Limoncello zu Weihnachten

Seit einigen Jahren stelle ich zur Weihnachtszeit Limoncello her. Gerade nach einem schweren, würzigen Essen ist mir dieser süßlich-fruchtige, recht starke Alkohol (ca. 45%) ausgesprochen angenehm – wenn er sehr kalt serviert wird, das ist Pflicht.

Am besten, man kühlt auch die Likörgläser. Mehr als einen trinkt man kaum.

Ein gutes Weihnachtsgeschenk in einer netten Flasche ist er obendrein.

Ich stelle hier das Rezept dazu vor und gebe noch ein paar Tips.

Das Rezept

… für den Limoncello ist nicht von mir. Ich habe es hier bei Chefkoch.de gefunden. Es ist ein klares und gutes Rezept. Nur dass man die Schalen noch ausdrücken soll, nach dem sie 12 Tage in reinem Alkohol gezogen haben, ist Quatsch aus meiner Sicht. Die sind knochentrocken, mit Drücken geht da gar nichts.

Das Rezept geht von 10 Zitronen, 1l reinem Alkohol, 1l Wasser und 800g Zucker aus. Zusammen hat man also am Ende gut 2,5l Limoncello. Das ist für einen Haushalt fast zuviel. Oder anders gesagt: Das mit dem Verschenken bietet sich sozusagen an.

Im Übrigen ist das Rezept wirklich einfach, viel mehr als etwas Schälen, etwas Umfüllen, etwas Warten, etwas Erhitzen und etwas Rühren ist es nicht.

Und nun die Tips

  • Das Zitronenschälen geht deutlich leichter, wenn man die Zitronen ein paar Minuten in 40 Grad warmen Wasser anwärmt. Dann kann man leicht dünne Zesten spiralförmig  abschneiden. Ist die Zitrone kalt, werden das nur so kleine Stücke und es dauert viel länger (und nervt).
  • Man verwendet ja fast nur die Schale, erst ganz am Schluss, nach den 12 Tagen braucht man auch noch etwas Saft von einer Zitrone. Führt zu der Frage: was tun mit den geschälten Zitronen? Aufbewahren kann man sie geschält schlecht, und so viel Zitronencreme kann man gar nicht herstellen, wie das ergäbe. Ich presse sie alle aus, das ergibt ca. 0,6l Zitronensaft und fülle den dann in so Würfeleisboxen fürs Gefrierfach. Dann hat man immer einen Würfel Zitronensaft parat.
  • Reiner Alkohol kann teuer sein, besonders, wenn man ihn in der Apotheke kauft, der Hinweis im Rezept ist sehr berechtigt. Ich kaufe immer beim Online-Händler Weisshaus-Shop, der auch sonst ein interessantes Spirituosen-Sortiment hat. Die Verlockung ist zu groß, ein Whisky und ein Obstbrand werden dann meist gleich mitbestellt. Aber das hat mit dem Limoncello nichts zu tun.
    1l reiner Alkohol (96%) kostet dort 24€, das finde ich fair.
  • Der online bestellte Alkohol hat mehr als die 90%, die im Rezept angegeben sind – eben 96%. Das schmeckt man auch, der Limoncello wird so wirklich stark. Darum verdünne ich nach den 12 Tagen den Alkohol nicht mit 1l Wasser + Zucker, sondern mit 1,05l Wasser + Zucker.

Ich wünsche allen viel Spaß mit dem Rezept und Freude am Limoncello.

 

Reinstoff – ein Erlebnis

Das Restaurant Reinstoff liegt in Berlin Mitte und hat bereits 2 Michelin Sterne – mit dem Koch Daniel Achilles erworben. Wir waren Mitte Mai da und haben ein Sechs-Gänge Menü aus dem Angebot “weiterdraußen” ausgewählt.

Das ist schon mal ungewöhnlich: Es gibt nur zwei große Menüs, eben “weiterdraußen” und “ganznah” mit 9 bzw. 7 Gängen, und aus einem von beiden pickt man sich seine 5 oder 6 Lieblinge zusammen – oder bestellt eben alles von A bis Z. Hinzukommt: Die Auswahl eines der beiden Menü-Angebote muss man mit frau abstimmen – das geht nämlich nur tischweise.

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Vitré – hübsches Städtchen

DSC_5418Etwa 30 km östlich von Rennes, der Hauptstadt der Bretagne liegt Vitré. Der Ort hat keine 20.000 Einwohner und ist auf der Karte unscheinbar. Doch er ist durchaus eine Besichtigung wert. Vor vielen Jahren nannte er sich sogar das Tor zur Bretagne.

Besonders beeindruckend sind hier die große Burg aus dem 11. Jahrhundert, die noch intensiv das Stadtbild bestimmt, die gut erhaltene Altstadt sowie generell der Umstand, dass diese Kleinstadt zu prosperieren scheint. Dabei ist es eher nicht der Tourismus (sooo viele Reisebusse halten hier nicht) und auch keine erkennbare Groß-Industrie.

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Essgemeinschaft

Habe eben “Essgemeinschaft” gegoogelt, kein Treffer, wie ich es meinte, unter den ersten 10.
Fahrgemeinschaft? Klar: man fährt abwechselnd im Auto von einem der 3-4 Leute, die täglich die gleiche Strecke haben. Folglich Essgemeinschaft? Man ißt abwechselnd bei einer von 2-? Familien, die vergeichbare Esskulturen haben. Dienstags sind wir bei den Meiers, Mittwochs sind wir dran und Donnerstags geht es zu Schnipkoweits. Oder immer nur jeden Freitag.
Gibt es sowas nicht? Wäre ideal für Mütter mit kleineren Kindern, Singles, Seniorenpaare. Spart Geld und ist sozial.

Selbst ist der Senior

Nach dem Golf und einer Runde Sauna habe wir uns ein leckeres Dinner gemacht: Es gab gedünstete Pfifferlinge mit Rührei und Pellkartoffeln, dazu ein Salat aus eigenen Tomaten und selbstgekochten Rote Beeten. Das Dressing war eine Himbeeressig Vinaigrette mit Basilikum, Petersilie und Knoblauch.
Dazu gabs einen 2005er Fitou.
Wirklich lecker und sehr bunt (dominant rot).