Das Facebook-Dilemma und wie man es angehen kann

Die Facebook-Karawane führt nicht aus dem Facebook-DilemmaWir haben ein Problem

Das Facebook-Dilemma besteht vereinfacht gesagt darin, dass ein System in unsere Gesellschaft, unsere Kommunikation, unsere Köpfe und unser Miteinander eingezogen ist, das diese beschädigen kann, sie beschädigen wird und vielleicht schon beschädigt hat.

Warum Dilemma? Weil es sich bereits „ingenistet“ hat. So mal eben entfernen können wir es nicht mehr. Um ein Bild zu benutzen: Wir haben die Pilze schon gegessen, die nicht nur lustig sondern auch krank machen.

Die Frage ist allerdings, ob radikales „Entfernen“ der richtige Weg ist, selbst wenn er gangbar wäre.

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Die Facebook-Karawane zieht weiter…

Facebook-KarawaneFacebook-Gate

Mit „Facebook-Karawane“ bezeichne ich das Heer der vielen, vielen kleinen und großen Unternehmen, die irgendwie an Facebook hängen, durch Facebook Geld verdienen oder mit Facebook groß geworden sind. Der Begriff ist nicht abfällig gemeint, ich bin sozusagen selbst eins dieser Karawanentiere.

Wir alle haben derzeit Angst, dass das „Facebook-Gate“, der Skandal um Cambridge Analytica und die 50 Millionen gemopsten Daten, das eigene Geschäftsmodell beschädigen, gefährden oder gar vernichten könnte. Es sieht derzeit ja wirklich bedrohlich aus.

Ich frage mich allerdings: Ist diese Sorge das einzige, was uns in diesem Zusammenhang bewegen sollte?

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Facebook Bad News

Facebook Bad News
Bad News sind der Hauptinhalt einer Zeitung.

Gestern ist hier der Beitrag „Facebook News – Sonnenseite“ erschienen. Ich berichte darin von den wichtigsten Veränderungen bei Facebook aus dem Januar und Februar 2018 – soweit sie den normalen Nutzer betreffen.

Auf der Business-Ebene, das heißt für Fanseiten-Betreiber und Marken-Bewerber ist Facebook natürlich ebenfalls sehr aktiv – aber das ist nicht mein Thema.

Bad News, das Gegenstück zur Sonnenseite, ist allerdings mein Thema. Und hier gabe es in den letzten zwei Monaten eine ganze Reihe von Ereignissen, Urteilen und Entwicklungen, die alle nicht erfreulich für Facebook waren.

Starker Gegenwind

Die Liste der öffentlich diskutierten, aktuellen Bad News rund um Facebook beginnt mit relativ harmlosen Problemen.

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Facebook News – Sonnenseite

Facebook NeuerungenKnapp zwei Monate ist es her, dass ich hier über Neuigkeiten bei Facebook berichtet habe. 2018 hat mit großem Schwung weitergemacht, im Januar und Februar sind darum schon wieder jede Menge Facebook News zusammen gekommen.

Der dominierende Eindruck aus diesen Nachrichten, Ankündigungen und Meinungen ist: Der Gegenwind für Facebook wird rauher und stärker. Zuckerberg scheint immer mehr den Job eines Krisenmanagers zu haben.

Dabei hat sich Facebook bereits bewegt. Die Kommunikation ist nicht mehr rein im visionären Verkündungsmodus. Der aktuelle Stil ist statt dessen zunehmend nachdenklich, zuhörend und responsiv. Wie erfolgreich diese kooperativere Politik ist, muss man noch abwarten.

Trotz der aktuellen Flut der Probleme und der Kritik von vielen Seiten ist Facebook selbst natürlich weiter proaktiv unterwegs. Man entwickelt, optimiert und erweitert, was das Zeug hält. Mit diesem Teil der jüngsten Facebook News fange ich auch an. Dieser erste Teil hat darum die Ergänzung „Sonnenseite“.

Der zweite Teil morgen wird „Facebook Bad News“ heißen.

Ankündigungen und Weiterentwicklungen

Die große Spielwiese der Facebook-Entwickler ist weiterhin der News Feed geblieben. Er ist nun mal das zentrale Produkt von Facebook. Hier wird so viel geschraubt und umgebaut, dass man kaum mithalten kann.

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Digitale Ignoranz oder digitales Ausbremsen?

Zwei Artikel sind mir diese Woche besonders unangenehm aufgefallen.

