Starbucks akzeptiert Zahlung per Mobiltelefon

Mobile Payment ist Trend. In New York können Starbucks-Kunden ihren Kaffee nun ganz bequem mit ihrem Handy bezahlen. In 300 Stores wurde der Service eingerichtet. Dazu halten die Kunden ihr Smartphone einfach an einen Scanner an der Kasse. Der Scanner erkennt einen 2-D Barcode, der auf dem Handy abgebildet ist und die mobile Version der Starbucks Kundenkarte darstellt.

„Wir haben immer mehr Kunden gesehen, die das Smartphone als ihren mobilen Geldbeutel benutzen,“ so Brady Brewer, Marketing-Direktor bei Starbucks und zuständig für Kundenkarten und Markentreue. „Von unseren Kunden haben wir auf der Online-Plattform My Starbucks Idea gehört, dass sie sich einen schnelleren und bequemeren Weg zu zahlen wünschen.“

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Schon jeder Fünfte Kunde nutzt die Starbucks-Kundenkarte (echte Karte oder mobile Version) um zu zahlen. Bis zum Ende des Jahres wird laut Schätzungen der Kaffee-Kette mehr als eine Milliarde Dollar auf die Karten geladen werden Mobile Kundenkarten anstatt echter Kundenkarten – Dieser Service wird in nächster Zeit sicherlich auch bei anderen Unternehmen ausgebaut werden.

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Japan ist hier schon weiter und mobile Zahlung verbreiteter. Auch Nokia arbeitet an einem eigenen System, das Kreditkarten ersetzen soll und gerade in einigen Ländern getestet wird. Für die Kunden, in deren Geldbeutel sich im Schnitt 4 Kundenkarten befinden, bedeutet das mehr Bequemlichkeit durch Reduktion der Karten und einen schnelleren Zahlungsservice.

Pepsi führt User mit Strichcodes zu Videos

Pepsi bietet nun mittels Strichcodes auf seinen Getränkeverpackungen Zugang zu Onlinevideos und auch Zugang zu einer Website, wo User eigene Bilder und Videos hochladen können.

Diese geniale Technik hat das Start-up Stickybits für Pepsi entwickelt: Die Nutzer scannen mit ihrem Smartphone die Dosen oder Flaschen durch eine Barcode-Lese-App, und gelangen damit zu Videos oder Links, die in diesem Code versteckt sind. Das neue bei diesen Codes: Die Kommunikation funktioniert auch in die andere Richtung. Die Nutzer können selbst eigene Videos, Photos und Kommentare zu den Produkten hochladen. Diese neuen Infos können dann auch andere Nutzer sofort lesen, die den Code scannen. Eine extrem schnelle Möglichkeit, um Kundenmeinungen einzuholen – für Pepsi und für die Konsumenten! Zusätzlich könnte das Ganze mit Sonderangeboten, Gutscheinen oder anderen Werbegeschenken angereichert werden. Von dieser Technik werden wir in Zukunft sicherlich noch einiges hören!

Das Handy als Kundenkarte

Kundenkarten sollen die Leute immer wieder in bestimmte Geschäfte locken und Loyalität aufbauen. Als Lohn für 10 Besuche winken dem Konsument z.B. Rabatte oder andere Geschenke. Doch immer mehr Unternehmen ersetzen diese nervigen Papier- oder Plastikkarten durch etwas, das man immer dabei hat: das Handy. Und das geht so:

Stell dir vor, du läufst durch die Stadt, triffst dich mit Freunden, gehst in ein Café oder Restaurant und spielst währenddessen kurz ein Spiel auf deinem Handy. All diese Handlungen bringen dir auf einmal Belohnungen: kostenlose Getränke, Rabatte auf Kleider, Geld oder ein paar iTunes Musikstücke. Dank deines Handys wusstest du, wo du diese Belohnungen bekommst. Und auch die Geschäfte wussten, wie oft du schon da warst.

Immer mehr Shops und Unternehmen nutzen diese Möglichkeit, um die Kunden in ihre Geschäfte zu holen und die Kunden zu binden. Die technische Voraussetzung programmierten Start-ups wie das ortsbezogene Netzwerk namens Loopt : Loopt programmierte eine iPhone App (Loopt Star) mit der man Belohnungen erhält, wenn man sich oft an bestimmten Orten aufhält. Man loggt sich mit seinem Facebook-Account ein und die App zeigt an, wo sich Belohnungen und auch andere Facebook-Freunde in der Nähe befinden. Bringt man diese Freunde mit zu den teilnehmenden Geschäften, erhält man zusätzlich Rabatte. Gap, Burger King und Universal Music nutzen schon diesen Dienst.

Für die Unternehmen bedeuten diese Spiele und Apps eine neue Form des Mobile Marketing, das weit über ein Minibanner auf dem Handy hinausgeht: Kunden werden individuell für ihre Loyalität belohnt. Und anders als bei Papierkarten, können Shops durch die übermittelten Handydaten mehr über ihre Kunden erfahren.

Start-Ups wie CardStar und CardBank wandeln bestehende Kundenkarten um und speichern sie auf dem Handy mit scannbaren Barcodes. Unternehmen wie Motorola und ein Start-Up namens mFoundry statten Shops mit der nötigen Technik aus, um diese Handy-Kundenkarten selbst zu programmieren. Das Start-Up Shopkick baut gerade an einem Kundenbindungsprogramm auf Handys, das mit großen Handelsketten Verträge abgeschlossen hat und Bonuspunkte gegen echte Ware einlöst.

Hier ein Interview mit dem CEO von Loopt, Sam Altman, über die App Loopt Star, die Incentives großer Marken nutzt um Kunden in deren Geschäfte zu holen: