Nutzerzahlen sozialer Netze: Von einem der auszog….

Es war einmal ein junger Marketing-Praktikant in einem großen deutschen Unternehmen, der hieß Martin. Als Praktikant bekam er natürlich lauter verschiedene Aufgaben (und mit der Zeit auch immer mehr), aber eingestellt hatte man ihn eigentlich für das Thema „soziale Netze“.

Eines Tages kam seine Chefin zu ihm, sie hieß Andrea, und sagte: „Martin, ich muss dringend wissen, wie viele Leute sich in den ernst zu nehmenden sozialen Netzen in Deutschland so rumtreiben. Und zwar nicht irgendein blöder Prozentwert, zu dem mir dann wieder die Grundgesamtheit fehlt, sondern ganz konkret, in Millionen und Hunderttausenden. Und bitte nach Geschlecht getrennt, und am besten auch gleich nach Altersgruppen. Kriegst Du das hin? Du bist doch unser Social-Media-Spezialist, oder?“ Sie zwinkerte ihm motivierend zu.

Martin sagte: „Na klar, das sollte kein Problem sein!“ Und das glaubt er auch. Denn fast jeden Tag las er dazu irgendwelche Statistiken und Veröffentlichungen, da sollte man doch schnell etwas Vernünftiges zusammenstellen können. Andrea lächelte und rief ihm noch im Weggehen zu: „Morgen Mittag wäre prima!“

„Verdammt, wieso fall‘ ich bloß immer wieder auf so was rein?“, dachte sich Martin, aber er sagte nichts, sondern ging an seinen PC.

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Content Marketing: 10 Fehler inkl. Gegenmittel

FehlerEs ist nicht fair!

Da schreibt Tommy Walker einen klugen und langen Artikel über 3 Ausgaben von MarketingProfs und wir dampfen das hier alles ein in einen kurzen deutschen Beitrag. (ein wenig fachlich eingedeutscht haben wir ihn dann schon).

Doch was soll ich sagen: Der Inhalt ist gut, warum ihn zurückhalten?

Und wenn Sie gern die englische Langfassung lesen wollen: der Link zu Teil 1 ist schon da, die beiden anderen sind am Ende dieses Beitrags.

Okay, Sie wollen die 10 Content Marketing Fehler hier schnell vorgestellt bekommen und hoffen, für Sie sind keine dabei?

Sie werden sehen, es sind welche für Sie dabei!

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Twitter gewinnt den Superbowl!

– und zwar mit weitem Abstand vor Facebook, Instagram & Co.130206 Football

Marketeers sollten sich diese Entwicklung genauer anschauen, denn gerade dieser aktuelle Superbowl veranschaulicht gut die Hintergründe – und Chancen.

Hier die Fakten:

In den 52 Werbespots, die über CNN zwischen Kick-off und Abschluß-Pfiff des großen Football-Finales vergangenen Sonntag liefen, wurde Twitter 26 mal und Facebook 4 mal erwähnt (youtube 1, Instagram 1, google+ 0). In 2012 war das Verhältnis zwischen Twitter und Facebook mit 8:8 noch ausgeglichen.

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Gute Zeiten für Social Media Posts – und schlechtere

WeckerGute Zeiten – schlechte Zeiten gibt es auch für soziale Netzwerke – und nicht immer werden sie angemessen berücksichtigt. Das besagt jedenfalls ein Beitrag von Paul Gillin in BtoB Research: Why you should post on Saturdays and other fun facts. So viele Spaß-Fakten sind da gar nicht drin, es ist vielmehr fachlich recht interessant und also durchaus ernsthaft.

Allerdings – es sind USA-Findings, ob diese zu 100% alle auf uns Mitteleuropäer übertragbar sind, ist nicht  gewiss.

Die generelle Richtung passt indessen sicher und sein Fazit ist auf jeden Fall übertragbar.

Hier sind die Fakten zum Timing von Social Media Posts, die Paul zusammengestellt hat:

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Voll daneben? Social Media Marketing am Ziel vorbei?

ÄpfelundBirnenEine neue Studie deckt scheinbar einen Missstand auf: Marketing verliert bei Social Media seine Zielgruppe aus den Augen, ist also mediamäßig „voll daneben“. Aber stimmt das wirklich?

