Koppelungsverbot – Facebook nicht mehr kostenlos?

Data and MoneyEin alter Spruch sagt: Geld allein macht nicht glücklich – es gehören auch Aktien und Grundstücke dazu. Heute müsste man besser ergänzen: es gehören auch Stammdaten und persönliche Merkmale vieler Privatpersonen dazu.

Denn schon längst wird der Wert eines New Economy Unternehmens nicht mehr in den klassischen „Assets“ gemessen, Mitarbeiter, Maschinen, Grundstücke, Patente, Beteiligungen. Immer wichtiger ist der laufende Zugang zu aktuellen Personendaten geworden, je mehr desto besser. Der Grund ist einfach: diese Daten lassen sich hervorragend weiter nutzen wie auch verkaufen. Das nennt man dann ein Koppelungsgeschäft.

Kostenlose Services können durch solche Koppelungen also durchaus erfolgreich und lukrativ sein – wie das Beispiel Facebook sehr anschaulich zeigt.

In einem lesenswerten FAZ-Artikel beleuchtet Rolf Schwartmann die Bedeutung dieser neuen Währung „Daten“ und zeigt einen Weg, wie die digitale Transparenz in rechtlichen Einklang gebracht werden kann mit moderner unternehmerischer Wertschöpfung.

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IT-Sicherheit: Sind die Deutschen Pharisäer?

riskyUnvorsichtige Bürger

Vor wenigen Tagen konnte man erfahren: nur jeder vierte Internetnutzer verwendet systematische Methoden zur Passwortverwaltung wie Passwortmanager oder Passwortsafe (BITKOM vom 22.10.14). Und in der FAZ konnte man fast zeitgleich lesen, dass knapp 30% der Internetnutzer aus Sicherheitsgründen auf Online Banking verzichtet, Quelle wiederum BITKOM.

Schaut man auf die andere Seite der Kuchen, auf die anderen jeweils 70-75%, dann stellt man fest: Wie immer man die halben und Viertel-Torten übereinander legt, übrig bleiben rund 50%, die am Online Banking teilnehmen und ihre Passwörter nicht mit den o.g. Tools verwalten und schützen.

Nun ist Online-Banking ja kein Kinderfasching, hier kann man nicht nur versehentlich ein paar peinliche Fotos aus der Sauna oder Joint-Bekenntnisse aus frühen Schultagen den falschen Leuten zugänglich machen. Beim Online Finanzmanagement kann man richtig was versemmeln!

Alles Pharisäer?

Haben wir hier also einen weiteren Beleg für die schizophren-hysterischen Deutschen, die zwar abstrakt und theoretisch sehr viel Angst vor allen möglichen Bedrohungen der IT-Welt äußern (BITKOM: 81% haben Angst vor Ausspähung im Web), die aber, wenn es um das eigene umsichtige und sicherheitsbewusste Datenmanagement geht, sehr nachlässig weil vermutlich bequem sind? Sind wir Deutschen IT-Pharisäer?

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Öffentlichkeitsarbeit radikaler Islamisten

NahostEs ist in diesen Tagen ja sehr deutlich geworden, dass die effektivsten Waffen der Hamas die Kameras unserer TV-Sender sind. Raketen kann der Iron Dome der Israelis abfangen, aber die Bilder der toten Palästinenser-Kinder in unseren Köpfen nicht.

Und wir erkennen: Das ist kein Zufall sondern Strategie. Nicht die Häuser in Tel Aviv sind das eigentliche Ziel, sie zu zerstören ist wenig nachhaltig. Unsere Bereitschaft, Israel zu unterstützen, soll unterminiert werden.

Der Plan scheint aufzugehen, die Medienarbeit wirkt. Es klingt zynisch angesichts des Leids, aber die Bildermacher und Bilderweitergeber und Inszenesetzer, sie machen hervorragende Arbeit, technisch wie psychologisch. Die Bilder sind hochauthentisch und sie treffen genau da, wo sie sollen: in unsere gutmütigen Herzen.

Ganz kalt kommunikations-technokratisch gesprochen: da beherrschen Leute das Handwerk der Öffentlichkeitsarbeit.

Schauen wir etwas weiter nach Norden, so sehen wir Bilder und hören Berichte vom Handeln der IS im Irak und in Syrien. Man ist im Namen des gleichen Gottes aktiv, doch welch ein Unterschied!

