Donald Trump zeigt sich in der Corona-Krise

Was kommt nach der Massen-Manipulation? Ein Staatsstreich?

Donald Trump bei Fox News

So erbarmungslos wie Donald Trump hat wohl noch niemand die Bedeutung von “Perception is Reality” vorgeführt. In der Corona-Zeit läuft er zu Höchstform auf. Seine Wirklichkeit in all ihrer schillernden, widersprüchlichen, absurden Vielfalt zeigt FOX News den Amerikanern täglich. Das, was man da sieht, ist Wahrheit und Wirklichkeit in New York und Wisconsin, in China und in Europa, auf der ganzen Welt. Ist es nicht? Fake News! Here we go:

Kein anderes Land bekämpft die Pandemie so engagiert, so intensiv und so erfolgreich wie die USA. Die meisten Tests, die besten Wissenschaftler, Ärzte und Labors, die meisten Beatmungsgeräte, die wenigsten Toten (wenn man richtig zählen würde). Und dank dieses klarsichtigen, engagierten Präsidenten Donald Trump werden die USA auch wirtschaftlich stark aus der Krise herauskommen, stärker als alle anderen.

Wie lange geht das noch gut?

Es bleibt doppelt spannend zu verfolgen, wie lange die US-Amerikaner diesen Wahnsinn weiter mitmachen:

  • Es wird spannend sein zu sehen, wie weit man den Mismatch noch ziehen und strecken kann, wie lange die Augenbinde, die der Präsidenten-Sender seinen Zuschauern aufsetzt, noch dicht hält. Schon jetzt möchte man meinen: das kann doch nicht mehr gut gehen, die schmeißen ihn doch im November achtkantig raus. Aber nein, er bleibt weiter für Viele der angesehene Macher.
    Politiker auf der ganzen Welt verfolgen das mit großem Interesse, denn man kann hier richtig was lernen. Klar, vieles müßte man im Detail besser machen als er, intelligenter, planvoller, seriöser, weniger peinlich, weniger durchgeknallt. Aber mal ehrlich: dazu gehört ja nun nicht sehr viel.
  • Und es wird spannend sein, das Einschwenken auf einen neuen, alternativen Weg zu erleben: Denn sollte sich das Meinungsblatt doch einmal wenden, müsste man die Wahlentscheidung deutlich kreativer bzw. brutaler manipulieren. Eine Methode wäre über den Wahl-Modus. Also etwa eine reine Briefwahl mit umständlichen Zugangswegen, die Schwarze und Latinos diskriminiert. Oder digital mit elektronischen Manipulations-Optionen.
    Ein anderer Weg wäre eine Terminverschiebung auf ein Datum, an dem das Schlimmste schon wieder vergessen ist. Vielleicht findet sich auch noch ein ungefährlicher Prügelknabe, gegen den man in den Krieg ziehen kann. China taugt nicht ganz, denn die Chinesen braucht man für die Wirtschaft Obwohl: braucht man sie noch? Nordkorea wäre gut oder Albanien, wie in dem Film “Wag the Dog“. Und wir hätten ja auch noch den Iran. Ein Ablenkungskrieg hier würde zudem den Ölpreis wieder auf Trab bringen.

Wer schreibt, der bleibt

… ist eine alte Regel beim Skat. Wer die Zahlen kontrolliert, kontrolliert die Wirklichkeit. In unseren Pandemie Zeiten ist das besonders evident. Den massiven Druck, der auf allen Politikern lastet und diese Versuchung, doch ein wenig am Tacho zu drehen und die Ergebnisse zu frisieren, haben wir uns hier schon angesehen.

Einen schönen Beleg für die These lieferte Donald Trump vor Kurzem. Angesichts bald 100.000 Toter in den USA auf Grund von Covid-19, einer Lethalität, die weit über den Werten liegt, die andere Länder melden, musste gehandelt werden. Nun wird versucht, die Zählweise für Corona-Todesfälle zu ändern, sprich: zu senken.

Was, wenn die Amerikaner im November überraschend vernünftig wählen?

Sollte das Unerwartete eintreten und Donald Trump würde nicht wiedergewählt werden, dann was? Wäre das wirklich ein Segen, wie es aus heutiger Sicht erscheint? Es stellen sich zumindest zwei spannende Fragen:

  • Wird Donald Trump das überhaupt hinnehmen, wird er sich abwählen lassen? Geht das denn, kann ein Donald Trump verlieren? Ich befürchte: Nein! Er wird weiter irgendwas von Hexenjagd schwadronieren und gefährdeter nationaler Sicherheit. Er wird Institutionen gegeneinander ausspielen und möglicherweise unterschiedliche Sicherheits-Einheiten. Vielleicht wird er gar auf eine bewaffnete Miliz setzen, wie schon in einigen Bundestaaten in Ansätzen zu sehen. Hinterwäldler mit halbautomatischen Waffen und Pumpguns, die Parlamentsgebäude besetzen. Auf jeden Fall wird er die USA für eine ganze Weile lähmen.
  • Und wenn dann irgendwann doch Joe Biden kommt? Ein angehender Greis, der seinem Sohn als Vize undurchsichtige Jobs in der Ukraine zuschummelte? Der hat doch auch von Trump gelernt, wie man auf der 5th Avenue jemand erschießt ohne belangt zu werden. Ist Joe Biden der richtige Mann für einen Neuanfang, charakterlich wie intellektuell? Ich glaube es nicht.

Ich befürchte jedenfalls, dass Donald Trump in Kürze einige Gelegenheiten bekommen wird, mit der inneren Sicherheit der USA zu zündeln, die Verfassung weiter auszuhöhlen und das Land in kriegerische Auseinandersetzungen oder bürgerkriegsähnliche Zustände zu führen.

Vielleicht droht nicht gerade ein Staatsstreich, aber spannend wird der November sicherlich.

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