7 Fundstücke rund um Social CRM

130218 KundenIn einem Artikel auf SocialMediaInsider stellt Catharine P. Taylor 7 Einzelfakten vor, die sie auf einer Konferenz in Florida “aufgeschnappt” hat. Sieben Fundstücke, die Catharine überraschten und die wir vermutlich auch alle sooo nicht wissen.

Ihr Artikel endet mit der Bemerkung, dass dies keine konsistente Grundlage für eine neue Strategie oder die Lösung offener Marketing Fragen darstelle. Vielmehr würde es uns alle daran erinnern, dass wir viel zuhören sollen und viel lernen müssen. Da hat sie sicher recht.

Hier sind ihre 7 Fakten:

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Mist gebaut – und nun? Wie man eigene Fehler behandelt.

Beschwerde.wmfFehler geschehen nun mal, auch an der Schnittstelle zum Kunden. Doch im Gegensatz zu internen oder privaten Prozessen, darf man in der geschäftlichen Reaktion auf Beschwerden nichts der Stimmung oder dem Zufall überlassen.

Was es konkret zu beachten gilt, hat Drew McLellan in einem guten Artikel zum Thema Beschwerdemanagement bei MarketingProfs zusammengefasst.

Man kann das recht leicht auf englisch lesen. Für einen ersten Eindruck stellen wir hier nur kurz seine Hauptbotschaften zum Umgang mit Kundenbeschwerden vor.

  • Luft ablassen. Der Kunde will seinen Ärger loswerden. Den Raum muss er bekommen, ungestört. Erst wenn er anfängt sich zu wiederholen, ist es Zeit, das Thema an sich zu ziehen.
  • “Es tut mir Leid!” Nichts ist so stark, wie diese wenigen Worte – auch, wenn Sie denken, der Kunde ist selbst Schuld. Es tut Ihnen Leid, dass er enttäuscht ist, Ärger hat, unzufrieden ist. Sie vergeben sich nichts.
  • Konkrete Reaktion. Der Kunde erwartet eine Aktion von Ihnen (Ersatz, Wiederholung, Gutschrift, Hausbesuch etc.). Und einen präzisen Zeithorizont (heute, diese Woche, bei der nächsten Rechnung etc.).
  • Keine Entschuldigungen. Den Kunden interessiert nicht wirklich, ob Ihre Warenwirtschaft abgeschmiert ist oder das halbe Team mit Grippe im Bett liegt.
  • 150% Kommunikation. Beim “Bereinigungs-Prozess” (in dem Sie nun sind): Machen Sie deutlich, dass Sie jeden Schritt persönlich kontrollieren – und lassen Sie den Kunden daran Teil haben. Das Ersatzteil wurde versendet? Der Kunde soll es erfahren. Reparatur dauert unerwartet länger? Der Kunde soll es erfahren. Sie und der Kunde überwachen das jetzt zusammen.
  • Der Erinnerungs-Anker. Lassen Sie dem Kunden ein kleines, unerwartbares Extra zukommen, eine Blume, ein Kuchen. Dieser letzte Schritt macht aus einer vermiedenen Abwanderung eine starke Loyalisierung und ggf. auch Neukundengewinnung. So lange das Problem “nur” korrekt behoben wurde, wird kaum drüber geredet. Mit der kleinen Geste on-top wird daraus ein Erlebnis, von dem man Freunden berichtet.

Wie haben Sie Ihr Beschwerdemanagement aufgesetzt? Haben Sie noch andere Tipps zum Umgang mit Beschwerden? Weitere Anregungen und Hinweise sind sehr willkommen!

5 Gründe ein Firmen-Blog zu führen

Ein Blog ist ein Online-Tagebuch, richtig?

Warum sollte Ihre Firma ein Tagebuch führen, gleich ob online oder offline? Um zu berichten, wer heute selbstgebackenen Kuchen mitgebracht hat? Um Fotos von der letzten Betriebsfeier zu zeigen?

Nein, das sind nicht die Themen für ein Firmen-Blog! So ein Tagebuch wäre auch sicher besser im Intranet aufgehoben.

Für ein Firmen-Blog gibt es verschiedene Gründe, der naheliegendste und wichtigste Grund ist:

Um Kunden anzusprechen, zu gewinnen und zu halten.

Wie kann ein Firmen-Blog dabei unterstützen? Hier sind 5 Argumente, warum ein Firmen-Blog bei der Erreichung dieser elementaren Ziele hilft.

