Studie: Deutschland ist das Email-Land von Europa

Wie erreiche ich als Unternehmen meine Kunden am effektivsten? Auf welchem digitalen Weg kann ich Nutzer erfolgreich kontaktieren? Ein Europäischer Ländervergleich zum digitalen Dialog mit Facebook, Twitter, Email & Co zeigt: Deutschland ist ein Email-Land. Denn im Vergleich zu anderen Ländern können hier über ein Drittel der User nur per Email oder Newsletter erreicht werden.

Wie länderspezifisch die Email- und Social Media-Aktivitäten tatsächlich sind, zeigt die Studie „Europäische Social Media und E-Mail-Monitor“ von eCircle. Die 6-Länder-Studie untersuchte Eigenheiten des digitalen Dialogs in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien und den Niederlanden. Dabei ergaben sich 5 Hauptthesen.

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1. Die Kombination aus Social Media und E-Mail funktioniert in allen betrachteten Märkten

In allen Ländern nutzen mindestens 50% der Befragten sowohl Social Networks als auch Newsletter. Die Schnittmenge zwischen E-Mail-Marketing und Social Media ist somit bereits heute signifikant. Die Kombination beider Kanäle deckt praktisch die gesamte Internet-Nutzerschaft ab.

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2. Europa ist eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“

Die sechs größten europäischen Online-Märkte teilen sich in zwei Gruppen: Deutschland, Frankreich und die Niederlande sind “E-Mail-Länder“, in denen über ein Drittel der User nur per E-Mail bzw. Newsletter erreichbar ist. Großbritannien, Italien und Spanien sind dagegen „Multi-Channel“-Länder in denen die gemeinsame Nutzung beider Kanäle dominiert. 

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3. Facebook ist der Platzhirsch unter den Sozialen Netzwerken – mit einer Ausnahme

Facebook ist das führende Netzwerk in fast jedem Land, mit einer Ausnahme: in den Niederlanden ist das lokale Netzwerk Hyves die Nummer 1. Die deutsche Social Media Landschaft scheint stärker fragmentiert als in anderen Ländern, da mit der VZ-Gruppe und Wer-kennt-Wen gleich 2 lokale Netzwerke die Plätze 2 und 3 im Hinblick auf die Anzahl der Nutzer belegen.

Was die Kontaktfreudigkeit innerhalb der sozialen Netzwerke betrifft, so hat Italien die Nase vorn: Italiener haben im Schnitt die meisten Freunde (87), Franzosen (53) und Deutsche (57) die wenigsten. 

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4. „Fan-Seiten“ von Unternehmen erreichen bisher nur in drei Märkten signifikante Nutzerschaften

Lediglich in Großbritannien, Italien und Spanien sind mehr als ein Viertel der Social Media Nutzer überhaupt Fan oder Follower eines Unternehmensprofils.

Deutschland ist das Land mit dem kleinsten Anteil an Fans/ Followern. Hier folgen lediglich 15 % der Nutzer Unternehmen, in Großbritannien dagegen 32%.

Die Reichweite von Unternehmenspräsenzen in Sozialen Netzwerken ist zwar noch begrenzt, bietet aber durchaus Potential, wie ein Blick nach Großbritannien zeigt.

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5. „Mobile E-Mail“ für Konsumenten kommt

In Großbritannien, Italien und Spanien rufen bereits rund ein Viertel der Nutzer E-Mails mehrmals täglich auch auf mobilen Endgeräten ab, weshalb dort eine handykompatible E-Mail Version ein “Must have” ist. In Deutschland rufen nur 16% der Nutzer ihre E-Mails mehrmals täglich mobil ab.

Das Wissen um die Vorlieben – E-Mail oder Multi-Channel – können sich, so eCircle, vor allem Werbetreibende zu Nutze machen, um ihre Kampagnen in den jeweiligen Ländern noch enger am Nutzerverhalten auszusteuern.

Die komplette Studie steht hier zum Download zur Verfügung.

Infografik: Facebooks Weltherrschaft

Facebook wird in immer mehr Ländern zum beliebtesten sozialen Netzwerk. Nur in Russland, China, Japan, Brasilien, Kasachstan und Iran sind lokale Netzwerke populärer.

Vincenzo Condeza erstellte eine Infografik basierend auf den Traffic Daten von Alexa und Google Trends. Demnach verdrängt Facebook vor allem in Europa immer mehr lokale Netzwerke und ist Marktführer in 115 von 132 Ländern.

World Map of Social Networks

Andere aufstrebende Netzwerke sind laut Analyse LinkedIn und Twitter: