Digitaler Nachlass – ein guter Auftaktevent: digina16

Am 24. November 2016 haben sich Unternehmer, Wissenschaftler, Juristen, Journalisten und Blogger getroffen, um das Themenfeld „Digitaler Nachlass“ gemeinsam zu diskutieren – auf der digina16 (digitaler Nachlass 2016). Es war die erste Veranstaltung dieser Art, und die anregenden Vorträge, Gespräche und Kontakte, aber auch die öffentliche Resonanz (Tagesschau!) lassen annehmen, dass im nächsten Jahr die digina17 folgen wird.

Die Veranstalter haben hier bereits viele interessante Ergebnisse zusammengefasst.

In meinem Beitrag hier stelle ich einige persönliche Eindrücke sowie ergänzende Aspekte, die kaum zur Sprache kamen, vor.

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Nutzerzahlen sozialer Netze: Von einem der auszog….

Es war einmal ein junger Marketing-Praktikant in einem großen deutschen Unternehmen, der hieß Martin. Als Praktikant bekam er natürlich lauter verschiedene Aufgaben (und mit der Zeit auch immer mehr), aber eingestellt hatte man ihn eigentlich für das Thema „soziale Netze“.

Eines Tages kam seine Chefin zu ihm, sie hieß Andrea, und sagte: „Martin, ich muss dringend wissen, wie viele Leute sich in den ernst zu nehmenden sozialen Netzen in Deutschland so rumtreiben. Und zwar nicht irgendein blöder Prozentwert, zu dem mir dann wieder die Grundgesamtheit fehlt, sondern ganz konkret, in Millionen und Hunderttausenden. Und bitte nach Geschlecht getrennt, und am besten auch gleich nach Altersgruppen. Kriegst Du das hin? Du bist doch unser Social-Media-Spezialist, oder?“ Sie zwinkerte ihm motivierend zu.

Martin sagte: „Na klar, das sollte kein Problem sein!“ Und das glaubt er auch. Denn fast jeden Tag las er dazu irgendwelche Statistiken und Veröffentlichungen, da sollte man doch schnell etwas Vernünftiges zusammenstellen können. Andrea lächelte und rief ihm noch im Weggehen zu: „Morgen Mittag wäre prima!“

„Verdammt, wieso fall‘ ich bloß immer wieder auf so was rein?“, dachte sich Martin, aber er sagte nichts, sondern ging an seinen PC.

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Karriereplanung mit Facebook

Stellen Sie sich vor, Sie wären Mark Zuckerberg und natürlich durchdrungen von dem Ziel, Facebook auf immer höhere Mitglieder-, Profitabilitäts- und Aktienkurs-Höhen zu führen. Wo würden Sie ansetzen?

Sicherlich unter anderem beim Wettbewerb, bei den anderen Netzen. Eigentlich dürfte es ja ohnehin nur eines geben, nicht wahr? Aber was gibt es in Wirklichkeit?

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Social Media Ignoranz

130423 genervtIch kann es wirklich nicht mehr hören – aber es werden einfach nicht weniger, die sowas sagen:

„Jaja, das stimmt, da geht wohl einiges mit Social Media, ich bin ja selbst auch bei Xing. Aber Twitter und Facebook und diese Sachen, das lehne ich ab. Da mach ich nicht mit.“

Wenn es meine Tante Trude aus Buxtehude wäre, zwischen Käse- und Rhabarbar-Torte – aber eben hat mir dieser Mensch noch seine Visitenkarte gegeben, und was steht da drauf? Marketing Leiter, Kommunikations-Experte, Business Coach, Vertriebsberater, irgend so einer von diesen tollen Titeln.

Schön auch: Verantwortlicher für Marketing und Sales in einem großen Versandhaus, „… aber Facebook und so, das überlaß ich meinen Kindern!“ (Original so vor einem Jahr gehört).

Muss man sich da wundern, dass die Hugendubels und Thalias dieses Deutschlands bis 2013 gebraucht haben, um zu merken, dass Amazon eben nicht über Nacht plötzlich verschwindet und alles ist wieder so schön wie zuvor? Heute im Radio eine Thalia Sprecherin: „Wir haben jetzt ein Angebot im Internet, sind bei Facebook, also da bewegt sich was…“ – hallo?

