8 Tipps für erfolgreiche Unternehmens-Blogs

Bloggen ist essentieller Bestandteil einer erfolgreichen Social Media Marketing Strategie. Doch viele Unternehmen sind unsicher, was den Inhalt der Posts betrifft, den richtigen Zeitpunkt oder das Gewinnen und Halten von Lesern.

Hier sind 8 Tipps, die jeder Blog-Experte wissen sollte:

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1. Messe deinen Erfolg

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Wenn man für ein Unternehmen bloggt und nicht über seine Katze oder Shopping-Sucht, dann braucht man Kennzahlen, die Aufschluss über den Erfolg geben. Ohne Statistiken steht man recht einsam am Rand der Online-Welt und weiß nicht, ob und wie viele Nutzer der gepostete Inhalt interessiert.

Zahlreiche Messmethoden stehen deshalb zur Verfügung. Welche man wählen soll, hängt davon ab, welches Ziel mit dem Blog verfolgt werden soll. Man sollte sich deshalb die Frage stellen: Warum blogge ich? Eine einfache Frage, die viele Blogger jedoch häufig nicht klar beantworten können.

3 Gründe stehen zur Auswahl:

Bloggen um Content zu generieren

In diesem Fall liegt der Schwerpunkt auf Suchmaschinen-Optimierung um mit der gezielten Auswahl von Themen und dem Einfügen von Keywords viele Besucher auf die Seite zu locken. Die zu messende Kennzahl lautet Traffic aus Zugriffsquellen.

Bloggen um den Verkauf zu steigern

Ähnlich wie der erste Grund, doch Blogs, die den Handel ankurbeln sollen, konzentrieren sich eher auf Conversions als auf Traffic-Erzeugung. Hauptziel ist, die Besucher auf eine andere Website zu leiten, normalerweise die Unternehmensseite oder eine Bestellseite. Die zu messenden Kennzahlen sind Leads und Conversions.

Bloggen für eine Community

Diese Blogs wollen eine dauerhafte Leserschaft aufbauen, die mit dem Blogger interagiert und über spezielle Themen spricht.

Man sollte den Hauptgrund bestimmen können, um die passenden Kennzahlen herauszufinden.

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2. Biete dich als Gastautor an

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Einer der besten Wege, seinen Blog bekannt zu machen, ist es, für andere Menschen zu bloggen.

Dafür muss man zunächst einflussreiche Blogger der eigenen Branche ausfindig machen und deren Blogs lesen. Wenn möglich, hinterlässt man passende, intelligente und durchdachte Kommentare, die die Konversationen voranbringen. Dies zieht einerseits Leser zu deinem Blog, andererseits kann man mit guten Kommentaren auch eine Gastautorschaft an Land ziehen. Es sollte für beide Seiten eine Win-win-Situation sein. Nur aus egoistischen Gründen Kommentare zu hinterlassen, fliegt sehr schnell auf und birgt nur mäßigen Erfolg.

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3. Plane Zeit und Themen im Voraus ein

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Viele Leute klagen über zu wenig Zeit und Themen-Ideen um ihren Business-Blog voranzutreiben. Damit entgeht ihnen leider ein mächtiges Marketing-Tool, das rund um die Uhr für sie arbeitet. 4 Schritte helfen beim Planen und Starten:

  1. Reserviere im Kalender eine bestimmte Zeit zum Bloggen.
  2. Plane den Inhalt im Voraus. Hierfür kann man einen „Veröffentlichungs-Kalender“ erstellen und die Themen ein bis drei Monate im Voraus festlegen.
  3. In jeder Blog-Kategorie sollten mindestens 5 Themen sein, die im Zusammenhang mit der eigenen Firma, den Produkten oder Serviceleistungen stehen.
  4. Diese Themen sollten im Kalender eingetragen werden.

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4. Füge Keywords in die Titel und Artikel ein

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Welche Keywords bringen die meisten Besucher auf meine Seite? Entwickle einen redaktionellen Plan um diese Keywords herum. Sammle dazu die Top 15 Keywords oder Wendungen und schreibe Artikel zu jedem davon. Das Wort und dessen Synonyme sollten häufig im Text genannt werden. Wichtig ist natürlich auch, dass diese 15 Keywords im Titel und in den Tags vorkommen. Diese Strategie hilft einerseits bei der Themenfindung, andererseits werden die Artikel besser von den Suchmaschinen gefunden. 

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5. Führe Interviews mit Branchen-Experten

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Engagiere einen Kameramann und gehe zur größten Messe deine Branche. Interviewe dort alle angesagten Buchautoren und führenden Experten. Es ergibt sich dadurch eine Fülle an Inhalten, über die man berichten kann. Sehen sich die Experten in den Videos, kann es durchaus sein, dass sie es an weitere wichtige Personen weiterleiten.

