Beschwerden machen Freude

Wahlschein - KritikFür die Qualitätsüberwachung im CRM gibt es 7 grundsätzlich verschiedene Informationsquellen. Fünf davon haben wir bereits in den vergangenen Beiträgen vorgestellt.

In No. 6 hier behandeln wir nun die Beschwerde.

So unerfreulich der Begriff auch klingen mag: die Beschwerde ist eine der wertvollsten Informationsquellen für das Qualitätsmanagement.

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Kundenbetreuungs-Qualität. Drei Wege zum Ziel.

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Dies ist der zweite Beitrag einer Serie zum Thema:

Die 7 wichtigsten Methoden und Wege zur Messung der Kundenbetreuungs-Qualität.

Wir werden alle sieben in dieser Serie vorstellen und hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen bewerten.

Im ersten Beitrag vor einigen Tagen haben wir uns grundsätzlich mit dem Thema vertraut gemacht.

Zwei Hauptnutzen einer Qualitätssicherung sprangen sofort ins Auge: Wer sich darum systematisch kümmert, vermeidet Kundenverlust sowie unnötige interne Kosten.

„Qualität“ haben wir bei dabei sehr profan und wenig idealistisch definiert als Übereinstimmung eines zuvor definierten Solls mit dem tatsächlichen Ist.

Dieses Soll haben wir uns als „gegeben“ vorgestellt, so dass wir uns hier ganz auf die Ist-Messung konzentrieren können. (Das war schlau, denn mit dem Thema: „Wie definiere ich sinnvolle und überprüfbare Soll-Ziele für die Kundenbetreuung?“ kann man eine weitere Beitragsreihe füllen.)

Im aktuellen Beitrag werden wir nun konkret. Vorgestellt werden 3 Methoden dieser Ist-Messung, nämlich

  • das Transaktions-Monitoring
  • das Kommunikations-Monitoring und
  • das Handhabungs-Monitoring

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Wie gut ist Ihre Kundenbetreuung? Sieben Wege zu einer Antwort.

qualityDie Frage nach der Qualität der Kundenbetreuung und des CRM beschäftigt Marketingverantwortliche, solange es Kunden gibt – also schon immer. Doch die Antworten sind gar nicht so leicht zu finden, denn wie misst und prüft man eigentlich Betreuungsqualität?

Zum Glück gibt es hierfür sogar mehr als eine Methode. Wir haben in den letzten 15 Jahren intensiv an diesem Thema gearbeitet (interner Arbeitstitel: „Q-CRM“) und dabei insgesamt sieben solche Wege identifiziert. Sie alle  werden in dieser Beitragsreihe vorgestellt und bewertet.

Die Methoden reichen von sehr einfach über wohl etabliert bis hin zu modern und kaum praktiziert. Zu jeder wollen wir die Stärken und Schwächen beleuchten sowie ihre Möglichkeiten und Problembereiche, d.h. jeden dieser Wege wollen wir SWOT-mäßig behandeln. Wir werden sehen: keine der Methoden ist einfach „die  Richtige“. Jede hat ihren besonderen Leistungsbereich und ebenso ihren spezifischen „Bias„, jede von ihnen beleuchtet nur einen Winkel, einen Ausschnitt der Qualität.

Dieses Vorab-Ergebnis überrascht darum nicht: Eine realitätsnahe Übersicht zeigt sich erst dem, der mehrere (Faustregel: drei) dieser Mess- bzw. Prüfverfahren anwendet.

Das klingt nun ein wenig nach trockenem Stoff – wer sich damit näher beschäftigen will, wird sich fragen, was er eigentlich davon hat.

Beginnen wir also gleich mit dem Nutzen: Warum soll man die Qualität der Kundenbetreuung prüfen?

Hier sind die fünf wichtigsten Antworten:

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Kundenmeinungen via Smartphone und Tablet

Tablet-BefragungVorbemerkung von trickr: In diesem Beitrag von Gast-Autorin Isabelle Winter werden mobile Endgeräte  als Umfragemedien mit vielen Vorteilen vorgestellt. Frau Winter ist Marketingassistentin der Spectos GmbH. Das Produkt „Feedbackstr“, das hier beispielhaft genannt wird, ist ein solches Tool zur Messung der Kundenzufriedenheit und kommt aus dem Hause Spectos. Der Artikel enthält Links zu dem Produkt.

