Optimierung eines Corporate-Blogs aus der Sicht von SEO und Usability

Gast-Beitrag von Wojciech Dziedzic

Blogs und vor allem Corporate-Weblogs sind ein sehr gutes und effektives Mittel mit den Besuchern zu kommunizieren. Das Unternehmen kann mit Hilfe eines Blogs mit seinen Kunden kommunizieren, neue Produkte oder Sonderaktionen darstellen und auch neue Nutzer bzw. Kunden gewinnen. Ein privater Blog hat andere Ziele als ein Firmenblog, jedoch ist eine große Besucheranzahl in beiden Fällen sehr  wichtig. Damit man hohe Besucherquoten erreicht, sollte der Blog und die einzelnen Posts entsprechend optimiert werden, damit sie einfacher in den Suchmaschinen zu finden sind.  Zu dieser Optimierung gehören sowohl reine SEO-Feinschliffe als auch inhaltliche und Usability Verbesserungen.

Zuerst sollte man seine Zielgruppe genau definieren und den Content an sie anpassen. Neben den Neuigkeiten aus dem Leben des Unternehmens sollte man über interessante Features aus der Branche berichten, Branchenexperten interviewen, Infografiken präsentieren, usw. Wichtig ist die Einbindung der Social-Buttons (vor allem Facebook, Twitter und Google+), weil man durch die Viralität viel mehr Leute erreichen und somit den Traffic auf dem eigenen Blog deutlich steigern kann.

Die meisten Blogs werden in WordPress erstellt, was lange nicht mehr nur ein Blogging System, sondern ein CMS (Content Management System) ist. Der Vorteil von WP ist, dass die meisten Plug-Ins damit kompatibel sind. Man sollte jedoch mit der Installation der zusätzlichen Anwendungen nicht übertreiben und aufpassen, dass zwei verschiedene Plug-Ins für die gleiche Funktion nicht installiert und aktiviert sind, weil es zu einem Konflikt führen kann.

Die Optimierung eines Blogs fängt mit dem Titel der Seite an, den man im HTML-Code anlegen kann. Der Title-Tag ist aus der SEO-Sicht ein sehr wichtiger Bestandteil jeder Webseite und kann viel über die Position im Suchmaschinenranking entscheiden. Damit der Titel vollständig angezeigt wird, sollte man eine bestimmte Länge nicht überschreiten. Diese hängt von den verwendeten Buchstaben und deren Größe in Pixel ab, jedoch wenn man unter 55 Zeichen bleibt, kann man sicher sein, dass der komplette Titel unabhängig von den Buchstaben angezeigt wird. Gleich danach folgt die Meta-Description, die eine Beschreibung der Seite darstellt, die dem Nutzer in den Suchergebnissen angezeigt wird. Dieses Teil entscheidet sehr oft über den Besuch auf dem Blog.

SEO und Usability hängen eng zusammen, obwohl es auf den ersten Blick vielleicht nicht so selbstverständlich ist. Bei jeder Webseite gilt die Drei-Klick-Regel, das heißt, der Nutzer sollte in der Lage sein, mit maximal drei Klicks alle Unterseiten der Domain zu erreichen. Deswegen sollte man das Navigationsmenü möglichst unkompliziert und logisch erstellen.

Man kann auch die einzelnen Posts optimieren. WordPress zum Beispiel übernimmt den Titel des Beitrags in die URL, man kann aber die Webadresse noch editieren und optimieren. Zum Beispiel die beiden URLs:

  • www.diefirma.de/blog/das-interview-mit-einem-experten-die-trends-im-webdesign-für-2013
  • www.diefirma.de/blog/webdesign-trends-2013

Schon auf den ersten Blick sieht man, dass die zweite URL viel mehr suchmaschinenfreundlich ist. Weiterhin sollte man auch den Text optimieren, indem man für eine bestimmte Keyworddichte sorgt, die Überschriften einfügt, die Bilder entsprechend mit passendem Titel vermerkt und den Text mit anderen Artikeln intern verlinkt.

Zusätzlich sollte man ein SEO-Plugin installieren (zum Beispiel „All in one SEO Pack“). Diese Anwendung enthält zusätzliche Informationen für die Suchmaschinen, hilft bei besseren Rankings und wird für jeden Blogartikel verwendet.

