Im fernen Osten: ein Lied vom Russisch-Japanischen Krieg

Als ich ein kleiner Junge war, sang mir meine Mutter gelegentlich Lieder vor. Meist waren es einfache Kinderlieder, aber ich erinnere auch ein schaurig-schönes, das ich besonders gern hatte. Es handelt von einem russisch-japanischen Liebespaar, das der Krieg zusammenführte und auch wieder trennte.

Ich habe dieses Lied nicht im Internet gefunden, nur Auszüge auf der Seite einer fränkischen Forschungsstelle für Volksmusik.

Hier stelle ich jetzt den mir bekannten vollständigeren Text vor und auch die Melodie, zu der meine Mutter das Lied gesungen hat.

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Mein Recht im Netz – was steht in dem Buch?

Den Inhalt meines Buches habe ich recht ausführlich in diesem Artikel vorgestellt.

Eine wirklich stark eingedampfte Kurzversion ist:

In “Mein Recht im Netz” geht es um Online Konten oder digitale Identitäten, das ist ungefähr das gleiche. Wann immer wir uns irgendwo einloggen und so Zugang zu einem für uns speziell reservierten Bereich erhalten, nutzen wir ein Online Konto – oder nutzen eine unserer digitalen Identitäten.

Und von diesen “Dingern”, diesen Identitäten, haben die meisten von uns schon eine ordentliche Menge angesammelt: bei E-Mail-Providern, Banken, sozialen Netzen, Lieferanten, Spielen und so weiter.

Ich habe gerade mal für mich selbst gezählt: Wow! – über 150 solche Konten. Das klingt überzogen, aber wenn Sie alle Router, Handies und PCs, alle Autos, Schließfächer, PINs und Cloud Zugänge mal durchzählen, private wie geschäftliche – weit weg von 100 werden Sie wahrscheinlich auch nicht landen.

Um das Management, um die Organisation, Verwaltung und Dokumentation dieser Online Konten oder digitalen Identitäten, geht es in dem Buch.

Da die digitalen Identitäten intimst zu uns gehören, muss jede Dokumentation natürlich zu aller erst absolut wasserdicht sicher sein. Also ist Sicherheit ein großes Thema, Passwörter, Passwort-Safes, Verschlüsselung, Cloud-Services.

Aber auch der digitale Nachlass ist ein wichtiger Aspekt: wie übergeben wir diese Identitäten an Nachkommen? Nicht alles muss überhaupt erhalten bleiben, aber was konkret soll bleiben? Bei wem? Das ist gar nicht so einfach.

Wenn Sie das jetzt noch nicht neugierig gemacht hat, dann erfahren Sie mehr hier.

Und wenn doch – tja, dann könnten Sie sich das Buch ja eigentlich kaufen. Es ist bei der Stiftung Warentest erschienen, ISBN 978-3-86851-374-5.

Ich danke und freue mich über Kommentare.

Flüchtlingshilfe – neue Freuden wie Hürden

FlchtlingeIn dieser kleinen Reihe berichte ich von meinen Erlebnissen bei der Flüchtlingshilfe. An dem Gerede darüber mag ich nicht teilnehmen, ich kann die Argumente alle nicht mehr hören. Was zählt ist konkretes Handeln. Und da bin ich jetzt eben angekommen.

Nach einer kurzen Orientierungsphase mit selbst gemachtem Kaltstart-Problem, bin ich einfach rein gesprungen in die Action: Im Volunteer-Planner registrieren, Einsatzort, -art und -schicht aussuchen, sich anmelden und dann auch wirklich kommen, das ist alles.

Hilfebereich Spenden-Verwaltung

So gelangte ich zur Spendenannahme und zur Aufräumtruppe für die Kantine. Gestern habe ich mir nun wieder die Spendenannahme gegeben, diesmal die Frühschicht.

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Flüchtlingshilfe ist machbar

FlchtlingeVon meiner kurzen Orientierungsphase in Sachen Flüchtlingshilfe habe ich im vorigen Beitrag berichtet.

Hier geht es jetzt ganz konkret zur Sache, denn gestern hatte ich meinen ersten Einsatztag. Die erste Aufgabe: Spendenannahme und Spendenvorsortierung im Rathaus Wilmersdorf.

Um 12:45 beginnt meine Schicht. Am Eingang Brienner Straße steht Security, man kommt nur rein mit Perso. Aber alles ist locker und freundlich. Beim Helfer Check-in ist es dann genauso, Umhängekärtchen mit Vornamen, weiter zur Koordinatorin Spenden-Management. Wir sind vier, ich bin der einzige Rookie.

Der Job besteht aus zwei Teilen:

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Flüchtlingshilfe – gar nicht so leicht am Anfang

FlchtlingeVor ein paar Tagen wurde mir plötzlich klar, dass ich bei der Flüchtlingshilfe irgendwie mitmachen muss. Was genau der Auslöser war, weiß ich nicht mehr, aber ich konnte diese Bilder und Berichte im Fernsehen nicht mehr anschauen ohne zu denken: was diese Leute aus Syrien, Eritrea oder Mali erlebt haben, muss so gruselig gewesen sein, da will ich wenigstens dazu beitragen, dass es hier nicht immer so weiter geht.

