Standort-Tracking via Facebook

Sie befinden sich hier auf Geolocation- Symbol blauEins meiner Lieblings-Cartoons geht so: Die Katze („Le Chat“ von Philippe Geluck) steht vor einer öffentlichen Stadtkarte und sieht den Pfeil „Sie sind hier“. Le Chat sagt: „Das hat sich aber schnell rumgesprochen!“

Vielen Facebook-Nutzern ist nicht bekannt, dass die Mutter aller sozialen Netze diesen schnellen Info-Austausch zum aktuellen Standort des mobilen Mitglieds bereits jetzt technisch ermöglicht. Spannend ist daran insbesondere, dass auch, wenn die Facebook App gar nicht genutzt wird, trotzdem ein solches Standort-Tracking erfolgt.

In einem aktuellen Beitrag hat Jens Wiese von allfacebook.de hierauf hingewiesen und auch gezeigt, wie man das Protokoll dieses Standort-Trackings, also alle bisherigen Einträge, mit 2 Klicks löscht.

Wir fassen die wichtigsten Punkte des guten Beitrags hier noch einmal zusammen und zeigen zudem, wie man das Standort-Tracking via Facebook auch für die Zukunft auf seinem Smartphone unterbindet – wenn man es denn will.

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Die Twitter-Fails 2010: S21, Bahn und Apple

Mit den Top 10 der deutschen Twitter-Fails veröffentlicht der Berliner Kommunikationsdienstleister Ausschnitt Medienbeobachtung die Mecker-Charts 2010 des Microblogging-Dienstes. Auf Platz 1 liegt das umstrittene Bauprojekt Stuttgart 21, dicht gefolgt vom Bauträger des Projekts der Deutschen Bahn. Der dritte Platz geht an die CDU.
 
Mit dem Hashtag Fail (Fehlschlag) markieren Nutzer bei Twitter Tweets zu Nachrichten, die besonders kritikwürdig sind. „Fail“ heißt es aus Sicht der Twitter-Nutzer auch in Sachen Apple (Platz 4). Zuletzt häuften sich Klagen über die Telefonleistung des iPhone 4 und die verspätete Auslieferung des Betriebssystems iOS 4.2. Und deshalb landet Apple auch gleich zweimal in den Top 10. Auf Platz 6 liegt das iPhone als am häufigsten kritisiertes Produkt 2010.

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Am häufigsten meckern die Twitter-Nutzer insgesamt gesehen über Politik und Parteien, vier der zehn Plätze im Ranking fallen auf die Politik. Größte Kritikpunkte sind politische Entscheidungen und interne Machtkämpfe.
 
Auf Platz 9 hat es der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMSTV) in das Twitter-Fail-Ranking geschafft. Kern der Debatte war und ist die geplante Einführung einer Alterskennzeichnung von Inhalten im Internet.
 
Das Wetter hat es nur knapp ins Ranking geschafft und liegt etwas abgeschlagen auf Platz 10.

Smartphone-Markt: Nokia stürzt ab, Googles Android wächst rasant

Eigentlich sagt die Grafik schon alles über die Situation auf dem Markt für Smartphones: Nokias Absturz beschleunigt sich, und es scheint nur noch eine Frage weniger Quartale zu sein, bis Googles Betriebssystem Android die Spitze des Marktes übernehmen wird. Überraschend kommt Nokias beschleunigter Absturz nicht, denn die Geräte sind in einem Mobilfunk-Markt, in dem jedes zweite verkaufte Gerät im Moment ein Smartphone ist, nicht konkurrenzfähig. Das Flaggschiff N8 hat eine gute Hardware, aber die Software ist im Vergleich zu Apple oder Android um Längen schlechter. Apple hat mit dem iPhone4 im dritten Quartal seinen  Marktanteil wieder leicht ausgebaut, stagniert im Durchschnitt aber bei rund 16 Prozent. Der Blackberry-Hersteller Research in Motion hat ebenfalls noch keinen Hebel gefunden, um seinen Marktanteile außerhalb Amerikas zu steigern. Microsoft scheint seinen Boden bei 2,8 Prozent gefunden zu haben, denn das neue Betriebssystem Windows Phone 7 wird dem Unternehmen – verbunden mit einer gigantischen Werbekampagne  –  im vierten Quartal sicher mehr Marktanteile bringen.