Ein Glück nur, dass die Amerikaner dafür auf dem Mitbestimmungs- und Arbeitsrecht-Auge so ignorant sind, da kann man billig Entlastungsangriffe fahren. Doch die Freude über den Bodengewinn wird nur kurz sein. Denn Arbeitsbedigungen kann man anpassen, aber der strukturelle Nachteil am Markt durch Verschlafen der Trends  bleibt.

Angeblich hat Gorbatschow es ja gar nicht gesagt, aber passen tuts doch: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Content Marketing: 10 Fehler inkl. Gegenmittel

FehlerEs ist nicht fair!

Da schreibt Tommy Walker einen klugen und langen Artikel über 3 Ausgaben von MarketingProfs und wir dampfen das hier alles ein in einen kurzen deutschen Beitrag. (ein wenig fachlich eingedeutscht haben wir ihn dann schon).

Doch was soll ich sagen: Der Inhalt ist gut, warum ihn zurückhalten?

Und wenn Sie gern die englische Langfassung lesen wollen: der Link zu Teil 1 ist schon da, die beiden anderen sind am Ende dieses Beitrags.

Okay, Sie wollen die 10 Content Marketing Fehler hier schnell vorgestellt bekommen und hoffen, für Sie sind keine dabei?

Sie werden sehen, es sind welche für Sie dabei!

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Social Media Monitoring

Im Zeitalter des Social Media treten Marken, Unternehmen und Organisationen zum ersten Mal in einen echten Dialog mit ihrer „Audience“, ihrer Zielgruppe. Social Media bedeutet ein Ende der Kommunikations-Einbahnstraße, angesagt ist nicht mehr die Beschallung sondern „Listening“, Zuhören.

Der im Prinzip einfache Prozess des Social Media Monitoring:

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Social-Media-Basis Paket

40% aller deutschen Unternehmen sind in Sachen Social Media aktiv – d.h. 60% sind es nicht! Die neuen Social Media Plattformen wie Twitter, Facebook & Co haben nicht nur Freunde.

Viele Manager sehen darin Zeit- und Geldverschwendung. Viele Mitarbeiter in Unternehmen und auch die Unternehmensleitung haben Vorurteile gegenüber den neuen Kommunikationsformen.

„Das ist eine Mode, die geht vorbei“, „unsere Kunden suchen uns da nicht“ „das ist nur was für große Unternehmen“ oder aber auch „das ist gefährlich!“ sind Aussagen, die immer wieder fallen, wenn man das Thema „Social Media“ anspricht. Genau für diese Kritiker und Zweifler ist das Paket: „Social-Media-Basis“ gedacht.

Viele der aktuell angebotenen Schulungen und Seminare setzen bereits Wissen voraus, das so nicht ausreichend vorhanden ist. Oder sie verkomplizieren die neuen Medien – und schaffen mehr Probleme als Lösungen. Hier setzt unser Angebot an.

„Social Media kommt in Stufen. Für die Basis-Stufe benötigt man nur ein wenig Erfahrung im Internet. Weitere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.“

Die Kommunikations-Beraterin Friedlies Reschke von Reschke-PR und der Marketing-Engineer Peter Apel von Vianova erarbeiten beim Kunden seine ganz individuelle Social-Media-Basis.

So können die Teilnehmer des Programms den Nutzen von Social Media für ihr Unternehmen qualifiziert beurteilen. Neue Chancen aber auch die möglichen Risiken werden diskutiert. Kritiker und Zweifler sollen sich konstruktiv einbringen können.

Das Paket besteht aus 4 Teilen

  • Theorie: Was ist im Markt derzeit üblich, was machen die anderen?
  • Praxis: Wie funktioniert Social Media? Wie legt man konkret einen Twitter-Account an, wie sucht und findet man im Social Web?
  • Zusammenarbeit: Was brauchen wir für uns und unsere Kunden? Welche internen Spielregeln sollen gelten?
  • Zukunft: Was kann und soll im ersten Jahr umgesetzt und erreicht werden.

Die Kosten für das Basis-Paket fallen erst nach dem ersten Seminartag an – überwiegen dann immer noch die Zweifel an dem Nutzen, dann werden nur die Fahrtkosten berechnet…

Lesen Sie weitere Details in dieser kurzen Leistungsübersicht.