Neue Perspektiven zur Messung der Kundenzufriedenheit
Die Stimme des Kunden steht im Mittelpunkt der sozialen Medien- und Businesswelt. Täglich werden Meinungen und Ansichten zu Produkten und Services im Internet geäußert und ausgetauscht. Schon über das einfache Klicken des Facebook Like-Buttons geben (potenzielle) Kunden Preis, was ihnen gefällt oder zu welchen Produkten sie sich hingezogen fühlen.

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Listening – die neue alte Pflichtdisziplin

 

Kennen Sie das auch? Manche CRM- und Social Media Aktivisten haben vor lauter Eifer und Emsigkeit Ziel und Zweck ihres Tuns aus den Augen verloren. Sie haben den Dialog so automatisiert und strukturiert, dass das Zuhören und Wahrnehmen von wertvollen Signalen des Kunden völlig zu kurz kommt. Eigentlich sind sie gar nicht im Dialog, jedenfalls nicht im Kundendialog, no listening!

2 sehr aktuelle Beispiele:

Beispiel 1: Stempelbestellung

Ich bestelle einen Stempel online. Alles läuft wie bestellt, der Artikel ist pünktlich da, er ist so wie er sein soll, die Rechnung ist auch korrekt (und niedrig), alles prima. Per eMail kommt wenige Tage später eine Zufriedenheitsbefragung…..weiterlesen

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Customer Experience Management: Nur die Hälfte der Unternehmen misst die Kundenerfahrungen im Netz

In der Einzelhandelsbranche gibt es von jeher eine starke Interaktion mit den Kunden. Wer hier ein hervorragendes Kauferlebnis bietet, hat bessere Chancen auf einen Sales-Abschluss.

87 Prozent der Teilnehmer eines Customer Experience Forums von Forrester waren der Meinung, Online Customer Experience Management (CEM) sei heutzutage wichtiger als jemals zuvor. Allerdings hatte nur die Hälfte der CEM-Verantwortlichen Strategien und Methoden zur Messung implementiert.

Eine Tealeaf-Studie in Zusammenarbeit mit Econsultancy kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Sie befragte weltweit Führungskräfte im Einzelhandel, ob sie Online-Kundenerfahrungen und -probleme messen. Auch hier zeigte sich: Nur etwa die Hälfte der Unternehmen verfügt über Methoden zur Messung (49%), die andere Hälfte macht keinen Versuch, die Kundenerfahrungen zu messen (41% messen nicht, 9% wissen es nicht).

Beliebteste Methoden zur Messung der Kundenerfahrungen sind Web Analytics (91%), gefolgt von Online-Umfragen (66%) und Usability-Tests (41%).

 

 

Gründe für die geringe Messung

Der Hauptgrund, warum bei vielen Unternehmen in den USA die Kundenerfahrungen nicht gemessen werden, ist das Budget. 51 Prozent geben es als Grund an, gefolgt von 31 Prozent, die sagen, sie verfügen nicht über die richtige Technologie. Dabei wussten sie durchaus, welche Methoden geeignet wären, hatten aber nicht die Möglichkeit diese zu implementieren.

Kosten für schlechte Online Kundenerfahrungen sind hoch

Als Folge hatten drei Viertel der Unternehmen „wenig“ oder „keine Ahnung“, warum Kunden ihren Online-Warenkorb verwerfen (78%) oder die Seite verlassen ohne zu konvertieren (81%). Die Kosten für schlechte Online Kundenerfahrungen sind hoch: Unternehmen verlieren nach eigenen Angaben etwa 24 Prozent ihres jährlichen Online-Umsatzes aufgrund schlechter Online-Kundenerfahrungen.

Verbesserung der Kundenerfahrungen und Interaktionsmöglichkeiten sind wichtige Ziele

Unternehmen, die auf positive Kundenerfahrungen Wert legen, können hingegen Erfolge vorweisen. Eine weltweite Studie von CMO Council belegt, dass 32 Prozent der Marketing-Verantwortlichen die Verbesserung ihrer Online Kundeninteraktions-Möglichkeiten als große Errungenschaft ansehen. 26 Prozent sehen die Durchführung von Kampagnen, die die Kundenerfahrungen verbessert haben, als großen Erfolg an.

Studie: Wie sich die emotionale Bindung der Kunden auf die Kaufabsicht auswirkt

Unternehmen, die ihre Kunden emotional an sich binden, sind erfolgreicher was Kaufabsicht, Response-Rate, Online-Engagement und Kundenempfehlungen betrifft, als Unternehmen deren Kunden nur zufrieden sind oder diese nur kennen.

