Studie: Nachhaltigkeit ist Treiber für Unternehmenserfolg

Unternehmen, die nicht nachhaltig wirtschaften, haben langfristig keinen Erfolg. Das ist die Kernaussage der weltweit größten Umfrage unter Firmenchefs. Im Auftrag des UN Gobal Compact hat die Unternehmensberatung Accenture 766 CEOs befragt. 93 Prozent der befragten Manager erwarten, dass Nachhaltigkeit ihr Kerngeschäft in den kommenden Jahren wesentlich prägen und damit letztendlich Einfluss auf Produkte, Kommunikation und Werbung haben wird. 

Angesichts des globalen Wettbeberbs stellt nachhaltiges Wirtschaften eine große Herausforderung für Unternehmen dar. Doch die Mehrheit der Topmanager sieht sich dem gewachsen: 81 Prozent geben an, dass Nachhaltigkeit bereits Teil der Firmenstrategie ist. 2007 lag der Anteil noch bei 50 Prozent. Vor allem in Asien, Südamerika und Afrika ist das Thema weiter auf dem Vormarsch. Hier stufen 98 Prozent der Befragten Nachhaltigkeit als wichtig oder sehr wichtig ein, in Europa sind es 93 Prozent, im Nahen Osten allerdings nur 79 Prozent.
 
Bei den Branchen nehmen die Autobauer eine Vorreiterrolle ein. Kein Hersteller kann sich dem Thema Nachhaltigkeit entziehen, was nicht zuletzt der Think-Blue-Ansatz von Volkswagen oder die Blue-Efficiency-Kampagne von Mercedes-Benz zeigen. In der Konsumgüterindustrie halten 98 Prozent der Befragten eine ökologische, soziale und mitarbeiterorientierte Strategie für wichtig, im Energiesektor sind es 94 Prozent.
 
Die Gründe, warum Unternehmenschefs auf Nachhaltigkeit setzen, überraschen indessen kaum. 72 Prozent glauben, so die Markenpflege zu stärken, das Vertrauen zu erhöhen und das Ansehen zu steigern. 44 Prozent sehen zudem darin Potenzial für mehr Umsatz und Kostensenkungen. Bei 39 Prozent sind es die Erwartungen bei Kunden. Lediglich bei 12 Prozent geben die Aktionäre den Anstoß.