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6. Kreiere überzeugende Mitmach-Aktionen

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Nun hat man nette Anekdoten, Fallbeispiele, Top-10 Listen, provokative Gedanken und vieles mehr auf seinem Business-Blog. Doch was noch fehlt, ist eine Handlungsaufforderung, ein „call to action“. Welchen Schritt soll ein Besucher nach dem Lesen der Artikel gehen? Die meisten Leser werden wohl durch Eingabe von Stichworten bei Google auf der Seite gelandet sein. Für ein paar Sekunden hat man nun deren Aufmerksamkeit. Man muss ihnen im richtigen Moment etwas Unterwartetes und Relevantes bieten können. Hier ein paar überzeugende Handlungsaufforderungen:

  • Lade unser White Paper herunter
  • Folge uns auf Twitter, Facebook, LinkedIn, Youtube, etc.
  • Stelle uns eine Frage
  • Lade unser E-Book herunter
  • Registriere dich für unser kostenloses Webinar
  • Registriere dich für unseren E-Newsletter
  • Demo anfragen

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7. Kein Schauspielern beim Video-Bloggen

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Baut man Video-Interviews in seinen Blog ein, sollte man versuchen, natürlich zu wirken und nicht schauspielern. Das Publikum will echte Menschen sehen. Um natürlicher vor der Kamera zu werden, kann man mit vertrauten Personen die Interviews üben. Zunächst erklärt man einen einfachen Sachverhalt dieser Person ohne Kamera, dann soll diese Person die Kamera halten. Bei allen weitern Interviews stellt man sich diesen Gesprächspartner vor.

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8. Leite deine Posts automatisch auf Facebook und Twitter

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So vergrößert man die Reichweite seines Blogs zusätzlich.

5 kreative Marketing-Kampagnen mit Facebook Places

Mit Facebook Places können User anderen mitteilen, wo sie sich gerade befinden und mit wem sie gerade zusammen sind. Zusätzlich kann man sich anzeigen lassen, welche Freunde gerade in der Nähe sind. Diesen Location Based Service können Smartphone-User seit Oktober 2010 auch in Deutschland nutzen.

Auch Unternehmen haben dank der Erweiterung Deals (vorerst nur in den USA verfügbar) das große Marketing-Potenzial von Places erkannt und erstellen Kampagnen rund um den Check-in Service. Die Vorteile:

  • Die Markenwahrnehmung wird gesteigert: Denn jedes Mal, wenn ein Facebook-User über Places an einem bestimmten Ort eincheckt (in einem Café, Restaurant, Geschäft, etc.), wird dieses Ereignis den durchschnittlichen 130 Facebook-Freunden im News-Feed mitgeteilt. Damit ist der virale Marketing-Faktor gleich integriert.
  • Neue Kunden werden angesprochen: In den Restaurants, auf der Straße, in den Geschäften oder bei Events erscheinen Deals auf dem Display der Smartphone-Besitzer. Sie werden für den Besuch mit verschiedensten Incentives belohnt.
  • Die Kundenbindung wird erhöht: Laut Facebook besuchen Nutzer das Soziale Netzwerk 28 mal pro Monat. Sie suchen dort Informationen, Gewinnspiele, Sonderangebote, Unterhaltung und Gutscheine. Mit Facebook Deals besteht die Option, loyale Kunden bzw. deren regelmäßige Check-ins zu belohnen.

So neu der Service ist, so schnell waren die Unternehmen beim Erstellen kreativer Marketing-Kampagnen rund um Facebook Places. Hier einige interessante Beispiele, in Anlehnung an Mashable.

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1. Rabatte für Check-ins

Eine simple aber effektive Methode um Places zu nutzen, ist es, Kunden bei jedem Check-in zu belohnen. Das kalifornische Premium-Shopping-Center Westfield Valley Fair wollte damit mehr Kundschaft anlocken. Jeder Kunde bekam beim Check-in einen 15 % Rabattgutschein. Der Erfolg blieb nicht aus: Es kamen mehr Kunden, und mittlerweile werden sogar 25% Rabattgutscheine via Places verteilt.

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2. Events fördern

Gerade bei besonderen Veranstaltungen lohnt sich der Einsatz von Check-ins für die Markenwerbung. Spielentwickler Electronic Arts UK entwickelte eine Places-Kampagne zu Weihnachten, genannt „Play4Xmas“. Dabei wurden sechs Events in Shopping-Zentren gepusht. Die Menschen, die zu den Events auf Places eincheckten, konnten jeden Tag bis zu 10 Videospiele gewinnen. Die Kampagne war ein großer Erfolg: Aus vielen Eventbesuchern wurden Markenbotschafter, mehrere hundert Check-ins bei jedem Event generierten über Zehntausend Impressionen bei den Facebook-Usern.

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3. Neue Orte bei einem Event festlegen

Die Sportmarke Onitsuka Tiger (Asics) sponserte das Sydney Bicycle Film Festival. Das Sportevent dauerte 4 Tage und hatte 10 unterschiedliche Veranstaltungen. Bei jeder Veranstaltung positionierte sich Onitsuka am Eingang, sodass sich die Eventbesucher auch dort registrieren und einchecken konnten – ohne den Einlass am Eingang nutzen zu müssen. Wer sich bei Onitsuka drei mal anmeldete und eine Frage zur Facebook Fanseite des Unternehmens richtig beantwortete, konnte ein Fahrrad oder eine Bike-Ausrüstung gewinnen. Schon am ersten Tag meldete sich über die Hälfte der Besucher über den Check-in von Onitsuka zum Event an.

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4. Tägliche Check-ins

Recruitment: Um neue Studenten zu finden, nutzt die University of Kentucky die Facebook-Reichweite seiner bestehenden Studenten. Dafür wurden riesige Facebook-Statuen aus Holz auf dem Campus aufgestellt, welche die Studenten dazu animieren sollen, jeden Tag bei der Universität einzuchecken. Somit tauchen diese Check-ins auch jeden Tag im News-Feed der Facebook Freunde auf. Darunter befindet sich sicherlich auch die Zielgruppe der zukünftigen Studenten.