Insgesamt wächst der Smartphone-Markt weiter dynamisch: Nach Gartner-Angaben im dritten Quartal um 96 Prozent auf 81 Millionen verkaufte Geräte. Im gleichen Zeitraum wurden 417 Millionen Handys in aller Welt abgesetzt. In diesem Markt ist Nokia ebenfalls noch vorne, aber nur noch mit einem Marktanteil von 28 Prozent nach 37 Prozent vor einem Jahr.

Preisvergleich per Handy

Die neue iPhone-App von MeineStadt.de enthält einen „Kaufda-Navigator“, der Angebote von Einzelhändlern in der Nähe des Anfragenden anzeigt.

Mit dieser kostenlosen App haben die Nutzer im gesamten Bundesgebiet sofortigen Zugriff auf Prospekte von rund 100.000 Einzelhandelsgeschäften aus ihrer unmittelbaren Umgebung. „Wer beim Einkaufen Produktangebote vergleichen will, kann das mit unser Anwendung sofort machen und muss nicht erst andere Geschäfte besuchen oder sich zuhause an den Computer setzen“, erklärt Philipp Stegger, Senior Manager Corporate Development von Meinestadt.de, den Vorteil des neuen integrierten Service.

Informationen gibt es zu Restaurants, Hotels, Geschäften, Ärzten und anderen Dienstleistern, Ebenso werden über 700.000 Veranstaltungstermine angezeigt, Kinoprogramme von über 1.500 Kinos, lokale Wettervorhersagen, Sehenswürdigkeiten, Stadtfotos und vieles mehr.

Ein praktischer Service, mit dem der Kunde durch diese lokale Suche und den lokalen Angeboten viel Zeit und Geld sparen kann.

Neue Social App von Apple

iPhoneApple arbeitet laut dem U.S. Patentamt an einer App mit der User an sozialen Netzwerken teilhaben können. Bei dieser Meldung verfällt wohl jeder Social Media Fan in gelangweiltes Gähnen! Das völlig neuartige an der geplanten App ist allerdings, dass man damit an Gruppen und Netzwerken teilhaben kann, ohne persönlich Daten austauschen zu müssen. Um auf Plattformen wie Facebook eine neue Bekanntschaft in die Freundesliste aufzunehmen, braucht man zunächst einmal deren Namen oder ein anderes Merkmal um sie auf der Plattform zu finden und zu kontaktieren. Die neue App soll da ganz anders funktionieren: Man hinterlegt seine persönlichen Daten bei einem speziellen Anbieter. Sobald man in einer Gruppe von Personen ist, z.B. auf einer besonders guten Party, kann man die App starten und ihr damit erlauben, zunächst anonyme kleine Datenpäckchen, so genannte Token, mit anderen Nutzern auszutauschen, die die App ebenfalls aktiviert haben. Man muss dabei nur in räumlicher Nähe eines anderen Nutzers sein; die Telefone tauschen dann automatisch die Daten aus. Zudem ist auch ein Datenaustausch als Kettenreaktion möglich, z.B. auf einem Konzert: von der Bühne über die vorderen Reihen bis zu den hinteren. Es wird automatisch eine Gruppe gebildet und jeder Nutzer, der von einem anderen Telefon kontaktiert wird, wird auch zunächst nur zu der Gruppe eingeladen. Diese Einladung kann er dann auch ablehnen. Noch auf der Party oder auch später, kann man dann über den speziellen Anbieter weitere hinterlegte Daten an die Mitglieder der Gruppe übermitteln lassen und sich selbst weitere Informationen über die anderen Partypeople anzeigen lassen.

Das Prinzip aller bisherigen Netzwerke wird damit umgekehrt: Der Onlinekontakt entsteht hier VOR einem persönlichen Kontakt. Man kann in wenigen Sekunden E-Mails an alle Teilnehmer eines Seminars versenden, ohne vorher umständlich jeden einzelnen nach seiner Adresse fragen zu müssen.

