ein Problem innerhalb der Community gelöst wird, anstatt am Telefon. Also hat er Community Mitglieder dazu motiviert, ihm bei den Problem-Antworten zu helfen (die Antworten konnte er tracken), sparte dadurch sehr viel Geld und konnte nebenbei die Wissensdatenbank erweitern.

3. Finde heraus, wer die Community-Führer sind und arbeite mit ihnen zusammen. Meist sind es nur 1 Prozent der Mitglieder, die aktiv teilnehmen und kommunizieren. Denn 90 Prozent der User lesen die Beiträge nur und bleiben passiv, und 9 Prozent machen ab und zu mit.

4. Schreibe die 90 Prozent passiven Nutzer aber nicht ab – sie können zu aktiven Mitgliedern werden. Also sollte man die Passiven nicht so behandeln, als gäbe es sie nicht. Gib ihnen etwas zu tun: eine kleine Umfrage oder ein Contest, bei dem es etwas Interessantes zu gewinnen gibt.

5. Community Manager müssen um die Bedürfnissee der Community wissen und auch, wo sie im Unternehmen die Lösung dazu finden. Das bedeutet, sie müssen einerseits auf die Fragen der Mitglieder achten, aber andererseits auch wissen, wo die Beschränkungen des Unternehmens liegen. Man ist Fürsprecher der Mitglieder und Manager der Unternehmens-Strategie.

6. Schreite nicht jedes mal ein. Zunächst sollten die Regeln für die Community festgelegt werden, dies kann man zusammen mit der Rechtsabteilung machen und einen Verhaltenskodex bestimmen. Dann sollten alle einen Schritt zurück treten und nur bei klaren Regelverstößen einschreiten. Nicht jede Aktivität der Community sollte bis aufs Kleinste gemanagt werden, auch wenn es mal negative Entwicklungen gibt.

7. Negativen Entwicklungen sollte man aber trotzdem schnell antworten. Die Faustregel besagt: Verwandle das Negative zumindest in etwas Neutrales (wenn möglich sogar in Positives), verwandle das Neutrale in Positives und verstärke das Positive.

8. Inhaltliche Regeln. Füttere die Seite solange mit Experten-Inhalten, bis es von selbst weiterläuft. Das ist leichter gesagt als getan. Mit provokativen Inhalten (im positiven Sinne) erreicht man das jedoch durchaus. Weckt man das Interesse der Community, bleibt sie dabei. Ist man beispielsweise eine Xbox 360-Community, kann man den Mitgliedern Tipps und Tricks zu den Spielen verraten, neue Produkte ankündigen noch bevor sie offiziell angekündigt werden, Wettbewerbe veranstalten, bei der die Community mitmachen kann um etwas zu gewinnen, Chats mit Experten organisieren (z.B. einen bekannten „Star Spieler“ einladen), Beta-Programme für die Mitglieder, etc.

9. Ermuntere die Mitglieder zu Peer-to-Peer Interaktionen. Das ist die Erweiterung von Schritt 8. Letztendlich will man eine Community, die sich selbst genügt und eigenen Content erstellt. Dafür muss man ihnen die Möglichkeit geben, selbst Content hochzuladen. Mitglieder könnten z.B. auch eigene Threads in Foren gründen.

10. Die Mitglieder sollten ermuntert werden, mit dem Unternehmen zusammen zu arbeiten. Zum Beispiel bei der Entwicklung eines neuen Produkts zu helfen oder anderen Kunden bei der Lösung eines Problems helfen können. Die Lösungsvorschläge könnten anschließend auch von der Community bewertet werden. Ein Prozent werden Vorschläge machen und durch die Bewertungsmöglichkeit, machen auch die 9 Prozent Gelegenheits-Nutzer mit.

11. Die Mitglieder müssen immer das Gefühl haben, ernst genommen zu werden. Nicht nur vom Community Manager, sondern auch von der Community. Das Gefühl ernst genommen zu werden, wird bestimmt durch Vertrauen, Reputation, Einfluss und Überzeugungsfähigkeit. Gibt man den Nutzern Tools um ihre Leistungen zu bewerten (wie z.B. Rankings zum Aktivitätslevel), können die Nutzer ihren Status selbst überprüfen und beeinflussen.

12. Belohne nicht nur verkaufsbezogene Aktivitäten. Belohnungen für die Teilnahme an der Community sind wichtig. Je aktiver das Mitglied, desto besser die Belohnung und desto stärker macht der Nutzer mit.

13. Die Mitglieder müssen ihre eigenen Erfahrungen formen können. Je weniger der Community Manager einschreiten muss, desto besser.

14. Man kann durchaus auch Erwartungen an seine Mitglieder stellen. Einen absolut privaten Raum kann niemand von einem sozialen Netzwerk verlangen. Vielleicht erwartet man, Daten der Nutzer sammeln und nutzen zu dürfen oder einfach nur höfliches Verhalten. Was man auch verlangt, man sollte es auf jeden Fall am Anfang der Registrierung deutlich mitteilen. Daran sollte man sich dann auch halten, um das Vertrauen der Nutzer nicht zu missbrauchen.

