Daumen hoch gefällt mir – für mehr Facebook Likes

Marken und Unternehmen freuen sich alle über möglichst viele Likes – aber warum eigentlich?

  • Mitmach-Effekt: schau, so vielen gefällt was wir tun, komm doch auch dazu und lerne uns besser kennen!
  • SEO-Auswirkung: viele Likes verbessern in manchen Suchen das Ranking
  • Eine größere Gemeinde, die den eigenen Content konsumiert, mehr Reichweite also
  • Höhere Marken-Awareness – ein „Wert an sich“ aus Sicht von Marketiers
  • Dialog mit einer größeren Gemeinde, dadurch besseres Verständnis der Wünsche und Anforderungen

All dies sollte dann in mehr Umsatz münden – und das ist ein absolut ausreichender Grund, hinter dem erhobenem Daumen und seinen Dialog-Brüdern (Kommentieren und Teilen) her zu sein.

Bei Jeff Bullas habe ich nun einige interessante Fakten und Tipps für mehr Likes gefunden – und der hat sie wieder bei Dan Zarella gefunden. Beide Links hier landen am Ende auf der gleichen Infografik, aber der guten Ordnung halber wollte ich beide Quellen nennen.

weiterlesenDaumen hoch gefällt mir – für mehr Facebook Likes

Coca Cola bringt „Gefällt mir“-Button in die Realität

Für eine Marketing-Kampagne auf Facebook hat Coca Cola ein interessantes Konzept umgesetzt: Besucher des israelischen Vergnügungsparks „Coca Cola Village“ erhielten am Eingang ein Funk-Armband, mit dem sie sich zunächst in ihren Facebook Account einloggen konnten. Wurde anschließend eine Attraktion, wie beispielsweise eine Wasserrutsche, besucht, konnte der Nutzer über sein Armband “Gefällt mir” klicken. Diese Nachricht wurde dann automatisch auf dem Facebook-Profil veröffentlicht.

Die Aktion war ein voller Erfolg und es wurden täglich über 35.000 Newsfeed-Stories veröffentlicht. Neben den “Gefällt mir” Klicks, konnten sich die Besucher auch automatisch mit ihrem RFID-Armband auf Fotos markieren.

Reale Gegenstände und Erlebnisse sofort in die virtuelle Welt bringen, wo sie sich verbreiten können, ist mit dieser Technik problemlos möglich. Man stelle sich vor, man macht einen Spaziergang durch die Stadt und kann bei jedem beliebigen Gegenstand durch einen Knopfdruck seine Sympathien bekunden. Für die Nutzer ist es nur ein geringer Aufwand, für die Hersteller jedoch eine große Werbemöglichkeit.

Facebook verdient ein Vermögen mit Like-Button

Wie macht man seine Marke im Netz bekannt? Setzt man auf den traditionellen Weg von gekauften Werbeflächen oder setzt man auf den großen Social-Media-Vorteil der Mund-Propaganda? Letzteres ist nicht so einfach zu erreichen, doch darin sind sich alle einig: Der beste Weg etwas zu verkaufen, ist Freunde dazu zu bringen, es zu bewerben und zu verkaufen. Denn Freunden glauben wir mehr als den Marketing-Versprechungen von Firmen. Kennen wir den Menschen persönlich, so ist die Wahrscheinlichkeit um 68 Prozent höher, dass wir uns an seine Werbung erinnern, als bei unbekannten Testimonials. Die Erinnerung an die Message der Marke wird verdoppelt (Nielsen Studie).

Facebooks Idee war nun, diese beiden Arten der Werbung zusammenzubringen: Bezahlte Online-Anzeigenwerbung im klassischen Stil und den Viral-Faktor durch Freunde. Diese sogenannten „kontextbezogenen Anzeigen“ sehen wie folgt aus: Sie basieren auf Daten, die Facebook über den „Gefällt mir“-Button gesammelt hat. Die Anzeige erscheint dann auf der rechten Seite der Nutzer-Homepage mit einem Bild und der Überschrift des Werbetreibenden. Zusätzlich wird angezeigt, welche Freunde diese Werbung oder Marke mögen, da sie auf den Like-Button klickten. Der Nutzer kann anschließend selbst ebenfalls angeben, dass ihm die Anzeige gefällt.

Vor etwa einem Jahr startete Facebook diese Anzeigen und vermarktet sie mittlerweile mit wachsendem Erfolg. Wobei viele große Marken lange Zeit versuchten, die kostenlosen Facebook-Tools zu nutzen: Sie gründeten Facebook-Seiten und bauten eine Fangemeinschaft auf. Man ging davon aus, dass die Anzeigen am Rand nicht beachtet werden. Schließlich sind die Menschen hier um sich zu unterhalten und nicht um Werbung zu sehen. Die neuen „Social Ads“ ändern dies und werden weit mehr beachtet, da die Nutzer das Gefühl haben, durch Befürwortung und Aufforderung von Freunden sich mit der Marke auseinander zu setzen. Bisher gab es auch noch keine Beschwerden von Seiten der Nutzer, dass ihre Vorlieben für Werbung verwendet werden.

Seit Beginn dieses Jahres hat Facebook den bisherigen US-Marktführer bei Ad-Impressions Yahoo überrundet. In den USA sind Nike, Ford und Coca-Cola als erste Kunden mehr als zufrieden mit der Performance der kontextbezogenen Anzeigen.

Schätzungen zufolge liegt der Umsatz von Facebook bei 1 Milliarde Dollar dieses Jahr. Und das, obwohl der Durchschnittspreis von Displaywerbung auf Social Network Seiten nur ein sechstel des Preises beträgt, der für Displaywerbung auf anderen Internetseiten verlangt wird, so comScore.