QR-Codes auf Hausdächern als Werbung auf Google Maps

 

QR-Codes auf Produktverpackungen, Plakatwänden oder in Zeitschriften kennen wir bereits. Doch nun gibt es sie bald auf Hausdächern. Eine amerikanische Firma bietet Unternehmen an, die scannbaren Codes auf der Gebäudeoberseite zu installieren und auf diese Weise kostenlose Werbung auf Google Maps zu schalten.

Eine interessante Idee – immerhin wurde Google Earth rund 400 Millionen mal heruntergeladen und erreicht ein großes Publikum. Seit April 2010 ist eine Google-Earth-Funktion in Google Maps eingebaut (Earth View). Sehen sich die Nutzer den Ort auf der Karte an, so sehen sie den von Satelliten aufgenommenen Code auf dem Gebäude, können ihn mit ihrem Smartphone scannen und erhalten Zugang zu Videos, Coupons oder anderen Inhalten.

Ob das wirklich eine effektive Form des Marketing ist, bleibt abzuwarten. Immerhin kostet die Installation des Service, genannt Blue Marble, durch das Unternehmen Phillips & Co. 8.500 Dollar. Anschließend dauert es etwa ein Jahr, bis die Codes auf Google Earth zu sehen sind. Bessere Erfolgsaussichten hätte diese kreative Idee bei häufigeren Google Maps Updates.

 

QR-Codes: Nutzer scannen am liebsten Zeitschriften und von zu Hause aus

QR-Codes findet man mittlerweile überall: Auf Produktverpackungen, in Bussen und Bahnen oder in Zeitschriften. Nach dem Scannen erhält man auf seinem Smartphone zusätzliche Informationen, wie etwa Inhaltsstoffe, Fahrpläne oder Werbetrailer.

Eine neue ComScore-Studie ermittelte das Scan-Verhalten der Smartphone-Besitzer. In Europa scannten 4,6 Prozent aller Mobiltelefonbesitzer (9,8 Prozent der Smartphonebesitzer) im Juni 2011 einen Barcode. In den USA ist die Nutzung etwas stärker verbreitet: Dort scannten 6,2 Prozent der Mobiltelefonbesitzer im Juni einen QR-Code, was 14 Millionen Anwendern entspricht.

Von denjenigen, die QR-Codes scannen, sind laut Comscore 60 Prozent männlich. 53 Prozent der Anwender sind zwischen 18 bis 34 Jahren alt und 36 Prozent führen einen Haushalt mit einem Jahreseinkommen von mehr als 100.000 US-Dollar.
 

Nutzung erfolgt meist von zu Hause

 
Was den Ort betrifft, so scannen die Europäer die Bar-Codes am liebsten in einer ruhigen Umgebung: Über die Hälfte der Nutzer befinden sich zu Hause, wenn sie die Codes ablesen. 22,6 Prozent scannen auf der Arbeit, 20 Prozent von unterwegs oder in öffentlichen Verkehrsmitteln und 18 Prozent in einem Geschäft. Hier gibt es deutliche Unterschiede zu den USA: In Amerika scannen 39 Prozent der QR-Code-Nutzer die Bilder in einem Geschäft.
 

 

Printmedien werden am häufigsten gescannt

 
Die beliebteste Quelle für QR-Code-Scanning sind Zeitschriften oder Zeitungen. Die Hälfte der scanneden Nutzer las dort die gedruckten Bilder ab. Produktverpackungen belegen Platz zwei mit 35 Prozent, gefolgt von Websites (27%) und Postern/Flyern (23,5%).

5 Tipps für den Einstieg ins Mobile Marketing

Wer mit Mobile Marketing starten möchte, sollte ein paar Dinge zu Anfang beachten. Die unterschiedliche Bildschirmgröße von Smartphones und PC muss bedacht werden, ebenso sollte man die gängigsten ortsbasierten Netzwerke kennen und wissen, wie QR-Codes am besten eingesetzt werden. Hier sind 5 Tipps für den Start:
 

1. Richte eine mobile Website ein

 

Damit die User auf ihrem Mobiltelefon eine optimierte Anzeige der Website sehen, gibt es mehrere Möglichkeiten. So bieten viele Unternehmen Plugins und Systeme an, die den Inhalt der bestehenden Website automatisch für das Handy-Display formatieren. Etwa von WordPress oder GoDaddy.

 

 

Eine bessere Lösung haben allerdings Anbieter, die eine mobile Website erstellen, die von der normalen Website völlig unabhängig ist. Diese Plug&Play Plattformen werden beispielsweise von Mobicanvas.com, GetGoMobi.com oder Onswipe.com bereit gestellt.

 

Eine dritte Möglichkeit besteht darin, einen Code in die bestehende Homepage einzufügen, der automatisch erkennt, welche Screen-Größe das Gerät des Besuchers hat. Hat der Nutzer einen Bildschirm mit einer Weite von mehr als 600 Pixel, nutzt er wahrscheinlich einen PC und wird folglich auf die normale Homepage geführt. Ist der Bildschirm kleiner als 600 Pixel, besucht er die Seite wahrscheinlich von einem Mobiltelefon aus und wird auf Seiten weitergeleitet, die auf einen Smartphone-Screen ausgelegt sind. Auf CSS-Tricks.com wird beschrieben, wie man einen solchen „Redirect Code“ einfügt.