Wie genau sich der Unterschied zwischen emotional verbundenen Kunden und zufriedenen Kunden auf die Kaufgewohnheiten der Konsumenten auswirkt, zeigt eine neue Studie von Motista. Dafür wurde das Verhältnis von 4.200 US-Konsumenten zu großen Händlern wie Amazon, Barnes and Noble, Best Buy, Gap, Crate & Barrel, Macy’s, Nordstrom und Walmart genauer unter die Lupe genommen. Auch Unterschiede zwischen Männern und Frauen wurden untersucht.

Insgesamt zeigte sich, dass zwar die Bekanntheit der Marken sehr hoch war (90 %), doch nur 18 Prozent der Konsumenten fühlten sich emotional an die Marke gebunden.

 

Ob zufrieden oder emotional verbunden macht einen große Unterschied

 

  • Konsumenten, die eine emotionale Bindung zu den Händlern haben, sind bessere Einzelhandelskunden. Sie kaufen 4 mal häufiger zuerst bei diesen Händlern, als wenn sie diese nur kennen oder schlicht mit diesen zufrieden sind. Emotional verbundene Kunden antworten doppelt so häufig auf Prospektverteilung / Haushaltswerbung als Kunden, die den Händler kennen oder mit ihm zufrieden sind.
  • Emotional verbundene Kunden interagieren häufiger via Social Media und Mobile-Kanälen. Sie kaufen 10 mal häufiger via Mobiltelefon auf der Website des Händlers ein und folgen den Händlern auf Social Media Kanälen wie Twitter oder Facebook 4 mal so oft.
  • Händler bauen Verbindungen zu ihren Kunden auf, indem sie ihnen im Alltag helfen. Kunden erwarten von den Händlern, dass sie ihnen das Leben einfacher machen. Den größten Anklang finden Händler, die „das Leben erleichtern“, „dabei helfen, das Leben zu leben, das ich möchte“ und „ich beim Einkauf das Gefühl habe, Dinge bewältigen/ erreichen zu können“.
  • Konsumenten, die eine emotionale Bindung zu den Händlern haben, empfehlen diese eher an Freunde und Familie. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Marke an Freunde und Familie weiterempfehlen, steigt um 50 Prozent.

 

Geschlechtsspezifische Unterschiede
 
Auch die unterschiedlichen Verhaltensweisen von Männern und Frauen in Bezug auf ihre Interaktion mit dem Händler wurden genauer untersucht.

  • Männer nehmen den Kauf persönlicher. Bei Männern ist die Wahrscheinlichkeit um 50 Prozent erhöht, dass sie bei ihrem Lieblingshändler das Gefühl haben, er mache sie zu einem wertvolleren Menschen. Um 53 Prozent wahrscheinlicher ist es bei Männern, dass sie das Gefühl haben, andere Menschen nehmen sie anders wahr, da sie bei einem bestimmten Händler einkaufen.
  • Frauen suchen nach Spaß und Style. Frauen etablieren eine Beziehung zum Händler, die auf Spaß und Style gegründet ist. Bei Frauen ist die Wahrscheinlichkeit um 18 Prozent höher, dass sie eine Beziehung zu einem Händler aufbauen, wenn sie Spaß verspricht. Ebenfalls um 18 Prozent wahrscheinlicher ist es,  das Frauen sich emotional verbunden fühlen, wenn der Händler als „stylish“ wahrgenommen wird.
  • Männer interagieren eher durch die neuesten Online-Touchpoints. Männer und Frauen folgen Marken auf sozialen Netzwerke in etwa gleich häufig (10%) Doch bei Männern ist die Nutzungswahrscheinlichkeit der neuen Online-Touchpoints doppelt so hoch. Doppelt so viele Männer wie Frauen nutzen Live-Chats auf der Händler-Website oder kaufen per Mobiltelefon ein.

Wichtig für den Aufbau einer emotionalen Bindung zwischen Kunde und Unternehmen sind positive Kundenerfahrungen. Diesem Bereich, der weit über typische Kundenbindungsprogramme wie Newsletter, Coupons oder Kundenkarten hinausgeht, widmet sich das so genannte Kundenerlebnismanagement (Customer-Experience-Management).