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5. Facebook Places in einer Rangliste sammeln

Die für den britischen Tourismus zuständige Werbeagentur VisitBritain entwickelte ein interessantes Facebook Places Programm, um verschiedenste Orte und Landstriche von Großbritannien zu bewerben. Jedes Mal, wenn ein Nutzer zu einem erwähnenswerten und schönen Ort in Großbritannien kommt, soll er auf Facebook Places einchecken und eine Bewertung darüber verfassen. Dabei werden die Check-ins der Menschen gezählt und in einer Tabelle auf Facebook veröffentlicht. So entsteht ein Top 50 Ranking der beliebtesten Orte – von den Usern allein erstellt. Innerhalb von wenigen Wochen zählte die „Top 50 UK Places Seite“ mehr als 250.000 Besucher. Die Anzahl der Fans erhöhte sich um 34%.

Mobile Marketing: Strategien und Beispiele für einen erfolgreichen Einsatz

Das Handy ist unser ständiger Begleiter. Der emotionale Bezug des Konsumenten sowie der mobile Zugriff auf die Informationsmöglichkeiten im Internet machen das Mobiltelefon zu einem einflussreichen Instrument für seine Kaufentscheidungen im stationären Handel. Für den Verbraucher ist vor allem die Zeitersparnis, relevante Informationen bedarfsgerecht zu beschaffen, entscheidend. Vernetzte Informationen aus dem World Wide Web führen in Sekundenschnelle zu einem größeren Wissen des Konsumenten und machen die Leistungen des Handels transparenter. Preis- und Qualitätsvergleiche der Produkte per Handy sind jederzeit möglich. In den USA können Kunden dank der Dienste Slifter und StoreXperience den Barcode von Produkten scannen und erhalten Auskunft zu Preisen, Qualitätsmerkmalen und Bewertungen anderer Nutzer. Auch Preise anderer Händler werden angezeigt und die Distanz des Kunden zur nächsten Filiale angezeigt.

Die mobilen Services kann man in 3 unterschiedliche Anwendungsfelder aufteilen: Anlass-, zielgruppen- und ortsbasierte Services. Sie gehen bei der Kundeninformation unterschiedlich vor und unterstützen jeweils verschiedene Aufgaben der Marketingplanung.

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 1. Anlassbasierte Services

Bei anlassbasierten Services richten Händler spezielle Angebote an eine möglichst große Anzahl von Kunden. Die Kunden müssen jedoch vorher ihr Einverständnis zum Empfang von mobiler Werbung gegeben haben. Zu besonderen Anlässen, wie Preisaktionen, Stichtagen oder gesellschaftlichen Ereignissen, werden vor allem Neukunden und gelegentliche Kunden mobilisiert. Aufgrund der Einverständniserklärung des Kunden wird die eingesetzte Adressbasis zum Hauptkriterium dieses Instruments. Die Kundendaten stammen aus Kundendatenbanken, Listen externer Anbieter oder entstehen bei begleitenden Events.

Entscheidend für die Akzeptanz der Angebote ist die taktvolle Adressierung möglichst vieler Kunden mit attraktiv wahrgenommenen Anreizen. Bei dieser direkten Ansprache des Kunden muss ein deutlicher Zusatznutzen kommuniziert werden, da ansonsten die Händlerinitiative schnell auf Reaktanzen stößt. Der richtige Zeitpunkt der Ansprache hilft dabei: So könnte ein Optiker vor Ablauf der empfohlenen Nutzungsdauer seine Kunden erinnern, ihre Kontaktlinsen zu erneuern, oder ein Blumenhändler informiert männliche Kunden zum Valentinstag über neueste Frühjahrstrends. Deutliche Vorteile erhalten auch Kunden von Fastfood-Ketten. Deren Betreiber nutzen mobile Coupons um die saisonal schwankende Nachfrage wiederzubeleben. Subway verschenkt zum Beispiel bei schlechtem Wetter per SMS Freigetränke und kostenlose Desserts an registrierte Kunden.

Oft entstehen auch Kooperationen zwischen Händlern und Markenherstellern. Bei der Supermarktkette Krogers in den USA können Kunden über ihr Mobiltelefon eine mobile Einkaufsliste zusammenstellen und erhalten im Laden Rabatte auf eher langsam drehende Produkte der Aktionspartner Procter&Gamble, General Mills oder Kimberley-Clark.

Langfristig betrachtet werden mobile Services beim anlassbasierten Einsatz zu einem klassischen Werbemittel des Handels unter vielen.

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 2. Zielgruppenbasierte Services

Mit zielgruppenbasierten Services kann der Händler seine Leistungen noch stärker auf spezifische Anforderungen einer Zielgruppe zuschneiden. Wird bei anlassbasierten Services durch breit initiierte Aktionen ein bestimmtes Verhalten bei möglichst vielen Kunden erzeugt, so passt sich der Händler mit zielgruppenbasierten Services konsequent den persönlichen Anforderungen seiner Kunden an und versucht diese umfassend abzudecken.

Das Thema Gesundheit bietet vielfältige Möglichkeiten für den Einsatz: Allergiker können in Zukunft die Inhaltsstoffe der Lebensmittel per Barcode-Scan erfahren. Die luxemburgische Supermarktkette Cactus stellt den Kunden eine umfangreiche Datenbank über Lebensmittel-produkte für Allergiker im Internet zusammen. Die amerikanische Seite diet.com macht den Kalorien- und Fettgehalt der Gerichte bekannter Restaurant-Ketten per SMS zugänglich.

