Ist Facebook zickig?

ZickeIn unserem letzten Beitrag hier haben wir einige Daten rund um Soziale Netze vorgestellt. Vieles bezog sich auf Facebook. Interessant fand ich, dass die Nutzerzahlen erwarten lassen, dass Google+ in 2016 Facebook in Sachen „geteilte Beiträge“ überholen wird.

Auf unseren Beitrag haben wir dann auch in Facebook berichtet. Vielleicht etwas reißerisch, die Headline „2016 überholt google facebook – wenn sich der aktuelle Trend fortsetzt.“ Aber mal ehrlich, ist das irgendwie fies oder verunglimpfend?

Facebook scheint es so zu sehen, denn als wir den Beitrag mit 4 € bewerben wollten (okay, war ein Test), kam zunächst die bekannte Nachricht, dass diese Kampagne jetzt geprüft wird. Und schon bald dann: „Dein Beitrag wurde nicht beworben, da er eine Empfehlung durch Facebook vortäuscht, was gegen unsere Richtlinien verstößt. Nur Werbeanzeigen für Facebook-Seiten, -Gruppen, -Veranstaltungen, -Anwendungen oder Connect-Seiten dürfen einen eingeschränkten Verweis auf Facebook enthalten. Der Beitrag bleibt weiterhin veröffentlicht, wird aber nicht als Werbeanzeige geschaltet.

Nun haben wir schon öfter über Facebook berichtet und das zum Teil auch beworben. Der flüchtige Leser hätte dabei durchaus gelegentlich den Eindruck gewinnen können, das wäre irgendwie von Facebook selbst empfohlen (war es natürlich nie). Aber dieser Beitrag nun? Merkwürdig.

Noch gehen ja die meisten Kurven für Facebook weiter nach oben, aber irgendwann werden sich die bad news häufen. Was dann? Wird jeder, der davon berichtet, werblich wegzensiert? Ist „Google+ hat Facebook überholt“ unbewerbbar?

Ist Facebook zickig oder ist da nur eine automatische Prüfung nicht ganz sauber eingestellt? Wir wären auf Meinungen und Kommentare dazu sehr neugierig.

Twitter gewinnt den Superbowl!

– und zwar mit weitem Abstand vor Facebook, Instagram & Co.130206 Football

Marketeers sollten sich diese Entwicklung genauer anschauen, denn gerade dieser aktuelle Superbowl veranschaulicht gut die Hintergründe – und Chancen.

Hier die Fakten:

In den 52 Werbespots, die über CNN zwischen Kick-off und Abschluß-Pfiff des großen Football-Finales vergangenen Sonntag liefen, wurde Twitter 26 mal und Facebook 4 mal erwähnt (youtube 1, Instagram 1, google+ 0). In 2012 war das Verhältnis zwischen Twitter und Facebook mit 8:8 noch ausgeglichen.

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QR-Codes auf Hausdächern als Werbung auf Google Maps

 

QR-Codes auf Produktverpackungen, Plakatwänden oder in Zeitschriften kennen wir bereits. Doch nun gibt es sie bald auf Hausdächern. Eine amerikanische Firma bietet Unternehmen an, die scannbaren Codes auf der Gebäudeoberseite zu installieren und auf diese Weise kostenlose Werbung auf Google Maps zu schalten.

Eine interessante Idee – immerhin wurde Google Earth rund 400 Millionen mal heruntergeladen und erreicht ein großes Publikum. Seit April 2010 ist eine Google-Earth-Funktion in Google Maps eingebaut (Earth View). Sehen sich die Nutzer den Ort auf der Karte an, so sehen sie den von Satelliten aufgenommenen Code auf dem Gebäude, können ihn mit ihrem Smartphone scannen und erhalten Zugang zu Videos, Coupons oder anderen Inhalten.

Ob das wirklich eine effektive Form des Marketing ist, bleibt abzuwarten. Immerhin kostet die Installation des Service, genannt Blue Marble, durch das Unternehmen Phillips & Co. 8.500 Dollar. Anschließend dauert es etwa ein Jahr, bis die Codes auf Google Earth zu sehen sind. Bessere Erfolgsaussichten hätte diese kreative Idee bei häufigeren Google Maps Updates.

 

Super Bowl Werbung: Welche Marken sammelten die meisten Fans und Follower

Ein 30 Sekunden Werbespot während des Super Bowl kostet 2,6 Millionen Dollar. Dafür erreicht das Ereignis regelmäßig die höchsten TV-Einschaltquoten des Jahres: 111 Millionen US-Bürger sahen das Event 2011 und damit auch die Commercials.

Wer hier gute Spots bringt, kann seine Social Media Präsenz enorm ausbauen. Klarer Gewinner dieses Jahr ist Mercedes-Benz. Der Autohersteller steigerte seine Fananzahl auf Facebook um 40%, auf Twitter sogar um 95%. Neben TV-Spots setzte Mercedes für seine Super Bowl Kampagne auch auf Social Media Kanäle, wo gezielt um Fans und Follower geworben wurde.

