Facebook-News: 10 Quellen um up-to-date zu bleiben

Im Oktober 2013 habe ich das erste Buch zu Facebook geschrieben (Autoren sagen eigentlich: „vorgelegt“), eine Benutzungsanleitung für Einsteiger, herausgegeben von der Stiftung Warentest. Das Buch ist recht gut angenommen worden, die Stiftung als Verlag ist natürlich ein guter Absender.

Doch die Welt bleibt nicht stehen, Facebook schon gar nicht. Ende 2015 haben wir einen Update („Facebook“) herausgebracht, der umfangreicher ausfiel, als zunächst geplant war. Es hatte sich viel zwischenzeitlich geändert.

Um die Dynamik im Blick zu behalten und die vielen Schrauben, an denen ständig gedreht wird, habe ich mir einen kleinen News-Feed zusammengestellt. Damit trage ich die allermeisten Änderungen und Aktualisierungen zusammen. Hier finde ich viele wichtige Facebook-News für die nächste Auflage. Seit dem letzten Redaktionsschluss im Oktober 2015 habe ich so schon wieder 147 solche Nachrichten gesammelt

In diesem Beitrag stelle ich die zehn wichtigsten Quellen meiner Facebook-News vor, sortiert nach Wichtigkeit – für mich. Wer also im Themenumfeld des Buches mehr wissen will, der kann meinen Quellen hier folgen und sich selbst einen aktuellen Eindruck verschaffen.

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Voll daneben? Social Media Marketing am Ziel vorbei?

ÄpfelundBirnenEine neue Studie deckt scheinbar einen Missstand auf: Marketing verliert bei Social Media seine Zielgruppe aus den Augen, ist also mediamäßig „voll daneben“. Aber stimmt das wirklich?

Bei Facebook passen die Welten, so scheint es, noch zusammen, ganz klar: Lemminge im Strom anderer Lemminge – aber abseits davon: eine große Diskrepanz! Eine Diskrepanz zwischen den Medien, die Social Media Marketers nutzen und denen, die ihre Zielgruppen besuchen.
Das besagt jedenfalls eine Studie von Pitney Bowes Software, die vor einigen Tagen bei MarketingProfs vorgestellt wurde. Nach dieser Studie benutzen z.B. 57% der „Marketing Decision Makers“ Twitter für Business Zwecke, aber nur 31% der „Consumers„.

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Trends im E-Mail-Marketing

Wie beeinflusst Personalisierung von E-Mails die Open Rate und Click Rate? Welche Branche hat die höchste E-Mail Click Rate? Mit wie vielen Marken interagieren die Nutzer per E-Mail? Eine neue Studie von MailerMailer untersuchte im Email Marketing Metrics Report allgemeine Trends im E-Mail-Marketing (weltweit und USA).

Das Ergebnis: E-Mail bleibt ein wichtiges und effektives Marketing Tool: Mit einem ROI von 44 Dollar, übertrifft E-Mail-Marketing alle anderen Direktmarketing-Kanäle (so eine Untersuchung der Direct Marketing Association). Manche Experten erwarteten, dass Social Media E-Mails ersetzen würde, doch stattdessen dient Social Media vielmehr zur Ergänzung der Kundenkommunikation.

E-Mail ist das beliebteste Kommunikationsmedium online:

  • 56 Prozent der US-Internet-Nutzer interagieren nur per E-Mail mit Marken
  • 1,3 Prozent der US-Internet-Nutzer interagieren nur per Twitter mit Marken
  • 0,7 Prozent der US-Internet-Nutzer interagieren nur per Facebook mit Marken

Die Anzahl der Marken, mit denen Nutzer im Schnitt online interagieren, ist bei E-Mail am größten:

  • Per E-Mail interagieren US-Internet-Nutzer im Schnitt mit 11,8 Marken
  • Per Facebook interagieren US-Internet-Nutzer im Schnitt mit 9,4 Marken
  • Per Twitter interagieren US-Internet-Nutzer im Schnitt mit 7,9 Marken

 

Wie Personalisierung die Open Rate beeinflusst

 

Um eine höhere Aufmerksamkeit der Empfänger zu erhalten, schneiden viele Unternehmen die Mails passend auf die Kunden zu und fügen beispielsweise den Namen des Kunden in die Betreffzeile oder in den Inhalt ein. Je nach Art und Grad der Personalisierung der E-Mail, ändert sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Mail auch tatsächlich geöffnet wird (in der Studie wurde „öffnen“ gemessen als „Bilder zulassen“ oder „auf einen Link innerhalb der Mail klicken“) und die Empfänger sich mit dem Inhalt auseinandersetzen.

