Warum Content Marketing so wichtig ist – eine Infographic

Keine Frage: Content Marketing ist angesagt, fast ein flavour of the year 2013! Aber warum eigentlich? Es gibt technische Gründe rund um Googles Panda und Penguin, das sind sozusagen die Auslöser  – aber dieser Zoo ist nicht unser Thema heute.

Unsere Frage ist: was genau wird denn von Content Marketing ausgelöst, so dass schon bald die Kosten durch gestiegene Umsätze überkompensiert werden?

Content+ hat darauf eine Antwort mit einer Infographic gegeben (gefunden in Jeff Bullas‘ Blog), die ich sehr anschaulich fand und hier zusammengefasst habe. Die Infographic selbst ist hier natürlich auch enthalten.

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Blog-Motivierend

AustralienWir haben hier schon mehrfach Beiträge von Jeff Bullas zitiert und kommentiert. Der australische Kollege hat eine leichte, eingängige Art, Themen rund um Social Media darzustellen. Er recherchiert gut und stellt Fakten intelligent zusammen. Insbesondere 2011 und Anfang 2012 war er sehr fleißig beim Bloggen. Dann hat er ein Buch veröffentlicht und es wurde etwas ruhiger, so mein Eindruck. Auf jeden Fall stieg die Anzahl der Gastautoren auf seiner Seite.

Neue Autoren, wenn gut gewählt, sind kein Verlust, sie erweitern das Spektrum ohne das eigentliche Spielfeld zu verlassen. Auf Jeff’s Seite ist das ebenfalls so – auch wenn mir konkret seine „Schreibe“ besonders gut gefiel.

Vielleicht ist er ja grad etwas „leergeschrieben“, denn in seinem Buch hat er immens viele Erfahrungen der zurückliegenden Monate zusammengefasst, strukturiert und aktualisiert. Es ist lesenswert, denn, wie der Titel schon sagt: es ist „Blog-motivierend“, es regt an und inspiriert, zu schreiben. Und man bekommt Lust, dabei auch unterschiedliche Techniken und Tools auszuprobieren.

Wenn Sie selbst ein Blog führen und grad mal einen Durchhänger haben: ein Kapitel Jeff, und es geht schon wieder besser!

Dabei ist es nicht etwa schriftliche „Seelenmassage“, was Jeff schreibt, sondern ein sehr konkretes hands-on Fachbuch mit vielen wertvollen Tips zu den sogenannten Do’s & Dont’s.

Das Englisch ist sehr gut lesbar, einfach Sätze und keine professorale Wortwahl. Und es ist als eBook für den kindle zu haben, bei Fachbüchern aus meiner Sicht fast schon ein Muss. (Mein Bücherschrank würde den derzeitigen überholt-und-neu-Rhythmus im Business Bereich jedenfalls nicht mehr verkraften.)

Noch eine Bemerkung zu diesem Amazon-Link: Es ist wirklich beeindruckend, wie leicht es Amazon jedem Blogger macht, seine Bücher zu promoten. Man registriert sich im Partner-Programm (easy) und wählt ein Buch, über das man schreiben will. Das wars. Sofort gibt es den HTML-Text (ich habe hier den fürs Bild gewählt, aber Nur-Text oder als Widget am Rand ginge auch), den fügt man einfach ein – fertig.

Und wenn Sie jetzt auf das Buch klicken und bestellen bekomme ich sogar noch 70ct davon – wow, Tag gerettet!

15 Marketing-Events in den USA in 2013

130107 USAIn 2013 wird es natürlich wieder viele wichtige Marketing Events geben, den einen oder anderen sollte man schon besuchen.

Ich nehme meist sehr viel mit von solchen Specials, den Auszeiten vom Alltagsgeschäft, z.B.  Antworten auf konkrete Fragen, dann natürlich viele neue Kontakte und außerdem etwas schwer Greifbares, eine Art „spirit“, der in der Luft liegt, Dinge, Trends, Sichtweisen, die im Alltags-Geschäfts-Gebrause untergehen, übersehen werden, gar nicht auftauchen.

Daraus ziehe ich viele Anregungen und neue Ideen, kann Entwicklungen besser beurteilen und neue Lösungen schneller einordnen.

