Facebook Stores haben dieselbe Conversion Rate wie Websites

Viele Unternehmen stehen derzeit vor einem Dilemma: Sollen sie Werbung für ihre Unternehmens-Website machen oder für ihre Facebook-Seite? Wohin soll der Traffic geleitet werden?

Neuerdings brechen einige Unternehmen mit der Norm und leiten die Kunden direkt auf ihre Fanseite und umgehen damit ihre Website. Was als Mittel zum Zweck begann („Wir leiten die Fans dann auf unsere Homepage weiter“) wird zum neuen Zweck. Die Möglichkeiten scheinen auf Facebook unbegrenzt mit einer Nutzerzahl von über 600 Millionen Menschen. Doch was wird aus der Website? Es könnte ein „Vampir-Effekt“ entstehen, d.h. Facebook zieht die Kunden von der Website ab.

Bei Websites, die keinen eCommerce betreiben, ist das tatsächlich so, wie eine neue Studie von Webtrend herausfand. 65% der „Nicht eCommerce-Unternehmen“ hatten auf Facebook mehr Unique Visitors als auf ihrer Website. Bei Unternehmen mit eCommerce hatte die Mehrzahl (77%) jedoch mehr Besucher auf der Unternehmens-Website. Die Studienleiter begründen dies mit dem hohen Budget, das derzeit in SEO, Online Display-Werbung und E-Mail-Marketing für die Websites gesteckt wird. Die Besucherzahlen gehen jedoch insgesamt bei eCommerce- und „Nicht eCommerce“-Unternehmen“ zurück: Bei 68% der untersuchten Fortune 100 Unternehmen fiel die Zahl der Website-Besucher zwischen 2009 und 2010 um 23%.

E-Commerce-Firmen, die auf Facebook Stores eingerichtet haben, haben eine gute Entscheidung getroffen: Die Facebook Stores performen ebenso gut wie die Website-Sores. Sie haben die gleichen Sales Raten und akquirieren Besucher sogar effizienter durch die geringen Kosten. Die Conversion Rate der Facebook Stores liegt bei 2% bis 4%, was der üblichen Rate auf Websites entspricht. Die Experten von Webtrends gehen davon aus, dass der eCommerce auf Websites weiter zurück gehen und Facebook beim Online-Shopping immer beliebter wird, durch Verbesserung der Shopping-Erfahrung.

Hier die Entwicklung von Unternehmen ohne eCommerce. 65% hatten mehr Traffic auf Facebook als auf ihrer Homepage:

Besonders stark entwickelten sich die Facebook-Besucherzahlen bei Walt Disney und Coca-Cola. Die Website war jedoch kaum beliebter als ein Jahr zuvor:

Noch dominieren bei eCommerce-Unternehmen die Websites, was die Besucherzahlen betrifft. Doch die Experten erkennen auch hier eine abnehmende Tendenz.

Zu den Facebook-Stores:

  • Ein Monat nach Einführung der Stores, werden sie bereits von 1 bis 10% der Fanbasis besucht.
  • Die Aktionen der Fans auf den Store-Pages („Likes“ der Angebote und das Weiterleiten der Angebote) machen 17% des gesamten Fan-Engagement der Marken-Seite aus.
  • Pro Besuch des Facebook-Stores werden 5,9 Seiten angesehen.
  • Die auf den Facebook-Stores verbrachte Zeit beträgt im Schnitt 2,5 Minuten und stieg im letzten Monat um 50% an.

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