 

Erscheint der Vor- oder Nachname des Kunden in der Betreffzeile, wirkt sich das negativ aus. Diese E-Mails werden meist mit Spam in Verbindung gebracht und es führt dazu, dass die Nutzer die Mails löschen oder als Spam markieren. Imageschäden für das Unternehmen sind ebenfalls die Folge.

 

Ganz anders bei der persönlichen Ansprache innerhalb der Mail. Hier lassen die Empfänger häufiger Bilder zu, klicken auf Links und nehmen sich mehr Zeit, um die Mail zu lesen. Fügt man allerdings zusätzlich den Kundennamen in die Betreffzeile ein, so erhält man wieder ein negatives Ergebnis:

 

 

 

Wie Personalisierung die Click Rate beeinflusst

 

Die Click Rate (Nutzer klickt auf einen Link in der Mail) spiegelt den Trend der Open Rate wider. Vor- oder Nachname in der Betreffzeile wirken sich negativ auf die Click Rate aus (0,8%), da die Nutzer die Mails als Spam einordnen. Interessanterweise haben nichtpersonalisierte Mails die gleiche Click Rate wie Mails, in denen der Name des Kunden innerhalb der Nachricht erscheint (3%).

 

 

 

Wie die Linkanzahl die Click Rate beeinflusst

 

Je mehr Links sich innerhalb einer E-Mail befinden, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer auf einen dieser Links in der Mail klickt. Die höchste Click Rate hatten in der Studie E-Mails mit mehr als 20 Links (5,4%). Der Grund: Je mehr Links sich in einer Mail befinden, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer etwas entdeckt, dass ihn interessiert. Ein „Überfrachten“ der Mails mit Links sollte jedoch trotzdem vermieden werden.

 

Branche und Click Rate

 

Je nach Branche gibt es Unterschiede in der Click Rate. Hohe Click Raten zeigen die Verkehrs-, Immobilien- und Beratungsbranche, während Medien, Pharmabranche und Restaurants geringe Raten aufweisen.

 

 

Allgemeiner Trend der Open Rate

 

In den letzten Jahren sank die Rate der geöffneten Mails kontinuierlich. Einer der Gründe: Die Empfänger erhalten immer mehr Mails. Seit 2007 stieg das Volumen der empfangenen Werbemails pro Nutzer um 61 Prozent!

 

 

Die Untersuchung basiert auf 977 Millionen E-Mails aus 87.000 Newsletter-Kampagnen.

Warum sich Kunden von Newslettern abmelden und Fanseiten nicht mehr mögen

Warum beenden Kunden ihre Beziehungen zu Marken, von denen sie Newsletter bekamen, deren Fan sie auf Facebook waren oder auf Twitter folgten? Die Gründe für das Abmelden, Nicht-mehr-mögen und Entfolgen untersuchte die Studie „The Social Break-Up“ von ExactTarget und befragte mehr als 1.500 Konsumenten.

Hier ein paar Fakten vorab:

  • 91% der Konsumenten haben sich von Opt-In Marketing E-Mails abgemeldet.
  • 77% gaben an, im Vergleich zu letztem Jahr vorsichtiger geworden zu sein, was das Übermitteln ihrer E-Mail Adresse an Firmen angeht.
  • 81% sind nicht mehr Fan eines Unternehmens auf Facebook oder haben deren Posts aus ihrem Newsfeed entfernt.
  • 71% sind vorsichtiger geworden, was das „Fan-Werden“ auf Facebook betrifft.
  • 51% denken, dass man als Fan einer Marke Marketingbotschaften vom Unternehmen erhält – 40% wollen dies nicht.
  • 41% der Konsumenten „entfolgten“ einem Unternehmen auf Twitter

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Warum sich Konsumenten von Newslettern abmelden:

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Hauptgrund für das Abmelden sind zu häufige E-Mails (54%), was dazu führt, dass der Inhalt zu langweilig wird und sich zu oft wiederholt (49%). Unternehmen sollten daher auf exzessive E-Mail-Zustellung verzichten und ihre Inhalte variieren.

 

Wie Abonnenten auf uninteressante E-Mails reagieren:

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Warum Konsumenten keine Facebook-Fans mehr sein wollen:

Auch hier ist der Hauptgrund das zu häufige Posten der Marken (44%).

 

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Wie Facebook-Fans auf uninteressante Posts reagieren:

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Warum Konsumenten Marken auf Twitter nicht mehr folgen:

Am häufigsten ist es der langweilige und sich wiederholende Inhalt der Marken-Tweets, der die Nutzer abschreckt (52%)

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Wie Marken sich verhalten sollen:

Jeder Kanal hat seine Eigenheiten, welche die Unternehmen beachten müssen.