 

4 Tipps für mehr Kundenzufriedenheit durch Online-Feedback

Wer als Unternehmer weiß, was die Kunden über die eigenen Produkte und Dienstleistungen denken, kann nicht nur die Qualität seiner Leistungen verbessern, sondern erhält auch wichtige Informationen über mögliche zukünftige Produkt- und Dienstleistungen. Regelmäßiges Feedback freut auch die Kunden: Sie fühlen sich und ihre Meinung ernst genommen. Dabei reicht es nicht aus, lediglich ein Formular auf der Website bereitzustellen, in das die Kunden ihre Meinung eintragen können. Hier sind einfache 4 Vorschläge, wie man kostengünstig Feedback erhält, um die Kundenzufriedenheit dauerhaft zu steigern.

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1. Führe eine Online-Umfrage durch

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 Hat man die E-Mail-Adressen seiner Kunden, kann man mit einer Online-Umfrage innerhalb kürzester Zeit an eine Vielzahl von Informationen gelangen.

Ein sehr beliebtes Software-Tool für Online-Umfragen ist SurveyMonkey. Das kostengünstige Tool eignet sich besonders gut für kleinere Unternehmen. Man kann innerhalb von wenigen Minuten Umfragen erstellen, die Ergebnisse automatisch auswerten und grafisch in Echtzeit anzeigen lassen.

Oft reagieren Unternehmen auf einige wenige Kundenkommentare vorschnell – besonders bei negativen – und glauben, grundlegende Änderungen vornehmen zu müssen. Durch breite Umfragen erhält man ein ausgewogeneres Bild der Situation und weiß, an welchen Problemstellen man arbeiten muss.

Der nächste Schritt nach der Entwicklung der Online-Umfrage ist, die Kunden zur Teilnahme zu bewegen. Viele Unternehmen stellen Incentives für die Teilnahme bereit, wie z.B. kostenlose Produktproben. Die Umfragen kann man nicht nur als E-Mail versenden, sondern sie ebenfalls als Link in einen bestehenden Newsletter einfügen mit Informationen zum Incentive. Auch an anderen Touchpoints sollte für die Umfrage geworben werden, wie etwa auf Facebook oder Twitter. Ist der hauptsächliche Kundenkontakt im lokalen Geschäft, so kann man auch eine iPad-Version der Umfrage erstellen und die Menschen vor Ort ansprechen und ihnen am Ausgang als Gegenleistungen Preisnachlässe gewähren.

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2. Baue eine Online-Community auf

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Kunden-Communitys können als Plattformen im Web, auf Facebook, per Mobiltelefon oder als Widgets überall eingefügt werden. Das Internet-Start-up Pixazza nutzt beispielsweise für seine Partner eine Plattform von GetSatisfaction, um deren Feedback einzuholen oder Fragen zu beantworten. Anhand wiederkehrender Fragen sieht man, wo Probleme bestehen und woran in der Kommunikation gearbeitet werden muss.

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3. Nutze ein gehostetes Feedback-Forum

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Eine weitere Möglichkeit Kundenfeedback einzuholen, sind Feedback-Foren wie z.B. UserVoice. Dank den einfachen gehosteten Foren und Widgets von UserVoice können Kunden ihre Vorschläge oder Stimmen an das Unternehmen abgeben. Die Ideen können dann in eine geordnete Feedback-Liste umgewandelt werden (z.B. Vorschläge mit den meisten Stimmen). Den Dienst gibt es auch als kostenlose Version und als Facebook-Version. Die australische Online-Bank UBank nutzt den Service z.B. auf ihrer Facebook-Seite. Nicht nur das Unternehmen selbst, sondern auch die Kunden haben damit eine gute Übersicht über die aktuellsten und beliebtesten Vorschläge.

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4. Frage auf Facebook und Twitter nach Feedback

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Möchte man schnell und unkompliziert Feedback erhalten, bietet sich auch eine direkte Frage oder Poll auf der Facebook-Pinnwand oder auf Twitter an. Gerade bei neuen Produkten, neuem Branding oder Neueröffnungen von Stores, erhält man schnelle Einsichten.

Die Käsemarke Velveeta startete eine Facebook-Poll um herauszufinden, welches Verpackungskonzept den Geschmack des Produkts am besten darstellt und gab zwei Vorschläge mit Fotos zur Auswahl. Die Community war sehr engagiert und zeigte mehr Aktivität als bei anderen Posts.

