Trends im E-Mail-Marketing

Wie beeinflusst Personalisierung von E-Mails die Open Rate und Click Rate? Welche Branche hat die höchste E-Mail Click Rate? Mit wie vielen Marken interagieren die Nutzer per E-Mail? Eine neue Studie von MailerMailer untersuchte im Email Marketing Metrics Report allgemeine Trends im E-Mail-Marketing (weltweit und USA).

Das Ergebnis: E-Mail bleibt ein wichtiges und effektives Marketing Tool: Mit einem ROI von 44 Dollar, übertrifft E-Mail-Marketing alle anderen Direktmarketing-Kanäle (so eine Untersuchung der Direct Marketing Association). Manche Experten erwarteten, dass Social Media E-Mails ersetzen würde, doch stattdessen dient Social Media vielmehr zur Ergänzung der Kundenkommunikation.

E-Mail ist das beliebteste Kommunikationsmedium online:

  • 56 Prozent der US-Internet-Nutzer interagieren nur per E-Mail mit Marken
  • 1,3 Prozent der US-Internet-Nutzer interagieren nur per Twitter mit Marken
  • 0,7 Prozent der US-Internet-Nutzer interagieren nur per Facebook mit Marken

Die Anzahl der Marken, mit denen Nutzer im Schnitt online interagieren, ist bei E-Mail am größten:

  • Per E-Mail interagieren US-Internet-Nutzer im Schnitt mit 11,8 Marken
  • Per Facebook interagieren US-Internet-Nutzer im Schnitt mit 9,4 Marken
  • Per Twitter interagieren US-Internet-Nutzer im Schnitt mit 7,9 Marken

 

Wie Personalisierung die Open Rate beeinflusst

 

Um eine höhere Aufmerksamkeit der Empfänger zu erhalten, schneiden viele Unternehmen die Mails passend auf die Kunden zu und fügen beispielsweise den Namen des Kunden in die Betreffzeile oder in den Inhalt ein. Je nach Art und Grad der Personalisierung der E-Mail, ändert sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Mail auch tatsächlich geöffnet wird (in der Studie wurde „öffnen“ gemessen als „Bilder zulassen“ oder „auf einen Link innerhalb der Mail klicken“) und die Empfänger sich mit dem Inhalt auseinandersetzen.

 

Erscheint der Vor- oder Nachname des Kunden in der Betreffzeile, wirkt sich das negativ aus. Diese E-Mails werden meist mit Spam in Verbindung gebracht und es führt dazu, dass die Nutzer die Mails löschen oder als Spam markieren. Imageschäden für das Unternehmen sind ebenfalls die Folge.

 

Ganz anders bei der persönlichen Ansprache innerhalb der Mail. Hier lassen die Empfänger häufiger Bilder zu, klicken auf Links und nehmen sich mehr Zeit, um die Mail zu lesen. Fügt man allerdings zusätzlich den Kundennamen in die Betreffzeile ein, so erhält man wieder ein negatives Ergebnis:

 

 

 

Wie Personalisierung die Click Rate beeinflusst

 

Die Click Rate (Nutzer klickt auf einen Link in der Mail) spiegelt den Trend der Open Rate wider. Vor- oder Nachname in der Betreffzeile wirken sich negativ auf die Click Rate aus (0,8%), da die Nutzer die Mails als Spam einordnen. Interessanterweise haben nichtpersonalisierte Mails die gleiche Click Rate wie Mails, in denen der Name des Kunden innerhalb der Nachricht erscheint (3%).

 

 

 

Wie die Linkanzahl die Click Rate beeinflusst

 

Je mehr Links sich innerhalb einer E-Mail befinden, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer auf einen dieser Links in der Mail klickt. Die höchste Click Rate hatten in der Studie E-Mails mit mehr als 20 Links (5,4%). Der Grund: Je mehr Links sich in einer Mail befinden, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer etwas entdeckt, dass ihn interessiert. Ein „Überfrachten“ der Mails mit Links sollte jedoch trotzdem vermieden werden.

 

Branche und Click Rate

 

Je nach Branche gibt es Unterschiede in der Click Rate. Hohe Click Raten zeigen die Verkehrs-, Immobilien- und Beratungsbranche, während Medien, Pharmabranche und Restaurants geringe Raten aufweisen.

 

 

Allgemeiner Trend der Open Rate

 

In den letzten Jahren sank die Rate der geöffneten Mails kontinuierlich. Einer der Gründe: Die Empfänger erhalten immer mehr Mails. Seit 2007 stieg das Volumen der empfangenen Werbemails pro Nutzer um 61 Prozent!

 

 

Die Untersuchung basiert auf 977 Millionen E-Mails aus 87.000 Newsletter-Kampagnen.

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