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Listening – die neue alte Pflichtdisziplin

 

Kennen Sie das auch? Manche CRM- und Social Media Aktivisten haben vor lauter Eifer und Emsigkeit Ziel und Zweck ihres Tuns aus den Augen verloren. Sie haben den Dialog so automatisiert und strukturiert, dass das Zuhören und Wahrnehmen von wertvollen Signalen des Kunden völlig zu kurz kommt. Eigentlich sind sie gar nicht im Dialog, jedenfalls nicht im Kundendialog, no listening!

2 sehr aktuelle Beispiele:

Beispiel 1: Stempelbestellung

Ich bestelle einen Stempel online. Alles läuft wie bestellt, der Artikel ist pünktlich da, er ist so wie er sein soll, die Rechnung ist auch korrekt (und niedrig), alles prima. Per eMail kommt wenige Tage später eine Zufriedenheitsbefragung…..weiterlesen

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twitter vor dem Durchbruch zur Cash-Machine?

Heute nacht um 3 Uhr berichtete teccchrunch via twitter über ein Gerücht: twitter will noch im Juli 2012 die New Yorker Firma “Sense Networks” kaufen.

Sense Networks sammelt Bewegungsdaten (im räumlichen Sinne gemeint, echte Bewegung) von mobilen Endgeräten und verdichtet sie zu Verhaltens-Clustern. Von dort kann man auf Vorlieben, Einkaufsmuster und Lifestyle schließen. So könnte twitter seine Kampagen sehr viel genauer auf die avisierte Zielgruppe ausrichten.

In dem Blogbeitrag ist unten ein Video, das eine interessante Animation zum Produkt von Sense Networks liefert.

Und noch etwas: ganz am Ende von dem Video kommt eine interaktive Werbung für das Tool, mit dem diese Data-Animation gemacht wurde – auch durchaus spannend zu betrachten. Da ist Amerika offensichtlich schon einen Schritt weiter.

7 Thesen zum Stand von Social Media 2012

Auf die Frage: “Wie steht es um Social Media?” bekommt man vermutlich so viele Antworten wie man Menschen fragt.

Ein recht kompetenter Mensch, Brain Solis, wurde Anfang Februar 2012 von intervistato befragt. Die Fragen stellte Maria Petrescu, Direktor von intervistato. Aufmerksam wurde ich auf das Interview erst durch einen Beitrag von Jeff Bullas in diesen Tagen, die intervistato-Leute veröffentlichen selbst in italienischer Sprache.

Das Interview (26 Minuten) ist in englischer Sprache (gut verständlich) und auch nach 3 Monaten noch aktuell, hier der link.

Für einen ersten Eindruck habe ich 7 Kernaussagen aus dem Interview herausgehört und hier kursiv zusammengestellt:

  1. Content Curation hat bereits eine enorme Entwicklung hinter sich und wird sie in 2012 fortsetzen, mit besseren, beeindruckenderen Tools. Das Thema hat profunde Bedeutung für Social Media, wird immer wichtiger.
    Anm. trickr: Was ist Content Curation? Hier eine ganz gute Definition.
  2. Keines der aktuellen SM Monitoring Tools kann den Einfluß von Social Media messen, weil Einfluß bedeutet, dass Verhalten geändert wird, ideal: gekauft wird. Und diese Verhaltensänderung liegt in der Regel außerhalb der Messwelt dieser Tools. Aber Einfluß ist wichtig. Will man ihn messen, bedarf es weitergehender Verfahren als nur den Einsatz von SM Tools. Man muss herausbekommen, was alles zu der Marke gesagt und geteilt wird, von wem und auf wen es wirkt.
  3. Die Trennung Content vs. Advertising ist in den meisten Social Media Marketing Ansätzen noch zu ausgeprägt. Gutes Advertising ist so in den Content integriert, dass man hineingesogen wird und davon noch anderen berichtet (Bsp. Old Spice).
  4. Manche Manager verstehen den Sinn von Social Media immer noch nicht, halten das für das Medium von Kindern. Von CNN wurde berichtet, dass jede Sekunde einer ihrer Beiträge getweetet wird. Da werden völlig kostenfrei neue Zielgruppen erreicht, die man sonst nie erreichen würde. Hier liegen die große Potenziale. So eine Position setzt leadership voraus, und die muss man sich verdienen durch guten Content und Content Curation.
  5. Es geht weniger darum, die Fans und Follower und Klicker, die man hat, zu analysieren. SM Monitoring schaut zu sehr nach hinten. Interessant ist und immer interessanter wird SM Intelligence, z.B. die Frage, was und wen  hat man nicht? Was wird über meine Marke nicht gesagt? Diese Menge ist viel größer und sehr aufschlußreich. Es gibt eine Starbucks-Studie aus 2011, die hier neue Analyse-Dimensionen aufzeigt.
  6. Viele Unternehmen haben SM nicht wirklich integriert, sie haben sein Wesen nicht verstanden sondern es als eine mediale Abteilung z.B. bei Marketing angesiedelt. Eine Beschwerde z.B. via twitter wird da zwar erkannt / gesehen, aber man hat nicht die Kompetenz, diese angemessen zu bearbeiten, das macht ganz woanders die Beschwerdeabteilung. Das konnte man 100 Jahre lang so machen, aber nun ist es anders. SM verlangt, dass die ganze Marke zum Kunden als einer, mit einer Stimme, mit einem Gesicht spricht.
  7. Social Media wird immer noch zu sehr medial gesehen, als technische Marketing Disziplin. Viel interessanter sind die Veränderungs-Impulse, die es im Unternehmen, aber auch in der Gesellschaft, der Politik, in der Kultur auslöst. Die Zunft der Zukunft gehört weniger den SM Ingenieuren als den Change Agents, die technischen Entwicklungen in neue Lebenswelten umsetzen.