 

2. Trage das Unternehmen bei ortsbasierten Plattformen ein

 

Die Präsenz auf diesen Plattformen ähnelt einem Eintrag in den Gelben Seiten. Wer im stationären Handel tätig ist, sollte sein Geschäft auf jeden Fall bei einem der ortsbasierten Netzwerke anmelden, wie etwa bei Foursquare, Gowalla oder Facebook Places. Jetzt können die Kunden mit ihrem Smartphone im Geschäft „einchecken“ und beispielsweise Freigetränke oder andere Rabatte erhalten. Die Restaurant-Kette Chili´s sandte digitale Coupons für kostenlose Dipps sogar an jene Nutzer, die in anderen Geschäften in der Nähe (im Unkreis von 200 Metern) eincheckten.

 

3. Nutze andere Mobile Marketing Angebote

 

Von der Konkurrenz kann man viel lernen. Deshalb sollte man die Möglichkeiten, die andere Unternehmen anbieten, ausprobieren. So taucht man tiefer in die Materie ein und erhält neue Ideen. Das Einchecken bei Foursquare wird selbstverständlich, ebenso der Bücherkauf bei Amazon mit der passenden App. Die Sprachsuche von Google bleibt ebenfalls kein Rätsel mehr.

 

4. Starte eine mobile Werbekampagne

 

Mobile Werbekampagnen können auf Cost-per-Click, Cost-per-Thousand oder Cost-per-Acquisistion –Basis gekauft werden. Genaueres erfährt man auf den Plattformen der großen Anbieter, wie etwa iAd von Apple oder AdMob von Google.

 

5. Nutze QR-Codes

 

QR-Codes sind quadratische Barcodes, die von Smartphones gescannt werden können. Nach dem Scan wird man auf mobile Webpages geleitet und erhält beispielsweise zusätzliche Informationen, Gutscheine oder Sonderangebote. Damit das Smartphone die Codes lesen kann, benötigt man einen QR-Reader, den man bei BeeTagg.com oder Sparq.it downloaden kann. Weitere Tipps, wie man QR-Codes im Unternehmen einsetzt, erfahrt ihr hier.

Anmerkung: In Anlehnung an einen Artikel von SocialMediaExaminer.

Wie QR-Codes im Unternehmen eingesetzt werden

Wie setzt man QR-Codes im eigenen Unternehmen ein? Hier ein paar Tipps für die Anwendung der 2-dimensionalen Bilder, die den Kunden das geben, was sie wollen: sofortigen Zugang zu relevanten Informationen. Genau dafür sind QR-Codes perfekt. 

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Was sind QR-Codes?

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Quick Response Codes ähneln den Barcodes, die Verkäufer nutzen um ihr Inventar zu überprüfen und Produkte mit Preisinformationen am POS zu versehen. Der größte Unterschied zwischen den beiden Codes ist die Datenmenge, die sie speichern und übermitteln können. Während die linearen eindimensionalen Barcodes nur bis zu 20 numerische Einheiten fassen (nur Ziffern), haben die 2-dimensionalen QR-Codes eine quadratische Matrix, die Tausende von alphanumerischen Informationseinheiten speichern können.

Scannt man einen QR-Code mit seinem Smartphone, wird man auf digitalen Content im Web verlinkt, es werden verschiedene Telefonfunktionen wie E-Mail oder SMS aktiviert oder das Handy mit einem Webbrowser verbunden. QR-Codes können auf diese Weise verschiedene Nutzer miteinander vernetzen oder auch zu Multimedia-Informationen weiterführen.

Einen QR-Code für das eigene Unternehmen zu erstellen, der diese Funktionen hat, dauert nur ein paar Minuten. Wie das geht, erklären wir weiter unten.

Während in Amerika und Europa die QR-Codes langsam ihren Siegeszug antreten, sind sie in Japan schon seit über einem Jahrzehnt im Einsatz. Denso Wave, ein japanisches Tochterunternehmen von Toyota, erfand die Codes und verzichtete auf eine Patentierung.

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Wie man QR-Codes erstellt und liest

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Herstellen kann man seine eigenen QR-Codes mit sogenannten QR-Code Generatoren. Die Nutzung ist kostenlos und eine Google-Suche danach listet zahlreiche Seiten auf. Eine Seite ist beispielsweise Kaywa. Hier kann man Codes erstellen, die auf eine Website, Text, Telefonnummer oder SMS verlinken. Auf der Seite Kerem Erkan kann man auch die Farbe und Format selbst bestimmen. Qurify ist ein deutschsprachiger Dienst.

Für das Lesen von QR-Codes benötigt man einen sogenannten QR Reader. Der beliebteste ist i-nigma. Für das Android passt auch der Barcode Scanner. Die Preisvergleich-App Red Laser kann mittlerweile ebenfalls die „QR-Sprache“.

Was bringen QR-Codes?

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Teilen: Es existiert kein Limit, wie viel Informationen man mit einem QR-Code weiterleiten kann. Neben einem Video oder einer Landing Page kann man sogar ein komplettes eBook teilen.

Community: Durch Teilen von Informationen bilden sich Communitys. Die beliebteste ist derzeit Facebook. Mit Likify kann man QR-Codes erstellen, die ein Smartphone mit dem Like-Button der eigenen Facebook-Seite verbinden. 