Für Marketing Events in den USA kommt hinzu, dass man oft einige Monate Zeit gewinnt, die Trends sind dort meistens etwas früher dran. Vielleicht wird man in Zukunft für noch mehr Vorsprung nach Shanghai oder Seoul reisen müssen, aber Amerika ist an vielen Stellen noch etwas Europa-affiner.

Jeff Bullas hat 15 solche Marketing-Events in den USA zusammengestellt, hier ist seine Übersichts-Grafik dazu und hier ist der Link zum ganzen Artikel.

Welche Events stehen auf Ihrer „Muss-ich besuchen“-Liste? Anregungen und Hinweise sind sehr willkommen!

Social Media Trends 2013

130103 TrendIn den ersten Januar Tagen darf man hoffentlich noch mit Prognosen kommen.

Hier sind 6 Social Media Trends, die Jeff Bullas erkannt hat. Sein sehr umfangreicher Artikel mit vielen Detail-Infos ist hier.

Ich behalte seine Nummerierung bei, so dass Sie bei konkretem Vertiefungs-Interesse direkt das Ziel ansteuern können.

Hier sind die 6 Social Media Trends von Jeff in einer Kurzdarstellung:

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Infographic vs. Infoliste – was ist besser? Eine Umfrage.

Vor Kurzem erschien auf Jeff Bullas Blog eine Infographic mit vielen interessanten Informationen. Das Format war eben: eine Infographic, bunt, plakativ, lang.
Ich habe die Einzelfakten übersetzt und in einer einfachen, inhaltlich aber unveränderten Liste zusammengestellt. Sehr „sexy“ ist die dann nicht, eben eine Liste.
Aber vielleicht gefällt sie dem einen oder anderen Leser besser. Ich fände es jedenfalls interessant zu wissen, ob Infographics für das deutsche Business-Auge (wow!) ein besonders wertvolles Format sind.

Meine Bitte also: Entscheiden Sie hier, was aus Ihrer Sicht die Information besser transportiert und für die Arbeit besser einzusetzen ist.

Schauen Sie sich beide an und beurteilen Sie, welches Dokument Ihnen (unter business-Gesichtspunkten) besser gefällt.

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Wenn ein leidlich aussagefähiges Ergebnis zusammenkommt, dann werden wir das natürlich nochmal rausstellen und ggf. auch vertiefen. Aber das ist Schnee von morgen.

Ich bin gespannt auf Ihre Meinung.

6 Tips für Ihr Content Marketing

Gerade ist in Jeff Bullas‘ Blog ein Artikel von Rashed Khan zum Thema Content Marketing erschienen, der mir so gut gefiel, dass ich hier eine Kurzfassung vorstellen möchte. Die Kerngedanken sind von Rashed, ich habe sie nur deutsch ausformuliert und ergänzt. Das englische Original finden Sie hier: Blogbeitrag im Original.

Zielgruppe? Alle Blogger und Content Kuratoren, die ihre Leserschaft mit Qualität binden und vergrößern wollen.

Und da es kurz sein soll: hier sind ohne weitere Vorreden seine 6 Ratschläge:

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Facebook Fakten und Grafiken

Facebook hat gerade die Milliarden-Mitglieder Grenze überschritten – das haben wir in den Zeitungen gelesen. Doch es gibt weitere beeindruckende Facebook Fakten, die Jeff Bullas in seinem Blog anschaulich zusammengestellt hat.

(Jeff ist Australier und schreibt also auf Englisch. „Milliarde“ heißt auf Englisch „Billion“, unsere „Billion“ ist auf Englisch die „Trillion“ etc., das sollte man bei den big numbers  in seiner Infografik im Hinterkopf haben. Wir werden hier weiter die deutschen Begriffe verwenden.)

Hier ein Ausschnitt aus seinem Facebook Fakten-Berg:

  • 44% aller Internet-User sind Facebook-User
  • 60% alle Facebook-User benutzen Facebook auf mobilen Endgeräten
  • Der Facebook-User ist im Durchschnitt 22 Jahre alt
  • Den Like-Button gibt es erst seit 2009 (!), aber er wurde bereits über eine Billion mal geklickt
  • Es wurden rd. 220 Milliarden Fotos hochgeladen, 62 Millionen Songs gespielt, 17 Milliarden Locations „getagged“ und über 140 Milliarden Freundschaften geschlossen.

Etwas anschaulicher ist das alles in Jeffs Infografik dargestellt.