Neben diesen direkten Methoden des Feedback-Einholens, gibt es natürlich auch indirekte Methoden. Dank einer Vielzahl an Monitoring-Tools kann man Kundenmeinungen zu Marken, Produkten und Dienstleistungen „heraushören“, da die Kunden sich auch untereinander im Web austauschen und viel über ihre Produkterfahrungen sprechen. Diese Möglichkeit sollte man nicht ungenutzt lassen, denn nur so bleibt man am Puls der Kunden und kann sein Angebot entsprechend verbessern.

Anmerkung: In Anlehnung an einen Artikel von Mashable.

12 Customer Experience Trends in 2011

Customer Experience Management will positive Kundenerfahrungen schaffen und dadurch die Kunden emotional an die Marke binden. Wer es schafft, mit dieser Strategie loyale Kunden oder sogar begeisterte Botschafter seiner Marke zu erhalten, hat entscheidende Wettbewerbsvorteile.

Hier sind 12 Trends des Customer Experience Management, die man 2011 in Blick haben sollte: 

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1. Mobile Customer Experience wird erwachsen

Die Verbreitung der mobilen Kundenbetreuung wird weiter steigen und  das Handy als Kontaktkanal immer stärker genutzt. Bereits jetzt verfügen über 96% der US-Bevölkerung über ein Mobiltelefon und fast die Hälfte besitzt ein Smartphone, wie kürzlich eine Studie von Sterling Commerce and Demandware belegte. 15 % der Konsumenten nutzten bereits ihr Mobiltelefon um einen Kauf zu tätigen, etwa ein Viertel verglich damit Produkte und Preise.

Aufgrund der steigenden Verbreitung von Mobiltelefonen, werden auch die Unternehmen ihr „Mobile Experience“ verbessern. Als Grundprinzipien gelten intuitive Benutzung, Schlichtheit im Design und klarer Mehrwert für die Kunden. Die Kundenerfahrung per Handy kann individueller, der Service schneller und damit angenehmer gestaltet werden als beispielsweise auf Websites. 

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2. Kundenerwartungen haben einen starken Einfluss auf die Wahrnehmung

Die Kundenerfahrung wird stark von den Kundenerwartungen beeinflusst. Diese Erwartungen sollten von der Marke so früh und klar wie möglich gesetzt werden. Andernfalls tun es die Kunden selbst und sind oftmals enttäuscht, werden ihre Erwartungen nicht erfüllt. Die Folgen sind höhere Kosten im Support, was wiederum die Erfahrung verschlechtern kann. Unternehmen sollten daher klare Kundenerwartungen aufbauen, die die Unternehmen übertreffen können. Denn die Übererfüllung von Erwartungen trägt besonders stark zum Vertrauen und Loyalität bei.

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3. Verstärkter Einsatz der “Voice of the Customer“-Programmen

Welche Erwartungen, Vorlieben oder Abneigungen haben die Kunden? Dies herauszufinden ist das Ziel der „Voice of the Customer“-Programme. Denn Emotionen tragen mehr als 50% zu einer Erfahrung bei, wie Colin Shaw in seinem Artikel „The DNA of Customer Experience“ betont. VOC untersucht systematisch diese Bedürfnisse und Wünsche der Kunden und integriert sie gezielt in die Kundenerfahrungen. Unternehmen erhalten durch VOC-Programme kontinuierlich wichtige Hinweise um ihren Service oder Produkte zu verbessern. In Zukunft werden immer mehr dieser Programme gestartet und von Unternehmen angenommen.

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4. Ertrag vs. Kosten

Viele Unternehmen opfern die Qualität des Customer Experience um ihre Kosten zu senken. Sie wollen bei den Kundenerfahrungen einsparen. Nach und nach erkennen die Unternehmen jedoch, dass großartige Kundenerfahrungen einerseits den Ertrag steigern und zugleich die Support-Kosten senken. Eine Entweder-Oder-Strategie ist deshalb nicht notwendig. 

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5. Zunahme an Interaktions-Kanälen

Jedes Jahr entstehen viele neue Kommunikationskanäle und werden weiterentwickelt. Für Unternehmen bedeutet das Chancen und Herausforderungen zugleich. Kunden haben immer stärker die Kontrolle über ihren bevorzugten Interaktionskanal. Je mehr Auswahl Unternehmen ihren Kunden bieten, desto eher können Kunden ihren Lieblingskanal auswählen und haben dadurch eine bessere Kundenerfahrung.