Auch das gestiegene Umweltbewusstsein kann angesprochen werden: Der Schweizer Lebensmittelhersteller Coop oder die britische Tesco veröffentlichen den Carbon Footprint auf Produkten, der anzeigt, wie viel Kohlenstoffdioxid während des Transports verursacht wurde. Eine Reihe von Händlern arbeitet bereits daran, die Produktions- und Lieferkette vollständig rückverfolgbar zu machen.

In Zukunft könnten Kunden auch – egal wo sie sich befinden – einen Gegenstand, eine Werbeanzeige oder einen Zeitungsausschnitt fotografieren, das Bild an einen Anbieter senden und detaillierte Hintergrundinformationen aus einer großen Datenbank empfangen.

Im Geschäft könnten Kunden das Handy als Navigationssystem mit integriertem „Personal Shop Assistant“ nutzen: Aufgrund vergangener Käufe werden Einkaufslisten vorgeschlagen und ergänzende Produkte gezeigt. Im holländischen Supermarkt C1000 wurde sogar erfolgreich getestet, wie Kunden die Einkäufe per Handy selbst scannten und bezahlten. Die Übertragungstechnik basierte auf der Near Field Communication.

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 3. Ortsbasierte Services (Location Based Services)

Vor allem ortsbasierte Services (Location Based Services) haben laut Experten großes Wachstumspotential. Hier können die Händler ihre auf die lokalen Besonderheiten zugeschnittenen Aktivitäten einem geographisch abgegrenztem Kundenkreis kommunizieren. Emotionalisierende Plakatwerbung kann z.B. die impulsive Reaktion des Betrachters gleichzeitig mit weiterführenden Informationen vom Mobiltelefon unterfüttern. Unmittelbar vor dem Werbeobjekt werden per Bluetooth, Barcode-Scannen oder NFC diverse Produktbeschreibungen, Videoclips oder Händlerinformationen abgerufen. Auf impulsive Reaktionen setzt auch Titus, ein mittelständische Händler für Skateboards und Freizeitkleidung, mit einer Erweiterung der Schaufensterwerbung. An vorbeigehende Passanten in der Fußgängerzone sendet er per Bluetooth Gutscheine für seine Produkte. 

In Zukunft werden die Kunden diesen Service zum großen Teil selbst mitgestalten, da sie selbst Bewertungen schreiben oder wichtige Orte auf einer virtuellen Landkarte markieren können. Dieser Mundpropaganda-Effekt und die Kraft der Web 2.0 Communitys kommt vor allem regional verankerten Nischenanbietern zugute: Örtliche Händler mit hochqualitativen Leistungen nutzen die entstehenden sozialen Netzwerke im Internet, um die Kundenakquisition in ihrem regionalen Cluster anzutreiben.

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Momentan müssen die Händler noch erhebliche Vorschussarbeit leisten, um durch großen Nutzen die Hemmnisse der Kunden zu übertreffen. Alles, was zusätzlichen Zeitaufwand oder Einbuße an Bequemlichkeit bedeutet, wird es schwer haben, die Gunst des zeitgestressten Käufers zu erlangen. Deshalb sind kurze Wartezeiten und einfache Menüführung Grundbedingungen. Auch die Angabe der persönlichen Telefonnummer oder Email Adresse erfolgt nur, wenn der Kunde sicher ist, dass der Service in erster Linie ihm persönlich und nicht der Werbeindustrie nützt. Das Vertrauen der Kunden muss erst noch aufgebaut werden. Auch Servicegebühren sind in dieser frühen Marktphase nicht realisierbar und kommen für junge Zielgruppen, die einen Großteil der Interessenten darstellen, ohnehin kaum in Betracht. Diese junge „Generation Handy“ wird jedoch langfristig das Konsumentenverhalten prägen, sodass mobile Services neue und erfolgreiche Kommunikationsformen zwischen Kunden und Unternehmen hervorbringen können.

ROI: Return on Investment im Social Web messen – sinnvolle Erfolgskriterien

Wie messe ich die Effektivität meiner Social Media Aktivitäten? Ein leidiges Thema, mit dem sich Unternehmen schon seit längerer Zeit abmühen. Denn eine genaue Messung des Return on Investment (ROI) ist momentan noch nicht möglich. Laut einer Studie von Mzinga and Babson Executive Education aus dem Jahr 2009 gaben 84 Prozent der Marketingverantwortlichen an, dass sie den ROI der Aktivitäten im Bereich Social Web nicht messen.

Eine Kapitulation vor dem ROI-Thema ist dennoch nicht angebracht, denn es haben sich  mittlerweile verschiedene Messkriterien/ Kennzahlen etabliert um die Aktivitäten im Social Web zu definieren und diese durchaus messbar zu machen.

Diese Hilfskriterien sind: 

Return on Engagement: Zeitspanne, welche ein Nutzer in die Auseinandersetzung oder Interaktion mit einer Präsenz im Social Web „investiert“.

Return on Participation: Messung und Bewertung der Zeit, in der Nutzer sich aktiv an einer Social Web Kampagne beteiligen, indem sie diskutieren oder Inhalte beisteuern.

Return on Involvement: Ähnlich wie Return on Participation: Wie intensiv setzen sich Nutzer mit einer Kampagne auseinander? Marketer definieren Touchpoints, an denen der Grad der Interaktion seitens der Nutzer dokumentiert wird.

Return on Attention: Heutzutage ist Aufmerksamkeit eines der höchsten Güter, sodass auch diese zur Bewertung einer Social Media Kampagne herangezogen und die damit erzielte Response-Quote gemessen wird.