Wojciech Dziedzic ist Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin. Er arbeitet als Online-Marketing-Manager bei der Projektplattform twago

Blogging bringts! Eine Studie.

Die amerikanische Firma Hubspot stellt Marketing-Software her. Und sie führt gelegentlich Studien durch. Aktuell gibt es eine Studie von Hubspot zur Frage: Was bringt Blogging? (gemeint sind Firmen-Blogs, Corporate Blogs)

Die Antwort: Mehr Traffic auf der Webseite!

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5 Gründe ein Firmen-Blog zu führen

Ein Blog ist ein Online-Tagebuch, richtig?

Warum sollte Ihre Firma ein Tagebuch führen, gleich ob online oder offline? Um zu berichten, wer heute selbstgebackenen Kuchen mitgebracht hat? Um Fotos von der letzten Betriebsfeier zu zeigen?

Nein, das sind nicht die Themen für ein Firmen-Blog! So ein Tagebuch wäre auch sicher besser im Intranet aufgehoben.

Für ein Firmen-Blog gibt es verschiedene Gründe, der naheliegendste und wichtigste Grund ist:

Um Kunden anzusprechen, zu gewinnen und zu halten.

Wie kann ein Firmen-Blog dabei unterstützen? Hier sind 5 Argumente, warum ein Firmen-Blog bei der Erreichung dieser elementaren Ziele hilft.

weiterlesen5 Gründe ein Firmen-Blog zu führen

8 Tipps für erfolgreiche Unternehmens-Blogs

Bloggen ist essentieller Bestandteil einer erfolgreichen Social Media Marketing Strategie. Doch viele Unternehmen sind unsicher, was den Inhalt der Posts betrifft, den richtigen Zeitpunkt oder das Gewinnen und Halten von Lesern.

Hier sind 8 Tipps, die jeder Blog-Experte wissen sollte:

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1. Messe deinen Erfolg

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Wenn man für ein Unternehmen bloggt und nicht über seine Katze oder Shopping-Sucht, dann braucht man Kennzahlen, die Aufschluss über den Erfolg geben. Ohne Statistiken steht man recht einsam am Rand der Online-Welt und weiß nicht, ob und wie viele Nutzer der gepostete Inhalt interessiert.

Zahlreiche Messmethoden stehen deshalb zur Verfügung. Welche man wählen soll, hängt davon ab, welches Ziel mit dem Blog verfolgt werden soll. Man sollte sich deshalb die Frage stellen: Warum blogge ich? Eine einfache Frage, die viele Blogger jedoch häufig nicht klar beantworten können.

3 Gründe stehen zur Auswahl:

Bloggen um Content zu generieren

In diesem Fall liegt der Schwerpunkt auf Suchmaschinen-Optimierung um mit der gezielten Auswahl von Themen und dem Einfügen von Keywords viele Besucher auf die Seite zu locken. Die zu messende Kennzahl lautet Traffic aus Zugriffsquellen.

Bloggen um den Verkauf zu steigern

Ähnlich wie der erste Grund, doch Blogs, die den Handel ankurbeln sollen, konzentrieren sich eher auf Conversions als auf Traffic-Erzeugung. Hauptziel ist, die Besucher auf eine andere Website zu leiten, normalerweise die Unternehmensseite oder eine Bestellseite. Die zu messenden Kennzahlen sind Leads und Conversions.

Bloggen für eine Community

Diese Blogs wollen eine dauerhafte Leserschaft aufbauen, die mit dem Blogger interagiert und über spezielle Themen spricht.

Man sollte den Hauptgrund bestimmen können, um die passenden Kennzahlen herauszufinden.

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2. Biete dich als Gastautor an

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Einer der besten Wege, seinen Blog bekannt zu machen, ist es, für andere Menschen zu bloggen.