Die Ignoranten

Meinen Ärger über die digitale Ignoranz in unserem Land habe ich schon früher Ausdruck verliehen. Nun konnte man hier lesen, dass nicht mal die Hälfte aller DAX-Vorstände irgendein Social-Media-Konto hat.

Ach so, Vorstände großer Gesellschaften haben Anderes zu tun? Das scheint man im Ausland allerdings anders zu sehen, da sind die Damen und Herren anscheinend weiter.

Die Damen sind es übrigens in Deutschland auch, es ist gerade der männliche C-Level, der durch fehlendes digitales Engagement unangenehm auffällt.

Die Ausbremser

In dem anderen Beitrag ging es, so mein erster Eindruck, um etwas Ähnliches: golem berichtete, dass die Kommunen die vom Bund für den Breitband-Ausbau bereitgestellten Millionen praktisch gar nicht abrufen. 690 Mio € lagen 2017 bereit, 2% davon wurden abgerufen.  Aha, dachte ich spontan, ignorante Bürgermeister auch noch! Aber so scheint es nicht zu sein.

Vielmehr sind es zu viele bürokratische Hürden, die einer sinnvollen und umfassenden Verwendung im Wege stehen. Für Bürokratie ist ja bekanntlich niemand direkt verantwortlich. Sie ergibt sich eher „irgendwie“ so, schleicht sich ein, über Jahre.

Das mag an vielen Stellen so sein, bei einem so jungen Thema aber vermutlich doch nicht. Es gibt ja auch eine klar und eindeutig zuständige Stelle, das BMVI, das Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Das „I“ ist zwar erste Ende 2013 dazu gekommen, aber das Thema hat das Haus schon länger betreut, es passt ja auch unter den Hut „Verkehr“.

In diesem Ministerium dürfte ein Großteil der Verantwortung für die diversen Malaisen des digitalen Ausbaus in Deutschland zu finden sein. Und wenn man sich das ein wenig auf der Zunge zergehen läßt, dann fallen ein paar weiter Dinge auf.

  • Das Ministerium ist seit 2009 unter CSU-Führung – und wird es für die kommenden 4 Jahre wohl wieder sein.
  • Bayern unter CSU-Führung gilt seit langem als Musterland der digitalen Entwicklung. Ist es nicht komisch, dass die Republik von dieser besonderen Kompetenz so gar nicht profitiert?
  • Im Bereich Verkehr ist es längst bekannt, dass Verkehrs-Prioritäten schon lange sehr speziell gesetzt werden – aus bayerischer Sicht eben. Die seit vielen Jahren überfällige Erneuerung des Nord-Ostsee-Kanals etwa ist ein gutes Beispiel. Könnte es sein, dass auch die digitale Verkarstung der Republik – mit Ausnahme von Bayern! – sozusagen „mit Fleiß“ erfolgt?

Ist es wirklich nur digitale Ignoranz, was uns bremst? Wie national ist die CSU wirklich aufgestellt? Betont nicht jeder führende CSU-Kopf, zu allererst Bayer zu sein, und erst danach Deutscher? Und liefert die explizite CSU-Polititk, das, was in die Mikros so getextet wird, nicht laufend Belege dafür, dass das Wohl der Republik bei den CSU-Politikern immer nur an zweiter Stelle steht?

Nicht verfassungskonform

Ich plädiere jedenfalls schon lange dafür, dass eine Partei, deren Vertreter ihre Pläne, ihre Karriere-Chancen, ihren Lebensentwurf, ihre Identität einzig durch die bayerische Brille sehen und sehen müssen, kein nationales Ministerium führen dürfen. Alle Gremien, die diese Politiker fördern, stützen und auffangen, werden doch immer nur eine Frage stellen: was tut er für Bayern? In Bayern werden die Herren Dobrindt und Scheuer gewählt – nirgendwo sonst.

Regionale Interessen sind zudem völlig ausreichend im Bundesrat abgebildet, für alle Bundesländer gleich. In der Exekutive haben sie nichts zu suchen! Nur die Bayern dürfen hier zweigleisig fahren, exekutiv und legislativ.

Dass die Vertreter des CSU entsprechend denken und handeln, ist normal, Menschen sind so, überall. Es wäre bei jeder anderen Partei genauso. Es ist auch kein bayerisches Thema, Hamburger oder Sachsen wären ebenfalls genauso. Aber sie sind nun mal nicht in der Situation.

