Bing will News kaufen

Nach Facebook mobbt jetzt auch noch Medien-Mogul Rupert Murdoch den Suchmaschinen-Primus Google. Murdoch verhandelt mit dem Google-Rivalen Microsoft darüber, dass die Artikel seiner Zeitungen (u.a. Sun und Wall Street Journal) nur noch exklusiv bei Microsofts Suchmaschine Bing auftauchen sollen und nicht mehr bei Google. Microsoft ist sogar bereit für diese „De-Indexierung“ von Google große Summen zu bezahlen – nicht nur an Murdoch, sondern auch an andere News-Anbieter. Diese könnten somit von der Rivalität zwischen Google und Bing entspannt profitieren, was ihnen sehr gelegen käme: Durch den Rückgang des Printgeschäfts haben die Verlage starke Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Für Online-News möchte nämlich kein Leser zahlen – außer Microsoft.

Bing Suchanteil wächst auf 10 Prozent

Microsoft gewinnt mit seiner Suchmaschine Bing in den USA weiter Marktanteile und liegt mittlerweile bei knapp 10%. Allerdings bemerkt Konkurrent Google keinen Anteilrückgang, da Bing lediglich Prozente von Yahoo (Bings zukünftigem Partner) übernimmt. Hier die aktuellen Zahlen von comScore:

Marktanteil der Suchmaschinen in den USA

  September seit Jahresbeginn
Google

65,4%

+ 2,4%

Yahoo

18,0%

– 3,0%

Microsoft

9,9%

+ 1,4%

Ask

3,9%

+ 0,2%

AOL

2,9%

– 1,0%

Google kauft AdMob für 750 Mio Dollar

Google schlägt wieder zu: Der Suchmaschinen-Gigant kauft den Handy-Werbevermarkter AdMob für 750 Mio Dollar, ausgezahlt in Google-Aktien. Damit schließt Google seine Lücke im boomenden Markt der Online-Handys. Der Internet –Konzern war bisher spezialisiert auf Text-Werbung in Suchanfragen. Diese Anfragen sind zwar von Handys mit Webzugang aus in den letzten zwei Jahren um das Fünffache gestiegen, allerdings fehlte eine weitere wichtige Werbemöglichkeit: Display-Werbung auf Handys. Genau darauf ist das 2006 in Kalifornien gegründete Unternehmen AdMob fokussiert. Jeden Monat sendet AdMob Milliarden zielgruppengerechte und personalisierte Anzeigen auf Handys. Susan Wojcicki, Produktchefin bei Google, sieht in dem noch jungen Markt der Mobilwerbung ein enormes Potenzial als Marketinginstrument.

Durch die Akquise erhofft sich Google auch Vorteile für seine neue Handysoftware Android. Allerdings besteht die Gefahr bei einer Anzeigenflut die Kunden zu verlieren.

Google hat mit dem Kauf von AdMob seine Rivalen Microsoft und Yahoo auf diesem Gebiet klar abgehängt. Für Google, geschätzte 177 Milliarden Dollar wert, war es der 3. größte Kauf in dessen Geschichte. 2006 übernahm der Internet-Konzern für 1,65 Milliarden Dollar YouTube, letztes Jahr folgte der Werbespezialist DoubleClick für 3,1 Milliarden Dollar. Wir dürfen uns wohl auf sehr viel mobile Werbung gefasst machen, wenn Google diese Ausgaben damit wieder einnehmen möchte…

Google bringt kostenloses Navigationssystem aufs Handy

Google kündigte am Mittwoch seine neue Software „Google Maps Navigation“ an, welche den führenden Navigationsgeräte-Herstellern wie Garmin und TomTom starke Konkurrenz machen dürfte. Das Programm soll gratis verfügbar sein und durch GPS –Einbindung Staus, Behinderungen und aktuelle Ampelphasen im Minutentakt aktualisiert anzeigen können. Alle Karten und Daten werden live aus dem Netz geladen. Ebenso ist die Software mit Sprachausgabe und Sprachsteuerung ausgestattet und findet nicht nur Adressen, sondern auch Orte wie Kaufhäuser oder Museen. Zusätzlich kann man sich durch eine thematische Suche beispielsweise zu aktuellen Ausstellungen lotsen lassen. Die Software wird vorerst nur für das kommende Android 2.0 und in den USA verfügbar sein. Motorola kündigte an, dass sein neues Droid das erste Handy sein wird, auf dem die Google-Software laufen wird. Die Aktien der Navigationsgeräte-Hersteller TomTom und Garmin stürzten nach der Ankündigung kurzerhand ab: Die angeschlagene TomTom verlor insgesamt rund 20%, Garmin brach an der Nasdaq um 13% ein.

Facebook und Twitter bald wichtiger als Google?

Das glaubt Sean Parker, ein Social Network Guru aus Kalifornien. Der Grund ist einfach: weil es in Zukunft weniger darauf ankommt, Daten- und Informations-Management anzubieten als Network-Management. Und hier sind gerade Facebook und Twitter gut aufgestellt.

Entscheidend für den Erfolg ist dabei weniger die technische Qualität der Services sondern viel mehr die Qualität der Community selbst.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es hier.

Microsoft kauft Twitter- und Facebook-Updates für Bing

The next big Bing: Microsoft hat auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco eine Partnerschaft mit Facebook und Twitter angekündigt. Die Status-Updates beider Netzwerke sollen von nun an in Echtzeit mit Hilfe von Microsofts Suchmaschine Bing durchsuchbar sein – zunächst jedoch nur in den USA. Für Twitter ist diese Partnerschaft wohl der lukrativste Deal, den der Microblog-Webdienst je abgeschlossen hat, da der Datenzugriff für Microsoft kostenpflichtig ist. Bisher arbeitet Twitter fremdfinanziert und verzichtet auf Nutzergebühren oder Werbung. Wieviel Miscrosoft an Twitter für diese Zusammenarbeit zahlt, ist allerdings nicht bekannt. Facebook hat zwar deutlich mehr Updates pro Tag (45 Mio), jedoch sind die meisten davon privat und von der Suche ausgeschlossen. Tweets dagegen sind generell öffentlich zugänglich und fließen somit in die Bing-Suche ein.

Google möchte sich nicht abhängen lassen und kündigte ebenfalls eine Kooperation mit Twitter an, damit Tweets in Echtzeit auffindbar werden – diese soll aber erst in ein paar Monaten in Kraft treten.

Auch MySpace profitiert von diesem Deal, da dessen User-Updates in Zukunft direkt zu Twitter übertragen werden – und somit bei Bing zu finden sind.