Alle Greueltaten, die sich unsere von skandinavischen Krimis doch schon recht abgestumpfte Phantasie noch ausmalen kann, werden dort real begangen, grausamste, erbarmungsloseste Barbareien an Kindern, Frauen, Zivilsten. Unwiderbringliche Kunstschätze werden zerstört und vormittelalterliche Rechts-Prinzipien ausgerufen. Die IS mag niemand im Westen.

Wie konnte ein solches Kommunikationsdesaster entstehen, wo doch die räumlich wie weltanschaulich gar nicht so fernen Kämpfer in Gaza das PR-Schwert so hervorragend führen?

Hierzu zwei Punkte, über die wir uns intensiver wundern sollten:

  • Über all diese Greuel im Irak und die dahinter stehende menschenverachtende Denkweise erfahren wir sehr viel. Wir sehen viel Leid, das von Islamisten hervorgerufen wurde, hören von schlimmen Exzessen begangen an deren Opfern.
  • Entlastende Gegen-PR erreicht uns indessen von dort nicht. Auch das dümmlichste und durchsichtigste „ab 5:45 Uhr wird zurückgeschossen“ findet nicht statt. Keine Bilder brandschatzender Christen oder Jesiden, keine von verletzten IS-Kriegern oder deren Kindern. Es hält auch niemand eine Rede, die all diese Aktionen irgendwie rechtfertigt, kein IS-Pressesprecher beschwichtigt, verrechnet Aktuelles mit altem Unrecht oder oder.

Dabei wären doch Viele hier vermutlich dankbar für irgendeinen Gesichtspunkt, irgendein Argument, mit dem man etwa das Eingreifen der Amerikaner verurteilen könnte, mit dem man eine relativierende „ja, aber andererseits Haltung“ einnehmen könnte. Doch selbst die Bundestagsparteien sind sich alle erstaunlich einig, dass es so nicht weiter gehen darf, dass die IS gestoppt werden muss. Selbst die Linke lobt die Amerikaner.

Was ist also schief gegangen bei der Öffentlichkeitsarbeit der IS?

Mein Eindruck: Nichts. Im Gegenteil: wir sollen sogar begruselt und schockiert werden, das ist alles Absicht. Hier will niemand irgendwie noch einen halbwegs guten Eindruck machen oder gar Grundlagen für einen späteren Friedensplan legen.

Das, was wir an Schrecklichem hören und sehen, soll uns genauso erreichen. Ja, es scheint fast, ein zynischer islamistischer Think Tank hätte genau und klug überlegt, mit welchen Maßnahmen und Parolen man den Westen am schnellsten provoziert.

Good job – dieser Plan geht 1a auf! In der Folge wird nun die Bereitschaft im Westen zu militärischen Aktionen steigen. Die letzte Drohne ist sicher noch nicht geflogen.

Und warum das? Viel Feind-viel Ehr, groß Feind – groß Ehr: das wertet die IS mächtig auf! Nun strömen neue Kämpfer hinzu (Al Qaida), nun fließen die unterstützenden Petrodollars schneller, nun richtet sich das Auge der Weltöffentlichkeit auf irgendwelche Kalifen – und genau darum ging es. Das ist die IS-Strategie – und Boko Haram verfolgt eine sehr ähnliche.

Wir müssen erkennen, dass wir hier von Islamisten (mal so und mal so) massivst manipuliert werden. Das ist die Gefahr hinter der Gefahr. Unsere Entrüstungsbereitschaft und unser Alarmismus dürfen uns nicht den Schaum vor den Mund treiben und uns in Aktivismus und alte Kreuzritter-Muster fallen lassen. Einfach jeden, der irgendwie militärisch dagegen hält aufzurüsten, darf nicht unsere vorschnelle Antwort sein.

Trotzdem muss natürlich zügig und auch beherzt gehandelt werden. Ob die Bundesregierung hier schon das richtige Niveau erreicht hat, bezweifle ich.

 

Social Media Aussichten

Social MediaAn Hand der Einkaufspolitik der großen Player am Social Media Markt, und insbesondere der von Facebook, analysiert Rosie Scott in einem Beitrag bei Jeff Bullas die zurückliegenden Phasen und Strategien von Social Media und versucht einen Blick in die Zukunft.