Call to Action: Hat man erst einmal eine Community aufgebaut, so muss man sie zum Handeln bewegen. Unterschiedliche Angebote können hinsichtlich ihres Erfolgs untersucht werden, wenn die jeweiligen QR-Codes auf verschiedene Landing Pages führen. Dort kann man dann z.B. die Anzahl der neuen Nutzer-Registrierungen vergleichen. 

Traffic: Durch QR-Codes erzeugt man Traffic für die gewünschten Seiten.

Reputation verbessern: Man kann mit QR-Codes z.B. auf Blog-Posts verlinken, die große Beachtung bei der Community gefunden haben und sich somit als Influencer und Experte ausweisen.

Analysen: QR-Codes führen meist zu URLs. URL-Verkürzer-Dienste wie bit.ly und goo.gl erstellen deshalb mittlerweile automatisch QR-Codes, die verkürzte Links transportieren. Die Dienste MyQR.co und goog.gl liefern zusätzlich Analysen.

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QR-Codes in der Praxis:

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Wo man QR-Codes anbringen kann:

  • Visitenkarten (hier gibt es den Generator)
  • Prospekten und anderen Marketing-Materialien
  • An der Seite von LKWs
  • Produktverpackungen
  • Namens-Schildchen bei Konferenzen oder Events
  • Restaurant-Karten
  • Eintrittskarten für Veranstaltungen
  • Kassenbons am Point-of-Sale 

Worauf QR-Codes verlinken können:

  • Gebrauchsanweisungen
  • Anlaufstellen bei Ersatzteil-Suche
  • Kontaktinformationen des Unternehmens
  • Bestellformulare
  • Coupons und Sonderangebote
  • Empfehlungen für sich ergänzende Produkte und Services (Cross-Selling oder Up-Selling)
  • Kostenlose Musikdownloads
  • Feedback-Formular für Kundenbewertungen 

 Wie QR-Codes am effektivsten wirken: 

  • Erkläre den Kunden den Nutzen und die Vorteile
  • Fordere sie zu Handlungen auf, die den Marketing-Plan unterstützen
  • Mildere die Ängste von technisch weniger begabten Kunden
  • Liefere Gründe für einen erneuten Kauf
  • Experimentiere mit Größe, Ort und Farbe der QR-Codes
  • Checke die Analysen
  • Verwandle die Nutzung der QR-Codes in Spaß, z.B. mit einer Schnitzeljagd

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Beispiele:

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United Airlines: Viele der großen Fluggesellschaften nutzen mittlerweile 2D-Codes als digitale Bordkarte. Bis Ende 2011 soll dieser Service für alle internationalen Flüge gelten.

Google Places: Trägt man sein Unternehmen bei Google Places ein, erhält man sein digitales Brancheneintrags-Schildchen, das auch einen QR-Code enthält. Er führt auf die Unternehmens-Homepage.

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Die Zukunft der QR-Codes

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QR-Codes haben ein großes Potenzial. Die Eigenschaft von Social Media – Menschen durch Technologie miteinander zu verbinden – wird genutzt und die Erfahrung noch erweitert. Die zukünftigen Barcodes werden sicher mehr Speicherkapazität haben, sodass eine Internetverbindung vielleicht gar nicht mehr nötig ist. Alle Inhalte, die das Unternehmen dem Kunden zeigen möchte, sind darin enthalten.

5 kreative Marketing-Kampagnen mit Facebook Places

Mit Facebook Places können User anderen mitteilen, wo sie sich gerade befinden und mit wem sie gerade zusammen sind. Zusätzlich kann man sich anzeigen lassen, welche Freunde gerade in der Nähe sind. Diesen Location Based Service können Smartphone-User seit Oktober 2010 auch in Deutschland nutzen.

Auch Unternehmen haben dank der Erweiterung Deals (vorerst nur in den USA verfügbar) das große Marketing-Potenzial von Places erkannt und erstellen Kampagnen rund um den Check-in Service. Die Vorteile:

  • Die Markenwahrnehmung wird gesteigert: Denn jedes Mal, wenn ein Facebook-User über Places an einem bestimmten Ort eincheckt (in einem Café, Restaurant, Geschäft, etc.), wird dieses Ereignis den durchschnittlichen 130 Facebook-Freunden im News-Feed mitgeteilt. Damit ist der virale Marketing-Faktor gleich integriert.
  • Neue Kunden werden angesprochen: In den Restaurants, auf der Straße, in den Geschäften oder bei Events erscheinen Deals auf dem Display der Smartphone-Besitzer. Sie werden für den Besuch mit verschiedensten Incentives belohnt.
  • Die Kundenbindung wird erhöht: Laut Facebook besuchen Nutzer das Soziale Netzwerk 28 mal pro Monat. Sie suchen dort Informationen, Gewinnspiele, Sonderangebote, Unterhaltung und Gutscheine. Mit Facebook Deals besteht die Option, loyale Kunden bzw. deren regelmäßige Check-ins zu belohnen.

So neu der Service ist, so schnell waren die Unternehmen beim Erstellen kreativer Marketing-Kampagnen rund um Facebook Places. Hier einige interessante Beispiele, in Anlehnung an Mashable.