Alle 7 Thesen sind Auszüge aus dem Interview, so wie ich sie verstanden habe. Den meisten Thesen stimme ich voll zu, Nr. 2 ist mir ein wenig zu streng. Ein Thermometer oder Luftdruckmesser macht auch keine Wettervorhersage, aber liefert wichtigen input dafür. Ohne ginge es nicht. Die Frage ist nur, ob man bei den Ergebnissen dieser Tools stehen bliebt oder weiter schaut. Vor diesem Problem stehen Kommunikation und “Werbung” ja generell. 1000er Kontaktchancen sind auch nicht das Gleiche wie Einfluß.

Infografik: Der Wert eines bestehenden Kunden

Der Wert eines bestehenden Kunden ergibt sich vor allem, wenn man diesen mit den Kosten vergleicht, die für die Neugewinnung eines Kunden aufgebracht werden müssten. Die Pflege der bestehenden Beziehungen ist deutlich kostengünstiger als die Akquise neuer Kunden. Es ist 6 bis 7 mal teurer einen neuen Kunden zu gewinnen, als einen bestehenden Kunden zu halten.

In dieser Infografik von Flowtown werden verschiedene Studienergebnisse zum Thema dargestellt.

Infografik: Social Media Erfolgsfaktoren

Was macht aus einer Marke eine „Social“-Marke? Nur die Präsenz in Social Media Kanälen sicher nicht. Was Top-Marken im Vergleich zu anderen Marken anders machen und weshalb „Brand Sociability“ so wichtig ist, zeigt eine neue weltweite Untersuchung von Weber Shandwick in Zusammenarbeit mit Forbes Insights, für die 1.897 leitende Marketing Manager befragt wurden.

 

Weshalb ist „social“ so wichtig für Marken?

  • Einfluss auf das Image: Die Markenmanager geben an, dass 52% der Reputation ihrer Marke davon abhängen, wie „social“ ihre Marke im Web ist. In den nächsten 3 Jahren soll sich der Einfluss noch verstärken und einen Anteil von 65% haben.
  • 33% der Markenmanager glauben, dass die Qualität ihrer Onlineprofile und –aktivitäten einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf die Unternehmensreputation ist.
  • Allerdings besteht großer Nachholbedarf: 84% der Marketing-Verantwortlichen glauben, dass ihre Marke in Sachen „Sociability“ noch nicht Weltklasse ist.

 

Was macht eine Marke „social“?

