brandSatisfaction

130212 Fan2Das Monitoring Werkzeug brandSatisfaction mißt bei Facebook-Fans von großen Marken die Zufriedenheit, ausgedrückt als Empfehlungsbereitschaft, skaliert nach dem NPS Scoring Modell.

Hierüber haben wir berichtet. Das Produkt ist in der beta-Version, einen testweisen Frei-Account bekommt man auf Antrag (angeblich ist die Anzahl auf 500 limitiert, wenn das mal stimmt…). Die login Daten kamen jedenfalls recht schnell.

  • Erster Blick: sieht nicht schlecht aus, aufgeräumt, übersichtlich, klar. Gleich loslegen:

  • Erste Aktion: Marken für das Monitoring definieren. Doch dabei:
  • Erste Hürde: wie heißen die eigentlich auf Facebook? (denn die Facebook-URL muss man eingeben) Und:
  • Zweite Hürde: entscheiden, um welchen Markt es geht. Audi heißt z.B. bei Facebook „AudiDE“ (Deutschland) und einfach „Audi“ für USA. Mercedes-Benz heißt hier „MercedesBenz“ und drüben „mercedesbenzusa„.

Die zweite Hürde ist auch deshalb kritisch, weil unklar ist, für welche URL brandSatisfaction die Befragung durchgeführt hat. Für AudiDE gibt es nur 1 Befragten, für Audi (USA) aber 489 Befragte.

Die Befragungs-Verhältnisse sind aber nicht durchgängig so, darum ergibt sich ein etwas eigenartiges Bild:

130211 PDF Grafik
Quelle: http://brandSatisfaction.com, 11.2.13

Ich konnte das spontan nicht plausibel interpretieren, N<500 ist ja auch nicht so aussagefähig. Tendenziell vielleicht so viel:

  • die Fans der deutschsprachigen Seite einer deutschen Automobilmarke sind zufriedener als die des amerikanischen Pendants.
  • Bei Mercedes ist dieser Effekt relativ schwach ausgeprägt.

Hier muss man bei der operativen Analyse-Arbeit dann sicher tiefer bohren.

Ziemlich genau wie in der Grafik sieht es auch auf dem Screen aus, allerdings gibt es am oberen Rand einige weitere Reiter:130211 Screen Grafik

 Und diese Reiter gehen nicht so einfach auf, sondern erfordern einen Invest von monatlich 475$ pro Marke.

Damit man erahnt, was sich da noch für Horizonte eröffnen, gibt es auch ein Video. Das ist ganz ordentlich gemacht und leidlich verständlich. Und es betont einen Aspekt, den man leicht übersehen kann:

Da hinter den Zufriedenheits-Daten echte Kontakte (Befragung!) mit echten Facebook-Fans stehen, sind auch die demoskopischen Filter echt und nicht einfach hochgerechnet aus anderen Untersuchungen. D.h. mit den Zufriedenheiten bekommt man anscheinend auch interessante, relativ belastbare Strukturdaten und Segmentierungs-Möglichkeiten für die Analyse.

Aktuell ist das Angebot von brandSatisfaction auf die USA ausgerichtet, das sieht man nicht nur am Pricing, sondern auch am Fragebogen (kann man nach der Registrierung einsehen: alles in Englisch und $, auch die Antwortcluster.)

D.h. die Frage: ist das was für mich? stellt sich zur Zeit eigentlich nur, wenn Sie eine Facebook-Marke mit einer hinreichend großen USA-Audience (>50.000 likes) führen.

In diesem Fall scheinen mir ein Probemonat oder zwei für eine Marke (oder zwei) einen Versuch wert zu sein.

Ansonsten würde ich abwarten, bis die deutsche / europäische Audience auch ausreichend abgedeckt ist.

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