Return on Trust: Messung der Kundenloyalität und der Bereitschaft zur Weiterempfehlung. Dabei erfasst ein „Trust Barometer“ den Grad des Vertrauens, das durch die Social Media Maßnahmen erzielt wurde, und wie sich dies auf das zukünftige Geschäft und Kaufverhalten auswirkt.

Um etwas genauere Aussagen über den Erfolg der Kamagnen machen zu können, benötigt man jedoch konkrete Kennzahlen, die man verbessern möchte. Diese können zum Beispiel folgende sein:

  • Abverkauf
  • Anzahl der Fans
  • Weiterempfehlungen anderer Nutzer
  • Wie viele Links verweisen auf die Präsenz im Social Web
  • Anzahl und Qualität der Bewertungen
  • Anzahl und Qualität der Kommentare
  • Verbesserung Support oder Kundendienst
  • Kundenzufriedenheit
  • Lead-Generierung
  • Steigerung Traffic Unternehmenswebsite
  • Berichte in der Presse

Ein „Return“ im ursprünglichen Sinne kann damit dennoch nicht berechnet werden. Denn die Größe des Corporate Social Graph (angezeigt durch die Anzahl der Newsletter-Abonnenten, Fans, Follower, Gesprächsvolumen oder Traffic) spiegelt eher wider, wie aktiv das Unternehmen am Social Media Leben teilnimmt.

Viele Experten warnen deshalb davor, bei Social Media von einem „Return on Investment“ zu sprechen. Sie schlagen zur Erfolgskontrolle sogenannte „Key Performance Indicators (KPI)“ vor. Hierbei besteht die Kunst darin, aus Hunderten möglicher Messkriterien genau jene herauszufiltern, die eine tatsächliche Aussagekraft haben und die erfolgskritischen Parameter für das eigene Unternehmen erfassen.

So können zum Beispiel die Kosten pro Kontakt berechnet werden. Oder die Kosten pro Kommentar, Bewertung, Besucher der Website oder Ähnlichem. Diese lassen sich dann Vergleichswerten von anderen Maßnahmen gegenüberstellen. Eine klare Call-To-Action-Funktion sowie Direct Response Elemente, wie zum Beispiel Coupons, können den Aktivitätsindex der Nutzer verbessern und zu einer Optimierung der Messbarkeit von Maßnahmen im Social Web führen. So könnte man beispielsweise erfassen, wie viele Coupons via Social Web verteilt und anschließend eingelöst wurden und welcher Umsatz damit erzielt wurde.

Facebook kooperiert seit Herbst 2010 mit dem Marktforschungsinstitut Nielsen um den Effekt einer Kampagne auf Facebook messbar zu machen. Das Produkt „Brand Lift“ blendet Nutzern, die eine Anzeige auf Facebook gesehen haben, Umfragen ein. Den Auswertungen werden Daten gegenübergestellt, die aus der gleichen Umfrage generiert werden, die man bei Nutzern einblendet, welche die Werbung nicht gesehen haben. Leider bedeutet Social Media weit mehr als Anzeigen bei Facebook zu schalten. Somit wird ein großer Teil außer Acht gelassen (Ganz abgesehen von der Unschärfe der „Brand Lift“-Befragung, da Nutzer an anderer Stelle eventuell Kontakt mit der Marke hatten).

Die einzige Möglichkeit einer erfolgreichen ROI-Kalkulation besteht deshalb darin, aussagekräftige und sinnvolle KPI zu definieren. Solange keine Tools für eine exakte ROI-Kalkulation verfügbar sind, müssen Unternehmen Näherungswerte und Mechanismen nutzen, die eine bestmögliche Erfolgsmessung bieten.

Allerdings gibt es einige interessante „Return on Investment“ -Fakten im Bereich Social Media:

Psychologie des Social Media Content – 7 Tricks

Was macht guten Social Media Content aus? Ihn ins Netz zu stellen ist heutzutage einfacher denn je. Verschiedenste Tools helfen Fotos, Texte oder Videos mit ein paar Klicks auf Facebook, Twitter oder dem Firmenblog zu veröffentlichen. Doch wie wird daraus guter Social Media Content, der von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen und weitergeleitet wird?

Hier sind ein paar Tipps, die Erkenntnisse aus Neurowissenschaft, Persönlichkeitspsychologie und Gruppendynamik nutzen, um erfolgreiche Inhalte zu posten.

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1. Das Cocktail-Party Phänomen

Wir nehmen nur das wahr, was für uns wichtig ist und uns interessiert. In einem Raum voller Menschen, die sich unterhalten, nehmen wir zunächst durch das Stimmengewirr nicht viel wahr. Fällt in einem der Gespräche jedoch zufällig unser Name, so hören wir das sofort und drehen uns zu der entsprechenden Person um.

Für diese selektive Wahrnehmung ist das sogenannte retikuläre Aktivierungssystem (RAS) verantwortlich. Eine Gehirnregion, die verantwortlich ist für Orientierung und Aufmerksamkeit und dafür sorgt, dass wir uns Informationen zuwenden, die für uns von Bedeutung sind.

