E-Book oder Papier, was ist beliebter?

E-BookGeht man nach dem allgemeinen Tenor, der zur Zeit in politisch korrekten Kreisen angestimmt wird, dann sind elektronische Medien für reine Textdokumente eine kaum akzeptable und wenig zukunftsfähige Mode, die nur von einigen Banausen getragen wird.

Geht man andererseits nach den Absatzzahlen der für den elektronischen Textkonsum erforderlichen Geräte, dann wächst die Anzahl dieser vermeintlichen Banausen rasant – und ein Ende des Anstiegs ist nicht in Sicht.

Was also ist richtig? Fliegen die „E-Books“ und „digital Reader“ kurz nach dem Kauf und einigen wenigen ersten Nutzungsversuchen ungeliebt in die Ecke oder ist der „allgemeine Tenor verstimmt“, schätzen vielleicht mehr Menschen, als gemeinhin geglaubt wird, die Vorzüge des digitalen Leseerlebnisses?

Eine Antwort findet man beim Institut für Demoskopie in Allensbach (IfD) in ihrem jüngsten Bericht „ACTA 2013„.

weiterlesen

Ein Magazin aus Tweets und Blogs

In einer Zeit, in der die Printmedien mehr und mehr durch digitale Newskanäle ersetzt werden, könnte sich eine interessante Gegenbewegung formatieren. Der Berliner Christoph Boecken hatte zunächst die Idee, Nachrichtenformate ihren angestammten Platz zu nehmen und einen neuen zuzuweisen: Er sammelte Blogeinträge und Twitterposts und fügte diese zu einem 48-seitigen Hochglanzmagazin zusammen. Dieses kann man sich im Internet kostenlos ansehen oder selbst ausrucken. Daher auch der Name des Magazins: „Ausdruck“. Am Kiosk zu kaufen gibt es die ausgewählten Blogosphären-Beiträge jedoch nicht. Erstaunlicherweise ist die Nachfrage nach einem echten gebundenen Ausdruck des „Ausdruck“ so groß, dass man diesen vielleicht doch bald käuflich erwerben kann. Damit würden Blogpostings und Tweets ihren Siegeszug offline fortsetzen. Das ist wahre Intermedialität!