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1. Rabatte für Check-ins

Eine simple aber effektive Methode um Places zu nutzen, ist es, Kunden bei jedem Check-in zu belohnen. Das kalifornische Premium-Shopping-Center Westfield Valley Fair wollte damit mehr Kundschaft anlocken. Jeder Kunde bekam beim Check-in einen 15 % Rabattgutschein. Der Erfolg blieb nicht aus: Es kamen mehr Kunden, und mittlerweile werden sogar 25% Rabattgutscheine via Places verteilt.

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2. Events fördern

Gerade bei besonderen Veranstaltungen lohnt sich der Einsatz von Check-ins für die Markenwerbung. Spielentwickler Electronic Arts UK entwickelte eine Places-Kampagne zu Weihnachten, genannt „Play4Xmas“. Dabei wurden sechs Events in Shopping-Zentren gepusht. Die Menschen, die zu den Events auf Places eincheckten, konnten jeden Tag bis zu 10 Videospiele gewinnen. Die Kampagne war ein großer Erfolg: Aus vielen Eventbesuchern wurden Markenbotschafter, mehrere hundert Check-ins bei jedem Event generierten über Zehntausend Impressionen bei den Facebook-Usern.

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3. Neue Orte bei einem Event festlegen

Die Sportmarke Onitsuka Tiger (Asics) sponserte das Sydney Bicycle Film Festival. Das Sportevent dauerte 4 Tage und hatte 10 unterschiedliche Veranstaltungen. Bei jeder Veranstaltung positionierte sich Onitsuka am Eingang, sodass sich die Eventbesucher auch dort registrieren und einchecken konnten – ohne den Einlass am Eingang nutzen zu müssen. Wer sich bei Onitsuka drei mal anmeldete und eine Frage zur Facebook Fanseite des Unternehmens richtig beantwortete, konnte ein Fahrrad oder eine Bike-Ausrüstung gewinnen. Schon am ersten Tag meldete sich über die Hälfte der Besucher über den Check-in von Onitsuka zum Event an.

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4. Tägliche Check-ins

Recruitment: Um neue Studenten zu finden, nutzt die University of Kentucky die Facebook-Reichweite seiner bestehenden Studenten. Dafür wurden riesige Facebook-Statuen aus Holz auf dem Campus aufgestellt, welche die Studenten dazu animieren sollen, jeden Tag bei der Universität einzuchecken. Somit tauchen diese Check-ins auch jeden Tag im News-Feed der Facebook Freunde auf. Darunter befindet sich sicherlich auch die Zielgruppe der zukünftigen Studenten.

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5. Facebook Places in einer Rangliste sammeln

Die für den britischen Tourismus zuständige Werbeagentur VisitBritain entwickelte ein interessantes Facebook Places Programm, um verschiedenste Orte und Landstriche von Großbritannien zu bewerben. Jedes Mal, wenn ein Nutzer zu einem erwähnenswerten und schönen Ort in Großbritannien kommt, soll er auf Facebook Places einchecken und eine Bewertung darüber verfassen. Dabei werden die Check-ins der Menschen gezählt und in einer Tabelle auf Facebook veröffentlicht. So entsteht ein Top 50 Ranking der beliebtesten Orte – von den Usern allein erstellt. Innerhalb von wenigen Wochen zählte die „Top 50 UK Places Seite“ mehr als 250.000 Besucher. Die Anzahl der Fans erhöhte sich um 34%.

Mobile Marketing: Strategien und Beispiele für einen erfolgreichen Einsatz

Das Handy ist unser ständiger Begleiter. Der emotionale Bezug des Konsumenten sowie der mobile Zugriff auf die Informationsmöglichkeiten im Internet machen das Mobiltelefon zu einem einflussreichen Instrument für seine Kaufentscheidungen im stationären Handel. Für den Verbraucher ist vor allem die Zeitersparnis, relevante Informationen bedarfsgerecht zu beschaffen, entscheidend. Vernetzte Informationen aus dem World Wide Web führen in Sekundenschnelle zu einem größeren Wissen des Konsumenten und machen die Leistungen des Handels transparenter. Preis- und Qualitätsvergleiche der Produkte per Handy sind jederzeit möglich. In den USA können Kunden dank der Dienste Slifter und StoreXperience den Barcode von Produkten scannen und erhalten Auskunft zu Preisen, Qualitätsmerkmalen und Bewertungen anderer Nutzer. Auch Preise anderer Händler werden angezeigt und die Distanz des Kunden zur nächsten Filiale angezeigt.

Die mobilen Services kann man in 3 unterschiedliche Anwendungsfelder aufteilen: Anlass-, zielgruppen- und ortsbasierte Services. Sie gehen bei der Kundeninformation unterschiedlich vor und unterstützen jeweils verschiedene Aufgaben der Marketingplanung.

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 1. Anlassbasierte Services

Bei anlassbasierten Services richten Händler spezielle Angebote an eine möglichst große Anzahl von Kunden. Die Kunden müssen jedoch vorher ihr Einverständnis zum Empfang von mobiler Werbung gegeben haben. Zu besonderen Anlässen, wie Preisaktionen, Stichtagen oder gesellschaftlichen Ereignissen, werden vor allem Neukunden und gelegentliche Kunden mobilisiert. Aufgrund der Einverständniserklärung des Kunden wird die eingesetzte Adressbasis zum Hauptkriterium dieses Instruments. Die Kundendaten stammen aus Kundendatenbanken, Listen externer Anbieter oder entstehen bei begleitenden Events.