Gewinner auf Twitter ist Bridgestone. Das Unternehmen steigerte seine Followerzahl um 461%. Die Strategie: Promoted Tweets, die bei den Suchanfragen auf Twitter.com eingeblendet werden (wer nach Super Bowl suchte, sah die Anzeige) und Promoted Ads, die am Seitenrand den Nutzern andere Accounts vorschlagen, die ihnen gefallen könnten. Die Zielgruppe waren Football Fans und Nutzer mit Interesse an Bridgestone-Produkten.

Auch Volkswagen lieferte einen guten Commercial. Innterhalb von 10 Tagen erhielt das Viral über 26 Millionen Klicks!

Wie Unternehmen Google Street View nutzen

Der Start von Google Street View in Deutschland eröffnet werbetreibenden Unternehmen zahlreiche neue Anwendungsmöglichkeiten. Lokale Einträge bei Google Maps oder auch virtuelle Plakate sind denkbar. Besser als Push-Marketing ist es jedoch, den Usern einen tatsächlichen Mehrwert zu bieten – etwa gesponserte Tipps zu Sehenswürdigkeiten oder Wanderrouten. Immobilienportale und Makler können ebenfalls bei Google Street View Hinweise und Informationen zu ihren Objekten integrieren.

Google Street View zwingt damit zu Ehrlichkeit – je nachdem kann dies ein Vorteil oder ein Nachteil sein. Wer gute Angebote hat, kann deren Vorteile besser in Szene setzen. Beispielsweise kann ein Hotel auf seine sensationelle Panorama-Terrasse aufmerksam machen, ein Club die tolle Lage mitten im Szeneviertel eindrucksvoll belegen oder ein Makler auf die noble Umgebung der inserierten Wohnung hinweisen.

Folgende Beispiele (gefunden bei horinzont.net) zeigen, wie deutsche Unternehmen Street View bereits nutzen:

Immobilienscout24 hat die Karten von Street View schon in die Immobilienexposés und Wohnfeldinformationen integriert. So können sich Wohnungssuchende schon vor der eigentlichen Besichtigung die Wohngegend virtuell ansehen und überflüssige und enttäuschende Besichtigungen vermeiden. Ein weiteres Feature ist die Street View-Betasuche von Immobilienscout24, mit welcher dem Nutzer alle frei verfügbaren Wohnungen in der Umgebung angezeigt werden und er beim „Schlendern“ neue Immobilien entdecken kann. Makler und Anbieter profitieren ebenfalls davon: Sie sparen Zeit und Geld, wenn ihre Interessenten besser informiert sind und nur zu Besichtigungsterminen kommen, die wirklich nötig sind.

Das InternetBranchenverzeichnis Go Yellow hat seine Brancheninformationen mit Googles Street View-Funktion verknüpft. Nutzer, die jetzt bei Go Yellow ein Geschäft suchen, können sich gleichzeitig ein Bild davon machen, welche weiteren Läden sich in der Straße befinden und so ihre Einkaufstour online planen. Auch die Frage, ob sich der Behindertenparkplatz wie beschrieben direkt vor dem Restaurant befindet oder ob die Panoramafenster des Hotels tatsächlich wie gewünscht nach Westen zeigen, können dank Street View jetzt schnell und zuverlässig beantwortet werden.

HRS hat Street View in seine mobile Hotelbuchungs-App für Android-Smartphones integriert. Wählt der Nutzer auf seinem Smartphone ein Hotel aus der Liste mit Street View Markierung aus, so kann er auf der Detailseite über den Link zu Street View direkt in Google Maps springen und sich dort ein Bild vom Hotel und seiner Umgebung machen. Für Kunden bietet der Dienst also einen praktischen Mehrwert. Wer sich für ein Hotel entschieden hat, kann dieses auch über die HRS-App von unterwegs direkt buchen.

Auch Expedia ermöglicht seinen Kunden dank der Funktion Epediahotelview.de einen virtuellen Besuch der Hotels und deren Umgebung. Für knapp zwei Drittel der deutschen Onlinenutzer kommt es bei der Hotelbuchung nämlich vor allem auf die Lage und die Umgebung an, so die Analysen von Expedia.

Twitter startet Werbung in Timeline von Nutzern

Twitter will offenbar künftig Werbung in die Timeline von Nutzern integrieren und wagt damit einen weiteren Vorstoß in Richtung eines werbefinanzierten Geschäftsmodells. Das Erscheinen der Werbung im Nachrichtenstrom eines Nutzers soll davon abhängig sein, welchen Personen, Produkten und Unternehmen dieser selbst folgt. Nicht alle Twitter-User werden also zwangsläufig Werbung sehen. Wer allerdings einem Unternehmen folgt, das Kaffee produziert oder einem User folgt, der über Kaffee zwitschert, gehört zur Zielgruppe des neuen Werbemodells.