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6. Herausforderung Cross-Channel Erfahrung

Wie schafft man es, über all die verschiedenen Kanäle hinweg eine konsistente Kundenerfahrung zu erschaffen? Viele Unternehmen haben voneinander unabhängige Kanäle, die getrennt Kundendaten sammeln und eigene Prozesse haben. Dies steht natürlich einer angenehmen und kanalübergreifenden Kundenerfahrung im Weg. Die Kanäle müssen deshalb miteinander verbunden werden und eine einzige Sichtweise auf den Kunden teilen. Gemeinsame Leistprinzipien für die Kundenerfahrung müssen geschaffen werden.

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7. Social Media beeinflusst die Erfahrung

Social Media verändert die Kundenerfahrung von Grund auf. Die Erfahrungen werden nicht mehr gezielt von den Unternehmen gesteuert, sondern die Kunden formen ihre Erfahrungen und Erwartungen im Netz untereinander selbst und verbreiten sie. Dadurch werden einzelne Kundenerfahrungen umso wichtiger, auf die Unternehmen genau achten sollten.

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8. Machtverlagerung zwischen Unternehmen und Kunden

Die Kundenerfahrung wird mehr und mehr durch Communitys und Peergroups geformt. Neue Technologien, die Produkt- und Service-Bewertungen durch Kunden ermöglichen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Natürlich werden dadurch auch positive Erfahrungen schneller und weiter verbreitet. Oft geben die Kunden im Netz sich gegenseitig genauere und schnellere Antworten, als es das Unternehmen allein hätte tun können. So entsteht eine vielschichtigere und größere Kundenerfahrung. Unternehmen mit qualitativ hochwertigen Produkten oder Service brauchen den Machtverlust somit nicht zu fürchten. 

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9. Einzelhändler und Hotels liefern die besten Erfahrungen

Laut Forresters Customer Experience Index 2010 liefern Einzelhändler und Hotels die besten Erfahrungen (82 % bzw. 80%). In diesen Branchen ist eine positive Kundenerfahrung seit jeher das Hauptunterscheidungsmerkmal. Folglich investieren diese Branchen auch 2011 viel in Customer Experience und behalten Vorbildcharakter. 

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10. Krankenkassen und Internet-/TV-Anbieter bieten die schlechtesten Erfahrungen

Laut Forrester Index schneiden Krankenkassen und Internetanbieter am schlechtesten ab was die Kundenerfahrungen betrifft. Dies könnte daran liegen, dass Kundenerfahrung schlicht als Kostenfaktor gesehen wird und die Konkurrenz keinen besseren Service erbringt und somit kein Druck entsteht, diesen zu verbessern.

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11. Kunden gestalten die Erfahrungen mit

Customer Co-Creation als Quelle der Wertschöpfung und positiver Erfahrungen wird häufiger. Kunden wissen, was andere Kunden wollen, und Unternehmen nutzen deren Wissen. 

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12. Customer Experience erhält höhere Priorität

Die Forrester Studie “The State of the Customer Experience 2010” ergab, dass 90% der amerikanischen Unternehmen mit einem Ertrag von mehr als 500 Millionen Dollar, Customer Experience als sehr wichtig oder entscheidend für ihre Unternehmens-Strategie ansehen. Die Verbesserung der Kundenerfahrungen wird daher an Beachtung gewinnen und ein wichtiges Ziel von immer mehr Unternehmen werden.

Reiseagenturen bieten für Kundenwünsche

Der Kunde ist König. Und wenn er verreisen möchte, sollte er das perfekte Angebot erhalten. Um stundenlange Recherchen im Internet zu vermeiden, hat die Seite OfferMeaTrip ein praktisches Konzept umgesetzt. Die Kunden geben hier einfach an, was sie von Ihrem Traumurlaub erwarten, und die Agenturen bieten dafür: Sie versuchen sich gegenseitig mit den besten Angeboten zu übertreffen um den Kundenauftrag zu erhalten. Der Kunde gibt zunächst an, welche Art von Urlaub er sich wünscht, wie viel er ausgeben möchte, wie lange die Reise dauern soll und welche Aktivitäten ihm Spaß machen. Ausgewählte Reiseagenturen können ihm dann Vorschläge unterbreiten, aus denen der Konsument den für ihn passendsten auswählen kann. Ein praktischer und effizienter Service, der dem Kunden viel Zeit und Mühe erspart. Darüber hinaus ist die Vermittlung für beide Seiten kostenlos. Derzeit noch auf Großbritannien fokussiert, könnte das Konzept sicherlich auch auf andere Länder ausgeweitet werden, und vor allem auch in anderen Branchen zum Einsatz kommen.