Bei Facebook passen die Welten, so scheint es, noch zusammen, ganz klar: Lemminge im Strom anderer Lemminge – aber abseits davon: eine große Diskrepanz! Eine Diskrepanz zwischen den Medien, die Social Media Marketers nutzen und denen, die ihre Zielgruppen besuchen.
Das besagt jedenfalls eine Studie von Pitney Bowes Software, die vor einigen Tagen bei MarketingProfs vorgestellt wurde. Nach dieser Studie benutzen z.B. 57% der „Marketing Decision Makers“ Twitter für Business Zwecke, aber nur 31% der „Consumers„.

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Leadgenerierung durch Social Media

Werbetreibende können ihre Leads um 60% günstiger generieren, wenn sie mindestens die Hälfte ihres Budgets für diese Maßnahme in Social Media investieren. Zu diesem positiven Ergebnis kommt eine Untersuchung des Marketing-Dienstleisters HubSpot.

Firmen-Accounts, Facebook-Fanseiten oder Twitter-Kanäle eignen sich eben nicht nur als Kommunikationswerkzeug für die bestehenden Kundschaft, sondern dienen auch der Neukundenakquise. In Nordamerika haben beispielsweise 68% der Firmen, die auf Facebook aktiv sind, dadurch Neukunden im B2C-Bereich generieren können.

Das Marktforschungsunternehmen MarketingSherpa analysierte die Integration von Social Media Maßnahmen in den Sales-Funnel und stellte ein deutliches Wachstum des Webtraffics fest sowie eine Steigerung der Leads. Nach einem halben Jahr Laufzeit konnten die Unique Visitors um 155% erhöht werden, und die generierten Leads wurden zu 55% den Social Media-Tätigkeiten zugeordnet. Die weiteren Leads wurden über Messen, E-Mail und Seminare gewonnen.

Weiterhin wird mittlerweile sogar festgestellt, dass über Facebook nicht nur günstige, sondern auch sehr wertvolle Leads erzielt werden. Werbetreibende haben erkannt, dass die Klickraten und Conversionrates von „Fans“ deutlich höher sind als von Nicht-Fans und Fans auch eine höhere Loyalität dem Unternehmen gegenüber haben.

Auch wenn es nicht leicht ist, die User als Fans zu gewinnen, lohnt sich der Aufwand, da sie hochwertige Leads generieren. Die meistgenannten Gründe, warum User in Social Networks zu Fans einer Marke werden sind „Rabatte und Promotions“, die auf diesen Plattformen kommuniziert werden (25%), weil man bereits Kunde der Marke oder des Produktes ist (21%) und weil man seine Unterstützung öffentlich zeigen möchte (18%).

Aufgrund der Tatsache, dass bereits im Vorfeld ein Großteil der Fans von einer Marke überzeugt waren, muss man sich als Unternehmen an dieser Stelle bewusst sein, wie schwierig es sein kann Neukunden zu generieren. Durch besonders attraktive Angebote gelingt es dennoch einem Großteil der aktiven Firmen, ihren Kundenstamm in sozialen Netzwerken zu erweitern. Hierbei profitieren sie oftmals von den Empfehlungen ihres bestehenden Kundenstamms, denn in einer weiteren Studie des Marktforschungsunternehmens Chadwick Martin Bailey gaben 60% der Facebook-Fans und sogar 79% der Twitter-User an, eine Marke an ihre Freunde zu empfehlen.

Wie man Neukunden akquirieren kann und wie gut der Abverkauf über Social Networks möglicherweise funktioniert, zeigt ein Fall von Procter & Gamble. Für die Marke Pampers wurde ein Facebook-Store erstellt, wo eine neue Produktreihe für $9.99 verkauft wurde. Innerhalb einer Stunde waren alle 1.000 Pakete restlos ausverkauft.