E-Mail: Konsumenten wollen Marken, die ihnen relevante Inhalte schicken, die auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die Erlaubnis zur Zustellung von Newslettern soll gewürdigt werden und zu häufiges Mailen vermieden werden. Die Kunden bewerten die Mails nicht im Vergleich zu den Branchenführern, sondern vergleichen sie mit anderen Mails ihrer Inbox.

Facebook: Konsumenten wollen auf Facebook mit Marken in Kontakt treten, die sie schon kennen und denen sie vertrauen. Die Facebook Seite soll aktuell und relevant sein und die Posts nicht zu häufig erscheinen.

Twitter: Konsumenten, die auf Twitter aktiv sind, erwarten regelmäßige Tweets, die sie aber nicht überfluten. Sie erwarten sofortige Antworten, wenn sie auf Twitter Fragen stellen.

10 Gründe, warum Kunden Marken auf Facebook folgen, kann man hier nachlesen.

Studie: Deutschland ist das Email-Land von Europa

Wie erreiche ich als Unternehmen meine Kunden am effektivsten? Auf welchem digitalen Weg kann ich Nutzer erfolgreich kontaktieren? Ein Europäischer Ländervergleich zum digitalen Dialog mit Facebook, Twitter, Email & Co zeigt: Deutschland ist ein Email-Land. Denn im Vergleich zu anderen Ländern können hier über ein Drittel der User nur per Email oder Newsletter erreicht werden.

Wie länderspezifisch die Email- und Social Media-Aktivitäten tatsächlich sind, zeigt die Studie „Europäische Social Media und E-Mail-Monitor“ von eCircle. Die 6-Länder-Studie untersuchte Eigenheiten des digitalen Dialogs in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien und den Niederlanden. Dabei ergaben sich 5 Hauptthesen.

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1. Die Kombination aus Social Media und E-Mail funktioniert in allen betrachteten Märkten

In allen Ländern nutzen mindestens 50% der Befragten sowohl Social Networks als auch Newsletter. Die Schnittmenge zwischen E-Mail-Marketing und Social Media ist somit bereits heute signifikant. Die Kombination beider Kanäle deckt praktisch die gesamte Internet-Nutzerschaft ab.

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2. Europa ist eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“

Die sechs größten europäischen Online-Märkte teilen sich in zwei Gruppen: Deutschland, Frankreich und die Niederlande sind “E-Mail-Länder“, in denen über ein Drittel der User nur per E-Mail bzw. Newsletter erreichbar ist. Großbritannien, Italien und Spanien sind dagegen „Multi-Channel“-Länder in denen die gemeinsame Nutzung beider Kanäle dominiert. 

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3. Facebook ist der Platzhirsch unter den Sozialen Netzwerken – mit einer Ausnahme

Facebook ist das führende Netzwerk in fast jedem Land, mit einer Ausnahme: in den Niederlanden ist das lokale Netzwerk Hyves die Nummer 1. Die deutsche Social Media Landschaft scheint stärker fragmentiert als in anderen Ländern, da mit der VZ-Gruppe und Wer-kennt-Wen gleich 2 lokale Netzwerke die Plätze 2 und 3 im Hinblick auf die Anzahl der Nutzer belegen.

Was die Kontaktfreudigkeit innerhalb der sozialen Netzwerke betrifft, so hat Italien die Nase vorn: Italiener haben im Schnitt die meisten Freunde (87), Franzosen (53) und Deutsche (57) die wenigsten. 

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4. „Fan-Seiten“ von Unternehmen erreichen bisher nur in drei Märkten signifikante Nutzerschaften

Lediglich in Großbritannien, Italien und Spanien sind mehr als ein Viertel der Social Media Nutzer überhaupt Fan oder Follower eines Unternehmensprofils.

Deutschland ist das Land mit dem kleinsten Anteil an Fans/ Followern. Hier folgen lediglich 15 % der Nutzer Unternehmen, in Großbritannien dagegen 32%.

Die Reichweite von Unternehmenspräsenzen in Sozialen Netzwerken ist zwar noch begrenzt, bietet aber durchaus Potential, wie ein Blick nach Großbritannien zeigt.

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5. „Mobile E-Mail“ für Konsumenten kommt

In Großbritannien, Italien und Spanien rufen bereits rund ein Viertel der Nutzer E-Mails mehrmals täglich auch auf mobilen Endgeräten ab, weshalb dort eine handykompatible E-Mail Version ein “Must have” ist. In Deutschland rufen nur 16% der Nutzer ihre E-Mails mehrmals täglich mobil ab.

Das Wissen um die Vorlieben – E-Mail oder Multi-Channel – können sich, so eCircle, vor allem Werbetreibende zu Nutze machen, um ihre Kampagnen in den jeweiligen Ländern noch enger am Nutzerverhalten auszusteuern.

Die komplette Studie steht hier zum Download zur Verfügung.