Für den Webcontent bedeutet das: Er muss relevant und nützlich sein. Und am Besten so spezifisch wie möglich. Denn Erkenntnisse aus der Erwachsenenbildung legen nahe, dass Erwachsene eher an Inhalten interessiert sind, die ein spezielles Problem beleuchten, das sie gerade beschäftigt. Dies bedeutet, der Content erregt umso mehr Aufmerksamkeit, je passender er sich an den Bedürfnissen der Leser orientiert. Ist man beispielsweise ein Experte im Zeitmanagement, so erhält man mehr Aufmerksamkeit, wenn man sich an eine spezielle Zielgruppe wendet, wie etwa „Zeitmanagement für berufstätige Mütter“. 

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2. Leichteres Lernen durch mehrere Formate

Das zweite Konzept, das sich an neurowissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert, ist Leser den Inhalt auf verschiedene Arten zu präsentieren. Multimodales Lernen erklärt, warum Menschen lieber und besser lernen, wenn dargebotene Inhalte verschiedene Sinne (Sehen, Hören, etc.) und Kanäle gleichzeitig ansprechen. Deshalb sollte man seinen Content vielschichtig präsentieren und neben dem Text an sich auch Grafiken, Podcasts oder einen Vorlesemodus auf der Seite integrieren.

Der „Lernkegel“ von Edgar Dale verdeutlicht das Konzept:

 

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3. Emotionale Geschichten werden besser erinnert

Menschen sprechen stärker auf Geschichten an. Mehr Aufmerksamkeit erhält Content, der logisch aufgebaut ist, in der richtigen Reihenfolge, leicht verständlich und mit emotionalen Elementen angereichert. Case Studies und Beispiele sollten integriert werden, die eine erfolgreicher Umsetzung der Ideen in der Praxis zeigen. So wird der Text persönlicher und dank der Geschichten bleibt er auch besser im Gedächtnis als trockene Fakten.

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4. Kontakt fördert Sympathie

„Kontakt schafft Sympathie“ heißt eine Regel, die der US-Soziologe George C. Homans schon vor 60 Jahren aufgestellt hat. Das bedeutet, je öfter wir Kontakt mit jemandem haben, desto mehr mögen wir ihn. Gibt uns dieser jemand zusätzlich positives Feedback oder Mehrwert, steigt die Sympathie noch stärker an. Für den Content bedeutet das: Er sollte so weit wie möglich verbreitet werden und jede Chance nutzen, von der Zielgruppe gesehen zu werden. Sehen die Menschen die Marke oder den Inhalt überall, fangen sie an, darauf zu achten. Achten sie stärker auf den Inhalt wird er vertrauter und deshalb beliebter.

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5. Menschen wollen Abkürzungen

Das dritte psychologische Konzept, das zur Anwendung kommt, ist, dass Menschen gerne den schnellsten Weg zu guten Entscheidungen wissen wollen. Zwar wollen wir alle viele Wahlmöglichkeiten haben – die sollten im Text auch aufgeführt werden- , doch paradoxerweise können wir uns bei mehr Optionen weniger gut entscheiden. Das bedeutet fürs Marketing: Inhalte filtern und nicht anhäufen. Vorschläge machen und die Menschen mittels Experten zu guten Entscheidungen leiten, die durch Erfahrungen vorgefiltert wurden.

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6. Beratung durch fremde Experten

Das Feld der Gruppendynamik führt uns zu Entscheidungen innerhalb einer sozialen Gemeinschaft. Wir wollen alle zu guten Entscheidungen gelangen, dabei aber so wenig Aufwand wie möglich investieren. Eine Möglichkeit das zu erreichen, ist, unserer sozialen Gruppe Fragen zu stellen. Seiten wie Yelp.com bedienen sich der Weisheit der Masse, um Menschen z.B. bei der Suche nach dem besten Restaurant zu helfen.

Eine Studie von Jupiter Research fand 2008 heraus, dass 50% der Menschen auf Blogs nach Informationen suchen, bevor sie einen Kauf tätigen. Wir legen also unserer Kaufentscheidung das Wissen der Masse zugrunde und können dadurch von Menschen beeinflusst werden, die wir noch nie persönlich getroffen haben. Daraus ergibt sich für Werbetreibende eine wichtige Implikation: Man muss sich als Experte in einem Bereich etablieren. Je größer unsere „Social Credibility“ desto eher werden die Kunden unserem Rat folgen. 

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7. Interagiere

Wie immer gilt auch hier: Feedback des Publikums aufgreifen und die Nutzer miteinbeziehen. So erhält man auf Dauer mehr Fürsprecher, der Status und Einfluss steigen. Ein starker Content veranlasst Menschen dazu, positive Entscheidungen zu treffen, über die sie berichten können und dadurch die Markenbekanntheit weiter steigern.

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Zusammenfassung:

Erstellt man Social Content sollte man also Folgendes beachten:

  • Sei relevant, nützlich und mit speziellem Fokus
  • Sei in mehreren Formaten verfügbar
  • Nutze Geschichten und klare Reihenfolgen um Emotion und Logik anzusprechen
  • Sei ständig präsent
  • Führe die Menschen durch Empfehlungen zu der für sie besten Entscheidung
  • Baue eine Fangemeinde auf
  • Interagiere und aktiviere die Menschen zum Handeln

12 Gründe, warum Unternehmen keinen Erfolg in Social Media haben

Viele Unternehmen springen gerade auf den Social Media Zug. Doch viele kennen dabei nicht ihr Ziel und werden es deshalb auch nicht erreichen. Hier sind 12 Stolpersteine, die Unternehmen umgehen sollten, wenn sie sich erfolgreich in der Social Media Welt bewegen wollen.