Das Problem ist, dass wir die CSU ihren Bärendienst leisten lassen, dass sie es dürfen. Das Problem ist, dass wir Vertretern eines einzigen Bundeslandes die Zukunfts-Chancen der ganzen Republik in den Schoss legen. Aus meiner Sicht ist das verfassungswidrig. Vielleicht nicht den Worten nach, aber auf jeden Fall dem Geiste nach.

Was müßte man darum tun? Ganz generell einer Partei, die nicht national antritt, den Zugang zu Minsterämtern verbieten. Nur Vertreter bundesweit aufgestellter Parteien sollten in die Bundesregierung dürfen.

Diese Regel gesetzlich zu etablieren erfordert eine Verfassungsänderung – und bedeutete für die betroffenen Parteien, CDU und CSU, erhebliche Kosten. Wäre sie also mehrheitsfähig? Wohl kaum. Sehr bedauerlich.

Facebook Neuerungen zum Jahresende

Facebook NeuerungenSteckbrief zur Beitrags-Serie

Thema der Serie:

  • Neuerungen und Updates von und zu Facebook.
  • Nur Informationen, die in Deutschland wichtig oder frisch aktiviert sind.

Zielgruppe: Ganz normale Mitglieder, keine Profi-Anwender.

Serien-Takt: Alle 5-12 Wochen ein neuer Beitrag. Wenn’s was zu berichten gibt.

Bisher erschienen:

  • „Facebook“ 3. Auflage, erschienen bei der Stiftung Warentest; siehe auch rechter Rand (Desktop-Browser) bzw. unten (mobile App) in diesem Blog. Das Buch ist ist nicht wirklich Teil der Serie. Aber der erste Beitrag setzte beim Redaktionsschluss des Buches auf.
  • Beitrag vom 5.12.2017 mit den Themen Marketplace, An diesem Tag, Entdecker Feed, Crisis Response, Änderungen für Gruppen-Admins, Suizid-Prevention, Design und Creator.

Neuerungen in diesem Beitrag

Jede Woche gibt es irgendwas Neues, mal von Facebook, mal über Facebook und mal von Dritten zu Facebook. Zum Jahresende sind wieder ein paar interessante Funktionen, Infos, Meinungen und Fakten zusammengekommen, hier erstmal die Übersicht:

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Neues bei Facebook – für ganz normale Mitglieder

Ein paar kurze Vorbemerkungen

Wenn man eine Blog-Serie startet, sollte man kurz erklären, worum es darin eigentlich geht und wieso die Serie gerade jetzt startet. Und genau das steht in diesen Vorbemerkungen.

Worum geht’s?

Facebook ist sehr fleißig beim Entwickeln, Testen und Verteilen von neuen oder veränderten Funktionen, Möglichkeiten, Regeln und Apps. Fast jede Woche ist irgendwas zusätzlich da oder ein bißchen anders als zuvor. Vieles richtet sich an Fanpage-Inhaber und Werbetreibende. Ich nenne das mal den Business-Bereich. Was es da laufend Neues bei Facebook gibt und wie man es am besten einsetzt, für noch mehr Klicks, Fans und Kunden, kann man in vielen Blogs und Newslettern nachlesen und bei Webinaren lernen.

Aber auch für ganz normale Mitglieder tut sich regelmäßig allerhand. Allerdings sieht es hier nicht so gut aus mit der Information des Publikums. Oft wird das Neue oder Geänderte einfach so bereitgestellt, über Nacht sozusagen, sang- und klanglos. Kaum ein Blog oder Newsletter, kaum ein Webinar informieren darüber.

In diesem Beitrag geht es genau darum: Was gibt es Neues bei Facebook für das ganz normale Mitglied?

Wir reden hier also nicht über Testphasen oder Ankündigungen von einem Rollout in den USA. Wir reden über Anwendungen, Apps und Algorithmen, die jedes Facebook-Mitglied hier in Deutschland aktuell nutzen kann.

Warum gerade jetzt? Gab es vorher nichts Neues bei Facebook?

Die Idee zu so einer Beitragsreihe kam mir, als ich die Arbeit an meinem Buch „Facebook“, 3. Auflage, gerade abgeschlossen hatte. Das Buch ist jetzt erschienen bei der Stiftung Warentest, ich habe es hier recht ausführlich beschrieben. Am rechten Rand dieser Seite ist auch noch ein Link zur Buchvorstellung bei Amazon.

