Wie sich das Folgen einer Marke auf Facebook auf die Kaufbereitschaft auswirkt

Die Facebook-Seite ist für viele Unternehmen mittlerweile zur zweiten Homepage geworden. Für manche Unternehmen ist Facebook sogar der wichtigste Ort, um mit den Kunden online zu interagieren. Von den Fortune 100 Unternehmen nutzen fast alle Facebook als Marketing-Instrument. 44 Prozent der Unternehmen in Nordamerika stufen laut einer HubSpot Studie (The 2011 State of Inbound Marketing) Facebook als entscheidend oder wichtig ein – 2009 waren es erst 24 Prozent.

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Wie Marken mit den Kunden auf Facebook interagieren, untersuchte Wongdoody in einer Studie, in der 84 Facebook-Unternehmens-Seiten der Top 100 Marken von Interbrand analysiert wurden.

Die meisten Markenseiten bieten ihren Fans fast täglich neuen Content oder Kommentare (durchschnittlich 24 Posts im Monat) und antworten aktiv auf die Fragen der Konsumenten (66 Prozent). Es wird auch sehr stark um Kommentare der Fans gebeten (82 Prozent). Häufig posten die Marken eigene Videos (88 Prozent), die jedoch in den meisten Fällen nicht speziell für Facebook kreiert wurden, sondern schon vorher für andere Zwecke genutzt wurden, wie etwa die neuesten Produkt-Werbevideos.

Ein interessantes Ergebnis der Studie ist, dass viele Unternehmen noch zögern, was die Kontrollabgabe an die Fans betrifft. So können die Fans oft nicht wirklich am Dialog teilnehmen, da ihre Interaktionsmöglichkeiten beschränkt werden: Nur 39 Prozent der Unternehmen bitten ihre Fans um das Einsenden von Fotos, 33 Prozent veranstalten Wettbewerbe, 39 Prozent der Unternehmen posten lustige Umfragen oder Quiz-Spiele, und nur 32 posten Umfragen um Kunden-Feedback zu erhalten.

Um die Fans auch nach dem „Gefällt-mir“-Klick aktiv bei der Marke zu halten und aus ihnen loyale Kunden zu machen, müssen Unternehmen Erfahrungen bieten und Interaktionen fördern. Etwa durch spannende und informative Posts, die Mehrwert bieten, Interaktionen, die das Gemeinschaftsgefühl betonen oder Belohnungen für regelmäßiges Engagement.

Viele Marken haben jedoch Angst vor Kontrollverlust und negativen Kommentaren. Oder sie verfügen nicht über die finanziellen Mittel für regelmäßigen und guten Content oder wissen nicht, wie sie ein Engagement-Programm entwickeln oder managen sollen.

Keine Frage: Eine Community aktiv zu halten ist viel schwieriger als das anfängliche „Like“ eines Nutzers zu bekommen. Doch es lohnt sich: Nachdem die Nutzer Fan einer Marke auf Facebook geworden sind, wollen 36 Prozent die Produkte lieber als zuvor kaufen. 61 Prozent geben an, der Wunsch das Produkt zu kaufen, habe sich nicht verändert und nur 3 Prozent wollen das Produkt nicht mehr so gerne wie früher kaufen.

 

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