Shitstorm bei Zalando

Am 15. April 2014 sendete RTL einen kritischen Beitrag über die Arbeitsbedingungen in Zalandos Logistik Center in Erfurt. Der Vorwurf: Unmenschliche Zustände. Angelastet wurden dem Unternehmen insbesondere die enge Überwachung bis Bespitzelung der Mitarbeiter sowie körperlich zu anstrengende Tätigkeiten (über 20km Laufpensum am Tag).

Berichtet und aufbereitet hatte dies eine junge Journalistin (Caro Lobig), die im Günter-Wallraff-Stil (und mit Wallraff-Unterstützung) drei Monate undercover und investigativ dort gearbeitet und auch verdeckt gefilmt hatte. Mittlerweile hat sich das Thema zu den Gerichten verschoben (einstweilige Verfügungen & Co)  – mit kleinen Punktsiegen für Zalando. Doch begonnen hatte es medial-viral:

Denn dieser RTL-Bericht löste einen kleinen Shitstorm im Social Web aus.

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Mit dem Auto-Radio Lieder sammeln

Radio IVJeder kennt das wohl: Man hört einen guten Song im Radio, ist aber gerade mit dem Auto unterwegs und weiß nicht wie der Song heißt, noch wie man ihn bekommen soll. Der Autohersteller Ford hat genau dafür einen Knopf entwickelt. Wir berichteten schon über Fords neues Internet-kompatibles Bordsystem. Jetzt wurde ein neues Feature bekanntgegeben: Der Autofahrer kann nun Songs, die er im Radio hört „taggen“ und später kaufen. Das geht folgendermaßen: Gefällt einem während der Fahrt ein Radio-Song, drückt man einfach auf einen Knopf und das System speichert ihn. Schließt man dann seinen iPod an das Bordsystem, kann man die gespeicherten Songs „abholen“ und über den iTunes Store kaufen. Praktisch.

Google finanziert Tool, das Produkte auf Fotos erkennt

Das Start-up Pixazza, das unter anderem von Google mitfinanziert wird, will Bilder, die in Blogs oder anderen Webseiten gepostet sind, taggen und die Produkte auf den Fotos herauslesen. Die gefundenen Produkte, wie z.B. Kleidungsstücke oder Taschen, werden dann markiert und beim Mouse-over erscheint eine Produktinfo mit Preis sowie ein Link zum passenden Online-Shop. Eine Art Demoversion ist bei den US-Klatsch-Seiten „Just Jared“ und „Celebuzz“ online zu sehen: Wird hier ein Bild eines US-Stars gepostet, markiert der Blog-Betreiber oder ein anderer Experte von Pixazza vorher Bereiche, in denen Produkte zu sehen sind. Bei einer Sonnenbrille der Marke X beispielsweise, wird man dann per Link direkt in den entsprechenden Shop geleitet. Sollte es anschließend zu einem Kauf kommen, erhält der Betreiber der Seite seinen „Cut“, ein Teil davon bleibt bei Pixazza. Aktuell sollen bei Pixazza bereits 2 Mio. Produkte bei 60 Händlern verfügbar sein. Sollten sich die User daran gewöhnen, wird dies garantiert eine lukrative Einnahme-Quelle für Blogger werden. Auch Soziale Netzwerke hat die Technik-Firma ins Visier genommen. Doch Pixazza denkt schon weiter: In Zukunft will das Unternehmen das System auch für Videos einführen. Taggen kann man bewegte Bilder nämlich längst schon.