Wie dieser Beitrag richtet sich auch das Buch ausschließlich an ganz normale Mitglieder. Redaktionsschluss für das Buch war der August 2017. Mit dem Beitrag hier setze ich nun genau an diesem Punkt auf und stelle vor, was es seitdem wichtiges Neues bei Facebook gegeben hat.

Und es soll nicht bei diesem einen Beitrag bleiben, in etwa 3 Monaten will ich den nächsten schreiben, und dann so weiter. Soweit zu den guten Vorsätzen.

Nach so viel Vorrede geht es nun aber auch gleich los.

Neuigkeiten

Marketplace

Diese App war schon lange für Deutschland angekündigt, denn in den USA ist sie bereits erfolgreich. Seit August gibt es sie nun auch in Europa, Marketplace mit dem kleinen Marktstandsymbol. Auf meinem Desktop ist die App am linken Rand sehr weit oben angesiedelt, auf dem iPhone sehr gewichtig unten in der Mitte.

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Ich kann den Beitrag nicht teilen!

Immer mal wieder lese ich in Facebook die Frage: Und warum kann ich diesen guten Beitrag jetzt nicht teilen?

Die Antwort ist aber recht schlicht und irgendwie auch naheliegend: weil er nicht öffentlich ist.

Beispiel: ich will, dass nur meine 20 besten Freunde auf Facebook sehen, wo ich gestern einen tollen Abend verbracht habe. Exakt so stelle ich die Zielgruppe ein, nur diese 20. Jetzt wäre es doch sehr ärgerlich, wenn einer dieser 20 Freunde meinen spitzenmäßigen Abendgestaltungs-Geheimtip beliebig in der Welt herumschickt. Genau das wollte ich ja nicht!

Nur wenn ich die Zielgruppe auf „öffentlich“ stelle, ist es mir recht, dass ihn jeder anschaut – und dann kann man den Beitrag eben auch teilen.

Etwas komplizierter wird es, wenn jemand einen ursprünglich öffentlichen Beitrag nur mit seinen Freunden teilt. Aber auch hier macht die Lösung Sinn: Da der Beitrag ja schon mal „frei herumlief“, kann er jetzt auch wieder öffentlich geteilt werden.

Fazit

Empfänger eines Beitrags in Facebook können die Zielgruppe nachträglich nicht größer machen, als vom Ursprungsautor zu Beginn eingestellt.

Facebook-Buch: frische Auflage für neue wie ältere Hasen

Ende November habe ich mein neues Facebook-Buch vorgelegt. Es ist die dritte Auflage und richtet sich einerseits an neue und fast neue Facebook-Mitglieder. Aber auch „ältere Hasen“ finden hier Beschreibungen der vielen neuen Funktionen und Regeländerungen aus den letzten Jahren.

Besonders wichtig: die mobile Nutzung am Smartphone wird ausführlich behandelt, die Android- wie auch die iOS-App! Die Unterschiede zwischen diesen Apps sowie zur Browser-Version sind erstaunlich groß.

In diesem Beitrag gebe ich einen Überblick zu den Inhalten.

Wer sollte diesen Beitrag lesen? Jeder, der gerade Mitglied geworden ist oder vor dieser Entscheidung steht. Außerdem jeder, der das Gefühl hat, aktuell ein wenig die Übersicht über die vielen neuen Möglichkeiten und Einstellugs-Optionen bei Facebook verloren zu haben.

Und schließlich auch jeder, der gerade ein Geschenk für einen solchen möglichen Kandidaten sucht.

Aber: Es ist kein Buch für Fanseiten-Betreiber und solche, die Rat zum Thema Facebook-Marketing suchen. Davon gibt es viele am Markt, das hier gehört nicht dazu.

Mein Facebook-Buch richtet sich an das ganz normale Mitglied.

Inhalt

Das Buch hat sechs Kapitel, die unterschiedlich lang ausgefallen sind.

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Ist nun langsam Schluss mit Hassreden?

Um es gleich ganz klar zu sagen: nein, Hassreden gibt es weiterhin im bekannten Umfang.

Das Lieblingsmedium der Hassredner ist immer noch Twitter. Gute 70% all dieser unerfreulichen Beiträge finden sich im Zeichen des kleinen niedlichen Vogels. Beim großen Standard-Bösewicht Facebook sind es nur gute 10%, der Rest verteilt sich auf Foren und Blogs.

Bei keinem dieser Seitentypen konnte ich einen nennenswerten Rückgang innerhalb der letzten 6 Monate (Mai-Oktober 2017) feststellen. Einen irgendwie stetigen Anstieg allerdings auch nicht.

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