Dabei erkennt Frau Scott in den letzten 10 Jahren 4 Kauf-Phasen in der Facebook Einkaufsstrategie, die sie mit den Entwicklungsphasen des Unternehmens abgleicht. Das ist ganz interessant zu lesen.

Ihre Zukunfts-Prognose überrascht indessen nicht sonderlich: Es wird alles noch mobiler!

Auch wenn also die Social Media Aussichten in Rosies Beitrag eher knapp gezeichnet werden, haben wir doch einiges Erwähnenswerte darin entdeckt. Lesen Sie hier, was im Einzelnen:

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Atommüll-Endlager: kein Thema für die große Koalition?

KVDer Koalitionsvertrag hat über 180 Seiten. Auf Seite 60 wird auf etwa einer Drittel Seite  das Thema Atommüll-Endlager behandelt.

Explizit werden dort namentlich 4 Standorte genannt:

  • Asse II (Niedersachsen), vereinbarte Aktion: Rückholung Atommüll
  • Konrad (Niedersachsen); vereinbarte Aktion: Ausbau
  • Gorleben (Niedersachsen); vereinbarte Aktion: einvernehmliche Regelung (?)
  • Morsleben (Sachsen-Anhalt); vereinbarte Aktion: Schließung

Ein weiterer, großer Standort soll bundesweit gesucht und gefunden werden.

Das klingt alles sehr unaufgeregt, hier hat es anscheinend wenig Diskussion zwischen den 3 Parteien gegeben. Doch diese 3 Parteien unterscheiden sich nicht nur, wie es üblich ist, in ihrem Politik- und Gesellschaftsentwurf, Sozialisten hier, Wertkonservative da, Wirtschaftsliberale dort. Diese 3 werden auch von Bundeslandgrenzen getrennt.

Nun sind viele Themen des Koalitionsvertrages nur eingeschränkt bis gar nicht kontrovers zwischen den Bundesländern. Doch zum Beispiel beim Atommüll-Endlager hört naturgemäß die föderale Solidarität auf.

Denn jeder Ministerpräsident weiß, was da für Kosten, Stress und zivile Unruhe auf ihn zukommen, wenn das Endlager gerade bei ihm aufgeschlagen werden sollte. Wie kann man das verhindern ohne verantwortungslos zu wirken? Schwierig, schwierig.

Der bayerische CSU-MP hat für solche Fälle eine Zauberwaffe, die unsere Verfassung so sicher nicht vorgesehen hat: er kann nicht nur, wie seine Kollegen im Rahmen der Legislative im Bundesrat so etwas zu verhindern suchen, er kann auch bereits im Gekungel des Koalitionsvertrages, in den Vereinbarungen der Exekutive also, Nägel einschlagen, die von späteren Gremien schwer wieder raus zu ziehen sein werden – weil er als CSU-Vorsitzender Koalitionspartner ist.

Und die CSU-Minister können als Vertreter einer regionalen Partei (sie legen ja innerlich nie Lederhose und Dirndl ab) auch während der Legislaturperiode laufend auf den Prozess entsprechenden exekutiven Einfluss nehmen.

Die Bayern scheinen durch ihre CSU-Sonderrolle einen Einfluss auf die deutschen Staatsgeschäfte nehmen zu können (exekutiv und legislativ), den so kein anderes Bundesland hat. Und am Beispiel „Atommüll“ kann man gut sehen, wie man solch einen Vorteil geschickt nutzen kann.

Die Standort-Verhinderung wäre in der Tat im wirklichen Interesse Bayerns – anders als etwa das eher nationale Thema „Maut“. Diese fast verbissen geführte Diskussion zur Maut für Ausländer mutet jedenfalls fast wie ein Paravan an, hinter dem andere, ernsthaftere bayerische Anliegen weniger sichtbar verhandelt werden sollten, zum Beispiel eben Atommüll-Endlager-Tabuzonen.

Ich nehme jedenfalls Wetten an, dass am Ende des Such- und Findungsprozesses kein bayerischer Standort ausgewählt wird. Nicht, so lange die CSU in Bayern regiert und gleichzeitig Koalitionspartner in Berlin ist.

Wir sind Geiseln von Rassisten!

Die USA gehen pleite? Wie kann das sein? Was steckt dahinter und wo wird das enden?