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1. Sie verstehen das Social Media Ökosystem nicht

Viele Unternehmen glauben, wenn sie nur die richtigen Tools und die richtigen Technologien einsetzen, haben sie es geschafft. Doch weit gefehlt. Der wichtigste Aspekt bei Social Media ist es, das dahinter stehende Gefühl zu verstehen und zu wissen, wie man hineinpasst und dazu beitragen kann. Die Mechanismen traditioneller Push-Werbung, bei der man seine Nachricht mit einem TV-Spot verbreitet, funktionieren nicht mehr. Statt dessen müssen Unternehmen lernen, ein Teil der Community zu werden oder sogar eine eigene Community aufzubauen und die Aufmerksamkeit des Publikums durch Authentizität und Beziehungen auf sich zu ziehen. Dies erfordert natürlich ein Umdenken bei Unternehmen, die sich nur auf Tools und Technologien konzentrieren.

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2. Sie nehmen die falschen Berater oder Agenturen unter Vertrag

Ein weiterer Stolperstein. Die richtige Beratung zu haben, ist extrem wichtig, aber sie zu finden, ist nicht einfach. Ein gut designter Twitter-Account oder eine nette Facebook-Seite einer Agentur reichen als Einstellungs-Kriterium nicht aus. Man sollte sich genau ansehen, ob dort Interaktionen stattfinden und beachten, dass es keine vorgefertigten Einheitslösungen und Standard-Strategien gibt. Jede Marktnische hat ihre Besonderheiten, die es zu berücksichtigen gilt. Daher müssen sich die Agenturen in der jeweiligen Branche und dem Marktsegment auskennen.

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3. Sie handeln ohne klaren Plan

Unternehmen ohne klare Social Media-Ziele werden es schwer haben. Was erreicht werden soll, welcher ROI erzielt werden soll, muss vorher genau festgelegt werden. Die Welt einfach nur mit ein paar willkürlichen Tweets zu beschallen bringt nichts. Wahllosigkeit zu vermeiden ist der Schlüssel zum Erfolg. Social Media muss mit einer klaren Strategie in die „Unternehmens-DNA“ integriert werden. Zwar erfordert Social Media von den Unternehmen Flexibilität in den Handlungen um Ziele zu erreichen, denn im Neuland von Social Media ist nichts 100% planbar – oft reagieren Kunden einfach anders als erwartet – doch sollten klare Ziele die Wegrichtung vorgeben.

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4. Sie haben eine falsche Social Media Denkweise

Oft verstehen Unternehmen nicht, dass Social Media auch Engagement verlangt. Sie haben die Einstellung, dass Social Media einfach ein zusätzlicher Kanal ist, mit dem man die Leute beschallen kann und damit Coupons verteilen kann. Social Media kann jedoch nicht mit der Schablone von traditionellen Medien bewertet werden. Es erfordert eine andere Denkweise und ist mehr als Tools, Technologien und Tweets.

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5. Sie unterschätzen den Aufwand und das erforderliche Wissen

Die billigste Arbeitskraft einzustellen oder irgend einen internen Mitarbeiter, der noch freie Kapazitäten hat, trägt nichts zu einem positiven ROI bei. Es ist unbedingt erforderlich, dass die Führungskräfte das Social Media Ökosystem verstanden haben, Ziele setzen und Arbeitskräfte entsprechend ihrer geplanten Strategie einsetzen.

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6. Sie engagieren sich nicht

Ein recht simpler Punkt, doch viele Unternehmen halten sich nicht daran. Interaktion und Engagement mit den Nutzern ist wichtig – nicht zu ihnen tweeten sondern mit ihnen tweeten. Kreativer und mit Mehrwert angereicherter Content ist King, wenn er das Publikum zur Interaktion bewegt. Social Media Guru Brian Solis sagt „Die soziale Währung von Social Media ist Handlung“.

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7. Sie implementieren keine Social Media Richtlinien

Die Richtlinien müssen nicht kompliziert oder schwer verständlich sein. Doch sollten sie im Vorfeld definiert werden. Rechtsrisiken werden so vermieden und ein Standard für die Mitarbeiter und Partner festgelegt, wie diese sich im Namen der Firma in sozialen Medien bewegen.

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8. Keine klare Rollen- und Verantwortungszuweisung

Ähnlich wie undefinierte Zielvorgaben, sind unklare Aufgaben- und Verantwortungsbereiche ein Problem. Sie sollten ebenfalls genau aufgeteilt werden.

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9. Sie sehen Social Media als Rettung

Ein Unternehmen, das in Schwierigkeiten ist, sei es, dass Vertrieb und Marketing nicht miteinander arbeiten und deshalb nicht greifen, die Markenbotschaft nicht ankommt oder die Kunden den Unternehmensservice schlicht nicht mögen, kann nicht mit Social Media gerettet werden. Im Gegenteil: Der Einsatz von Social Media verschlimmert die Sache nur noch: Kunden haben eine neue Plattform um sich zu beschwerden – sofern sie sich überhaupt engagieren, ein einheitlicher Markenauftritt kann nur funktionieren, wenn Marketing und Sales zusammenarbeiten und die schlechte Markenbotschaft würde sich nur noch weiter im Netz verbreiten. Hier muss das Unternehmen ehrich zu sich selbst sein und zunächst die internen Brandherde bekämpfen.