Entscheidend für die Akzeptanz der Angebote ist die taktvolle Adressierung möglichst vieler Kunden mit attraktiv wahrgenommenen Anreizen. Bei dieser direkten Ansprache des Kunden muss ein deutlicher Zusatznutzen kommuniziert werden, da ansonsten die Händlerinitiative schnell auf Reaktanzen stößt. Der richtige Zeitpunkt der Ansprache hilft dabei: So könnte ein Optiker vor Ablauf der empfohlenen Nutzungsdauer seine Kunden erinnern, ihre Kontaktlinsen zu erneuern, oder ein Blumenhändler informiert männliche Kunden zum Valentinstag über neueste Frühjahrstrends. Deutliche Vorteile erhalten auch Kunden von Fastfood-Ketten. Deren Betreiber nutzen mobile Coupons um die saisonal schwankende Nachfrage wiederzubeleben. Subway verschenkt zum Beispiel bei schlechtem Wetter per SMS Freigetränke und kostenlose Desserts an registrierte Kunden.

Oft entstehen auch Kooperationen zwischen Händlern und Markenherstellern. Bei der Supermarktkette Krogers in den USA können Kunden über ihr Mobiltelefon eine mobile Einkaufsliste zusammenstellen und erhalten im Laden Rabatte auf eher langsam drehende Produkte der Aktionspartner Procter&Gamble, General Mills oder Kimberley-Clark.

Langfristig betrachtet werden mobile Services beim anlassbasierten Einsatz zu einem klassischen Werbemittel des Handels unter vielen.

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 2. Zielgruppenbasierte Services

Mit zielgruppenbasierten Services kann der Händler seine Leistungen noch stärker auf spezifische Anforderungen einer Zielgruppe zuschneiden. Wird bei anlassbasierten Services durch breit initiierte Aktionen ein bestimmtes Verhalten bei möglichst vielen Kunden erzeugt, so passt sich der Händler mit zielgruppenbasierten Services konsequent den persönlichen Anforderungen seiner Kunden an und versucht diese umfassend abzudecken.

Das Thema Gesundheit bietet vielfältige Möglichkeiten für den Einsatz: Allergiker können in Zukunft die Inhaltsstoffe der Lebensmittel per Barcode-Scan erfahren. Die luxemburgische Supermarktkette Cactus stellt den Kunden eine umfangreiche Datenbank über Lebensmittel-produkte für Allergiker im Internet zusammen. Die amerikanische Seite diet.com macht den Kalorien- und Fettgehalt der Gerichte bekannter Restaurant-Ketten per SMS zugänglich.

Auch das gestiegene Umweltbewusstsein kann angesprochen werden: Der Schweizer Lebensmittelhersteller Coop oder die britische Tesco veröffentlichen den Carbon Footprint auf Produkten, der anzeigt, wie viel Kohlenstoffdioxid während des Transports verursacht wurde. Eine Reihe von Händlern arbeitet bereits daran, die Produktions- und Lieferkette vollständig rückverfolgbar zu machen.

In Zukunft könnten Kunden auch – egal wo sie sich befinden – einen Gegenstand, eine Werbeanzeige oder einen Zeitungsausschnitt fotografieren, das Bild an einen Anbieter senden und detaillierte Hintergrundinformationen aus einer großen Datenbank empfangen.

Im Geschäft könnten Kunden das Handy als Navigationssystem mit integriertem „Personal Shop Assistant“ nutzen: Aufgrund vergangener Käufe werden Einkaufslisten vorgeschlagen und ergänzende Produkte gezeigt. Im holländischen Supermarkt C1000 wurde sogar erfolgreich getestet, wie Kunden die Einkäufe per Handy selbst scannten und bezahlten. Die Übertragungstechnik basierte auf der Near Field Communication.

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 3. Ortsbasierte Services (Location Based Services)

Vor allem ortsbasierte Services (Location Based Services) haben laut Experten großes Wachstumspotential. Hier können die Händler ihre auf die lokalen Besonderheiten zugeschnittenen Aktivitäten einem geographisch abgegrenztem Kundenkreis kommunizieren. Emotionalisierende Plakatwerbung kann z.B. die impulsive Reaktion des Betrachters gleichzeitig mit weiterführenden Informationen vom Mobiltelefon unterfüttern. Unmittelbar vor dem Werbeobjekt werden per Bluetooth, Barcode-Scannen oder NFC diverse Produktbeschreibungen, Videoclips oder Händlerinformationen abgerufen. Auf impulsive Reaktionen setzt auch Titus, ein mittelständische Händler für Skateboards und Freizeitkleidung, mit einer Erweiterung der Schaufensterwerbung. An vorbeigehende Passanten in der Fußgängerzone sendet er per Bluetooth Gutscheine für seine Produkte. 

In Zukunft werden die Kunden diesen Service zum großen Teil selbst mitgestalten, da sie selbst Bewertungen schreiben oder wichtige Orte auf einer virtuellen Landkarte markieren können. Dieser Mundpropaganda-Effekt und die Kraft der Web 2.0 Communitys kommt vor allem regional verankerten Nischenanbietern zugute: Örtliche Händler mit hochqualitativen Leistungen nutzen die entstehenden sozialen Netzwerke im Internet, um die Kundenakquisition in ihrem regionalen Cluster anzutreiben.