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Was man nicht machen sollte:

 

1. Die Community ist kein Ort um einfach nur Informationen abzugrasen. Die Prinzipien und das Business-Modell einer Community sind keine traditionellen Unternehmensprinzipien. Hier geht es um Zusammenarbeit und Co-Creation mit den Mitgliedern. Das Modell beruht auf der Generierung von gegenseitigem Mehrwert. Die Seite dient nicht nur der Datensammlung.

2. Zu wenig finanzielle Mittel bereit stellen. Viel wird berichtet über die kostengünstigen Social Media Tools. Dies mag teilweise stimmen, doch wenn man als Unternehmen eine richtige Community aufbauen will, sind die Tools nicht billig. Man zahlt für Technologien, die die Community und deren Informationen schützen, einfach zu nutzen sind, die Community aufrecht erhalten, administrieren und für die vielen Selbst-Manage-Tools, die man den Nutzern bereit stellt. Und das ist nur die Technologie. Die Kosten, den Content der Seite zu erstellen, sind noch höher, da hier Personal und Recherche notwendig sind. Moderatoren und Manager, die Kontakt zur Community halten, werden gebraucht.

3. Eine dauerhafte Verpflichtung muss eingegangen werden und keine kurzfristige Aktion ausgeführt werden. Leider passiert das extrem häufig. Auf der Seite Ning kann man sein eigenes Social Network erstellen, und nur 200.000 der 700.000 dort registrierten Netzwerke werden aktiv gepflegt!

4. Man darf nicht vergessen, dass jedes Mitglied seine ganz persönlichen Interessen wahrnimmt. Das bedeutet, etwas auf der Plattform bringt dem Nutzer Mehrwert. Er ist kein Altruist – außer die Seite hat sich diesem Zweck verschrieben. Er ist kein Mitglied, weil er die Firma liebt. Er ist ein Mitglied, weil etwas, das die Firma produziert, seine Bedürfnisse befriedigen kann und die Community ist der Weg dazu.

McKinsey: Social Media lohnt sich für Unternehmen

Social Media lohnt sich für Unternehmen. Dies ergab eine McKinsey-Studie, die 3249 Unternehmen nach den wirtschaftlichen Effekten des Einsatzes sozialer Medien im Unternehmen gefragt hat. Firmen können ihren internen Informationsfluss zum Beispiel durch Wikis besser steuern, sich besser mit externen Partnern und Kunden vernetzen und ihre Marktanteile und Margen steigern.

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Auf dem Weg zum vernetzten Unternehmen – Kernergebnisse

Die große Mehrheit der Befragten hat einen wirtschaftlichen Nutzen aus dem Einsatz sozialer Medien wie Facebook, Twitter oder Blogs gezogen. Der Nutzen ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen und war umso größer, je mehr Medien eingesetzt wurden und je tiefer die Integration der sozialen Medien ins Unternehmen schon vorangetrieben worden ist.

Tiefe Integration bedeutet: Ein vernetztes Unternehmen engagiert sich nicht nur auf externen Plattformen wie Facebook und Co. sondern setzt auch intern auf Vernetzung. Die Strukturen und Technologien des Social Web fließen in die Unternehmenswelt mit ein.

Im Vergleich zum Vorjahr hat der Einsatz der Instrumente an Bedeutung gewonnen. 40 Prozent der Unternehmen setzen soziale Netzwerke ein, 38 Prozent einen Unternehmens-Blog. Zwei Drittel gaben an, ihre Investitionen in das soziale Web auszudehnen. Bei der Umfrage im Jahr zuvor war nur die Hälfte der Unternehmen auf Expansionskurs. Die wirtschaftlichen Vorteile reichten vom schnelleren Zugang zu Informationen und sinkenden Kommunikationskosten bis zu einem effektiveren Marketing und zufriedeneren Kunden und Lieferanten. Bei etwa einem Fünftel der Unternehmen haben sich die Wettbewerbsvorteile auch schon in steigenden Umsätzen niedergeschlagen. 

Unter den Unternehmen, die soziale Medien einsetzen, erzielten 79 Prozent lediglich geschäftliche Verbesserungen von höchstens 5 Prozent. Diese Gruppe zeichnete sich aber durch eine geringe interne Nutzung der neuen Instrumente und durch einen geringen Einsatz in den externen Beziehungen zu Kunden und Lieferanten aus.

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Was bedeutet interne oder externe Vernetzung?

Je höher der Grad des Einsatzes der sozialen Medien, desto größer die wirtschaftlichen Vorteile, so die McKinsey-Berater. Soziale Medien können dabei intern und extern eingesetzt werden.

Unternehmen, die sich vorwiegend intern vernetzen (13 Prozent), setzen zum Beispiel Wikis für die interne Wissensakkumulation ein oder finden mit einem „internen Xing“ schneller heraus, über welche Qualifikationen ihre Mitarbeiter verfügen. Diese Unternehmen berichten über schnellere Informationsflüsse über Hierarchiegrenzen hinweg. Die Zusammenarbeit funktioniere auch zwischen ansonsten abgegrenzten Unternehmensbereichen besser.