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10. Sie hinterlassen einen schlechten ersten Eindruck

Man hat nur eine Chance einen ersten Eindruck zu hinterlassen. Dieser Zeitpunkt sollte gut vorbereitet werden. Nutzer werden nur einmal auf die Facebook-Fanpage des Unternehmens eingeladen. Ist dieser Auftritt schlecht, kommen sie womöglich nie wieder. Besser man nimmt sich die Zeit, die man braucht, als vorschnell die Kunden zu verprellen.

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11. Sie haben überzogene Erwartungen an Social Media

Unrealistische Erwartungen entstehen schnell, wenn man in den Nachrichten von großen Marken hört, wieviele YouTube-Klicks und Millionen von Facebook-Fans sie haben. Das will man natürlich auch erreichen und setzt schnell die Benchmark entsprechend hoch. Wird die Messlatte nicht erreicht, ist das Unternehmen enttäuscht, entlässt den Social Media Beauftragten und verbucht die Social Media Expedition als Fehlschlag. Andere Unternehmen werden daraufhin vorsichtig und stellen billige Arbeitskräfte ein, um das Risiko gering zu halten. Deshalb sollte man genau untersuchen, was realistisch ist, die Ziele adäquat setzen und Geduld haben.

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12. Sie sind langweilig

Mit unnützen und langeiligen Inhalten, ist man in Social Media nicht gut aufgestellt. Social Media bedeutet inspirierende Inhalte, die das Publikum dazu animieren, sich mit dir in Verbindung zu setzen. Ist man diesem Problem davor schon offline begegnet, so werden Twitter und Facebook nicht mehr erreichen. Eine Marketing-Agentur kann hier mit neuen Ideen helfen, sodass das Potenzial von Social Media voll ausgeschöpft wird.

19 Regeln des Social Media Engagement

Social Media revolutioniert Marketing, Kommunikation und die Verbreitung von Information. Viele Unternehmen sind mittlerweile auf diesen Kanälen präsent, doch der Schlüssel zum Erfolg liegt in der direkten Verbindung zwischen den Menschen: Die Mitarbeiter des Unternehmens auf der einen Seite und die Konsumenten der Zielgruppe auf der anderen.

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Von dem stattfindenden Dialog sollten beide Seiten profitieren. Hier sind ein paar grundlegende Regeln, die ein sinnvolles Engagement ermöglichen und von den Unternehmen beachtet werden sollten:

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1.   Finde alle unternehmensrelevanten Communitys und beobachte deren Entscheidungen, Zweifel, Meinungen und Bedürfnisse innerhalb jedes Netzwerks.

2.   Konzentriere dich nicht nur auf die Plattformen, auf denen du präsent bist. Neben der Facebook-Fanpage oder den Twittergesprächen über die Marke gibt es weitere Orte, an den deine Teilnahme vorteilhaft und notwendig ist.

3.   Bestimme deine Marke: Welche Identität, Charakter und Persönlichkeit hat sie? Zu welchen Usern passt die Marke online?

4.   Bestimme einen verantwortlichen Kontaktpunkt, der alle Dinge, welche die Markenwahrnehmung beeinflussen können, identifiziert, monitort und beantwortet.

5.   Genau wie in der Kundenbetreuung, so brauchen auch die Community Manager zunächst ein Training, in dem sie lernen, wie sie in verschiedenen Szenarien angemessen reagieren und antworten. Jemand für die Marke sprechen zu lassen, nur weil er sich in sozialen Netzwerken auskennt, ist zu kurz gedacht.

6.   Ein Verhaltenscodex mit Eigenschaften, die man darstellen und weitergeben möchte ist sinnvoll.

7.   Beobachte die Verhaltensregeln innerhalb jedes Netzwerks und passe dich entsprechend an.

8.   Analysiere die Gespräche auf den Plattformen nach Punkten, welche die Kunden unzufrieden oder zufrieden stimmen, um eine sinnvolle Beziehung aufzubauen.

9.   In jeder Community, die man aktivieren möchte, sollte man ein ehrlicher Teilnehmer werden, den Gesprächspartnern einen Mehrwert bieten und nicht nur auf Marketing und Sales fixiert sein.

10.   In den Gesprächen sollte man nicht mit vorgefertigten Marketing-Botschaften um sich werfen, sondern auch Einsicht und eine lösungsorientierte Herangehensweise zeigen.

11.   Community Manager sollten die Möglichkeit haben, bei Bedarf Belohnungen oder Entschädigungen zu vergeben und damit selbstständig Entscheidungen zu treffen.

12.   Höre nicht nur zu und beschwichtige, sondern handle.

13.   Jede externe Aktivität sollte von einer verständnisvollen Infrastruktur begleitet werden, an die Probleme berichtet werden können und die sich an die Marktbedingungen und Marktbedürfnisse anpasst.

14.   Aus jeder Interaktion kann man lernen. Diese Erkenntnisse sollten innerhalb des Unternehmens umsetzbar sein und zu Produkt- oder Serviceverbesserungen führen.

15.   Service und Mehrwert sollten regelmäßig neu geschaffen und verbessert werden.

16.   Knüpfe Beziehungen durch Zusammenarbeit und gewinne Fürsprecher.

17.   Verliere dich nicht in Details. Konzentriere dich auf eine klare und zielgerichtete Kommunikation, die den Grund der Social Media Präsenz des Unternehmens nicht aus den Augen verliert.

18.   Denke nicht nur im Zeitraum einer Kampagne. Social Media Engagement ist ein längerfristiges Commitment, das jeden Tag bestätigt werden muss.

19.   Gib der Community etwas zurück, zeige dich erkenntlich und erkenne wertvolle Beiträge der Community an.