Dame, König, As, Spion – zu hoch

Mir fallen 4 Sichtweisen zu dem Film ein:

1. ich hab ihn nicht kapiert, Story zu verworren, vielleicht soll man das Buch erst lesen oder den Zweiteiler aus den 70ern (Smileys Leute) sehen. Und Sachen, die man nicht kapiert, soll man nicht beurteilen. Sichtweise gefällt mir nicht besonders.

2. es geht gar nicht um die Story, die kann man ohne Vorinfo (s.o.) auch überhaupt nicht voll kapieren beim ersten Mal, es geht um die zynische Hohlheit im Agenten-Milieu, und das ist a) ein Kontrapunkt zu den idealistischen Helden a la Bourne oder Ethan Hunt und b) eine Metapher auf die Filmschaffenden, die auch permanent vorgeben, jemand anders zu sein und darüber ihr Ich verlieren. Schon besser.

3. es geht um Entertainment, für das ich 8€ gezahlt habe. Ich bin einmal am Anfang eingeschlafen, Brigitte in der Mitte, und der Typ neben mir fing am Schluss ein Gespräch mit seiner Freundin an. Der Film fesselt nicht, man kriegt nicht die bezahlte Leistung, Daumen runter. So seh ich das.

4. Das Drehbuch ist krank weil schlecht. Der Roman mag ja toll sein, aber die filmische Umsetzung der Story absolut misslungen. Gefühlte 60% des Films gehen Leute von a nach b oder schauen aus dem Fenster ohne jede Bedeutung für die Handlung. Schauspieler sehr gut (aber kein Oskar für Oldman), Schnitt, Ton, Licht: keine Vorwürfe, aber es wird eine riesige wichtigtuerische Bedeutungsschwangerschaft in jede Szene gelegt, die dann einfach nicht niederkommt, das bedeutet ja alles nichts – oder 1 trifft zu.

Schreibe einen Kommentar