  1. Einmalige Präsenz – Das Medium alleine ist kein Erfolgsgarant: Die in Social Media erfolgreichsten Marken erstellen eigenen Content: 45% von ihnen kreieren Inhalte, die ausschließlich für Social Media entworfen wurden (im Vergleich zu 28% der anderen untersuchten Marken).
  2. Die Top-Social-Marken nutzen alle Möglichkeiten, die ihnen die Social Media Tools bieten: Im Vergleich zu den anderen Unternehmen, bieten sie zu 44% häufiger mobile Inhalte an, sind zu 43% häufiger bei „Check in“-Apps vertreten und die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen eigenen YouTube-Kanal haben, ist um 40% höher.
  3. Social Media ist konsistent integriert: Top-Social-Marken haben im Vergleich zu anderen Marken doppelt so häufig einen konsistenten Markenauftritt über alle Social Media- und traditionellen Medien-Kanäle hinweg. Außerdem integrieren sie häufiger ein Social Media Element in ihre Print-, TV- oder Radio-Werbebotschaften.
  4. Zuhören statt Sprechen: Erfolgreiche Social Media Marken passen ihre Botschaften und Produkte den Wünschen ihrer Kunden an. Sie haben bereits doppelt so häufig wie andere Marken schon einmal ein Produkt oder einen Service aufgrund von Fan-Empfehlungen geändert.
  5. Engagierte User werden wichtig genommen: Die Top-Marken sehen als wichtigste Messgröße ihrer Social Media Effektivität die Anzahl der engagierten Nutzer („Social Contributors“) an. Bei allen anderen untersuchten Marken ist diese Kennzahl im Schnitt nur auf Platz 6.
  6. Wachsamkeit: Die Top-Social-Marken verfolgen aufmerksam ihre Rechtschaffenheit. Sie achten zu 85% häufiger als andere globale Marken darauf, und nehmen Datenschutzverstöße sehr ernst.
  7. Fürsprecher gewinnen: Top-Marken suchen sich mehr als doppelt so häufig Unterstützung von „außerhalb“ – also von Konsumenten, Fans und loyalen Markenbotschaftern – als andere Unternehmen und promoten ihre Produkte und Serivces nicht nur mithilfe „innere“ Resourcen.

 

 

Infografik: Warum Unternehmen in Customer Experience investieren sollten

Unfreundliche Mitarbeiter, unerwartete Kosten sowie eine schlechte Qualität der Produkte/ Services sind die Hauptgründe, warum Kunden zu einer anderen Marke wechseln. Wer seine Kunden dauerhaft binden möchte, muss ihnen positive Kundenerfahrungen liefern. Es lohnt sich: 85 Prozent der Konsumenten würden für ein herausragendes Kundenerlebnis bis zu 25 Prozent mehr zahlen.

Das dänische Unternehmen Zendesk hat in einer Infografik verschiedene Studienergebnisse zum Thema Customer Experience zusammengefasst und zeigt, welche (US-amerikanischen) Unternehmen in Sachen Kundenloyalität in ihrer Branche führend sind.

 

SMS ist für ein Drittel der US-Bürger bevorzugtes Kontaktmedium

SMS ist für ein Drittel der US-Bürger das bevorzugte Kontaktmedium. Auf die Frage, wie sie lieber angesprochen werden, nennen 53 Prozent einen traditionellen Telefonanruf, jedoch 31 Prozent eine SMS.

Dies ergab eine Studie des Pew Research Center für die 2.277 erwachsene US-Bürger befragt wurden.

 

 

Was der bevorzugte Kontaktweg ist, hängt von der Anzahl der ausgetauschten SMS ab: Menschen, die sehr häufig SMS schreiben, wollen lieber per SMS als per Telefonanruf erreicht werden. 55% der Personen, die mehr als 50 SMS pro Tag austauschen, bevorzugen eine SMS.

 

 

Besonders junge Erwachsene sind extrem aktive SMS-Schreiber: Nutzer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren tauschen im Schnitt 109,5 SMS pro Tag aus – das sind über 3,200 SMS pro Monat! Nimmt man alle Altersgruppen zusammen, so erhält / sendet der durchschnittliche Mobiltelefonnutzer 41,5 SMS pro Tag (der Median liegt bei 10 SMS pro Tag). Die SMS-Zahl hat stark zugenommen: Im Herbst 2009 waren es im Schnitt erst 29,7 SMS pro Tag.

 

Was die Frequenz der Anrufe betrifft, so erhält oder führt der durchschnittliche Mobiltelefonbesitzer 12 Anrufe pro Tag. Hier war keine Änderung feststellbar.

 

Anzahl der geführten Telefonate und Anzahl der SMS korrelieren positiv: Wer viel SMS schreibt, telefoniert auch häufiger und umgekehrt:

 

  • Mobiltelefonbesitzer, die 0-10 SMS pro Tag austauschen, führen im Schnitt 8,2 Telefonate pro Tag.
  • Mobiltelefonbesitzer, die 11-20 SMS pro Tag austauschen, führen im Schnitt 13,6 Telefonate pro Tag.
  • Mobiltelefonbesitzer, die 21-50 SMS pro Tag austauschen, führen im Schnitt 18,6 Telefonate pro Tag.
  • Mobiltelefonbesitzer, die über 50 SMS pro Tag austauschen, führen im Schnitt 30,2 Telefonate pro Tag.