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Momentan müssen die Händler noch erhebliche Vorschussarbeit leisten, um durch großen Nutzen die Hemmnisse der Kunden zu übertreffen. Alles, was zusätzlichen Zeitaufwand oder Einbuße an Bequemlichkeit bedeutet, wird es schwer haben, die Gunst des zeitgestressten Käufers zu erlangen. Deshalb sind kurze Wartezeiten und einfache Menüführung Grundbedingungen. Auch die Angabe der persönlichen Telefonnummer oder Email Adresse erfolgt nur, wenn der Kunde sicher ist, dass der Service in erster Linie ihm persönlich und nicht der Werbeindustrie nützt. Das Vertrauen der Kunden muss erst noch aufgebaut werden. Auch Servicegebühren sind in dieser frühen Marktphase nicht realisierbar und kommen für junge Zielgruppen, die einen Großteil der Interessenten darstellen, ohnehin kaum in Betracht. Diese junge „Generation Handy“ wird jedoch langfristig das Konsumentenverhalten prägen, sodass mobile Services neue und erfolgreiche Kommunikationsformen zwischen Kunden und Unternehmen hervorbringen können.

Mega-Trends 2011: Das sagen Experten voraus

Welche großen Trends für 2011 sagen Experten voraus? Wird Facebook das Web regieren? Arbeiten wir künftig in der Cloud? Werden wir bald keine Zeitung mehr lesen?

Das News-Magazin t3n befragte verschiedene Experten nach ihren Prognosen für das nächste Jahr. Die spannenden Themen, die sich herauskristallisierten, haben wir hier für euch zusammengefasst.

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1. Mobile und Location-based-Services

Der Mobile-Shift ist klares Trend-Thema. Smartphones erreichen 2011 den Massenmarkt in Deutschland und verdrängen die Handys. Der Hightech-Verband Bitkom prognostiziert, dass 2011 jedes dritte neu verkaufte Handy ein voll internetfähiges Smartphone sein wird. Dadurch wird ortsbezogenem, mobilem Marketing sowie Shopping der Weg geebnet: Bei Facebook Places, bei Foursquare, bei Gowalla und im Email-Posteingang werden wir Rabatt-Schlachten um die Aufmerksamkeit in der unmittelbaren Nachbarschaft erleben. Dank Diensten wie Groupon interessieren sich nun auch Unternehmungen für Online-Marketing, für die das Web bislang weniger interessant war.

Smartphones werden immer günstiger, die Preise fürs mobile Surfen werden fallen und immer höhere Bandbreiten für unterwegs lassen uns mit unserem Smartphone shoppen, fotografieren, filmen, chatten, mailen, lesen, Freunde finden, Games spielen, Routenpläne checken und Musik hören.

Augmented Reality kommt stärker zum Einsatz, die Begeisterung für Apps wird aber einen Dämpfer bekommen. Apps werden durch Programmierer, welche die App-Angebote von der Stange bieten können im Preis stark nach unten gedrückt.

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2. Das Leben in der Cloud

Immer mehr Dienste verschwinden in der Cloud, d.h. ehemals lokal gespeicherte Daten werden durch Outsourcing ins Web geholt von unseren lokalen Rechnern genommen. Keine Programme, Spiele oder ähnliche Software müssen mehr installiert werden. Haben wir anfangs nur E-Mails, Bücher und Texte im Netz auf Dutzende Rechenzentren verstreut gespeichert, so wird es für uns immer mehr zur Normalität, dass die Textverarbeitung in der Cloud läuft und wir das Backup des heimischen PCs nicht mehr lokal, sondern irgendwo bei Amazon’s S3 oder Google’s Cloudpicker sichern.

Immer weitere und komplexere Aufgaben werden in Zukunft also direkt im Internet erledigt. Der Bedarf an Desktop-Software wird in weiten Bereichen damit sinken, entsprechend müssen sich die Firmen, die ihr Geld derzeit damit verdienen, mittelfristig nach neuen Einnahmequellen umsehen.

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3. WebTV

Auch WebTV wird Trend. Die Verschmelzung von klassischen TV-Angeboten mit Bewegtbildern aus dem Netz findet statt. Es wird für den Fernseher im Wohnzimmer Set-Top-Boxen geben, die Sat-/Kabel und Web-Zugang kombinieren. Hbbtv, Google- und Apple-TV sind die Vorreiter in diesem Bereich. Nach wie vor werden zwar die klassischen TV-Angebote dominieren, allerdings wird sich Youtube seinen Platz auf der TV-Fernbedienung erobern.

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4. Print stirbt langsam aus

Durch Tablets und E-Book-Reader, die sich rasant verbreiten, immer bessere Smartphones und mit dem Internet verbundene Fernsehgeräte kommt es 2011 zum Showdown der Medienkonvergenz und des Medienwandels. Print-Zeitungen, Print-Bücher, lineares Fernsehen sowie selbst klassisches Radio werden durch digitale Angebote verdrängt.

Gelingt es den Tageszeitungen nicht rasch ihren Kioskkäufern und Abonnenten einen Mehrwert zu verkaufen – d.h. exklusive und gut recherchierte Inhalte, die nicht schon am Vortrag kostenfrei überall im Internet zu lesen waren – dann werden wir noch vor Ablauf des Jahres das Sterben der ersten deutschen Printtitel erleben.

