Social Media pusht das Kino-Geschäft

twitter-movieEin schönes Beispiel für den unmittelbaren Einfluss des mobile (social) networking auf den Business-Case hat jetzt das Marktforschungsunternehmen Nielsen geliefert.

Nach einem Bericht von MarketingDaily besagt der NRG 2012 American Moviegoing Report:

  • Bei den Vorinformationen zu einem Film, die online eingeholt werden, liegen Previews eindeutig an der Spitze.
  • Generell kann ein klarer Zusammenhang zwischen dem Besitz mobiler Endgeräte und dem Kinobesuch erkannt werden: Smartphone-Benutzer gehen mit 9% höherer Wahrscheinlichkeit ins Kino, Tablet-Besitzer sogar mit 20% höherer Wahrscheinlichkeit.
  • Kinobesucher mit mobilem Endgerät sind generell stärker engagiert in Sachen Kino: sie konsumieren mehr entsprechenden Content online, aber sie bringen auch selbst mehr ein in Form von Bewertungen und Kommentaren.
  • Für rd. 30% der Kinobesucher haben die Kommentare in den sozialen Netzwerken starken ein Einfluss auf die Filmauswahl
  • Junge Besucher (18-24) sind besonders aktiv, nach dem Kinobesuch Kommentare zu posten, ältere (35-44) hingegen hören verstärkt auf solche Kommentare.

Kino-Marketing kann hiernach also sehr gezielt den Empfehlungspfad für die entsprechenden Zielgruppen modellieren.

trickr-erwartung: Für TV wird das ebenfalls praktiziert werden, Stichwort „Dual-Screening„.

 

Disney verkauft Kinokarten über Facebook

Disney hat eine neue App entwickelt, die es den Facebook-Nutzern erlaubt, innerhalb des Social Networks Kinokarten zu bestellen und Freunde dazu einzuladen. Diese App könnte den Kinokarten-Verkauf revolutionieren: Der Nutzer kann bequem in seinem Netzwerk bleiben, und sobald er eine Karte gekauft hat, geht automatisch eine Benachrichtigung an seine Freunde, die dazu auffordert, ebenfalls Karten zu bestellen. Keine Registrierung bei Ticket-Seiten ist mehr nötig: Die App durchsucht automatisch die Daten des Nutzers und sucht Kinos in der Nähe. Das bietet Raum für Spekulationen: Vielleicht gibt es ja bald eine App, die einem mithilfe der persönlichen Angaben Filme vorschlägt, die einem gefallen könnten. Auf diese Weise funktioniert z.B. tastekid.com.

Die App, genannt Disney Tickets Together, funktioniert schon bei der Mehrzahl der Kinos in Nordamerika, momentan zwar nur für den Film „Toy Stoy 3“, soll aber bald ausgeweitet werden. Facebook bekommt dabei keine Vermittlungsgebühr.