Noch immer gibt es viele deutsche Manager, die ihre Facebook-Skepsis bis -Abehnung mit Selbstbewußtsein kultivieren. Sie darf man schon fragen: Da ist kein interessanter Teil ihrer Zielgruppe dabei? Vielleicht eine neue Variante von self-fulfilling-prophecy: Wenn ihr so weiter macht, ist bald wirklich keiner mehr dabei!

Was die Piraten Partei mit Coca Cola zu tun hat

Seit einigen Wochen begegnet mir der Begriff „liquid“ häufiger.

  • Liquid Feedback System der Piraten Partei
  • Liquid Content, z.B. von Coca Cola

In der aktuellen brandeins ist ein Report über die Synaxon AG, die zur internen Abstimmung mit den Mitarbeitern ebenfalls das LiquidFeedback System verwenden.

Und im letzten Beitrag in diesem Blog wurde Content gefordert, der „liquid and contageous“ ist, wörtlich also flüssig und ansteckend.

Es wird Zeit zu fragen: In welchem Sinne wird hier eigentlich „liquid“ verwendet?

Bei Wikipedia erhält man die bekannten Definitionen und das Projekt „Deutscher Wortschatz“ der Uni Leipzig hilft auf den ersten Blick auch nicht weiter. Immerhin finden wir hier die Interpretation „verfügbar“.

Überraschendes Fundstück am Wegesrand: in der Phonetik sind „Liquide“ solche Konsonanten, die nicht nasal ausgesprochen werden, im Deutschen die Buchstaben „r“ und „l“ (hier nicht weiter relevant, aber gut für die 500.000€-Frage bei Wer wird Millionär?)

Bei der Suche auf englischen Seiten gibt es weitere interessante Objekte für die Botanisiertrommel, eine Werbeagentur, die einfach „liquid“ heißt, ein Musiklabel sowie eine markup-language für eCommerce Shops. Nichts davon hilfreich für unsere Frage, aber immerhin: „liquid“ ist ein beliebtes Wort mit vielen Interpretationen.

Doch was macht das Feedback System der Piraten und von Synaxon so „liquid“? Was bedeutet es, dass Content von Marken wie Coca Cola „liquid“ ist?

Nach einiger Webrecherche kristallisiert sich heraus:

Die Begriffe werden ähnlich verwandt, ganz deckungsgleich sind sie nicht. Ihnen gemeinsam ist die „Interaktion und Kommunikation in asymmetrischen Beziehungen“.

Das LF ist das interaktive Kommunikationssystem für die „Liquide Demokratie“, durch LF wird ein neuer Kommunikationskanal zwischen Abstimmenden und Repräsentanten geöffnet (für mehr Details einfach dem Link unter „LF“ folgen). Was das für eine AG bedeutet und wo man die Grenzen als Vorstandsvorsitzender ziehen muss, ist in dem brandeins-Artikel interessant zu lesen.

Um den Begriff „liquid content“, der aktuell im Social Media an Bedeutung gewinnt, besser zu verstehen, ist das Video von Coca Cola „Content 2020“ sehr anschaulich. Es macht zudem Spaß zuzuschauen. Auch hier geht es um einen neue Kommunikationsqualität, diesmal zwischen Marke einerseits und Markt und Konsumenten andererseits. Der technische „Kanal“ scheint etabliert zu sein, das Internet mit seinen (Social Media-) Portalen – und was bis 2020 an Interaktions-Möglichkeiten noch entstehen mag. Darum geht es im liquid der Marketiers nicht. Für sie ist „liquid“ eine fachliche Qualität, keine technische, „liquid“ steht auf der gleichen Stufe wie „kreativ“.

Jeff Bullas hat es in einem Beitrag sehr schön formuliert: „Das ultimative Marketing Ziel ist es, Content und “Ideen” zu erzeugen, die so ansteckend und sich ausbreitend sind, dass sie nicht kontrolliert werden können. Das ist liquid Content“.

Ich freue mich auf weiteren input von Ihnen zu diesem Thema zu erhalten. Sicher sind wir hier noch nicht am Ende der Bedeutungsklärung angekommen.

7 Thesen zum Stand von Social Media 2012

Auf die Frage: „Wie steht es um Social Media?“ bekommt man vermutlich so viele Antworten wie man Menschen fragt.