2011 werden deshalb viele Inhalteanbieter wie die Verlage die Nagelprobe machen, ob sie ihre Inhalte im Internet verkaufen können. Stichwort Paid Content. Viele Hoffnungen werden enttäuscht und nur die Anbieter mit einem langen Atem werden in diesem Geschäft Erfolg haben.

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5. Corporate Social Media

Für die „Experten“ eigentlich schon fast ein alter Hut, ist Social Media in den meisten Unternehmen bisher noch nicht wirklich angekommen. Wie sich Facebook, Twitter & Co. nicht nur für PR und Kommunikation, sondern auch für andere Unternehmensbereiche wie Forschung & Entwicklung, Organisation oder Wissensmanagement sinnvoll einsetzen lassen, wird 2011 in vielen Unternehmen diskutiert werden.

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6. Ein ernstzunehmender Facebook-Konkurrent entsteht

Facebook wird weiter wachsen, sehr stark auch in Deutschland, wo das Erreichen von 20 Millionen aktiven Nutzern pro Monat realistisch ist. Gleichzeitig sorgen Facebooks Dominanz und die damit verbundenen Herausforderungen dafür, dass eine vergleichsweise kleine, aber wachsende Gruppe von Usern ernsthaft nach einer Alternative sucht und diese findet. Während die Motive unterschiedlich sind, wird das gemeinsame Ziel sie vereinen und so die Grundlage für eine kritische Masse sowie langsames, aber nachhaltiges Wachstum bilden. Der angesprochene Dienst könnte diaspora heißen, von Google kommen, aus einem anderen Sektor heraus entstehen (z.B. Fotosharing-App) oder uns heute noch gar nicht bekannt sein. Ende 2011 gibt es einen offiziellen „Facebook-Konkurrenten“.

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7. Stammkunden: Repeat Customers

Neukunden gewinnen kann heute jeder, daraus treue Stammkunden zu machen, nur die wenigsten. Da SEM/SEO zunehmend die Marketingbudgets der Online-Händler sprengt, werden wir kreative, neue Ansätze sehen, die helfen, den Share-of-Wallet zu vergrößern.

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8. Alles wird zum Spiel: Gamification

Unternehmen bauen mehr Spielfreude in ihre Angebote und Services ein. Spielerische Elemente beleben dabei (nicht nur) das Shoppingerlebnis. Die Herausforderung wird sein, das Rad nicht zu überdrehen und genau das richtige Maß zu finden, um die Nutzer dauerhaft bei Laune zu halten.

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9. Werbung wird zu Content

Werbung als Unterbrechung, als Lärm, als universelle Message-Gieskanne ist vorbei. Mobile und sozial vernetzte „Konsumenten“ (besser: User oder Follower) werden diese Art von Werbung immer mehr ignorieren und zu vermeiden lernen. Werbung wird deshalb individualisiert und auf die Bedürfnisse eines jeden Nutzers genau angepasst (sprich: location, behavioral, social), sodass sie nicht mehr als Werbung wahrgenommen wird, sondern zum gewollten Inhalt, zur Experience wird.

Beispiele sind Audi’s iPhone apps, Swiss Air’s SingFrancisco Video Contest, Ralph Lauren’s 4D Licht-Inszenierungen in Paris oder auch T-Mobile’s „Life is for Sharing“ Flashmobs.

Experten prognostizieren sogar, dass bis zu 30 Prozent des gesamten Werbebudgets in den nächsten 2-3 Jahren Richtung Mobile, Social, Video und Interaktiv (also „Digital“) ziehen wird. Global sind das ca. 200-300 Milliarden US-Dollar, die dann auch für werbungs-subventionierten Premium Content (Musik, Magazine, Filme etc.) zur Verfügung stehen werden.

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10. Freemium wird zum Standard

Freemium (also zuerst einmal „Free“ und dann Premium) wird sich als wichtiges Geschäftsmodell weiterhin etablieren, allerdings muss für eine erfolgreiche Umsetzung auch folgendes gegeben sein:

  • Ein möglichst tiefer Kostenpunkt für das „Free“ Angebot (siehe z.B. Xing oder LinkedIn, Skype)
  • Sehr viele verschiedene und zugkräftige Möglichkeiten des Upselling die eine Conversion von 10-50 Prozent erreichen (siehe Social Gaming, Zynga etc.)
  • Eine sehr große Anzahl von Usern (siehe Facebook, Youtube, Twitter).

Dies bedeutet, dass cloud-based Content Plattformen wie z.B. Simfy, Spotify oder MOG sich wahrscheinlich nur bewähren können, wenn sie im Bundle mit anderen Services zunächst einmal „feels like free“ angeboten werden können. Denn genauso wie bei iTunes werden sich sonst nur zwischen 2-5 Prozent der User zu einer direkt bezahlten Variante überreden lassen. Dies wird auch bei E-Books und Magazinen so sein.

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11. Wer sich spezialisiert und flexibel ist, gewinnt

Der Long Tail schlägt durch: Große Firmen mit geringen Innovationsgrad bekommen 2011 in Sachen Entwicklungsgeschwindigkeit große Probleme und können oft mit kleineren und flexibleren Konkurrenten nicht mehr mithalten.

Im Bereich Medien z.B. entstehen durch verbesserte und zum Teil kostenfreie Open-Source-Publishing-Software immer mehr Pubslisher. Neue und verbesserte Micropayment-Systeme sowie Werbeerlös-Modelle, wie z.B. Google AdSense, unterstützen diese Entwicklung.

