Verzaubernde Delfin-Schule vor Belle-Ile

Vor ein paar Jahren habe ich an einem Segelkurs bei Les Glenans teilgenommen – und bin dabei mitten in eine Delfin-Schule geraten. Weiter unten ist ein Link zu einem kleinen Film von dieser Begegnung.

Les Glenans ist eine recht angesehene Segelschule in Frankreich. Sie haben in der Bretagne begonnen, sind aber nun an vielen Standorten auf der Welt vertreten. Das kleine namensgebende Insel-Archipel “Les Glenans” liegt auch in der Bretagne, ganz im Südwesten.

Eine Woche mit 10 Teilnehmer und zwei Segellehrern auf 2 Schiffen, das war unser Programm. Die beiden Schiffe waren gute 30Fuss lang. Die Teilnehmer waren alle junge Franzosen zwischen 25 und 35 Jahren, eine sehr lustige, sympathische Truppe.

Der Törn

Es ging los in Vannes, durch den Golf von Morbihan, rüber nach Belle-Ile, einmal um die schöne Insel rum, Stop in Hoedic und Houat, nach Quiberon in den Port Haliguen und wieder zurück nach Vannes.

Das ist ein herrlicher Törn mit vielen schönen Häfen und einer tollen Natur. Besonders der Golf von Morbihan ist sehenswert, eine Welt für sich.

7 Tage und 6 Nächte haben wir so verbracht und viel gelernt. Doch das eigentliche Erlebnis war unsere Begegnung mit einer Delfin-Schule. Das hat uns alle tief beeindruckt.

Der Ort der Begegnung

Den genauen Ort habe ich nicht notiert, aber es war südlich von Belle-Ile. Das hier sind ungefähr die richtigen Koordinanten: 47°16’34″N 3°14’16″W

Die Delfine waren klein, ungefähr 1,50m lang, grauer Rücken, hellere Unterseite. Es war schwer, die genaue Anzahl der Tiere zu zählen, ich schätze die Gruppe auf ungefähr 15.

Sie schienen mit uns zu spielen, vielleicht ein Wettschwimmen, bei dem unsere Schiffe natürlich keine Chance hatten. Wir glitten so bei knappen 2 Windstärken dahin und hatten wirklich anderes im Kopf, als gutes Trimmen.

Die Begegnung dauerte ungefähr 20 Minuten und hat uns ganz verzaubert zurückgelassen. Irgendwelche Mann-über-Bord-Manöver und dergleichen konnten wir an dem Tag nicht mehr üben. Alle hatten so einen verklärten Ausdruck in den Augen.

Hier ist der Link zum Video von unserer Begegnung

Vitré – hübsches Städtchen

DSC_5418Etwa 30 km östlich von Rennes, der Hauptstadt der Bretagne liegt Vitré. Der Ort hat keine 20.000 Einwohner und ist auf der Karte unscheinbar. Doch er ist durchaus eine Besichtigung wert. Vor vielen Jahren nannte er sich sogar das Tor zur Bretagne.

Besonders beeindruckend sind hier die große Burg aus dem 11. Jahrhundert, die noch intensiv das Stadtbild bestimmt, die gut erhaltene Altstadt sowie generell der Umstand, dass diese Kleinstadt zu prosperieren scheint. Dabei ist es eher nicht der Tourismus (sooo viele Reisebusse halten hier nicht) und auch keine erkennbare Groß-Industrie.

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Saint Pierre Quiberon – einen Besuch wert

Port Haliguen heißt der kleine Ort mit dem großen Yachthafen an der ruhigen, den Atlantik-Winden abgewandten Südost-Seite von Quiberon. Nur wenige Kilometer nördlich von hier und noch ruhiger mit noch mehr Wattstrand liegt Saint Pierre Quiberon.

Dabei ist die Nachbarschaft rein räumlich zwar korrekt aber kommunal-organisatorisch ein Afront: Port Haliguen ist einfach ein Dorf in der Gemeinde Quiberon, Saint Pierre aber ist selbst Gemeinde, die “andere” Gemeinde eben auf der Halbinsel.

Saint Pierre leidet darunter, nur für einen kleinen Vorort und Abklatsch des richtigen und großen Quiberon im Süden gehalten zu werden. Man hat durchaus Pfunde, mit denen man wuchern möchte: Die Nationale Segelschule, die angesehenere Kirche (hier ging sogar schon Jacque Chirac zur Ostermesse), der schönere Wochenmarkt, die (angeblich) wertvolleren Künstler, das ruhigere Bade-Meer, die wildere Cote Sauvage, all dies findet man in der Gemeinde Saint Pierre.

Wilde Küste
Wilde Küste

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Quiberon Küste: eine Foto-Tour

Die kleine Foto-Tour entlang der Küste von Quiberon beginnne ich in Port Haliguen mit Blick auf die Marina.

Port Haliguen

Gut 1.100 Boote haben hier Platz – und jeder Platz ist belegt, die Warteliste ist lang.

Marina Port Haliguen
Marina Port Haliguen

Der Hafen liegt an der dem Wetter abgewandten Ost-Seite der Halbinsel und war bis ins frühe 20. Jahrhundert auch Handelshafen. Heute liegen hier nur noch einige kleine Fischerboote.
Die Schutzmauern des Hafens begrenzen auf der anderen Seite den Badestrand Le Porigo, an dessen Südende auch die Segelschule von Quiberon liegt. Hier wird auf Jollen (Laser, 470er), kleinen Katamaranen und Optimisten unterrichtet.

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Abwechslungsreiches Quiberon

Land am Meer (armor) und Land im Wald (argoat) – so haben die Kelten die Bretagne sprachlich geordnet und das macht immer noch Sinn.

Vielleicht sollte man die Küsten weiter unterscheiden, die romantische rote Küste im Norden: Armoricaine, die wilde Küste im Westen: Finisterre und die wärmere, mildere Küste im Süden: Morbihan.

Wir sind meist in Morbihan, genauer in Quiberon. Das ist eine kleine Halbinsel, die nur über eine sehr schmale Straße und Bahnlinie mit dem Festland verbunden ist. Eine erste Orientierung gibt die Karte. Quiberon ist der Ausschnitt unten links.

Südbretagne
Unten Mitte sieht man Quiberon auch – im Verbund mit den Inselchen Huoat und Hoedic und der etwas vorgelagerten großen Insel Belle Ile.

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Auch im Winter ist die Bretagne schön

Morgens ist es nahe Null Grad, aber die Sonne wärmt alles schnell bis zu 10 und man kann mittags in warmen Jacken draußen sitzen.
Das Meer ist silbergrau und sieht kalt aus.

La Teignuse

Meer und Wind und Felsen spielen ihr Spiel im Winter wie im Sommer.

Einige Nordmeer-Vögel überwintern hier. Auf dem Bild ist die graue Ringelgans zu sehen, etwa entengroß und recht scheu, man kommt nicht wirklich dicht ran. Sie lebt sommers am Polarkeis.

Graue Ringelgänse

Der weiße Seidenreiher, Egretta Garcetta, ist das ganze Jahr hier.

Seidenreiher

Und die eher zutraulichen schwarzen Kormorane auch. Einige haben einen weißen Bauch, was laut Wikipedia eigentlich eher auf der Südhalbkugel vorkommt und deshalb hier anscheinend eine Rarität ist

Kormorane

Alle Fotos habe ich auf der Halbinsel Quiberon im Süden der Bretagne gemacht. Wer sich hiervon etwas downloaden will: nur zu! Es gibt keinerlei Einschränkungen, CC0.

Die Ebbstrandsandbilder eignen sich z.B. recht gut als Wallpaper.