Ein recht kompetenter Mensch, Brain Solis, wurde Anfang Februar 2012 von intervistato befragt. Die Fragen stellte Maria Petrescu, Direktor von intervistato. Aufmerksam wurde ich auf das Interview erst durch einen Beitrag von Jeff Bullas in diesen Tagen, die intervistato-Leute veröffentlichen selbst in italienischer Sprache.

Das Interview (26 Minuten) ist in englischer Sprache (gut verständlich) und auch nach 3 Monaten noch aktuell, hier der link.

Für einen ersten Eindruck habe ich 7 Kernaussagen aus dem Interview herausgehört und hier kursiv zusammengestellt:

  1. Content Curation hat bereits eine enorme Entwicklung hinter sich und wird sie in 2012 fortsetzen, mit besseren, beeindruckenderen Tools. Das Thema hat profunde Bedeutung für Social Media, wird immer wichtiger.
    Anm. trickr: Was ist Content Curation? Hier eine ganz gute Definition.
  2. Keines der aktuellen SM Monitoring Tools kann den Einfluß von Social Media messen, weil Einfluß bedeutet, dass Verhalten geändert wird, ideal: gekauft wird. Und diese Verhaltensänderung liegt in der Regel außerhalb der Messwelt dieser Tools. Aber Einfluß ist wichtig. Will man ihn messen, bedarf es weitergehender Verfahren als nur den Einsatz von SM Tools. Man muss herausbekommen, was alles zu der Marke gesagt und geteilt wird, von wem und auf wen es wirkt.
  3. Die Trennung Content vs. Advertising ist in den meisten Social Media Marketing Ansätzen noch zu ausgeprägt. Gutes Advertising ist so in den Content integriert, dass man hineingesogen wird und davon noch anderen berichtet (Bsp. Old Spice).
  4. Manche Manager verstehen den Sinn von Social Media immer noch nicht, halten das für das Medium von Kindern. Von CNN wurde berichtet, dass jede Sekunde einer ihrer Beiträge getweetet wird. Da werden völlig kostenfrei neue Zielgruppen erreicht, die man sonst nie erreichen würde. Hier liegen die große Potenziale. So eine Position setzt leadership voraus, und die muss man sich verdienen durch guten Content und Content Curation.
  5. Es geht weniger darum, die Fans und Follower und Klicker, die man hat, zu analysieren. SM Monitoring schaut zu sehr nach hinten. Interessant ist und immer interessanter wird SM Intelligence, z.B. die Frage, was und wen  hat man nicht? Was wird über meine Marke nicht gesagt? Diese Menge ist viel größer und sehr aufschlußreich. Es gibt eine Starbucks-Studie aus 2011, die hier neue Analyse-Dimensionen aufzeigt.
  6. Viele Unternehmen haben SM nicht wirklich integriert, sie haben sein Wesen nicht verstanden sondern es als eine mediale Abteilung z.B. bei Marketing angesiedelt. Eine Beschwerde z.B. via twitter wird da zwar erkannt / gesehen, aber man hat nicht die Kompetenz, diese angemessen zu bearbeiten, das macht ganz woanders die Beschwerdeabteilung. Das konnte man 100 Jahre lang so machen, aber nun ist es anders. SM verlangt, dass die ganze Marke zum Kunden als einer, mit einer Stimme, mit einem Gesicht spricht.
  7. Social Media wird immer noch zu sehr medial gesehen, als technische Marketing Disziplin. Viel interessanter sind die Veränderungs-Impulse, die es im Unternehmen, aber auch in der Gesellschaft, der Politik, in der Kultur auslöst. Die Zunft der Zukunft gehört weniger den SM Ingenieuren als den Change Agents, die technischen Entwicklungen in neue Lebenswelten umsetzen.

Alle 7 Thesen sind Auszüge aus dem Interview, so wie ich sie verstanden habe. Den meisten Thesen stimme ich voll zu, Nr. 2 ist mir ein wenig zu streng. Ein Thermometer oder Luftdruckmesser macht auch keine Wettervorhersage, aber liefert wichtigen input dafür. Ohne ginge es nicht. Die Frage ist nur, ob man bei den Ergebnissen dieser Tools stehen bliebt oder weiter schaut. Vor diesem Problem stehen Kommunikation und „Werbung“ ja generell. 1000er Kontaktchancen sind auch nicht das Gleiche wie Einfluß.