Der Mikroblogging-Dienst startet die neue Werbeform mit Twitter-erprobten Kunden wie Virgin, Starbucks und Red Bull. Zudem sollen zunächst nur die rund 900.000 Nutzer des Twitter-Clients HootSuite betroffen sein, bevor die Werbetweets Stück für Stück auf andere Dienste und die eigene Seite twitter.com ausgeweitet werden, so das Nachrichtenmagazin Adage. Twitter geht die Umsetzung wohl bewusst vorsichtig an, da Werbung in der Timeline bisher bei vielen Nutzern auf Widerstand stieß. Bisher hatte das Unternehmen daher nur eine bessere Platzierung so genannter „Promoted Tweets“ in den Suchergebnissen verkauft.

Kreativste Autowerbung stammt von Toyota und VW

Die interessantesten Kampagnen im Bereich Automobil stammen – aus dem Kreis der deutschen Hersteller – von VW. Unter den Importeuren nimmt Toyota den ersten Platz ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Frankfurter Link-Institut für Markt- und Sozialforschung, im Auftrag von Horizont.

Besonders jüngere Menschen im Alter zwischen 14 und 29 Jahre (38,6 Prozent) und Männer (34,8 Prozent) sind von den Commercials der Wolfsburger begeistert. Das liegt sicherlich auch an den spaßigen Spots der „Fast Lane“-Kampagne von VW.

Den Frauen gefallen dagegen eher die Kampagnen von Mercedes-Benz: Für 24,5 Prozent der Frauen sind die Stuttgarter der Werbe-Sieger. Damit belegt Mercedes-Benz unter den deutschen Marken Platz 2 der Kreativ-Rangliste (22,5 Prozent), gefolgt von Audi mit 21 Prozent.

Bei den Importeuren nimmt Toyota trotz Rückruf-Desaster mit 21,7 Prozent die Spitzenposition ein. Renault landet auf Platz 2 (17,8 Prozent) und Peugeot auf Platz 3 (13,7 Prozent). Allerdings gab es auch einen Denkzettel für die Kreativabteilungen der Importeure: Immerhin gaben 26,3 Prozent der Befragten an, dass ihnen keine der genannten Kampagnen gefallen hätte.

Insgesamt wurden 1000 Personen nach den interessantesten Automobil-Kampagnen befragt. Hier das Ranking der deutschen Autohersteller:

Hier ein VW-Spot aus der „Fast Lane“-Reihe, der auf Facebook veröffentlicht wurde:

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Tipp-Ex lässt Zuschauer interaktiv einen Bären jagen

Eine lustige Idee von Tipp-Ex zeigt, was bei YouTube-Videos alles möglich ist. Der Zuschauer wird hier selbst zum Geschichtenschreiber. Zunächst wird ein normaler Clip gezeigt: Ein Camper wird im Wald von einem Bär überrascht. Am Ende des Clips muss der Zuschauer entscheiden, ob der Camper den Bär erschießt oder nicht. Entscheidet er sich gegen die gewalttätige Lösung, wird eine neue Seite bei YouTube geöffnet. Hier greift der Camper aus dem Rahmen des Videos heraus auf die Werbeanzeige daneben. Diese zeigt einen Tipp-Ex Korrekturstift. Der Camper holt den Tipp-Ex zurück ins Video und löscht das Wort „shoots“ Damit macht er Platz für ein interaktives Eingabefeld, in das der Zuschauer nun jede beliebige Reaktion des Campers eingeben kann. Eine flotte Kampagne, die wortwörtlich aus dem Rahmen fällt, User direkt einbezieht und die Idee des „Neuschreibens“ perfekt umsetzt.

Hier der Anfangs-Clip:

Sixt nimmt sich Street View vor

Der jüngste Werbecoup von Sixt spielt kreativ mit aktuellen Themen. Sixt greift in seiner Anzeige gleich zwei Unternehmen auf, die gerade in der Kritik stehen: Googles Geo-Dienst Street View und Autohersteller Opel.

In der Anzeige zeigt Sixt einen Opel, auf dem eine ähnliche Kamera angebracht ist, wie auf jenen Autos, mit denen der Internetdienst Google vor einiger Zeit Deutschlands Straßen aufgenommen hat. „Schauen Sie sich Deutschland doch lieber selbst an“, lautet der Slogan.

Googles Geo-Dienst ist umstritten, weil dank Street View zum Beispiel Häuser und Menschen detailgenau im Internet zu sehen sind. Am Dienstag hat Google eine Internetseite freigeschaltet, über die Bürger Widerspruch gegen die Online-Abbildung ihres Hauses einlegen können.

Auch Opel steht derzeit im negativen Rampenlicht: Am Dienstag wurde bekannt, dass die Wettbewerbszentrale den Autobauer wegen seiner Werbung zur angeblich lebenslangen Garantie abgemahnt hat.