Grenzen der Physik

Offensichtlich steckt die moderne Physik, wenn es ins ganz Kleine oder in das sehr weit Entfernte und sehr Große geht, weiterhin in Deutungsproblemen. Quantenphysik oder Relativitätstheorie, Welle oder Teilchen, wo stecken schwarze Materie und Energie, wo das Higgs Teilchen?
Könnte es sein, dass uns diese Fragen intellektuell überfordern und wir sie deshalb nicht lösen? Wäre es nicht eigentlich sogar recht erstaunlich, wenn unser Verstand, geschult und evolutionär gereift an irdischen Herausforderungen, an real erlebbarer Erfahrung und Challenges, dieses Werkzeug zum darwinistischen Überleben durch Überlegenheit, dass dieses treue Werkzeug auch dort gut arbeitet, wo keinerlei Erfahrung je möglich war, ist und absehbar sein wird?
Oder umgekehrt: dass wir uns die ganze Welt theoretisch wie praktisch-technisch “Untertan” machen, so lange wir in unserer Größenzone bleiben und genau dann stocken, wenn wir sie ins Kleine oder Große weit hinter uns lassen, ist das wirklich erstaunlich?
Mathematisch kann man 10er-Potenzen in beide Richtungen beliebig stapeln. Aber funktioniert unser fortgesetzter Analogieschluss aller physikalischen Regeln und Gesetze entlang dieser unendlichen Strecken ebenso?
Vielleicht tragen diese zunehmend absurden Maschinen (Hubble Teleskop, W-map, Large Hadron Collider!!!), ohne die wir diese fremden Zonen nie erfahren könnten, schon den konzeptionellen Denkfehler in sich.
Die Relativitätstheorie wie die Quantenphysik, aber auch Viel-dimensionale Räume und Multiversen, man kann sich vielleicht an sie sprachlich und gedanklich gewöhnen, erlebbar verstehen kann man sie nicht. Immerhin, einige Genies konnten sowas auf dem Papier formulieren. Was ist da alles noch “draußen”, was sich sogar der Formulierungskraft unserer größten Genies entzieht?
Kann es nicht geben? Blasphemie!

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