Dafür muss man zunächst einflussreiche Blogger der eigenen Branche ausfindig machen und deren Blogs lesen. Wenn möglich, hinterlässt man passende, intelligente und durchdachte Kommentare, die die Konversationen voranbringen. Dies zieht einerseits Leser zu deinem Blog, andererseits kann man mit guten Kommentaren auch eine Gastautorschaft an Land ziehen. Es sollte für beide Seiten eine Win-win-Situation sein. Nur aus egoistischen Gründen Kommentare zu hinterlassen, fliegt sehr schnell auf und birgt nur mäßigen Erfolg.

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3. Plane Zeit und Themen im Voraus ein

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Viele Leute klagen über zu wenig Zeit und Themen-Ideen um ihren Business-Blog voranzutreiben. Damit entgeht ihnen leider ein mächtiges Marketing-Tool, das rund um die Uhr für sie arbeitet. 4 Schritte helfen beim Planen und Starten:

  1. Reserviere im Kalender eine bestimmte Zeit zum Bloggen.
  2. Plane den Inhalt im Voraus. Hierfür kann man einen „Veröffentlichungs-Kalender“ erstellen und die Themen ein bis drei Monate im Voraus festlegen.
  3. In jeder Blog-Kategorie sollten mindestens 5 Themen sein, die im Zusammenhang mit der eigenen Firma, den Produkten oder Serviceleistungen stehen.
  4. Diese Themen sollten im Kalender eingetragen werden.

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4. Füge Keywords in die Titel und Artikel ein

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Welche Keywords bringen die meisten Besucher auf meine Seite? Entwickle einen redaktionellen Plan um diese Keywords herum. Sammle dazu die Top 15 Keywords oder Wendungen und schreibe Artikel zu jedem davon. Das Wort und dessen Synonyme sollten häufig im Text genannt werden. Wichtig ist natürlich auch, dass diese 15 Keywords im Titel und in den Tags vorkommen. Diese Strategie hilft einerseits bei der Themenfindung, andererseits werden die Artikel besser von den Suchmaschinen gefunden. 

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5. Führe Interviews mit Branchen-Experten

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Engagiere einen Kameramann und gehe zur größten Messe deine Branche. Interviewe dort alle angesagten Buchautoren und führenden Experten. Es ergibt sich dadurch eine Fülle an Inhalten, über die man berichten kann. Sehen sich die Experten in den Videos, kann es durchaus sein, dass sie es an weitere wichtige Personen weiterleiten.

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6. Kreiere überzeugende Mitmach-Aktionen

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Nun hat man nette Anekdoten, Fallbeispiele, Top-10 Listen, provokative Gedanken und vieles mehr auf seinem Business-Blog. Doch was noch fehlt, ist eine Handlungsaufforderung, ein „call to action“. Welchen Schritt soll ein Besucher nach dem Lesen der Artikel gehen? Die meisten Leser werden wohl durch Eingabe von Stichworten bei Google auf der Seite gelandet sein. Für ein paar Sekunden hat man nun deren Aufmerksamkeit. Man muss ihnen im richtigen Moment etwas Unterwartetes und Relevantes bieten können. Hier ein paar überzeugende Handlungsaufforderungen:

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7. Kein Schauspielern beim Video-Bloggen

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Baut man Video-Interviews in seinen Blog ein, sollte man versuchen, natürlich zu wirken und nicht schauspielern. Das Publikum will echte Menschen sehen. Um natürlicher vor der Kamera zu werden, kann man mit vertrauten Personen die Interviews üben. Zunächst erklärt man einen einfachen Sachverhalt dieser Person ohne Kamera, dann soll diese Person die Kamera halten. Bei allen weitern Interviews stellt man sich diesen Gesprächspartner vor.

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8. Leite deine Posts automatisch auf Facebook und Twitter

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So vergrößert man die Reichweite seines Blogs zusätzlich.

Corporate Blogs-Liste der Fortune 500 Unternehmen

Hier eine praktische Liste der Corporate Blogs der Fortune 500 Unternehmen. Von diesen umsatzstärksten Unternehmen der Welt betreiben 83 einen Blog, was 16,6 % entspricht. Bei vielen Blogs findet sich auch eine Bewertung der Plattformen. Veröffentlicht wurde die Liste von PR Communications. Wer die Liste auf unserem Blog ansehen möchte, bitte auf „zum Artikel“ klicken.

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