Unternehmen, die sich extern mit Partnern und Kunden vernetzt haben (5 Prozent) berichten von Vorteilen in den übergreifenden Prozessen.

Vollkommen vernetzt sind nur 3 Prozent der befragten Unternehmen. Sie setzen die neuen Instrumente also intern und extern bereits in erheblichem Umfang ein. Diese Gruppe erzielt nach eigener Einschätzung die höchsten Vorteile aus dem Einsatz der sozialen Medien.

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Marktanteil und Gewinn hängen von der Art der Vernetzung ab

Die Berater haben mit Hilfe statistischer Verfahren errechnet, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz sozialer Medien und harten betriebswirtschaftlichen Größen wie dem Marktanteil und dem Betriebsgewinn gibt.

Marktanteilsgewinne waren dabei klar mit dem Grad der externen Vernetzung mit Lieferanten und Partnern korreliert. Diese Unternehmen haben die Vorteile erreicht, weil sie engere Marketing-Beziehungen mit ihren Kunden hatten und diese besser in den Kundenservice und die Produktentwicklung einbinden konnten. Auch die Unternehmen, die vorwiegend auf eine interne Vernetzung gesetzt haben, berichteten von Marktanteilsgewinnen, allerdings in geringerem Ausmaß.

Höhere operative Margen erzielten die Unternehmen, die ihre internen Strukturen verbessert hatten, also zum Beispiel das Silodenken zwischen den Abteilungen überwunden und Entscheidungen in untere Hierarchieebenen verlagert hatten. Die Folge waren agilere Unternehmen mit schnelleren Entscheidungsprozessen, die zudem externen Sachverstand besser einfließen lassen konnten. Das Ergebnis waren auch höhere Gewinne.

Insgesamt berichteten 27 Prozent der Unternehmen von steigenden Marktanteilen und höheren Margen als Folge des Einsatzes sozialer Medien. Unternehmen, die hochgradig vernetzt arbeiteten, gehörten mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent zur Gruppe der Unternehmen mit den größten wirtschaftlichen Erfolgen. Diese Unternehmen zeichneten sich auch durch die steilste Lernkurve aus, was ihren Vorsprung vor der Konkurrenz zusätzlich erhöht.

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Weitere Schritte für Unternehmen

Verzichten Unternehmen auf interne oder externe Netzwerke, kann dies ein großer Fehler sein, so die Berater von McKinsey. Führungskräfte müssten ihre Unternehmen in Richtung eines voll vernetzten Unternehmens lenken. Die notwendigen Schritte dazu:

  • Soziale Medien müssen in das Tagesgeschäft der Angestellten integriert werden. Nur wenn die Mitarbeiter den Einsatz täglich üben, wird es auch in den Arbeitsablauf einfließen und seine Vorteile entfalten können.
  • Unternehmen müssen die Barrieren für den kulturellen Wandel einreißen und sich den Strukturen eines Social Business öffnen. Voll vernetzte Unternehmen haben bessere Informationsflüsse und geben Angestellten mehr Entscheidungsfreiheiten.
  • Web 2.0 Technologie sollten im externen Kontakt mit Kunden und Partnern aber auch bei internen Angestellten eingesetzt werden. Wer auf beide Vernetzungen setzt, erzielt die größten Gewinne.

 

Duell im Business-Netzwerk: Neue Seite lässt Nutzer ihre Kontakte bewerten

Mit wem würden Sie lieber zusammen arbeiten? Diese heikle Frage wird einem von der neuen Seite namens Cubeduel.com gestellt. Man loggt sich einfach mit seinem LinkedIn-Konto ein und bekommt zwei Geschäftskontakte zur Auswahl, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Hier wählt man nun die Person aus, mit der man eher zusammenarbeiten würde.

Die Geschäftskontakte können ehemalige Kollegen sein oder auch derzeitige Mitarbeiter – es wird aus allen LinkedIn-Kontakten zufällig gewählt. Hat man 20 mal seine Stimme abgegeben, so wird auch angezeigt, wie andere Menschen einen bewertet haben.

Doch das ist nicht alles: Cubeduel zählt alle Stimmen zusammen und erstellt für jedes Unternehmen ein Ranking der beliebtesten Mitarbeiter. User können nach verschiedenen Unternehmen suchen, etwa Google oder SAP, und erhalten sofort eine Übersicht über die „besten“ Mitarbeiter.

Schon 2 Tage nach dem Start haben sich mehrere Tausend Nutzer angemeldet und über 50.000 Stimmen abgegeben.

Als Diss- und Lästerplattform wird die Seite wohl nicht ausarten, denn Kommentare sind nicht erlaubt und man sieht lediglich wie viel Prozent der „Duelle“ man gewonnen hat.

Eine interessante Idee, die man auch auf Xing übertragen könnte, um das schwächelnde Netzwerk wieder etwas in Gang zu bringen. Das muss derzeit nämlich einen Nutzerrückgang von 25 % (innerhalb eines Jahres) verkraften und zählt nur noch  2,4 Millionen registrierte Business-Netzwerker in Deutschland. LinkedIn kommt auf etwa 800.000 deutsche Nutzer.