CapitolIm amerikanischen Parlament haben die Republikaner die Mehrheit. Die Republikaner werden dominiert von der sogenannten „Tea-Party-Bewegung“. Und diese hat sich diesen netten, nach Befreiung klingenden Namen gegeben, um darüber hinweg zu täuschen, dass sie de facto eine Bande übler Rassisten ist, manche nennen sie den Ku Klux Klan in neuem Gewand.

Man darf es nicht sagen im so korrekt-falschen Washington, aber es geht hier nur scheinbar um „Obamacare“ oder andere konkrete Polit-Vorhaben des Präsidenten. Im Kern geht es darum, dass der Präsident schwarz ist!

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Das Ohr an der Glasfaser

Wenn-dann-Sätze haben ihre eigenen, ganz speziellen Regeln. Ein Beispiel:

Wenn jemand sehr klug ist, dann wird er meist Politiker oder Journalist„. Mag sein.

Der Umkehrschluß ist aber eben nicht zulässig. Der wäre ja: „Wenn jemand nicht so klug ist, dann ergreift er meist einen anderen Job.“ Man möchte fast sagen: Schön wärs!

Aktuell erliegen aber, so scheint es, gerade Politiker und Journalisten diesem Denkfehler. Der Ausgangssatz lautet aktuell ungefähr: „Wenn ein Insider die geheimdienstliche Abhörung von Telefon- und Datenkommunikation aufdeckt, dann ist da auch meist was dran.“ So siehts aus.

Und das wäre dann der Umkehrschluß: „Wenn nichts aufgedeckt wird, dann ist da auch einfach nichts.“ Ach wirklich? Nur weil es keinen deutschen, hebräischen, frazösischen, russischen, koreanischen oder polnischen Snowden gibt, sind die jeweiligen Dienste alle lammfromm?

Ist es nicht erstaunlich, wie bedeckt sich alle in den oberen Rängen halten? Wie zart die tosende Wut vorgetragen wird? Der ranghöchste echte Entrüstungsträger im Lande war doch der Bundesdatenschutzbeauftragte. Peter Schaaf muss sich wirklich vom Parlament vera… vorkommen. Der Innenminister kommt über philosophische Gemeinplätze im Bundestag nicht hinaus, weil er nicht zugeben kann und mag, dass er das alles längst wußte, dass seine Dienste davon profitieren – und sicher irgendwie auch mitmachen.

Und Chefin Angela hat das auch alles längst mit Freund David und Barack abgefrühstückt. Bloß rausrücken will man damit vor der Wahl halt nicht. Ob das gut geht…

Ich bin jedenfalls überzeugt: Alle haben längst das Ohr an der Glasfaser – und mit Recht! Wenn die Alternative lautet: schmutzige Atombomben über Frankfurt (und genauso lautet sie!), ist meine bittere Erkenntnis: macht sorgfältig weiter, Jungs!

So lange die Daten nicht in die Hände der Privatwirtschaft kommen, ist es mir sorum lieber. Das ist halt der Preis. Ich bin bereit ihn zu zahlen.

Warum stellt kein Journalist Fragen in diese Richtung? Wurden alle in Sachen Staatsräson verdonnert? Geht sowas überhaupt?

Eine merkwürdige Friedhofsruhe ist das….

Googles Loon – Ballon oder Seifenblase?

BallonGoogle hat letzte Woche in Neuseeland sein Projekt „Loon“ vorgestellt. Es ist allerdings ziemlich „looney“, auf deutsch verrückt. Welche Realisierungschancen hat es?

Doch zunächst in aller Kürze: Was ist Googles Loon eigentlich?

„Loon“ ist der englische Name für eine Vogelart, für den Taucher, zum Beispiel den Prachttaucher oder den Eistaucher (arctic loon, common loon). Mit „loon“ werden  außerdem Spinner, Verrückte bezeichnet.

Schließlich: es ist die zweite Silbe von „balloon“ – und das ist wohl die entscheidende Herleitung in diesem Fall.

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Social Media Budgets in Europa: + 18% p.a. – wenn nicht…

Nach einem Bericht von Forrester wachsen die  Social Media Budgets in Europa in den nächsten 5 Jahren um 17,6% p.a.

(Die volle Studie ist kostenpflichtig ($499), wir berichten hier nur von den veröffentlichten Eckdaten.)