Den Sales-Funnel sollten Unternehmen deshalb durch folgende Maßnahmen ergänzen:

  • Einen Blog erstellen und aktiv an der Konversation teilnehmen
  • Einen Twitter-Account aufsetzen
  • Eine Facebook-Page erstellen und sich engagieren
  • Eine Xing-Gruppe erstellen
  • Strategie für Pressemitteilungen anpassen
  • Social Media-Kanäle auf der Firmenhomepage und in den Mailsignaturen promoten
  • Größe der aufgesetzten Accounts und des Web-Traffic messen

Nachtrag 2014: In seiner Diplomarbeit aus dem Jahr 2013 ist Jürgen Stephan der Fragen nachgegangen: „Eignen sich Social Media Communities zur Generierung von Neukunden?“ Seine Antwort (etwas verkürzt): Grundsätzlich ja, aber immer das Budget im Auge behalten! Die Arbeit kann man hier downloaden. Sie wurde bereits auf meine-reichweite.de veröffentlicht.

Tipp-Ex lässt Zuschauer interaktiv einen Bären jagen

Eine lustige Idee von Tipp-Ex zeigt, was bei YouTube-Videos alles möglich ist. Der Zuschauer wird hier selbst zum Geschichtenschreiber. Zunächst wird ein normaler Clip gezeigt: Ein Camper wird im Wald von einem Bär überrascht. Am Ende des Clips muss der Zuschauer entscheiden, ob der Camper den Bär erschießt oder nicht. Entscheidet er sich gegen die gewalttätige Lösung, wird eine neue Seite bei YouTube geöffnet. Hier greift der Camper aus dem Rahmen des Videos heraus auf die Werbeanzeige daneben. Diese zeigt einen Tipp-Ex Korrekturstift. Der Camper holt den Tipp-Ex zurück ins Video und löscht das Wort „shoots“ Damit macht er Platz für ein interaktives Eingabefeld, in das der Zuschauer nun jede beliebige Reaktion des Campers eingeben kann. Eine flotte Kampagne, die wortwörtlich aus dem Rahmen fällt, User direkt einbezieht und die Idee des „Neuschreibens“ perfekt umsetzt.

Hier der Anfangs-Clip:

BP Öl-Katastrophe wird auf YouTube parodiert

Social Media als Ventil für frustrierte User: Über einen Monat nach Beginn der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko, tauchen im Netz immer mehr satirische Aktionen auf, in denen User ihren Unmut gegenüber BP zum Ausdruck bringen. Der zynische Twitter-Account @BPGlobalPR hat durch seine bissigen Kommentare schon über 150.000 Follower gesammelt. Die Werbeagentur Jess3 hat ein Firefox Plugin entwickelt, dass alle BP Erwähnungen im Netz als schwarz verschmierte Flecken darstellt. Die Plattform Tumblr hat seine Homepage schwarz gefärbt und ruft damit zu Spenden auf. YouTube wird mittlerweile von BP-Parodien überschwemmt. In einem Video von UCB Comedy stellt ein umgekippter Kaffebecher das Team von BP vor unlösbare Herausforderungen:

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Das alte CRM-Motto „Kontakt schafft Sympathie“ greift trotz der amüsanten Beiträge hier wohl nicht mehr…

Viral der Woche: Bush benutzt Clinton als Taschentuch

Das Netz sieht alles. Jeder Fehltritt verbreitet sich in kürzester Zeit, und man kann nichts dagegen tun. Dieses Video macht George Bush gerade zum YouTube-Star – im negativen Sinne. 1,5 Mio. Klicks in zwei Tagen sind rekordverdächtig. George W. Bush war kürzlich auf Haiti und wurde von den Kameras der BBC news dabei ertappt, wie er seine Hand an Bill Clintons Hemd abwischt, nachdem er einem Haitianer zuvor die Hand geschüttelt hat. Was ebenfalls ein Klaps auf die Schulter hätte sein können, wird nun von Blogs und Internet-Foren als schlimmstes Szenario ausgelegt: Bush beleidigt mit dieser Geste nicht einfach nur den Mann, dem er die Hand schüttelte, nein, er benutzt Clinton auch noch als sein persönliches Taschentuch. Wie dem auch sei, Bush kann nichts mehr gegen seinen viralen Ruhm tun. Auf YouTube wurden Kommentare zum Video bereits verboten. Doch seht selbst: