Schluss mit Superbowl!

130208 twitter tv.pngDer Superbowl-Event ist nun fast eine Woche alt und war bei mir eigentlich abgehakt.

Und da läuft mir diese spannende Analyse von sysomos über den Weg, die doch sehr gut zu den bisherigen Beiträgen (hier und hier)  passt. Darum ein letzter input zum Thema, versprochen: danach ist Schluss!

Was haben wir also hier?

Eine Analyse der 24 Millionen Twitter-Posts der letzten Tage mit Superbowl Bezug. 10 Millionen davon bezogen sich exklusiv auf den Event und das Drumherum.

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Pepsi führt User mit Strichcodes zu Videos

Pepsi bietet nun mittels Strichcodes auf seinen Getränkeverpackungen Zugang zu Onlinevideos und auch Zugang zu einer Website, wo User eigene Bilder und Videos hochladen können.

Diese geniale Technik hat das Start-up Stickybits für Pepsi entwickelt: Die Nutzer scannen mit ihrem Smartphone die Dosen oder Flaschen durch eine Barcode-Lese-App, und gelangen damit zu Videos oder Links, die in diesem Code versteckt sind. Das neue bei diesen Codes: Die Kommunikation funktioniert auch in die andere Richtung. Die Nutzer können selbst eigene Videos, Photos und Kommentare zu den Produkten hochladen. Diese neuen Infos können dann auch andere Nutzer sofort lesen, die den Code scannen. Eine extrem schnelle Möglichkeit, um Kundenmeinungen einzuholen – für Pepsi und für die Konsumenten! Zusätzlich könnte das Ganze mit Sonderangeboten, Gutscheinen oder anderen Werbegeschenken angereichert werden. Von dieser Technik werden wir in Zukunft sicherlich noch einiges hören!

Pepsi verbindet Wohltaten mit Werbewirkung

Social Responsibility gemixt mit Community-Ideen als Marketing Strategie: Pepsi erreicht mit seinem neuen Project „Pepsi Refresh Project“ große Werbewirkung. Seit 4 Monaten sponsert der Softdrink-Hersteller schon über 100 kleinere und größere Projekte in den USA. Gefördert werden oft zusätzliche Bildungsangebote wie ein Schulgewächshaus, betreute Spielplatze oder Jugendzentren. Die Idee dahinter ist, an der Basis zu fragen, welche Projekte förderungswürdig sind und die Internet-Community bei der Entscheidung mitwirken zu lassen. Eine Pepsi-Studie kurz vor der Aktion ergab, dass 70 Prozent der Amerikaner der Meinung sind, dass neue Ideen von „Menschen, wie du und ich“ wirkungsvoller und besser sind, als die von Autoritätspersonen wie Chefs oder politische Entscheidungsträger.

Die Resonanz ist enorm: Über 2 Mio. User haben sich auf der Refresh Project Seite registriert und über 5.000 neue Ideen generiert. Jeden Monat kommen 32 neue Projekte hinzu, insgesamt hat Pepsi schon über 5 Mio. Dollar gespendet. Mit der Aktion konnte Pepsi die Zahl seiner Facebook Fans mehr als verdoppeln und 24.000 neue Twitter-Follower sammeln.

Der Grund für den Erfolg liegt zum einen in einer einfachen Basisidee: Die Menschen versuchen Probleme zu lösen, die sie direkt in ihrer Umgebung betreffen. Außerdem kann die Community bestimmen: Es werden Ideen durch Crowdsourcing generiert – vielleicht das Marketing-Instrument momentan. Pepsi erhält durch diese Kampagne dauerhafte Werbewirkung vor Ort als auch in den Medien. Dabei bleibt Pepsi im engen Kontakt mit einem Netzwerk von wohlgesinnten Fans. Und jedes Mal wenn man eine Dose Pepsi trinkt, hat man das Gefühl etwas Gutes zu tun, da man damit das Projekt unterstützt. Schlau gemacht.

Produkt-Tests im Social Web als Marketing-Strategie

Der Kunde formt die Ware. Öffentliche Produkttests wurden lange Zeit als Zeichen für mangelnde Marktreife angesehen. Doch dank Social Media wird nun die Weiterentwicklung von Produkten mit Hilfe der Community als neues Geschäftsprinzip entdeckt.

Ursprünglich sollten Beta-Tests durch Kunden-Feedback die Ware verbessern und mögliche Fehlschläge vermeiden. Seit 2 Jahren allerdings integrieren große Unternehmen wie Ford, Pepsi oder Kellogg´s diese Tests zusätzlich gezielt in ihre Marketing-Kampagnen um Konsumenten zu aktivieren und um „Buzz“ zu erzeugen – d.h. viele Gespräche darüber im Netz.

Hier einige Beispiele von Firmen, die Social Media Plattformen als Startrampe genutzt haben:

Ford: Der Ford Fiesta 2011 erschien letzten Sommer mit der Kampagne „Fiesta Movement“. Erst letzte Woche – ein Jahr nach der Markteinführung – startete die TV Kampagne.

Procter & Gamble: In New York wurde 4 Tage lang am Times Square ein „Shave Studio“ aufgebaut um Kunden nach ihrer Meinung zum neuen Gillette Fusion ProGlide Rasierer zu befragen. Das Feedback wurde sofort auf der Seite ProGlideChallenge.com online veröffentlicht. Doch erst im darauffolgenden Monat lag der Rasierer auch in den Regalen.

Pepsi: Um eine neue Geschmacksrichtung des Softdrinks Mountain Dew zu finden, wurden 2008 Kunden auf der Homepage DEWmocracy aufgefordert einen neuen Geschmack auszuwählen. Die User wählten Voltage. Anschließend wurde die eigentliche Werbekampagne in traditionellen Medien gefahren. Das Experiment wurde auf Facebook wiederholt und läuft momentan wieder.

Kellogg´s: Im Januar 2009 brachte Kellogg´s den Riegel „FiberPlus“ auf den Markt. Im Social Web wurde sofort geworben, traditionelle Werbung erschien erst ein halbes Jahr später.

Indem Unternehmen Social Media für die Markteinführung nutzen, ergeben sich neben der „Buzz-Erzeugung“ noch weitere Vorteile: So können eventuell übergangene Teile der Bevölkerung identifiziert werden, die sich ebenfalls für das Produkt interessieren. Die Kampagne kann dementsprechend angepasst werden. Ach ja: und das Produkt wurde nebenbei natürlich auch verbessert.