Im Bereich Handel, bzw. Shopping und E-Commerce werden sich neben großen Shops mit breitem Sortiment, „longtailige“ bzw. spezielle Shops mit Hilfe von stabilen Open-Source-Shop-Systemen etablieren. Treiber der Kleinteiligkeit und Spezialisierung sind neben frei zugänglichen Wissen und Betriebsmitteln (Open-Source-Software & Cloud Service) u.a. neue Vertriebs-, Kommunikations- und Marketing-Wege wie Social Media, SEM, SEO und Viral Marketing.

Die Anzahl der Startups sowie die Anzahl von kleinen Webagenturen und Freelancern, die diesen Neugründungen zuarbeiten und teilweise selbst betreiben, wird 2011 weiter steigen. Parallel steigt die Nutzung von webbasierter Software zur Abwicklung der Unternehmensprozesse (Cloud Services & Enterprise 2.0 Software) sowie neue Arbeitsmodelle wie Coworking-Spaces.

2011 – Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr!

Facebook bietet Sonderangebote bei Check-ins an

Facebook will mit Rabattmarken Geld verdienen: Der Ortungsdienst Facebook Places bekommt in den USA die Erweiterung „Facebook Deals“, in dem es zum Start Sonderangebote von H&M, Starbucks und McDonalds gibt.

Das Benefit-Programm „Deals“ verwandelt Facebook Places in einen virtuellen Marktplatz und macht den Ortungsdienst damit sehr attraktiv. Places-Nutzer können damit in Zukunft via Smartphone „Angebote ihrer Lieblingsgeschäfte in der Nähe finden – von Restaurants um die Ecke bis zu großen Einzelhandelsgeschäften“. Unternehmen können Nutzer dann künftig dank offenem API auf Angebote aufmerksam machen.

Anwender sehen in der Übersicht der in der Nähe liegenden Locations, welche Lokalitäten entsprechende Deals für sie bereithalten. Neben dem jeweiligen Ort taucht dann ein entsprechendes Icon auf. Die Profilseite des Ortes informiert über die Details des Deals. Nach dem Check-In zeigen User die Profilseite mit dem erfolgten Check-In auf ihrem Smartphone an der Kasse vor, um das jeweilige Sonderangebot in Anspruch zu nehmen.

Wenn man bedenkt, dass 200 der 550 Millionen Facebook-Mitglieder, das Netzwerk via Smartphone ansteuern, ergibt sich eine enorme potentielle Reichweite der Sonderangebote. Und sie wird wohl weiter steigen, denn allein letztes Jahr verdreifachte sich die mobile Nutzerschaft von Facebook.

Zum Start konnte das weltgrößte Social Network gleich eine Reihe von Großkonzernen für sich gewinnen – darunter etwa McDonalds, Gap, H&M und Starbucks. Gap belohnt die ersten 10.000 eincheckenden Nutzer mit einer kostenlosen Jeans, und H&M gewährt bei einem Check-in 20 Prozent Rabatt auf erworbene Waren.

Was den Datenschutz betrifft, so sehen die Unternehmen beim Check-in der User keine persönlichen Daten, sondern lediglich wie viele Nutzer eincheckten und wie viele die Deals in Anspruch nahmen.

Ob das nun das Ende der ortsbasierten Services wie Foursquare oder Gowalla iat? Auch die Rabatt-Shopping-Dienste wie Groupon oder LivingSocial geraten extrem unter Druck. Der Siegeszug von Facebook schein derzeit unaufhaltsam..

Starbucks und L’Oreal testen Location-Based SMS-Coupons

In Großbritannien können Marken nun automatisch SMS und MMS an Kunden verschicken – je nachdem wo die Kunden sich gerade befinden. Die Handybesitzer erhalten damit zur Umgebung passende Nachrichten auf ihrem Handy. Möglich wurde das erst durch einen Deal des Mobilfunkanbieters O2 mit einer speziellen Location Service-Plattform namens Placecast. Über eine Million O2-Kunden gaben ihr Einverständnis zu diesem ortsbasiertem Service.

Starbucks und L’Oreal ergriffen als erste beiden Marken die Chance und testen nun den ortsbasierten SMS-Service für ein halbes Jahr. Dabei werden geographische Zonen abgesteckt und SMS-Coupons an die Handybesitzer geschickt, die diese Zone betreten. Die Gutscheine können in nahegelegenen Geschäften eingelöst werden. Kunden, die als Interesse „Essen und Trinken“ angaben, erhalten einen Rabatt von 50% auf Starbucks-Produkte. Kunden, die angaben, an Kosmetik interessiert zu sein, erhalten bei L’Oreal für jedes gekaufte Shampoo ein Gratisprodukt.

Wichtig war im Vorfeld, dass die Kunden für diesen Service ihr Opt-in gaben sowie ihre Interessen O2 mitteilten. O2 fungiert dabei als Schnittstelle zwischen Marke und Kunde und verspricht, die Kundendaten nicht an die Partnerunternehmen weiterzugeben sowie höchstens eine SMS pro Tag zu versenden.

Die Kooperation zwischen Placecast und O2 ist die erste dieser Art in Großbritannien. Die Geofencing-Technologie hat enormes Potenzial im Mobile Marketing Bereich – solange sie mit dem Einverständnis der Kunden arbeitet.