Also ging ich auf die Suche nach Orten und Institutionen, an denen Hilfe möglich ist.

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Vitré – hübsches Städtchen

DSC_5418Etwa 30 km östlich von Rennes, der Hauptstadt der Bretagne liegt Vitré. Der Ort hat keine 20.000 Einwohner und ist auf der Karte unscheinbar. Doch er ist durchaus eine Besichtigung wert. Vor vielen Jahren nannte er sich sogar das Tor zur Bretagne.

Besonders beeindruckend sind hier die große Burg aus dem 11. Jahrhundert, die noch intensiv das Stadtbild bestimmt, die gut erhaltene Altstadt sowie generell der Umstand, dass diese Kleinstadt zu prosperieren scheint. Dabei ist es eher nicht der Tourismus (sooo viele Reisebusse halten hier nicht) und auch keine erkennbare Groß-Industrie.

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Saint Pierre Quiberon – einen Besuch wert

Port Haliguen heißt der kleine Ort mit dem großen Yachthafen an der ruhigen, den Atlantik-Winden abgewandten Südost-Seite von Quiberon. Nur wenige Kilometer nördlich von hier und noch ruhiger mit noch mehr Wattstrand liegt Saint Pierre Quiberon.

Dabei ist die Nachbarschaft rein räumlich zwar korrekt aber kommunal-organisatorisch ein Afront: Port Haliguen ist einfach ein Dorf in der Gemeinde Quiberon, Saint Pierre aber ist selbst Gemeinde, die “andere” Gemeinde eben auf der Halbinsel.

Saint Pierre leidet darunter, nur für einen kleinen Vorort und Abklatsch des richtigen und großen Quiberon im Süden gehalten zu werden. Man hat durchaus Pfunde, mit denen man wuchern möchte: Die Nationale Segelschule, die angesehenere Kirche (hier ging sogar schon Jacque Chirac zur Ostermesse), der schönere Wochenmarkt, die (angeblich) wertvolleren Künstler, das ruhigere Bade-Meer, die wildere Cote Sauvage, all dies findet man in der Gemeinde Saint Pierre.

Wilde Küste
Wilde Küste

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Quiberon Küste: eine Foto-Tour

Die kleine Foto-Tour entlang der Küste von Quiberon beginnne ich in Port Haliguen mit Blick auf die Marina.

Port Haliguen

Gut 1.100 Boote haben hier Platz – und jeder Platz ist belegt, die Warteliste ist lang.

Marina Port Haliguen
Marina Port Haliguen

Der Hafen liegt an der dem Wetter abgewandten Ost-Seite der Halbinsel und war bis ins frühe 20. Jahrhundert auch Handelshafen. Heute liegen hier nur noch einige kleine Fischerboote.
Die Schutzmauern des Hafens begrenzen auf der anderen Seite den Badestrand Le Porigo, an dessen Südende auch die Segelschule von Quiberon liegt. Hier wird auf Jollen (Laser, 470er), kleinen Katamaranen und Optimisten unterrichtet.

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Abwechslungsreiches Quiberon

Land am Meer (armor) und Land im Wald (argoat) – so haben die Kelten die Bretagne sprachlich geordnet und das macht immer noch Sinn.

Vielleicht sollte man die Küsten weiter unterscheiden, die romantische rote Küste im Norden: Armoricaine, die wilde Küste im Westen: Finisterre und die wärmere, mildere Küste im Süden: Morbihan.

Wir sind meist in Morbihan, genauer in Quiberon. Das ist eine kleine Halbinsel, die nur über eine sehr schmale Straße und Bahnlinie mit dem Festland verbunden ist. Eine erste Orientierung gibt die Karte. Quiberon ist der Ausschnitt unten links.

Südbretagne
Unten Mitte sieht man Quiberon auch – im Verbund mit den Inselchen Huoat und Hoedic und der etwas vorgelagerten großen Insel Belle Ile.

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Amerikaner sind drollig

Vor ein paar Tagen hatten wir Besuch aus Amerika.

Um einen ersten Eindruck von Berlin zu geben bzw. zu bekommen, sind wir ein wenig U- und S-Bahn gefahren, in der City zu Fuß gegangen und auf dem Wannsee Bötchen gefahren. Wir waren im Theater, in den Hackeschen Höfen und in einigen Restaurants. Da parallel die WM gerade läuft, war natürlich viel Public Viewing im Aufbau, zum Beispiel am Brandenburger Tor.

Das meiste nahm man recht brav und interessiert, aber eher still zur Kenntnis. Das Holocaust Denkmal machte allerdings nachhaltig Eindruck, auch der Wannsee gefiel.

Meine Lieblings-Kommentare sind:

  • Gut, dass das Brandenburger Tor noch steht!
  • Man sieht ja nicht mehr viele Spuren vom Krieg.
  • Public Viewing, klar, nur wenig Leute haben hier Television.
  • Ach, hier wurden also viele Spionage-Filme gedreht (Glienicker Brücke).

Wir haben halt alle unsere fertigen Bilder im Kopf.