2012 lagen die Ausgaben noch bei 1,4 Mrd. €, für 2017 sind 3,2 Mrd. prognostiziert. Für UK wurden länderspezifische Daten bereits veröffentlicht, es ist davon asuzugehen, dass solche Werte auch für die anderen großen Märkte vorliegen und in der Vollversion ersichtlich sind.

Haupttreiber des deutlichen Wachstums sind aus Forresters Sicht:

  • Stark wachsende Anzahl adressierbarer Endgeräte
  • Wachsendes Interesse / steigende Bereitschaft der Europäer, diese auch entsprechend zu nutzen
  • Anhaltende Konsolidierung der Social-Network-Landschaft in Europa
  • Steigerung der Anzahl der Europäer, die sozialen Netzwerken beitreten

Hauptbremser sind hingegen

  • Kommende EU-weite Regelungen zum Datenschutz (2016)
  • Besorgnis der Konsumenten über die von sozialen Netzen gespeicherten privaten Daten
  • Verständnis-Probleme der Marketing-Verantwortlichen den ROI betreffend.

130509 SM Budgets EU

Forrester sieht deshalb 2 Szenarien bis 2017, die am Ende einen Unterschied von knapp 900Mio € ausmachen können.
(In dieser Grafik wurden die vorliegenden Daten mit linearer Steigerung abgebildet, entspricht ggf. nicht der Darstellung von Forrester).

Trotz des allgemeinen großen Interesses an kräftigen jährlichen Budget-Zuwächsen, verbietet sich aus meiner Sicht aber eine Politik der generellen Ver- oder Behinderung der legislativen Anstrengungen für angemessenen Datenschutz. Diese Maßnahmen korrelieren im Kern erkennbar mit den privaten  Sichtweisen und spiegeln vorhandene Besorgnisse und Akzeptanzhürden eher wider bzw. reagieren darauf (einige Exzesse brüsseler Regulierungswut vielleicht ausgenommen).

Primäres Ziel muss es hier vielmehr sein, eine einheitliche Regelung für Europa zu erreichen und nicht die bisherige rechtliche Kakophonie fortzusetzen. Das ist der beste Beitrag für Planungssicherheit und -klarheit und damit für robust wachsende Märkte.

Arbeiten sollten wir „Aktiven“ und mitunter sogar noch Avantgardisten im Social Media Umfeld an der Verbreitung des Social Media Verständnisses im Management. Ich bin zum Beispiel vor zwei Wochen gebeten worden, eine Social Media Strategie zu entwicklen auf Erfolgsbasis, honoriert also per Klick. No comment, nur dies: Hier ist noch viel Unkraut zu jäten und manche Ackerfurche zu ziehen, bis guter Weizen aufgeht.

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Schavan in Twitter

Ich war gerade dabei, ein neues Twitter Tool für die Sentiment-Bewertung auszuprobieren, da kam die Nachricht vom Rücktritt der Ministerin Schavan. Ein gutes Test-Thema, dachte ich, und in der Tat, was sich da zeigte, war ganz interessant.

Dass die Meinungen zum Stichwort „Schavan“ nicht gerade berauschend sein würden, war nicht überraschend. Aber was zwischen 15:25 und 15:35 im Buzz passierte, war schon beachtlich: Die Meinung verdüsterte sich noch einmal dramatisch, als die Rücktrittsmeldung durch alle Newsticker durchgesickert war.

Und sie erholte sich von diesem Einbruch auch innerhalb der nächsten 24h bis jetzt (10.2., 21:20 Uhr) nicht.

130210 Schavan on twitter

Obwohl das also ganz interessant aussieht, muss ich auch Kritisches anmerken zu tweettone:

  • Die filigrane Einteilung in 8 Sentiment-Schattierungen ist eher irreführend. Es ist schon schwer genug, negativ von positiv zu unterscheiden. Wo liegt wirklich die Grenzlinie zwischen Angry und Shame?
  • Zumindest auf der einfachen .com-Seite gibt es keine Dokumentation o.ä., wie genau die Begriffe definiert sind und auch nicht, welcher Zeitraum jeweils gescannt wird. Mein Eindruck: soweit zurück, bis 100 tweets zusammen sind.

Auf der anderen Seite: es ist gratis, da darf man auch mal einfach drauflos searchen.

Wenn Sie noch mehr Gratistools für Social Media sehen wollen: wir pflegen hier eine ganze Liste. Pflegen Sie die doch einfach mit!

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