Positionierungs-Vorschlag für die FDP

Wenn wir uns mal von den aktuellen Themen etwas befreien gedanklich und uns fragen: was sind die wirklich großen Entwicklungen? dann ist eine Antwort ziemlich klar: unser Populationswachstum. Es steckt hinter fast allen anderen nachhaltigen „Trends“. Viele spüren als eine Folge davon die sinkende „Macht“ des Einzelnen gegenüber Organisationen oder positiv gesagt: die wachsende Stärke von Staat, Ämtern, Schulen, Kirchen, Gewerkschaften, Unternehmen. Es scheint, als wenn alles, was eine einflussreiche oder kaufkräftige Gruppe ist, zunehmend durchgesteuert oder durchmanipuliert wird mit immer weniger Raum und Rechten für das Individuum.

Hier wäre ein sicherer Positionierungs-Hafen für die FDP, er darf nur nicht durch Nebenscheinwerfer aus dem Fokus geraten. Genuine Themen wären dann engagierter Datenschutz, niedrige Steuern und wenn, dann eher dezentral, Förderung des Bildungswesen, engagierter Verbraucherschutz, Engagement für Minderheiten, Förderung von Kleinunternehmen, eher gegen Europa, eher gegen eine starke Bundeswehr.

Nicht nur die formelle Freiheit des Einzelnen wäre Ziel sondern auch die faktische Möglichkeit, diese auszuüben. Also auch mehr Verantwortung. Konkret z.B. weniger kollektive Sozialversicherung, mehr Raum (hier also weniger Abzüge) für eigene Gestaltung.

Eine Art schweizer Ansatz. Ich würde dann wohl nicht mehr FDP wählen (na ja, eh bald erledigt), aber das hätte Gesicht.

Das Hauptdilemma aktuell scheint mir die programmatische Beliebigkeit der Partei zu sein, keine Zwangsläufigkeiten. Zumindest bei Grünen und SPD weiß man ja meist vorher schon ungefähr, wie die zu Thema xyz stehen. Bei den Blaugelben flattert die Fahne, so sieht das aus.

1 Gedanke zu „Positionierungs-Vorschlag für die FDP“

Schreibe einen Kommentar