Todesfall. Was ist jetzt mit dem digitalen Erbe?

Hinterbliebene und Nachkommen haben beim Todesfall eines nahen Verwandten oder Freundes alles Mögliche zu bedenken und zu erledigen. Das digitale Erbe steht für Viele in so einem Moment nicht sehr weit oben auf der Liste.

Sollte es aber. Schon in den ersten Stunden und Tagen “danach” können die Erben entscheidende Weichen klug oder weniger klug stellen.

Das war schon länger so. Doch seit dem BGH-Urteil zu Facebook aus dem Juli 2018 hat das Thema noch an Dringlichkeit gewonnen.

Der Beitrag stellt Maßnahmen zum digitalen Erbe vor, die es bei einem Todesfall zu ergreifen gilt. Fast noch wichtiger sind allerdings die Sachen, die man besser nicht macht.

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Kritisch: E-Mail-Konto einer oder eines Verstorbenen löschen

Natürlich sollen die digitalen Konten einer oder eines Verstorbenen gelöscht werden, nur: nicht sofort!

Gerade das E-Mail-Konto kann für die Erben später noch sehr wichtig sein. Einmal gelöscht, ist es kaum noch zu reaktivieren. Bei manchen anderen digitalen Konten ist es ähnlich.

In dem Beitrag werden die Gründe für diese Empfehlung genannt und einige Sonderfälle rund um das digitale Erbe behandelt.

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Nach dem BGH-Urteil zu Facebook : Was tun, was lassen?

Das BGH-Urteil zu Facebook verlangt zu allererst eines: über Vertrauliches schweigen!

Hintergrund

Das BGH-Urteil zu Facebook vom 12.7.18 besagt: Facebook-Konten sind vererbbar.

Die Erben sind nämlich gar nicht “andere” oder “Dritte”, denen das Telekommunikationsgesetz den Zugang verweigern würde. Erben sind fast wie der “Erblasser” selbst, sie treten an seine Stelle, wie beim Giro-Konto auch.

Und die Kommunikationspartner des oder der Verstorbenen konnten und können nicht sicher davon ausgehen, dass die gemeinsamen Chats & Co wirklich nur die Zielpersonen erreichen. Den Briefkasten im Hausflur kann ja auch ein anderer öffnen. Bei Facebook-Posts, aber auch bei E-Mails, Messages und Chats ist das nicht anders.

Man mag über solche Vergleiche dieses und jenes denken, das Gericht hat es nun mal so gesehen. Die meisten Juristen scheinen auch ganz happy damit zu sein. Diese Denke wird wohl erstmal Bestand haben und sich vermutlich auch noch auf andere Bereiche ausbreiten.

Im letzten Beitrag hierzu habe ich das Urteil mit weiteren Details vorgestellt und beleuchtet.

Das Thema in diesem Beitrag

Was heißt das jetzt für den ganz normalen Web-, Facebook-, Youtube-, E-Mail-, WhatsApp-, DropBox- und iTunes-Nutzer? Was sollte sie oder er tun und was besser lassen?

Der Beitrag richtet sich also praktisch an jeden Internetnutzer. Wenn Sie genau das und keine weiteren Vorbemerkungen lesen wollen, dann klicken Sie hier.

Weitere Themen in folgenden Beiträgen

Nachfolgende Beiträge werden sich an etwas speziellere und damit auch kleinere Zielgruppen wenden:

  • Der nächste Beitrag wird sich an Personen richten, die ihren digitalen Nachlass regeln wollen, im Sinne einer Vorsorge. So, wie man auch irgendwann vielleicht sein Testament schreibt. Nur eben für digitale Sachen und nicht für Briefmarkensammlungen und Siegelringe.
  • Der absehbar letzte Beitrag dieser kleinen Serie richtet sich an Personen, die gerade einen Todesfall im engeren Umfeld (Familie, gute Freunde) erlebt haben. Sie stehen ganz unmittelbar vor der Frage: was mache ich jetzt mit dem ganzen digitalen Kram meines eben verstorbenen Partners, Verwandten, Freundes?

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Mein Recht im Netz – was steht in dem Buch?

Den Inhalt meines Buches habe ich recht ausführlich in diesem Artikel vorgestellt.

Eine wirklich stark eingedampfte Kurzversion ist:

In “Mein Recht im Netz” geht es um Online Konten oder digitale Identitäten, das ist ungefähr das gleiche. Wann immer wir uns irgendwo einloggen und so Zugang zu einem für uns speziell reservierten Bereich erhalten, nutzen wir ein Online Konto – oder nutzen eine unserer digitalen Identitäten.

Und von diesen “Dingern”, diesen Identitäten, haben die meisten von uns schon eine ordentliche Menge angesammelt: bei E-Mail-Providern, Banken, sozialen Netzen, Lieferanten, Spielen und so weiter.

Ich habe gerade mal für mich selbst gezählt: Wow! – über 150 solche Konten. Das klingt überzogen, aber wenn Sie alle Router, Handies und PCs, alle Autos, Schließfächer, PINs und Cloud Zugänge mal durchzählen, private wie geschäftliche – weit weg von 100 werden Sie wahrscheinlich auch nicht landen.

Um das Management, um die Organisation, Verwaltung und Dokumentation dieser Online Konten oder digitalen Identitäten, geht es in dem Buch.

Da die digitalen Identitäten intimst zu uns gehören, muss jede Dokumentation natürlich zu aller erst absolut wasserdicht sicher sein. Also ist Sicherheit ein großes Thema, Passwörter, Passwort-Safes, Verschlüsselung, Cloud-Services.

Aber auch der digitale Nachlass ist ein wichtiger Aspekt: wie übergeben wir diese Identitäten an Nachkommen? Nicht alles muss überhaupt erhalten bleiben, aber was konkret soll bleiben? Bei wem? Das ist gar nicht so einfach.

Wenn Sie das jetzt noch nicht neugierig gemacht hat, dann erfahren Sie mehr hier.

Und wenn doch – tja, dann könnten Sie sich das Buch ja eigentlich kaufen. Es ist bei der Stiftung Warentest erschienen, ISBN 978-3-86851-374-5.

Ich danke und freue mich über Kommentare.