Oder nutzen Sie unser Kontakt-Link für eine unverbindliche erste Anfrage.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Duell im Business-Netzwerk: Neue Seite lässt Nutzer ihre Kontakte bewerten

Mit wem würden Sie lieber zusammen arbeiten? Diese heikle Frage wird einem von der neuen Seite namens Cubeduel.com gestellt. Man loggt sich einfach mit seinem LinkedIn-Konto ein und bekommt zwei Geschäftskontakte zur Auswahl, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Hier wählt man nun die Person aus, mit der man eher zusammenarbeiten würde.

Die Geschäftskontakte können ehemalige Kollegen sein oder auch derzeitige Mitarbeiter – es wird aus allen LinkedIn-Kontakten zufällig gewählt. Hat man 20 mal seine Stimme abgegeben, so wird auch angezeigt, wie andere Menschen einen bewertet haben.

Doch das ist nicht alles: Cubeduel zählt alle Stimmen zusammen und erstellt für jedes Unternehmen ein Ranking der beliebtesten Mitarbeiter. User können nach verschiedenen Unternehmen suchen, etwa Google oder SAP, und erhalten sofort eine Übersicht über die „besten“ Mitarbeiter.

Schon 2 Tage nach dem Start haben sich mehrere Tausend Nutzer angemeldet und über 50.000 Stimmen abgegeben.

Als Diss- und Lästerplattform wird die Seite wohl nicht ausarten, denn Kommentare sind nicht erlaubt und man sieht lediglich wie viel Prozent der „Duelle“ man gewonnen hat.

Eine interessante Idee, die man auch auf Xing übertragen könnte, um das schwächelnde Netzwerk wieder etwas in Gang zu bringen. Das muss derzeit nämlich einen Nutzerrückgang von 25 % (innerhalb eines Jahres) verkraften und zählt nur noch  2,4 Millionen registrierte Business-Netzwerker in Deutschland. LinkedIn kommt auf etwa 800.000 deutsche Nutzer.

LinkedIn führt Firmenbewertungen ein

Mitglieder von LinkedIn können nun Firmen bewerten. Das Netzwerk für Geschäftskontakte nutzt damit das Know-how seiner Mitglieder als werbliche Empfehlung, die Firmen müssen allerdings dem Prozedere vorher zustimmen.

Das US-Gegenstück zu Xing lässt die Mitglieder mit dieser neuen Funktion Produkte und Firmen bewerten. Dabei werden die Expertenbeurteilungen von LinkedIn-Mitgliedern auffällig auf der Firmenseite im Portal platziert. So können sich einerseits andere Nutzer ein Bild der Firmen machen, und Unternehmen haben die Möglichkeit, sich in einem guten Licht darzustellen.

Ein interessanter Schachzug, denn viele LinkedIn-Miglieder sind Business-Experten und verfügen über ein breites Wissen in ihrer Branche, was die Bewertungen sehr authentisch und hilfreich machen kann. “Das Abgeben von vernünftigen Empfehlungen hilft Ihnen, sich professionell als Beeinflusser zu definieren und Glaubwürdigkeit bei potentiellen Arbeitgebern, Partnern oder Kollegen aufzubauen“, so Roslansky, Director, Product Management im LinkedIn-Firmenblog.

Zum Start der sogenannten „Company Pages“ sind 32 Firmen dabei, hauptsächlich aus der IT-Branche. Unter anderem Hewlett Packard, Dell und Microsoft, aber auch AT&T, Volkswagen und Citibank stellen sich den User-Bewertungen.

Diese Funktion wäre sicherlich auch eine sinnvolle Erweiterung für Xing. Hier gibt es zwar seit einem Jahr ebenfalls Unternehmensseiten, auf denen sich die Firmen vorstellen, doch bislang noch keine Bewertungsfunktion.

Allerdings könnte die Funktion auch ein „Muss“ werden: Wer sich nicht der öffentlichen Meinung stellt, könnte ja potentielle schlechte Bewertungen verbergen wollen, was auf keinen hochwertigen Service oder Produkte schließen lässt. Ein Umkehrschluss, der die Firmen unter Druck setzen kann.