Gute Zeiten für Social Media Posts – und schlechtere

WeckerGute Zeiten – schlechte Zeiten gibt es auch für soziale Netzwerke – und nicht immer werden sie angemessen berücksichtigt. Das besagt jedenfalls ein Beitrag von Paul Gillin in BtoB Research: Why you should post on Saturdays and other fun facts. So viele Spaß-Fakten sind da gar nicht drin, es ist vielmehr fachlich recht interessant und also durchaus ernsthaft.

Allerdings – es sind USA-Findings, ob diese zu 100% alle auf uns Mitteleuropäer übertragbar sind, ist nicht  gewiss.

Die generelle Richtung passt indessen sicher und sein Fazit ist auf jeden Fall übertragbar.

Hier sind die Fakten zum Timing von Social Media Posts, die Paul zusammengestellt hat:

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Deutsche Online Shops aufgepasst: Pinterest nicht vergessen!

Pinterest ist in Deutschland kein Thema? Stimmt – noch nicht so recht. Trotzdem setzen einige wenige deutsche Online Shops das Bilder-Netzwerk schon erfolgreich für sich ein.

Searchmetrics hat hierüber diese Woche in ihrem Blog berichtet, eingeleitet mit den Worten „Pinterest ist der Hammer!“. Die Leute aus Berlin zeigen da in der Tat einige interessante Auswertungen.

Wenn man z.B. sieht, was apple.com/de oder hm.com/de an Pins pro Woche auf die Waage bringen – wow!

Schnelles Fazit: Für den B2C-Bereich des E-Commerce ist Pinterest ein Thema, das man auch in Deutschland nicht mehr lange vernachlässigen darf.

twitter vor dem Durchbruch zur Cash-Machine?

Heute nacht um 3 Uhr berichtete teccchrunch via twitter über ein Gerücht: twitter will noch im Juli 2012 die New Yorker Firma „Sense Networks“ kaufen.

Sense Networks sammelt Bewegungsdaten (im räumlichen Sinne gemeint, echte Bewegung) von mobilen Endgeräten und verdichtet sie zu Verhaltens-Clustern. Von dort kann man auf Vorlieben, Einkaufsmuster und Lifestyle schließen. So könnte twitter seine Kampagen sehr viel genauer auf die avisierte Zielgruppe ausrichten.

In dem Blogbeitrag ist unten ein Video, das eine interessante Animation zum Produkt von Sense Networks liefert.

Und noch etwas: ganz am Ende von dem Video kommt eine interaktive Werbung für das Tool, mit dem diese Data-Animation gemacht wurde – auch durchaus spannend zu betrachten. Da ist Amerika offensichtlich schon einen Schritt weiter.

Was die Piraten Partei mit Coca Cola zu tun hat

Seit einigen Wochen begegnet mir der Begriff „liquid“ häufiger.

  • Liquid Feedback System der Piraten Partei
  • Liquid Content, z.B. von Coca Cola

In der aktuellen brandeins ist ein Report über die Synaxon AG, die zur internen Abstimmung mit den Mitarbeitern ebenfalls das LiquidFeedback System verwenden.

Und im letzten Beitrag in diesem Blog wurde Content gefordert, der „liquid and contageous“ ist, wörtlich also flüssig und ansteckend.

Es wird Zeit zu fragen: In welchem Sinne wird hier eigentlich „liquid“ verwendet?

Bei Wikipedia erhält man die bekannten Definitionen und das Projekt „Deutscher Wortschatz“ der Uni Leipzig hilft auf den ersten Blick auch nicht weiter. Immerhin finden wir hier die Interpretation „verfügbar“.

Überraschendes Fundstück am Wegesrand: in der Phonetik sind „Liquide“ solche Konsonanten, die nicht nasal ausgesprochen werden, im Deutschen die Buchstaben „r“ und „l“ (hier nicht weiter relevant, aber gut für die 500.000€-Frage bei Wer wird Millionär?)

Bei der Suche auf englischen Seiten gibt es weitere interessante Objekte für die Botanisiertrommel, eine Werbeagentur, die einfach „liquid“ heißt, ein Musiklabel sowie eine markup-language für eCommerce Shops. Nichts davon hilfreich für unsere Frage, aber immerhin: „liquid“ ist ein beliebtes Wort mit vielen Interpretationen.

Doch was macht das Feedback System der Piraten und von Synaxon so „liquid“? Was bedeutet es, dass Content von Marken wie Coca Cola „liquid“ ist?

Nach einiger Webrecherche kristallisiert sich heraus:

Die Begriffe werden ähnlich verwandt, ganz deckungsgleich sind sie nicht. Ihnen gemeinsam ist die „Interaktion und Kommunikation in asymmetrischen Beziehungen“.

Das LF ist das interaktive Kommunikationssystem für die „Liquide Demokratie“, durch LF wird ein neuer Kommunikationskanal zwischen Abstimmenden und Repräsentanten geöffnet (für mehr Details einfach dem Link unter „LF“ folgen). Was das für eine AG bedeutet und wo man die Grenzen als Vorstandsvorsitzender ziehen muss, ist in dem brandeins-Artikel interessant zu lesen.

Um den Begriff „liquid content“, der aktuell im Social Media an Bedeutung gewinnt, besser zu verstehen, ist das Video von Coca Cola „Content 2020“ sehr anschaulich. Es macht zudem Spaß zuzuschauen. Auch hier geht es um einen neue Kommunikationsqualität, diesmal zwischen Marke einerseits und Markt und Konsumenten andererseits. Der technische „Kanal“ scheint etabliert zu sein, das Internet mit seinen (Social Media-) Portalen – und was bis 2020 an Interaktions-Möglichkeiten noch entstehen mag. Darum geht es im liquid der Marketiers nicht. Für sie ist „liquid“ eine fachliche Qualität, keine technische, „liquid“ steht auf der gleichen Stufe wie „kreativ“.

Jeff Bullas hat es in einem Beitrag sehr schön formuliert: „Das ultimative Marketing Ziel ist es, Content und “Ideen” zu erzeugen, die so ansteckend und sich ausbreitend sind, dass sie nicht kontrolliert werden können. Das ist liquid Content“.

Ich freue mich auf weiteren input von Ihnen zu diesem Thema zu erhalten. Sicher sind wir hier noch nicht am Ende der Bedeutungsklärung angekommen.