Der Schutz persönlicher Daten wird dabei trotzdem gewährleistet:
• Jeder Nutzer entscheidet selbst, wann er die App aktiviert, d.h. wann er wirklich Kontakt mit anderen Personen in seiner Nähe herstellen will.
• Auch bei aktivierter App werden nicht automatisch Daten mit jedem anderen Nutzer ausgetauscht, man muss dem noch einmal explizit zustimmen.
• Wenn man sich einer Gruppe angeschlossen hat, kann man zwar sofort mit allen Mitgliedern kommunizieren, hat aber noch keine persönlichen Daten übermittelt, da die Kommunikation über den speziellen Anbieter anonymisiert wird und erst später bei Interesse auf explizite Aufforderung persönliche Daten übermittelt werden.

Neuer Trend: Marketing-Apps fürs Handy

FMCG-Markenartikler entdecken zunehmend die Chancen der Handy-Applikationen. Hier ein paar interessante Beispiele dafür, wie man sein Produkt mit verschiedensten Handy-Funktionen kombinieren und an den Mann bringen kann:

Bacardi bringt Cocktail-Rezepte aufs Handy. Jeden Monat kommen 10 neue Mix-Rezepturen dazu. Bar-, Hotel-, und Taxi-Finder ist ebenfalls dabei.

Haribo unterstützt „Ein Herz für Kinder“ durch seine Charity-App. Nutzer können hierbei über ihr iPhone eine Tüte Gummibären hörbar aufreißen und die Goldbären virtuell aus der Tüte in den Mund befördern. Über einen speziellen Button kann man dann 3 bis 5 Euro an die Hilfsorganisation spenden.

Nespresso bietet eine App an, mit der man über das Handy Kaffee bestellen kann. Ebenso können Kaffeemaschinen und Zubehörartikel geordert werden.

Philadelphia bietet eine Rezepte-App an. Durch Schütteln des Handys wird eine zufällige Rezeptauswahl gestartet. Einkaufslisten werden erstellt, die man dann auch an Freunde versenden kann.

Auf der Internetseite Barcoo kann der Verbraucher sein Handy zum Produktscanner umfunktionieren. Das Handy scannt einfach den Barcode eines Produkts, zeigt dann dessen Online-Preise, Testberichte und Nährwertinformationen (Lebensmittel-Ampel) an.

All diese Apps sind kostenlos und zeigen, wie man mit einer halbwegs funktionalen App dem Konsument einen Mehrwert bieten und ein Produkt einfach vermarkten kann. Dies wird garantiert ein Trend im Jahr 2010.

VW direkt beim Kunden durch iPhone App

Viele Top-Marken haben Applikationen für das iPhone. Coca-Cola und Nike sogar zwei. Damit der User sich diese auch auf sein Handy lädt und die Marke somit immer bei sich trägt, müssen die Apps entweder nützlich sein oder Entertainment bieten. VW landete einen Volltreffer mit seiner App „Real Racing GTI“. Das im Oktober 2009 veröffentlichte kostenlose Handy-Spiel wurde bisher über 2 Mio. Mal heruntergeladen. VW will damit den Start seines neuen 2010 GTI in den USA einläuten. So haben die Spieler 6 Wochen lang die Chance, 6 dieser neuen Modelle als Limited Edition zu gewinnen.

Der App-Markt boomt und kann für die Hersteller ein extrem lukrativer Markt werden: Zwei Milliarden Mal wurden iPhone Apps bisher heruntergeladen, der erwirtschaftete Umsatz wird – nur für den Monat August – auf rund 200 Mio. Dollar geschätzt. Doch eine App muss in den Top-Listen auftauchen und von den Usern positiv bewertet werden, andernfalls hat sie keine Chance.  Neben VW haben es noch andere Unternehmen geschafft und sehr erfolgreiche Apps auf den Markt gebracht: Amazon Mobile ist auf Platz 9 in der Lifestyle Liste des App Stores. User können hierbei  Fotos von Produkten machen, die sie irgendwo sehen, und Amazon versucht dann in seinem Store dieses Produkt zu finden. Pizza Huts App setzt auf Entertainment und hat bisher über 1 Mio Dollar erwirtschaftet: User schütteln z.B. das Handy um Sauce ihrer Bestellung hinzuzufügen.