Nissan LEAF: Netzwerk-Auto mit Energiespar-Wettbewerb

Nissans neues Elektroauto LEAF hat einen besonderen Zusatzservice: Das Auto ist Teil eines Energiespar-Wettbewerbs. In jedem Wagen ist ein System integriert, das den Energieverbrauch der Fahrer misst und an einen zentralen Server sendet. Diese gesammelten Daten werden den Fahrern auf einem Ranking-Dashboard im Wagen angezeigt, sodass sie sehen, wie viel Energie sie selbst und andere Fahrer verbrauchen. Der sogenannte „Regional-Modus“ des Carwing Systems zeigt den Verbrauch aller LEAF-Fahrer in der Region an. Wer am energiesparendsten fährt gewinnt, und ihm wird eine schicke Platin-Trophäe auf seinem Bildschirm angezeigt. Auch der Zweit-, Dritt- und Viertplazierte landen auf dem digitalen Podium im Wagen.

Das Carwing connected system war zuerst in Japan verfügbar und setzt auf Crowdsourcing um den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Echtzeit Verkehrslagen werden angezeigt, wobei die Daten von anderen Carwing Nutzern stammen. So soll dieses soziale Netzwerk sich gegenseitig helfen und animieren, umweltfreundlicher zu fahren.

Die Idee ist ausbaufähig: Vielleicht vergibt Nissan ja von Zeit zu Zeit auch ein paar echte Pokale, um den Wettbewerb etwas attraktiver zu machen.

Der Nissan LEAF (Leading, Environmentally Friendly, Affordable, Family Car) ist ein Großserien-Elektroauto, das erstmals im August 2009 in Japan vorgestellt wurde. In den Vereinigten Staaten begann die Auslieferung im Dezember 2010. Der Deutschlandstart soll im Oktober 2011 und eine weltweite Einführung schließlich 2012 sein.

Studie: Nachhaltigkeit ist Treiber für Unternehmenserfolg

Unternehmen, die nicht nachhaltig wirtschaften, haben langfristig keinen Erfolg. Das ist die Kernaussage der weltweit größten Umfrage unter Firmenchefs. Im Auftrag des UN Gobal Compact hat die Unternehmensberatung Accenture 766 CEOs befragt. 93 Prozent der befragten Manager erwarten, dass Nachhaltigkeit ihr Kerngeschäft in den kommenden Jahren wesentlich prägen und damit letztendlich Einfluss auf Produkte, Kommunikation und Werbung haben wird. 

Angesichts des globalen Wettbeberbs stellt nachhaltiges Wirtschaften eine große Herausforderung für Unternehmen dar. Doch die Mehrheit der Topmanager sieht sich dem gewachsen: 81 Prozent geben an, dass Nachhaltigkeit bereits Teil der Firmenstrategie ist. 2007 lag der Anteil noch bei 50 Prozent. Vor allem in Asien, Südamerika und Afrika ist das Thema weiter auf dem Vormarsch. Hier stufen 98 Prozent der Befragten Nachhaltigkeit als wichtig oder sehr wichtig ein, in Europa sind es 93 Prozent, im Nahen Osten allerdings nur 79 Prozent.
 
Bei den Branchen nehmen die Autobauer eine Vorreiterrolle ein. Kein Hersteller kann sich dem Thema Nachhaltigkeit entziehen, was nicht zuletzt der Think-Blue-Ansatz von Volkswagen oder die Blue-Efficiency-Kampagne von Mercedes-Benz zeigen. In der Konsumgüterindustrie halten 98 Prozent der Befragten eine ökologische, soziale und mitarbeiterorientierte Strategie für wichtig, im Energiesektor sind es 94 Prozent.
 
Die Gründe, warum Unternehmenschefs auf Nachhaltigkeit setzen, überraschen indessen kaum. 72 Prozent glauben, so die Markenpflege zu stärken, das Vertrauen zu erhöhen und das Ansehen zu steigern. 44 Prozent sehen zudem darin Potenzial für mehr Umsatz und Kostensenkungen. Bei 39 Prozent sind es die Erwartungen bei Kunden. Lediglich bei 12 Prozent geben die Aktionäre den Anstoß.

Ebay entwickelt Pakete mit Kunden-Geschichten

Ebay schließt sich dem Trend der Nachhaltigkeit an und bezieht die Community mit ein. So testet das Internetauktionshaus in einem Pilotprojekt gerade 100.000 wiederverwendbare Versandboxen. Das Besondere: Empfänger können den bisherigen Weg des Pakets nachverfolgen: Auf der Innenseite der Box kann jeder Sender dem nächsten Empfänger eine persönliche Nachricht schreiben. Diese Geschichten können auch in einer virtuellen Community verfolgt werden. Der Gedanke dahinter: Viele Käufer bei Ebay sind auch Verkäufer, welche die Verpackungen weiterverwenden. Innerhalb dieses Kreislaufs zirkulieren die persönlichen und umweltschonenden Versandboxen, die am Ende ihrer Laufzeit zu 100 Prozent recycelbar sind.

Damit erreicht Ebay nicht nur ein grüneres Image, sondern bindet seine Kunden durch die persönlichen Geschichten aktiv mit ein und lässt sie ebenfalls einen Teil zum Umweltschutz beitragen. Schlau gemacht!